Über 100 Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs fuhren am 04.03. gemeinsam mit mehreren Lehrerinnen und Lehrern zu ihrem Fachtag Kunst ins Sprengel Museum nach Hannover.

Am Anfang der Planungen stand die Frage im Raum, welches Museum auf einen Schlag über 100 Schülerinnen und Schüler in einer überschaubaren Sammlung aufnehmen kann.

Die Bremer Kunsthalle lehnte ab, zu groß sei zurzeit das Interesse der Öffentlichkeit an der Emile Bernhard Ausstellung. Die Hamburger Kunsthalle erlebt im Moment ihren Jahrhundert- Umbau und bietet der Öffentlichkeit nur eine Miniausstellung. Im erreichbaren Umfeld kam eigentlich nur noch das Sprengel Museum in Hannover in Frage. Zwar war man auch dort bei so einem Schüleransturm in äußerster Sorge und forderte eine erhöhte pädagogische Aufsicht, aber mit Hilfe fachübergreifender Kolleginnen und Kollegen konnte der Unterricht an einem außerschulischen Lernort planmäßig am 04.03.2015 stattfinden und wurde zur Vorbereitung von Bildbetrachtungen für eine Klausur auch intensiv genutzt.

Das Sprengel Museum

Das Schokoladenfabrikantenehepaar Margrit und Bernhard Sprengel ermöglichte 1969 mit der Schenkung ihrer privaten Sammlung an die Stadt Hannover die Grundlage für das nach ihnen benannte Museum, das inzwischen in der internationalen Spitzenklasse rangiert.

In den über 40 Jahren seines Bestehens haben sich enge Verbindungen mit weiteren Sammlern, Leihgebern, Stiftern und diversen Initiativen ergeben. Wer heute über das Sprengel Museum Hannover redet, meint die Sammlung in ihrer Gesamtheit, unter ihnen die wichtigen Stiftungen, die im Bestand des Hauses mit hochkarätigen und zum Teil sehr umfangreichen Leihgaben vertreten sind.

Die allgemeine Ausstellung bietet zurzeit eine breite Auswahl bedeutender Künstler der klassischen Moderne. Jeder Schüler konnte in den großzügig angelegten Räumlichkeiten ein Werk seiner Wahl nach spezieller Methode erarbeiten. Dieses gelang mit großer Konzentration und Ruhe, sodass das St.-Viti-Gymnasium, ähnlich wie bereits in den Jahren zuvor in Hamburg, einen überdurchschnittlich guten Eindruck hinterlassen konnte.

Großer Dank gilt den Schülerinnen und Schülern und den beteiligten Kolleginnen und Kollegen.

Text und Fotos: Marion Kolm