In der Zeitung 2005
Jubiläum 1955 - 2005
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1955 - viele der ersten Abiturienten, hier noch in der 6. Klasse
2005 - Die Abiturienten und ihre Lehrer/innen

Inhalt ab Januar 2005
(Aus der Zevener Zeitung (ZZ) oder dem Sonntagsjournal der Zevener Zeitung (SJ)
- wenn nicht anders angegeben.) Etliche Fotos stellte uns die ZZ zur Verfügung. Vielen Dank!
(Wir geben aber auch der ZZ Bilder von uns.)

 

Frech und fröhlich (ZZ 17.12.2005)
Mit "Der Klavierling" den Ton getroffen
(ZZ 13.12.2005)
Chöre und Bläser stellen sich vor
(ZZ 10.12.2005)
Verstärkung am St.-Viti-Gymnasium
(ZZ 28.10.2005)
Auftritt mit Nachgeschmack
(ZZ 21.10.2005)
Mehr Platz für die Schule
(ZZ 03.10.2005)
Neue Pädagogin am Zevener Gymnasium
(ZZ 16.09.2005)
Saal kocht und brodelt gewaltig
(ZZ 14.09.2005)
Leserbrief: Inakzeptabel gehandelt
(ZZ 09.09.2005)
Der Pressesprecher des Kultusministeriums zu "Lenke: Ministerium bevormundet Schule"
(ZZ 05.09.2005)
Leserbrief zu "Lenke: Ministerium bevormundet Schule"
(ZZ 05.09.2005)
Lenke: Ministerium bevormundet Schule
(ZZ 04.09.2005)
"Viticcino": Ein Klasse-Unternehmen
(ZZ 14.07.2005)
Neuer Beirat packt tatkräftig mit an
(ZZ 13.07.2005)
Treffen der "St.-Viti-Familie"
(ZZ 11.07.2005)
Sehenswertes Programm
(SJ 10.07.2005)
Jo Bohnsack lässt bitten
(ZZ 09.07.2005)
Wasser kann brennen
(ZZ 09.07.2005)
Benefizkonzert für Bläserklasse
(ZZ 09.07.2005)
Ein ganzer Schultag im Zeichen des Sports (ZZ 09.07.2005)
50 Jahre alt oder 50 Jahre jung?
/ Rezensieren und betreuen (ZZ 07.07.2005)
Schulabschied glanzvoll gefeiert
/ Bläserklasse sucht noch Mitglieder (ZZ 05.07.2005)
Imagewechsel zum 50. Schul-Geburtstag
/ "Ein Gymnasium macht Schule" (ZZ 04.07.2005)
"Das Haus war immer voll!"
/ Nicht für dumme Schmiererei (ZZ 02.07.2005)
Ausstellungen eröffnet
(ZZ 30.06.2005)
Leserbrief zu:
Eine Sache zu Ende bringen (ZZ 28.06.2005)
Im Alter von 18 Jahren schon Lehrer
(ZZ 27.06.2005)
Vom Schüler zum Lehrer
(ZZ 27.06.2005)
Eine Sache zu Ende bringen
(ZZ 25.06.2005)
Nach dem Abitur: Reisen und Studieren
(ZZ 24.06.2005)
Reise durch die Zeit
(ZZ 23.06.2005)
Ein Unternehmen als Pate
(ZZ 22.06.2005)
Schule in der Stadt
(ZZ 20.06.2005)
Neues Logo für das St.-Viti-Gymnasium
(ZZ 18.06.2005)
Antrag wird abgelehnt
(ZZ 17.06.2005)
Döntjes und Daten als Spiegel der Zeit
(ZZ 17.06.2005)
Kartoffelflocken und Schüler
(ZZ 16.06.2005)
Vorurteile überprüfen
(ZZ 14.06.2005)
50 Jahre Gymnasium: Jubiläumskalender
(ZZ 13.06.2005)
Jubiläum: 50 Jahre St.-Viti-Gymnasium
(ZZ 04.06.2005)
Aus Experiment wird ein riesiger Erfolg (ZZ 24.05.2005)
Ausgrenzung und Berührung
(ZZ 19.05.2005)
Verschoben: ...
(ZZ 28.04.2005)
Zeven auf dem Zehner suchen (ZZ 27.04.2005)
Gymnasium wird zur „School of Rock“ (SJ 10.04.2005)
Gymnasiasten sollen sich profilieren (ZZ 29.03.2005)
Christoph Gerken ist Spitze in Geografie (ZZ 14.03.2005)
Wer ist das Opfer und wer ist der Täter? (ZZ 11.03.2005)

Niedertracht des Alltags heißt Terror / So wertvoll wie Abwaschwasser
(ZZ 02.03.2005)
Wie geht es weiter mit Sittensens Gymnasium?
(ZZ 02.03.2005)
Mit Pauke(r) und Trompeten
(ZZ 01.03.2005)
„Terrorismus" im St.-Viti-Gymnasium
(SJ 27.02.2005)
Drei Bands aus verschiedenen Generationen ... auf der Bühne
(ZZ 22.02.2005)
Außenstelle auf alle Fälle unterstützen
(ZZ 21.02.2005)
St.-Viti-Gymnasium veranstaltet Ski-Kurse
(ZZ 18.02.2005)
Der Alltag selbst wird zur Zündschnur
(ZZ 17.02.2005)
"Sign": St.-Viti-Lehrer setzen Zeichen (ZZ 17.02.2005)
Der Funk der Musikpauker (ZZ 15.02.2005)
Historie der Hexenverbrennung (ZZ 14.02.2005)
Mit „Sign“ Zeichen setzen (ZZ 12.02.2005)
Ohne Kopierschutz: Warhols Pop Art im Viti-Gymnasium (ZZ 11.02.2005)
Ehemalige gesucht (ZZ 10.02.2005)
Unternehmer gespielt (ZZ 22.01.2005)
"Keine amerikanischen Verhältnisse" - Rauchverbot ... (ZZ 17.01.2005)
Neue Töne mit Schrauben
(ZZ 14.01.2005)
Klasse 8L1 in Bergen-Belsen (ZZ 04.01.2005)
Du musst in deinem vorigen Leben eine Tamilin gewesen sein (SJ 02.01.2005)


17.12.2005

Nicht nur für die Ohren, auch für die Augenwurde etwas geboten: Die Schweden-AG mischte sich anlässlich des Lucia-Festes unter die beiden Chöre.

Frech und fröhlich
Jubelrufe und Spontanbeifall für Bläserklassen, Chöre und Bigband


Zeven (rsk). Dass die St.-Viti-Schüler mit ihrem Weihnachtskonzert den Besuchern eine große Freude gemacht haben, war nicht zu überhören. Freuen können sich aber auch die Schüler selbst - über das gelungene Konzert, über ihre Möglichkeiten der musikalischen Entfaltung und über ihre engagierten Lehrer.

Die Schülerinnen und Schüler der zweiten Bläserklasse präsentierten Auszüge aus ihrem beachtlichen Repertoire.

Das war ein Klasse-Auftritt, den die großen und kleinen Akteure des St.-Viti-Gymnasiums beim Weihnachtskonzert hingelegt haben. Schon die frisch ins Leben gerufene Bläserklasse II brauchte sich nicht zu verstecken, denn sie präsentierte mit insgesamt sieben Titeln schon ein ansehnliches Repertoire von "Kling Glöckchen" über die "Ode an die Freude" bis hin zum "Hard Rock Blues" und konnte viel Beifall einheimsen.

Dieser Hardrock Blues war es auch, der gleich anschließend noch einmal intoniert wurde, als sich die Bläserklasse I dazugesellte und Bühne und Klang jetzt so richtig voll werden ließ. "Wie wir das machen, wenn wir nächstes Jahr drei Bläserklassen haben?", rätselte Friedemann Michalek, der die beiden Bläserklassen und die Bigband leitet. Mit "Pomp and Circumstance" und "America is beautiful" setzte die Bläserklasse I dann allein das Programm fort. Kein Weihnachtskonzert ohne: Wenigstens eine Strophe "O du fröhliche" musste sein. Mit großem Applaus wurden die Schülerinnen und Schüler belohnt.

Lucia hat die in den römischen Katakomben versteckten Christen mit Nahrung versorgt und wird in Schweden gefeiert. Fotos: rsk

Den bekamen auch die Chöre, die unter der Leitung von Sonja Beuke anschließend den Bühnenraum eroberten. "Feliz Navidad"und eine schöne Interpretation von "Heaven is a wonderful place" brachte der Unterstufenchor zu Gehör. Bevor der Mittel-und Oberstufenchor mit "Good Night, Sweetheart, Good Night", das Chorleiterin Sonja Beuke nahezu perfekt mit den Schülerinnen einstudiert hatte loslegen konnte, ging ein Raunen durch das Pausen-Foyer. Es schlichen sich nämlich von hinten weiß gewandete Gestalten an, um ganz kühn vor dem Chor Stellung zu beziehen - mit "Sankta Lucia": Die Schweden-AG huldigte dem schwedischen Feiertag, der der Heiligen Lucia gewidmet ist.

Mal herrlich schräg, dann wieder selbstbewusst getragen und immer wieder von kurzen, frechen Solo-Passagen unterbrochen, ließ die Big Band zum Schluss ihren satten Sound von der Bühne erklingen. Riesenbeifall, Jubelrufe und Spontanapplaus hallten aus dem Publikum zurück.

Ob es nun der bekannte "Smooth operator" oder "Smoke on the water" war oder die "James Bond"-Melodie, die Big Band zeigte echte Klasse und dürfte für viele Besucher den Griff zum Geldbeutel leicht gemacht haben, um die musikalische Arbeit am St.-Viti-Gymnasium zu unterstützen.

 


13.12.2005

Fünf Minuten bis zum Siegerpodest: Jana Könemann, Nadine Müller, Lotte Rathje, Jan-Henrik Träger und Patrick Tölken (von links) lasen gestern jeweils fünf Minuten einer selbst ausgewählten Buch-Passage vor.
Mit „Der Klavierling" den Ton getroffen
Sechstklässler nehmen am Lesewettbewerb teil - Lotte Rathje gewinnt den St.-Viti-Entscheid

Zeven (hö). Ganz knapp war die Entscheidung: Patrick oder Lotte? Die Jury - bestehend aus sieben Schülern der elften Klasse - entschieden sich nach kurzer Konferenz für Lotte Rathje aus der 6b. Die Sechsklässlerin war es, die gestern Vormittag den Lesewettbewerb für sich entscheiden konnte.

Eine kleine Besonderheit brachte der Wettbewerb in der Aula des Zevener St.-Viti-Gymnasiums mit sich, wie Florian Präger vom Deutsch-Fachkollegium knapp erklärte. „Früher fanden die Lesewettbewerbe des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in den Orientierungsstufen statt." Da es diese in Niedersachsen nicht mehr gibt, wird jetzt in den sechsten Gymnasialklassen vorgetragen.

Die Bläserklasse übernahm den musikalischen Part. Fotos: hö

Dicht an dicht waren die Holzstühle in der Aula des Gymnasiums gestellt. Immerhin kamen die fünf Sechstklässler, die jeweils den klasseninternen Entscheid für sich entschieden hatten, fast alle mit eigenem Fanclub. Sogar selbst gemalte Banderolen - mit Namen der Leser versehen - wurden in die Luft gehalten.

Nadine Müller (6f1), Jana Könemann (6f2) - sie ist für ihre erkrankte Klassenkameradin Ricarda D'Costa eingesprungen - Patrick Thölken (6k) und Jan Henrik Träger (61) mussten sich allerdings nach dem Jury-Entscheid geschlagen geben.

Die Wahl sei auf Lotte Rathje gefallen, weil sie vorab eine gelungene Vorstellung ihres selbst ausgewählten Buches „Der Klavierling" (von Lotte Kinskofer und Verena Ballhaus) gegeben hat. Auch ist es ihr vorzüglich gelungen, den Protagonisten der Geschichte, der jungen Klavier-Schülerin Daniela und dem kleinen im Klavier wohnenden Kobold namens Crescendo, eine Stimme zu geben. Positiv bewertet wurde zudem, dass sie deutlich gelesen hat und nicht zu schnell.

Patrick Thölken, dessen überaus lebhafte Darbietung des Filmklassikers „Kevin allein in New York" (von A.L. Singer) begeisterte, brachte sich aufgrund seiner knappen Buchvorstellung selbst ins Abseits. Von der Art des Vortrags, war er gleich auf mit der Erstplatzierten. Nur, davon auszugehen, dass jeder den Film kenne und deshalb nichts mehr zum Buch zu erzählen, missfiel den Bewertern.

 


10.12.2005

Für das diesjährige Weihnachtskonzert im St.-Viti-Gymnasium wurde intensiv geprobt. Foto: privat (internet-ag/jb)

Chöre und Bläser stellen sich vor
Weihnachtskonzert des St.-Viti-Gymnasiums am kommenden Donnerstag, 15. Dezember, um 18 Uhr im Pausen-Foyer


Zeven (ZZ/js). Gleich zwei neue Chöre - ein Unterstufenchor der Klassen 5 und 6 sowie ein Mittel­und Oberstufenchor - werden sich beim diesjährigen Weihnachtskonzert des St.-Viti-Gymnasiums am Donnerstag, 15. Dezember, um 18 Uhr im Pausen­Foyer der Schule erstmalig der Öffentlichkeit vorstellen.


Außerdem fiebert die neue und nunmehr zweite Bläserklasse ihrem ersten Auftritt entgegen. Damit werden sich gleich drei junge Pflänzchen des musikalischen Lebens am Zevener Gymnasium öffentlich präsentieren und zu erleben sein.
„Der Wunsch zum gemeinsamen Singen, nach einem Chor ist besonders bei den noch kleinen Schülerinnen und Schülern sehr groß", berichtet Sonja Beuke, die neue Musiklehrerin am Gymnasium und Leiterin beider Chöre. Ihrem ersten Aufruf nach den Herbstferien folgten prompt 40 Fünft- und Sechstklässler, und nun wird in der kurzen Zeit bis zum Weihnachtskonzert emsig geprobt, um wenigstens einen kleinen ersten gekonnten Auftritt hinzulegen.
Ähnlich stark ist auch das Interesse bei den Größeren. Anlässlich einer Tages-Intensivprobe in der Jugendherberge Bademühlen will auch dieses Ensemble die ersten musikalischen Ergebnisse erarbeiten.
Das Projekt einer profilierten Musikklasse ist in diesem Schuljahr in seine zweite Runde gegangen. Zum Schuljahresbeginn wurde unter der Leitung von Fachobmann Friedemann Michalek eine zweite Bläserklasse ins Leben gerufen.
Nach dreimonatigem Anfangsunterricht im Klassenverband und in Kleingruppen durch Dozenten der Kreismusikschule werden beim Weihnachtskonzert erste kurze Stücke zu hören sein. Als kleines Bonbon werden beide Bläserklassen (knapp 60 Kinder) zusammen auf ihren Instrumenten ein Stück vortragen. Natürlich darf die Big Band nicht fehlen. Sie wird mit gewohnt swingendem und auch rockigem Sound neu erarbeitete Stücke zum Besten geben.

Weiterhin werden in diesem Jahr weitere Arbeitsgemeinschaften zum Gelingen der Weihnachtsmusik beitragen: Die Schweden-AG unter der Leitung von Friederike Matzen wird alkoholfreien Punsch verkaufen und singend mit Kerzenschein den Abend atmosphärisch gestalten, die Mitglieder der Eine-Welt-AG (Leitung: Sigrid Jablonski) bieten Weihnachtsgebäck an.

 


28.10.2005

Eva Findenegg ist gebürtige Österreicherin. Foto: privat (internet-ag/jb)
Verstärkung am St.-Viti-Gymnasium
Eva Findenegg unterrichtet seit 1. November die Fächer Deutsch, Spanisch und Mathematik

Zeven (ZZ/kvf). Eva Findenegg heißt die neue Lehrerin am St.-Viti-Gymnasium. Seit dem 1. November unterrichtet sie in Zeven die Fächer Deutsch, Spanisch und Mathematik."
Hier in Norddeutschland wird Lehrerin Eva Findenegg oft aufgrund ihres ungewöhnlichen Nachnamens nach ihrer Herkunft gefragt. Sie ist gebürtige Österreicherin, aber bereits als Dreijährige mit meiner Familie nach Deutschland gezogen.

Reisen nach Südamerika

Nach meiner Schulausbildung in Bochum habe ich in Göttingen die Fächer Deutsch, Spanisch und Mathematik studiert und im Anschluss an das Studium mehrere Jahre an der Uni gearbeitet. Neben zwei Studienaufenthalten in Spanien habe ich mehrere (Forschungs-)Reisen nach Südamerika unternommen, wodurch meine Begeisterung für die spanische Sprache und die lateinamerikanische Kultur weiter zunahm.", erzählt die neue Lehrerin am Gymnasium.

Neben der Arbeit in der Schule liestsie gerne, fährt Fahrrad und hört bzw. macht auch selbst gerne Musik. "Alle diese Interessen vernachlässige ich jedoch ein wenig, da mich unsere drei Kinder in meiner Freizeit gerne für sich in Beschlag nehmen.", fügt Eva Findenegg hinzu.

 


21.10.2005

Blicken auf ein tolles Konzert zurück: Kerstin Marter, Dr. Manfred Tag, Elmar Wagener, Annette Moitje und Uwe Schradick (von links). Fotos: privat
Auftritt mit Nachgeschmack
Spendengelder vom Jo Bohnsack-Konzert für die Einrichtung einer zweiten Bläsergruppe genutzt

Zeven (ZZ/hö). Im September veranstalte der Verein Pro Zeven ein Konzert des Jazz-Pianisten Jo Bohnsack im Zevener Rathaussaal. Den Besuchern des Konzertes dürfte die hervorragende Stimmung und tolle Darbietung des Künstlers noch gut im Gedächtnis sein.

Gemeinsam mit dem Bassisten Larry Bartels spielte Jo Bohnsack an diesem Abend Blues und Boogie-Woogie. War Jo Bohnsack vorher in Zeven eher unbekannt, hat er mit seinem Konzert sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Stattlicher Überschuss
Das Konzert wurde durch die finanzielle Förderung der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland und der Zevener Volksbank eG möglich gemacht. Im Hause der Zevener Volksbank-Filiale wurden die Spenden nun offiziell übergehen Sei dieser Gelegenheit ließen die Vertreter von Pro Zeven, des Fördervereins des St.-Viti-Gymnasiums, des St.-Viti-Gymnasiums und der Zevener Volksbank eG die

Mit vollem Körpereinsatz: Der Blues- und Boogie-Woogie-Pianist Jo Bohnsack spielte Mitte September für den Förderverein des St.-Viti-Gymnasiums.

Veranstaltung noch einmal Revue passieren. Und dabei waren sich alle einig: Die Veranstaltung war eine überaus gelungene, was nicht zuletzt an der Begeisterung des Publikums abzulesen war. Johann Heins, Vorstandsmitglied der Zevener Volksbank, lobte in seiner kurzen Ansprache das große Engagement aller Beteiligten. „Hier wurde ein tolles Event auf die Beine gestellt. So etwas ist nur gemeinsam möglich. Wir freuen uns, dass wir mit 3 000 Euro der VR-Stiftung und 1000 Euro der Zevener Volksbank eG zum Erfolg dieser Veranstaltung beitragen und Pro Zeven unterstützen konnten."

Nach Abzug aller Kosten verblieb ein stattlicher Überschuss für Pro Zeven, der jedoch nicht in die eigene Vereinskasse fließen wird. Den Erlös des Konzerte in Höhe von 4.552,40 Euro übergab Dr. Manfred Tag, Vorsitzender von Pro Zeven, an den Verein Freunde, Förderer und Ehemalige des St.-Viti-Gymnasiums für die Einrichtung einer zweiten Bläserklasse am Gymnasium. Pro Zeven freue sich, jungen Menschen, die sich für Musik interessieren, eine musikalische Ausbildung zu ermöglichen. Elmar Wagener, Schulleiter des St.-Viti-Gymnasiums, und Annette Moitje, zweite Vorsitzende des Fördervereins, bedankten sich für die großzügigen Spenden. Die Einrichtung der Bläserklasse ist erst durch die vielen Spenden möglich geworden.

 


03.10.2005

Mehr Platz für die Schule

Kreistag will Grundstück mit Gebäude am St.-Viti-Gymnasium kaufen

Rotenburg/Zeven (oer). Wer sich im Zevener St.-Viti-Gymnasium umsieht erkennt schnell: Es ist eng in dem verwinkelten Gebäude - gleiches gilt für den Schulhof. Nun besteht aber offenbar die Chance, ein Nachbargrundstück zu kaufen, das dem Gymnasium eine echte Zukunftsoption bietet.

Nicht nur das Gebäude des Zevener St.-Viti-Gymnasiums ist zu eng - sondern auch das Pausengelände. Foto: hö
Die 825 Quadratmeter große Fläche am Lerchenweg 18 steht samt Haus gegenwärtig zum Verkauf, geht aus einer Verwaltungsvorlage hervor, über die jetzt der Kreistag abzustimmen hatte. Danach ließe sich das leer stehende Gebäude bis auf weiteres für die St.-Viti-Schule nutzen, ohne dass es aufwändig umgebaut werden müsste.
Mindestens ebenso interessant ist das Grundstück selbst. Denn dadurch, so die Verwaltung, ließe sich der Schulhof im hinteren Bereich begradigen und erweitern. Darüber hinaus wäre eine spätere Erweiterung zu den Flächen am Lerchenweg 14 und 16 möglich, die sich bereits im Besitz des Landkreises, der Träger des Gymnasiums ist, befindet. Somit bestünde die Möglichkeit, den Schulstandort bei Bedarf abermals zu vergrößern.
Für den Lerchenweg 18 hat Rotenburg bereits ein Vorkaufsrecht, und das möchte der Kreis nun wahrnehmen, da der Eigentümer offenbar bereit ist, das Gelände zu veräußern. Im Gespräch sind 80 000 Euro. Ein angemessener Preis, hebt die Verwaltung hervor. Einschließlich der Nebenkosten rechnet sie mit einer Summe von 85 000 Euro, die im laufenden Haushalt außerplanmäßig bereit gestellt werden müssten.
Der Kreistag mochte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Einstimmig und ohne Diskussion entschied er sich für den Kauf des Grundstücks.

 


16.09.2005

Neue Pädagogin am Zevener Gymnasium
Zeven (ak). Sonja Beuke (Foto) unterrichtet seit Schuljahresbeginn am Zevener St.-Viti-Gymnasium die Fächer Musik und Deutsch. Die junge Pädagogin hat an der Universität Osnabrück studiert. und dann für ein Jahr als Fremdsprachenassistentin an einer Schule in England unterrichtet. Ihre Zeit als Referendarin verbrachte Sonja Beuke im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern. Durch die neue Stelle am Zevener St.-Viti-Gymnasium kehrte sie wieder nach Niedersachsen zurück. Darüber freue sie sich ganz besonders, sagte Sonja Beuke gegenüber der ZZ. Foto: internet-ag/jb

 


14.09.2005


Frech, kühn und einfach spitze: Jo Bohnsack.

Mit Hingabe am Bass: Gerald (Larry) Bartels.
Saal kocht und brodelt gewaltig
Bohnsack heizt den Zevenern mit Blues und Boogie Woogie kräftig ein

Zeven (rsk). Man nehme: einen voll besetzten Rathaussaal, einen schönen Flügel, am besten schon gleich ohne Notenhalter, die erste Bläserklasse des St.-Viti-Gymnasiums, den mutigen Schüler Sebastian Zafirakis, den Bassisten Gerald (Larry) Bartels und den Blues- und Boogie-Woogie-Pianisten Jo Bohnsack. Alle zusammen spielen lassen, bis es brodelt.


Er hatte sie in seiner Garderobe schon spielen hören, die Schüler der ersten Bläserklasse des Zevener St.-Viti-Gymnasiums unter der Leitung von Friedemann Michalek. Gleich zu Beginn des Konzerts hielt er nach ihnen Ausschau und fragte, wie lange sie denn bleiben dürften.
Er sei nur das Vorprogramm, er­klärte er, rein verbal um Bescheidenheit bemüht, plauderte über die schwere Entscheidung, welches wohl die richtigen Schuhe für diesen Abend wären, und hatte das Publikum schon im Griff, bevor der erste Ton erklang. Oder sollte man besser sagen: Bevor er die ersten Tasten vom Klavier fegte?
Und dann kam die erste Kostprobe: „It ' makes no difference wether you are young or old ...". Rasant, atemberaubend und leidenschaftlich sein Spiel. Charmant und geistreich seine Kommentare. Nicht umsonst hatte Elmar Wagner, Direktor des St.-Viti­Gymnasiums, dem Publikum einen Abend voller Überraschungen versprochen. Gleich nach dem ersten Stück befreite Jo Bohnsack das Klavier von dessen Notenhalter.
Protest aus den hinteren Reihen: „Das hat hier noch keiner gemacht!" „Oh, tut mir leid ..." Weiter ging es mit „I'm a Blues man from Ostfriesland" und „Nobody loves me like you do". „Gefällt Ihnen das?" wollte er von den Zuhörern wissen. Ja, das gefiel. „Super, Sie haben Geschmack."
Er war mit dem Publikum zufrieden. Nun konnte es also richtig losgehen. Er rief den Bassisten Gerald „Larry" Bartels, der das Publikum mit mehreren Solo-Einlagen immer wieder entzücken konnte, herein. „I've got a black magic woman ..."
Schon vor der Pause hatten die beiden Musiker den Rathaussaal zum Kochen gebracht. In der Pause sah man Jo Bohnsack durch das Foyer sausen: die Schülerinnen und Schüler der ersten Bläserklasse einsammeln. Schnell wurde hinter den Kulissen noch geprobt und nach der Pause nahm er sie mit auf die Bühne, wo alle gemeinsam einen begeisternden Auftritt hinlegten. Anschließend fragte er, inzwischen doch etwas außer Atem, ob sich jemand traue, zu ihm auf die Bühne zu kommen. Sebastian Zafirakis aus dem 13. Jahrgang des St.-Viti-Gymnasiums traute sich - und das Publikum traute seinen Ohren nicht. Vierhändig wurde der Boogie-Woogie nun erst richtig wild gespielt, und das Publikum mochte eigentlich gar nicht mehr sitzen bleiben. Tosenden Beifall und Begeisterungsrufe gab es nun für alle drei Akteure auf der Bühne.
Das begeisterte Publikum nahm keine Rücksicht auf die außer Atem geratenen Musiker und forderte lautstark: „Zugabe!". Ein herrliches Konzert, das den Zevenern an diesem Abend geboten wurde. Profitieren wird davon der Förderverein des Gymnasiums, der die Einrichtung einer zweiten Bläserklasse unterstützen möchte. Veranstalter war „Pro Zeven", Sponsoren die Zevener Volksbank und die Niedersächsische Stiftung der Volksbanken und Raiffeisen-Banken in Hannover. Und die Schüler dürften wohl gleich doppelt profitieren: mit neuen Instrumenten vom Förderverein plus einem enormen Motivationsschub.


Jo Bohnsack nahm die St.-Viti-Schüler mit auf die Bühne. Fotos: rsk

Jo Bohnsack im Internet


09.09.2005

LESERBRIEFE

Zum Artikel des SJ vom 4.9., dem Leserbrief u. der Mitteilung des Kultusministeriums v. 5.9.05

Inakzeptabel gehandelt
Die Schüler des 13. Jahrgangs des Zevener St.-Viti-Gymnasiums äußern sich zu der von ihnen organisierten Podiumsdiskussion, die vom Kultusminister Bernd Busemann nicht genehmigt wurde.

Wir, die Schülerinnen und Schüler des Abiturprüfungskurses Politik im 13. Jahrgang am St.-Viti-Gymnasium in Zeven, wollen auf diesem Wege unseren Unmut und unser Unverständnis darüber zum Ausdruck bringen, dass die für den 8. September im Vorfeld der Bundestagswahl geplante und von uns vorbereitete Podiumsdiskussion mit den fünf Direktkandidaten unseres Wahlkreises vom Hause des Ministers Bernd Busemann untersagt wurde.
Der Kultusminister hat mit seiner Absage, resultierend aus einer restriktiven Interpretation der zuständigen Verordnung, der politischen Bildung einen Bärendienst erwiesen. Wie die Shell-Studie belegt, „genießen“ die politischen Parteien bei jungen Menschen in unserem Alter so gut wie kein Vertrauen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme – der letzte Platz auf der Rangliste spricht eine sehr deutliche Sprache gegen die politischen Parteien. Wir bedauern sehr, dass Busemann mit seiner Entscheidung diesen Trend und damit eine zunehmende Parteienverdrossenheit noch verstärkt hat.
Über die Gefahren, die aus diesem Trend entstehen können, müssen wir an dieser Stelle wohl keine weiteren Hinweise geben. Nur so viel: Wir meinen, die Unterstützung politischer Meinungsbildung ist die Pflicht jedes demokratischen Staates.
Der engagierte, interessierte Bürger darf in dieser Hinsicht nicht von ihm behindert werden, vor allem dann nicht, wenn die parteipolitische Neutralität von vorne herein gewährleistet ist und die Präsentation politischer Meinungsvielfalt in diesem Organisationskontext eine außerordentliche Gelegenheit gewesen wäre, einem größeren Erstwählerpotential eine einmalige Chance zu geben, sich mit gezielten Fragen an alle Direktkandidaten zu wenden.
Die Abschreckung, insbesondere der so wichtigen Erstwähler, aufgrund eines bürokratischen Problems ist in diesem Fall nicht tragbar und inakzeptabel. Feststellen möchten wir auch, dass der zeitliche Rahmen beim Zustandekommen des Bundestagswahltermins keine andere Möglichkeit der Organisation zuließ.
Die eigenverantwortliche Schule, die in Busemanns bildungspolitischem Konzept einen hohen Stellenwert einnimmt, können wir mit dieser Entscheidung nicht erkennen.
Wir gehen für unsere Schule davon aus, dass im Vorfeld einer Bundestagswahl parteipolitisch neutral, aber politisch umfassend über dieses wichtige Ereignis informiert werden sollte. Dass es darüber überhaupt einer Reglementierung per Erlass bedarf, sehen wir als Misstrauensbeweis uns gegenüber an.
Wir hoffen, dass Busemanns Antwort uns nicht das Gefühl geben muss, in der Sache nicht ernst genommen worden zu sein.
Nawina Hanada, Charlotte Paschen, Corinna Klie, Manuela Struve, Niclas Moneke, Markus Meyer, Till Holsten, Stephan Geffken, Torben Arnold, Emanuel Wolf, Arne Michaelis, Hannfried Leisterer, Nils Przigoda, Sven Hiesermann, Janina Ohse



05.09.2005; 18:06 Der Pressesprecher des Kultusministeriums von Niedersachsen, Georg Weßling

(...)

da uns weder der Zeitungsartikel noch der Leserbrief bekannt sind, ist es natürlich auch nicht so einfach dazu eine Stellungnahme abzugeben. Bitte senden Sie mir doch beides (...)

Generell ist jedoch festzustellen, dass die Erlasslage eindeutig ist. In einem Zeitraum von 4 Wochen vor einer Wahl ist es untersagt, Vertreter von Parteien zu schulischen Veranstaltungen einzuladen. Damit soll die parteipolitische Neutralität der Schulen gewährleistet und der Unterricht vom Wahlkampf frei gehalten werden. Die Schülerinnen und Schüler, müssten ja aufgrund der Schulpflicht an einer solchen Veranstaltung in der Unterrichtszeit teilnehmen. Deshalb sind Veranstaltungen, die z.B. der Stadtjugendring außerhalb von Schule in der unterrichtsfreien Zeit zur freiwilligen Teilnahme anbietet auch erlaubt. Schulische Veranstaltungen während des Unterrichts dagegen nicht. Der Niedersächsische Kultusminister hat auf diesen Sachverhalt mit Pressemitteilung vom 03.08.2005 frühzeitig aufmerksam gemacht.

Der einschlägige Erlass ist 1993 erstmals in Kraft getreten und wurde mit Änderungen aufgrund geänderter Gesetze zum 10.01.2005 erneut rechtsverbindlich. Er ist im Internet unter www.mk.niedersachsen abrufbar.

(...)

Der Wortlaut des SJ-Artikels und des ZZ-Leserbriefes ist dem Kultusministerium zugegangen. Eine weitere Erklärung traf bei uns nicht ein.

 


05.09.2005 ZZ

LESERBRIEFE

Zum Artikel des SJ vom 4.9.05: "Lenke - Ministerium bevormundet Schule"

Desinteresse
Dirk Röver kritisiert die Absage aus Hannover zu einer Podiumsdiskussion im St.-Viti-Gymnasium am Donnerstag, 8. September.

Mit Interesse habe ich die Stellungnahme von Frau Ina Lenke (MdB) im Sonntagsjournal der Zevener Zeitung vom 4. 9. 05 zum faktischen Verbot einer Podiumsdiskussion am St.-Viti­Gymnasium durch das niedersächsische Kultusministerium zur Kenntnis genommen.
Im Flyer des St.-Viti-Gymnasiums heißt es unter dem Stichwort „Gesellschaftswissenschaften": „Politische Bildung soll dazu befähigen, Sachverhalte zu analysieren und zu beurteilen und vielleicht selbst einmal Verantwortung in Politik und Gesellschaft zu übernehmen".
In diesem Sinne haben Lehrer und Schüler des Fachbereichs Politik zusammen mit dem benachbarten Wirtschaftsgymnasium die Gelegenheit ergriffen im Vorfeld der kommenden Bundestagswahlen alle namhaften Wahlkreiskandidaten zu einer Podiumsdiskussion in die Schule einzuladen. Alle fünf geladenen Kandidaten, darunter drei Bundestagsabgeordnete, hatten schon vor den Sommerferien ihr Kommen zugesagt.
„Politik zum Anfassen" von Oberstufenschülern für Oberstufenschüler moderiert und gestaltet, so hatten wir uns das gedacht.
Das niedersächsische Kultusministerium sah das jedoch anders. Eine Veranstaltung dieser Art innerhalb von vier Wochen vor der Bundestagswahl dürfe nicht während der Unterrichtszeit stattfinden.
Hier stellt sich allerdings die Frage, warum Unterricht ( mit Praxisbezug und Expertenunterstützung unter Wahrung politischer Neutralität ) nicht während der Unterrichtszeit stattfinden und warum es nicht im Sinne des Kultusministeriums ist, die Möglichkeiten des sowieso schon verkürzten Bundestagswahlkampfes sinnvoll für die notwendige politische Bildung unserer Schüler zu nutzen. Eine solche Absage trägt zu zunehmendem Desinteresse und abnehmender Motivation einer Generation bei, von der wir erwarten, dass sie einst unsere politische Zukunft gestaltet.
Es wäre schön, wenn das niedersächsische Kultusministerium seine ablehnende Haltung in den verbleibenden zwei Tagen noch einmal überdenken und damit das lebendige, demokratische Engagement unserer Schüler unterstützen würde.

Dirk Röver, Fachlehrer für Politik am St.-Viti-Gymnasium



04.09.2005 SJ

Lenke: Ministerium bevormundet Schule
Nein aus Hannover zur Diskussionsrunde

Zeven (Sj/sb): Die Absage der Diskussionsrunde des St.-Viti-Gymnasiums Zeven mit den lokalen Bundestagskandidaten durch das niedersächsische Innenministerium kritisiert die Oytener FDP-Bundestagsabgeordnete Ina Lenke.

Schülerinnen und Schüler des Zevener St.-Viti­Gymnasiums haben sorgfältig eine Diskussionsveranstaltung zur Bundestagswahl mit den Kandidaten aller Parteien vorbereitet. Alle Kandidatinnen und Kandidaten hatten bereits ihr Kommen zugesagt. Doch dann kam völlig überraschend das „Nein" aus Hannover: „Keine Diskussion mit Politikern während de Wahlkampfes!“, hieß es dort. Die liberale Kandidatin ist empört: „Die Überparteilichkeit war durch die festen Zusagen aller Kandidaten gewährleistet." Sie verweist darauf, dass die Anregung zur Diskussionsrunde aus dem Kreis der Schülerschaft kam, es sich also nicht um eine vom Lehrkörper „verordnete" Veranstaltung handelt. „Was für ein Politikverständnis haben die Herren im Kultusministerium in Hannover eigentlich?", fragt sich die Sozialpolitikerin aus Oyten. „Bei den Gymnasiasten in Zeven handelt es sich um mündige und kritische Staatsbürger, die ein Recht auf Information und politische Bildung haben", macht Ina Lenke klar. Lenke hat ihren FDP-Kollegen Hans­Werner Schwarz im Landtag, Mitglied im zuständigen Kultusausschuss, um Hilfe gebeten: „Herr Schwarz hat das Ministerium aufgefordert, die Absage zurückzuziehen und die nötige Flexibilität im Umgang mit den Paragraphen an den Tag zu legen." Die Absage nimmt Lenke nicht hin: „In meinem Terminkalender bleibt der Termin geblockt, ich gehe fest davon aus, dass man in Hannover zur Vernunft kommt."

 


30.07.2005 ZZ



Bereits während der Jubiläumsveranstaltungen des St.-Viti-Gymnasiums verkauften Vertreter von Kollegium und Förderverein der Schule Konzertkarten an einem Stand in der Innenstadt. Foto: zi

Jo Bohnsack lässt bitten
Konzert zu Gunsten des Viti-Fördervereins

Zeven (zi). Mit Jo Bohnsack ist es der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken gelungen, einen bekannten Boogie-Woogie-Pianisten nach Zeven zu holen. Am Sonntag, 11. September, ab 20 Uhr steht der Musiker auf den Brettern der Rathausbühne.

Mehr noch: Der Auftritt dient - neben dem zu erwartenden Hörgenuss - noch einem weiteren guten Zweck: Veranstaltet wird das Konzert zu Gunsten des Fördervereins des St.-Viti-Gymnasiums.
Veranstalter ist der Verein Pro Zeven, der hierbei eng mit dem Förderverein des St.-Viti-Gymnasiums und der Zevener Volksbank eG zusammenarbeitet. Wie Kerstin Marter von der Marketingabteilung der Zevener Volksbank mitteilte, gibt es die Karten für das Konzert im Zevener Rathaus, bei der Zevener Zeitung und in der Zevener Volksbank-Filiale. Geboten wird den Musikfreunden ein Konzert der Extraklasse - gepaart mit einer gehörigen Portion Entertainment. Denn: Jo Bohnsack füllt in seiner Heimatstadt Westerland auf Sylt nicht nur regelmäßig den Kursaal, sondern auch die Hamburger Musikhalle. Auch ist er bei internationalen Festivals wie dem „Jazz & Heritage Festival" in New Orleans zugegen. Beim internationalen „North Sea Jazz Festival Den Haag" wurde er auf Grund seiner Leistungen zum „Piano-Giganten" gekürt.
Kein Wunder also, dass Jo Bohnsack schon mit Größen wie Axel Zwingenberger, Joja Werfdt, oder Gottfried Böttger auf der Bühne stand und auch in Zeven eine Fangemeinde besitzt, die ihn nicht nur von seinen CDs und den unzähligen Fernsehauftritten im In- und Ausland kennt.

 


14.07.2005 ZZ

"Viticcino", eine Schülerfirma des St.-Viti-Gymnasiums Zeven (rechts) mit Oberstudienrat Dirk Röver und "Die Taschendiebe" vom Gymnasium Bremervörde belegten je einen 1. Platz. / Gast aus Güstrow: Projektleiterin Regina Reinholdt.Fotos: bn

"Viticcino": Ein Klasse-Unternehmen
Wirtschaftsförderung des Landkreises zeichnet erfolgreiche Schülerfirmen aus - Gymnasien heimsen Preise ein

Rotenburg (bn). Wenn Schülerinnen und Schüler „Geschäfte machen", dann kann das besser funktionieren als bei den „Alten". Frische Idee, unverbrauchter Mut zum Zupacken und ganz viel Optimismus.

Vor drei Jahren initiierte die Wirtschaftsförderung des Landkreises das Projekt „Klasse Unternehmen". Eine bunte Palette von mehr oder weniger erfolgreichen Gehversuchen in der Arbeits- und Berufswelt präsentiert sich inzwischen. Am Dienstag stellten die .,Jungunternehmer" bei Borco-Höhns in Rotenburg ihre Schülerfirmen vor. Unter den „Etablierten-' belegte die Firma „Viticcino" (St.-Viti-Gymnasium Zeven) den 1. Platz. Bei den Neugründungen schnitten .Die Taschendiebe" (Gymnasium Bremervörde) am besten ab.

Betreut das Projekt "Klasse Unternehmen": Claus Richter.

Projektbetreuer Claus Richter hieß die Mitglieder von zwölf Schülerfirmen willkommen. Dabei waren mehrere Lehrer, die für die Schüler die Funktion „der Berater für den Notfall" haben. Richter nannte das Gymnasium Bremervörde und die Eichenschule als Träger der fünf Neugründungen. Er skizzierte „die Geburt" der kleinen Firmen, deren Abschluss das Bankgespräch sei, um das Konto zu eröffnen. Dabei dankte Richter den Sparkassen Rotenburg-Bremervörde und Scheeßel für die Unterstützung, die viele Starts erst möglich gemacht haben.

Zwei Schülerfirmen, nämlich „YouCom" (Ratsgymnasium Rotenburg) und „Viticcino" bestehen bereits drei Jahre. Wegen des Abiturs kam es bei beiden zu einem Mitarbeitertausch. Richter: „Beide Firmen werden fast professionell geführt und sind ein tolles Beispiel für die Idee der Schülerfirmen. Was diese Mädchen und Jungen an Erfahrung für das Leben und ihren Beruf gesammelt haben, ist beispielhaft."

Einen großen Teil der Abschlussveranstaltung nahmen die in den meisten Fällen sehr informativ gestalteten Präsentationen der Schülerfirmen ein. Zum Beispiel die mit einem 1. Platz ausgezeichnete Firma „Viticcino". Oberstudienrat Dirk Röver: „Viticcino existiert im dritten Jahr und hier in der zweiten Generation. Wir versorgen jetzt eine Schülerschaft von etwa 1000 Schülern mit Backwaren und Getränken. Auch Lehrer greifen gelegentlich auf unser Angebot zurück und sind sehr dankbar. Besonders hervorzuheben ist, dass die neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich drei Mal in der Cafeteria ihren Dienst tun müssen." [...]

(Auszug; Fortsetzung in der Zevener Zeitung vom 14. Juli 2005, S. 13)

 


13.07.2005 ZZ

Gemeinsam zu neuen Taten bereit: Der Vorstand der Fördervereins und der Schulleiter des St.-Viti-Gymnasiums freuen sich über den neu gegründeten Beirat (von links): Volker Schoenfeld (Beirat), Ute Carl (Beirat), Hans-Joachim Jaap (Beirat), Annette Moitje (Vorstand),Sigrid Meyer (Vorstand), Wolfgang Schneider (Vorstand), Uwe Job (Beirat), Johann Heins (Beirat), Jürgen Koch (Beirat) und Elmar Wagener (Schulleiter). Foto: mey

Neuer Beirat packt kräftig an
Der Vorstand vom Förderverein des St.-Viti-Gymnasiums freut sich über zusätzliche Unterstützung bei seiner Arbeit

Zeven (mey). Der Verein „Freunde, Förderer und Ehemalige des St.-Viti-Gymnasiums" hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein funktionierendes Netzwerk zu schaffen - mit der Zevener Bildungseinrichtung im Zentrum. Um seine Ziele möglichst effektiv zu erreichen, stellte der Verein seinem Vorstand jetzt einen Beirat zur Seite.

Die eigentliche Gründung des neu formierten Beirats, der die Mitglieder des Vorstands möglichst tatkräftig bei der Ideenfindung, bei der Formulierung von Zielen und deren Umsetzung unterstützen soll, vollzog der Förderverein des St.-Viti-Gymnasiums bereits am Ende des vergangenen Jahres. Anlässlich der Festtage zum 50. Jubiläum des Zevener Gymnasiums (unsere Zeitung berichtete ausführlich) kamen die Vorstands- und Beiratsmitglieder zusammen, um sich der Öffentlichkeit erstmals offiziell zu präsentieren. Zum Beirat gehören: Bert Reinert, Gefion Gerlach, Volker Schoenfeld, Ute Carl, HansJoachim Jaap, Uwe Job, Johann Heins und Jürgen Koch.
Neue Mitglieder werben Gemeinsam möchten sie sich für die Schule sowie deren Schülerinnen und Schüler finanziell und ideell einsetzen. Neben ständigen Förderprojekten wie der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit weniger betuchten Eltern bei anstehenden Klassenfahrten und vielen weiteren schulischen Projekten werben sie derzeit nicht nur um neue Mitglieder und weitere Ansprechpersonen aus dem Kreis der Ehemaligen, sondern sie werben auch gezielt bei hiesigen Wirtschaftsunternehmen um so genannte Betriebspatenschaften.
Theorie und Praxis miteinander verbinden, und dabei beiden Seiten eine gute Möglichkeit geben, sich dem jeweils anderen frühzeitig zu präsentieren und kennen zu lernen ist die Idee, die hinter diesem Konzept steht. Das ambitionierte Ansinnen wurde von den bereits angesprochenen Firmen interessiert aufgenommen (unsere Zeitung berichtete bereits ausführlich).

 


11.07.2005 ZZ

Für ihre Musikeinlage erhielten Sandra Hubrich (links) und Ann-Katrin Schoenfeld viel Applaus. Tanzen macht hungrig: Am Buffet herrschte reger Andrang. Fotos:zi

Treffen der "St.-Viti-Familie"
Ball mit Schülern, Lehrern und Ehemaligen beendet Jubiläumswoche des St.-Viti-Gymnasiums

Zeven (zi). Mit einem sehr gut besuchten Ball im Ballhaus Meyer endeten am Sonnabenabend die Feierlichkeiten des St.-Viti-Gymnasiums zum 50-jährigen Bestehen der Schule.

Über 450 Personen hatten im Vorfeld Eintrittskarten erworben oder nutzten die Abendkasse, um am Samstagabend zur sehr guten Musik der Gruppe „Sunset-Dance-Band“ fröhlich zu tanzen, Wiedersehen zu feiern und interessante Gespräche zu führen. Denn neben dem Kollegium und der Schülerschaft des St.-Viti-Gymnasiums hatten sich auch viele Eltern und Ehemalige eingefunden, die sich zum Teil seit langer Zeit nicht mehr gesehen hatten. Ihnen allen wurde außerdem die Möglichkeit gegeben, ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zu sehen.

Das begann eigentlich schon im Eingangsbereich des Ballhauses, wo auf Stellwänden eine Ausstellung zur Geschichte der Schule aufgebaut worden war. Vor allem Ehemalige standen vor den Bildern und Texten und erinnerten sich an ihre Schulzeit, an Erlebnisse und die Lehrer. Der erste Abiturjahrgang der Schule war im Saal genauso vertreten wie einige der diesjährigen Abiturienten, die übrigens erst vor einer Woche ebenfalls im Ballhaus ihren Abiball gefeiert hatten.

„Hier trifft sich ja die gesamte St.-Viti-Familie!“ war dann auch die begeisterte Bemerkung eines Ehemaligen, der durch einen Sticker als Absolvent des Jahrgangs 1974 zu erkennen war und seiner Frau nun damalige Mitschüler und Lehrer vorstellte. Der Altersunterschied bei den Ballbesuchern reichte vom kleinen Kind, das zu Beginn noch mitfeiern durfte, da sich kein Babysitter gefunden hatte, bis zu „Urgesteinen“ der Schulgeschichte wie Lehrer Dr. Peter Schwarz, der fast nur im fröhlichen Gespräch mit seinen alten Schülerinnen und Schülern gesehen wurde.

Neben guter Musik, dem Austausch von Erinnerungen oder der Wiederbelebung von Freundschaften hatte das Organisationsteam noch mehr ermöglicht: So gab es eine kurze Musikeinlage von Sandra Hubrich (Gitarre) und Ann-Katrin Schoenfeld (Gesang). Später waren es Elke Oppermann (Gesang) und Elisabeth Lohof (Gesang und Gitarre), die Schulleiter Elmar Wagener ankündige und die das Publikum begeisterten. Wieder einige schweißtreibende Musikstücke der Gruppe „Sunset“ später, führte eine Gruppe von Schülern Tänze vor. Den Abschluss des runden Rahmenprogramms bildeten Ingolf Lienau und Manfred Fränkel, die mit Geige und Akkordeon internationale Folkloremusik boten.

Doch danach gehörte für den Rest der Veranstaltung die Tanzfläche wieder den bewegungsfreudigen Ballbesuchern. Die Stimmung war bis in den frühen Morgen so gut, dass die Bühne der Band zeitweilig sogar gestürmt wurde. Zuvor hatte ein Musiker alle Damen aufgefordert doch mit auf die Bühne zu kommen, was auch prompt geschah und die allgemeine Fröhlichkeit noch steigerte. Beim Gehen bedauerten dann auch einige Gäste, dass ein solcher Ball nur selten gefeiert wird. Aber vielleicht warten die Verantwortlichen des St.-Viti-Gymnasiums ja nicht bis zur 100-Jahr-Feier mit einer Neuauflage.

Stimmgewaltiges Trio: Elmar Wagener, Elke Oppermann und Elisabeth Lohof (rechts). Schulleiter Elmar Wagener bedankt sich bei Irmgard Broszeit vom Organisationsteam.



10.07.2005 SJ

Das Musical-Ensemble des St.-Viti-Gymnasiums Fotos: zi

Sehenswertes Programm
50 Jahre St.-Viti-Gymnasium: „Schule in der Stadt"

Zeven (zi). Am gestrigen Samstagvormittag präsentierte sich das St.-Viti-Gymnasium im Rahmen seiner Jubiläumswoche mit einem sehenswerten Bühnenprogramm auf dem Rathausplatz und weiteren Aktivitäten in der Nähe des Gaußplatzes.

Trotz des regnerischen Wetters wurde am Mottotag „Schule in der Stadt" den leider nur wenigen Zuschauern hierbei neben Tanz, Musik und Kunst auch Wissenswertes zum Jubiläum geboten. Unter anderem kamen auf der überdachten Bühne Bauch- und Gruppentanz, Blas- und Big-Band-Musik und ein Ausschnitt aus dem „St.-Viti-Musical" zur Aufführung. Alle Beiträge erhielten jedoch berechtigterweise viel Beifall von den Zuschauern.
Im Rathausfoyer gab es zeitgleich vor gut gefüllten Stuhlreihen professionell vorgetragene Berichte aus den Betriebspraktika der elften Klassen und eine Ausstellung zu den Berufsvorbereitungen der Schülerschaft.
Aber auch die Kunstausstellung mit Schülerarbeiten in den Räumen der extra geöffneten Sparkasse Rotenburg-Bremervörde fand viel Zuspruch und löste Bewunderung für die künstlerischen Fähigkeiten der Schülerschaft aus. Während der gesamten Dauer der Veranstaltung führte zudem eine Klasse einen Luftballon-Wettbewerb durch.
Leider wurde dieser ebenfalls durch das regnerische Wetter etwas behindert. Aber an der Witterung hatten die Organisatoren bestimmt keine Schuld, auch wenn Schulleiter Elmar Wagener feststellte, dass immer, wenn er einen Schirm dabei hätte, es auch regnen würde. Am gestrigen Tag hatte er doch seinen Schirm dabei und musste ihn zum Leidwesen aller auch benutzen.

Auch die Bläserklasse des Gymnasiums spielte flott auf.
Trotz Regens: Das Publikum spendete viel Beifall.



09.07.2005 ZZ



Das Team für chemische Zaubereien hatte viel Spaß bei den Präsentationen. Handgemalte Schilder wiesen auf die verschiedenen Attraktionen hin. (kleines Bild) Fotos: zi

Wasser kann brennen
Viel Sehens- und Hörenswertes beim Jubiläumsfest des Gymnasiums

Zeven (zi). „50 Jahre St.-Viti – Eine Reise durch die Zeit“ wurde den Besuchern beim Sommerfest der Schule geboten. Und das Programm sprengte gestern dann fast den Rahmen.

Mit einer bunten Mischung aus Musik, Theater, Tanz, Sketchen und weiteren Aktionen feierte die Schüler- und Lehrer des St.-Viti-Gymnasiums das Jubiläum und sich selber. Es gab ein reichhaltiges Programm auf zwei Bühnen und in den Klassenräumen. Für das leibliche Wohl gab es Waffelstände, Theken und leckeren Kuchen, den wieder die unermüdlichen Eltern beigesteuert hatten. Elternratsvorsitzende Marianne Hotting bedankte sich im Gespräch mit unserer Zeitung bei all den Müttern und Vätern, die im Laufe der mehrtägigen Jubiläumsveranstaltungen so selbstlos gespendet, geholfen und gebacken haben.

Das Thema des Sommerfestes war das Jubiläum der Schule und die Geschichte der vergangenen 50 Jahre. Zur Auffrischung der Erinnerung gab es in einem Kunstraum eine Ausstellung zur Schulgeschichte. Viele Besucher kauften eine Chronik des Gymnasiums, den Kalender oder noch schnell Eintrittskarten für den Festball.

Das gesamte Sommerfest erinnerte in der sympathischen Organisation und Durchführung an die bekannten und beliebten „Eine-Welt-Basare“ des St.-Viti-Gymnasiums. Anzumerken war allen Angeboten auch diesmal das Engagement der Schülerschaft bei der Vorbereitung. So hatten sie zum Beispiel lange im Vorfeld für das „St.-Viti-Musical“ und die "Modenschau der 50er Jahre" geprobt, „Chemische Zaubereien“, bei denen auch brennendes Wasser vorgeführt wurde, vorbereitet oder sich mit einer sehr gut besuchten Autorenlesung viel Arbeit gemacht.

Aber auch eine Satire des Leistungskurses Geschichte unter Regie von Niclas Moneke mit dem Titel „Um Himmels Willen“ kam zur Aufführung, zu der Darsteller Till Holsten sogar ein Kettenhemd und einen Helm trug.

Bei der Klasse 6L1 gab es eine Radiokonferenz - das Publikum war begeistert.



Für viel Gelächter sorgten auch die Sketche der Klasse 6L1, die auf der Bühne in der Turnhalle eine vieldeutige „Radio-Konferenzschaltung“ vorführte. Insgesamt gab es nach Auskunft des Organisationsteams knapp 45 Programmpunkte, die alle interessant waren und dafür sorgten, dass auch dieser Jubiläumstag des Gymnasiums zu einer gelungenen Veranstaltung wurde.


Benefizkonzert für Bläserklasse
Jazzkneipenatmosphäre am 11. September im Zevener Rathaussaal

Zeven (mey). Der Förderverein „Freunde, Förderer und Ehemalige des St.-Viti-Gymnasiums" informierte bei der jüngsten Schulelternratssitzung über einen bevorstehenden musikalischen Leckerbissen. Im Spätsommer gibt es ein Benefizkonzert und damit Jazzkneipenatmosphäre im Rathaussaal.

Erstmalig seit seiner Gründung 1996 hat der Vorstand für den Förderverein im letzten Jahr einen Kredit in Höhe von 16 000 Euro aufgenommen, um davon die Instrumente der zu Schuljahresbeginn 2004/2005 eingerichteten „Ersten Bläserklasse" vorzufinanzieren. Der Kredit wird innerhalb von zwei Jahren durch die Eltern der musizierenden Kinder zurück gezahlt. Ein Vorhaben, das sich aus Sicht aller Beteiligten auszahlt, denn sowohl Schüler als auch Eltern sind begeistert.

Kann sich sehen lassen: Der neue Informationsprospekt des St.-Viti-Gymnasiums und seines Fördervereins. Foto:mey

Grund genug, um über eine Fortführung der Idee nachzudenken. Um auch weiteren jungen Menschen die Möglichkeit - trotz leerer Kassen - zu geben, sich für Musik und Kreativität zu begeistern, ist jetzt noch mehr Eigeninitiative und Engagement von Außen gefragt. Umso größer ist bei allen die Freude, dass sich die Stiftung der Volksbanken bereit erklärt hat, das Vorhaben mit dem Geschenk eines Benefizkonzerts - offizieller Veranstalter ist Pro Zeven - zu unterstützen.

Am 11. September, um 20 Uhr, wird Jazzkneipenatmosphäre im Zevener Rathaussaal Einzug halten. Der professionelle und etablierte Hamburger Pianist Jo Bohnsack wird in Begleitung seines befreundeten Bassisten Larry Bartels für „piano-blues & boogie-woogie" sorgen (www.jobohnsack.de). Insgesamt 304 Zuhörer- und Zuschauerplätze wird es für das erstklassige rund zweieinhalbstündige Programm geben - die Hälfte zum Sitzen, die andere Hälfte an obligatorischen Stehplätzen für das besondere Ambiente. Natürlich wird im Vorprogramm auch die „Erste Bläserklasse" aufspielen.

Sämtliche Einnahmen aus Eintrittskarten - sechs Euro für Schüler und acht Euro für Erwachsene - und Getränken, die von der Firma Klindworth-Fruchtsaft gesponsert werden, kommen dem Förderverein zur direkten Verwendung für die neue Bläserklasse zugute. Der Kartenvorverkauf beginnt am 6. Juli, eine große Werbeaktion für das Benefizkonzert findet auch beim Sommerfest des St.-Viti-Gymnasiums am 8. Juli statt. „Wir hoffen alle 304 Plätze zu verkaufen", wünscht sich nicht nur die zweite Vorsitzende des Fördervereins, Annette Moitje, die unterstreicht, dass sich die Gemeinschaft, neben allem aktuellen Engagement für die Bläserklasse, natürlich auch weiterhin für andere schulische Projekte sowie auch für die Unterstützung von weniger betuchten Eltern bei Klassenfahrtfinanzierungen einsetzen wird.


Ein ganzer Schultag im Zeichen des Sports
Rund 1000 Teilnehmer beim Sporttag des Zevener St.-Viti-Gymnasiums - Beim Sponsorenlauf Geld für die Schule gesammelt

Beim Befüllen der durchlöcherten Becher war noch alles in Ordnung, die Frage war
nur, wer zum Schluss am meisten Wasser mit ins Ziel brachte. Fotos: zi

Zeven (zi). Rund 1000 Sportler und Helfer waren am Donnerstag im Rahmen der Jubiläumswoche des St.-Viti-Gymnasium aktiv. Das Programm reichte vom traditionellen leichtathletischen Dreikampf über Biathlon und Orientierungslauf bis zu einem Sponsorenlauf und einer „Spaßrallye“.

Am Vormittag fand auf der Sportanlage an der Kanalstraße ein Sportfest statt, bei dessen Durchführung die Schule durch Kampfrichter und Helfer von der LAV Zeven unterstützt wurde. Diese sorgten für die ordnungsgemäße Durchführung des Dreikampfes (Lauf, Sprung, Wurf), der für alle Jahrgänge angeboten wurde. Die Klassen 5 und 6 konnten sich außerdem an einem Orientierungslauf beteiligen, während für die Klassen 7 bis 9 die Teilnahme an einem Biathlon möglich war.

Die Jahrgänge 10 bis 12 hatten die Möglichkeit, bei einer „Spaßrallye“ ihre sportlichen Fähigkeiten und ihr Geschick zu demonstrieren – sei es beim Transport von Wasser in durchlöcherten Bechern, dem Rennen auf „Pedalos“ oder bei der Klärung der Frage, wer beim Hockey „das Runde in das Eckige“ bekommt. Für das leibliche Wohl wurde durch einen Imbisswagen und Angebote der Eltern gesorgt. Die gezeigten sportlichen Leistungen waren teilweise beachtlich.

Ab Mittag fand dann ein zweistündiger Sponsorenlauf im gut gefüllten Stadtpark und entlang der Mehde statt, bei dem die Teilnehmenden zu Gunsten ihrer Schule fleißig ihre Runden drehten. Denn sie hatten im Vorfeld Sponsoren gefunden, die ihnen für jede absolvierte Runde von rund 700 Metern eine bestimmte Summe zahlen wollten. Ein Ansporn, der nicht nur die Schülerschaft zu ungeahnten Höchstleitungen motivierte. So liefen auch Teile des Kollegiums mit und sammelten so Geld für ihre Schule.

Auch beim Sponsorenlauf war übrigens für die Versorgung mit Getränken und Vitaminen gesorgt. Die wurden auch benötigt, denn am Abend fand dann für die Klassen 5 bis 9 eine Disco im St.-Viti-Gymnasiums statt. Aus Gründen des Jugendschutzes dürfen sie nämlich am Sonnabend nicht am großen Jubiläumsball teilnehmen.

Großer Andrang beim Start des Sponsorenlaufs im Stadtpark. Sportliche Höchstleistungen gab es auch beim Weitsprung.



07.07.2005 ZZ



Die Big Band des Gymnasiums sorgte in gewohnter Weise für den
musikalischen Part beim Jubiläumsfestakt. Foto: ak

50 Jahre alt oder 50 Jahre jung?
Wenn die Landesregierung mitspielt, soll ab 2006 im St.-Viti-Gymnasium den ganzen Tag gute Schule gemacht werden

Zeven (ak). Elmar Wagener, Direktor des St.-Viti-Gymnasiums, verteilte reichlich Komplimente. Sein Dank am Ende des Festaktes zum 50-jährigen Jubiläum der Schule galt dem Festausschuss, den Organisatoren der Ausstellung und den Zevener Engeln, die sich um die Bewirtung gekümmert hatten.

Wohlmeinende Worte und Glückwünsche gab es auch zum Geburtstag der Lehranstalt. Für den Landkreis als Schulträger sprach Erster Kreisrat Hermann Luttmann, für Stadt und Samtgemeinde Zeven ergriff Bürgermeister Manfred Rieken das Wort. Die Landesregierung wurde von Dezernentin Renate Richter vertreten. Als ehemaliger Schüler sprach Oliver Noch, Marianne Holting vertrat den Schulelternrat und Paul Gummert die Schülerschaft.

Direktor Wagener hatte in seiner Festrede an die Ursprünge des Gymnasiums erinnert. Das Kerngebäude sei über 80 Jahre alt, die jüngsten Teile dagegen gerade mal zwei Jahre. Das pädagogische Credo habe man im neuen Flyer umschrieben: „Niemand wird von uns allein gelassen!" Die zahlreichen Gäste müssen nach Wageners Auffassung das Motto gekannt haben, denn auch sie haben die Schule nicht allein gelassen, sondern sind zur Feier gekommen.

Dann gab es Nachdenkliches zu hören. Mit 50 Jahren habe man Erfahrungen gesammelt, könne in turbulenten Zeiten auf Bewährtes zurückgreifen, die Abläufe seien eingespielt. „Aber ist da nicht auch die Gefahr, in der Routine stecken zu bleiben, nur noch auf Bewähren und Bewahren zu setzen? War das schon alles? Braucht nicht auch die Biographie einer Schule, also das Schulleben, immer wieder die Spannung zwischen Bewahren und Verändern, Kontinuität und Vision, zwischen Sollen und Wollen? Ist das St.-Viti-Gymnasium 50 Jahre alt oder 50 Jahre jung?", fragte Wagener seine Zuhörerschaft.

Die Antwort gab es gleich hinterher: Beides treffe zu. Mit 50 sei man nicht mehr jung, aber auch noch nicht alt. Alt genug, um seine Stärken und Schwächen zu kennen. Die Schwächen dürfe man nicht schön reden, aber die Stärken könne man ruhig betonen.

Mit 50 sei man aber auch noch jung genug, lang begangene Wege zu verlassen und neue zu suchen. Und das habe man am St.-Viti-Gymnasium begonnen. In den nächsten Jahren werde man in Mittel- und Oberstufe umsteuern. In der Oberstufe von einem nachfrageorientierten Kursmodell in ein stark angebotsorientiertes Klassenmodell. Und in der Mittelstufe werde man das durch die Bildung von Profilklassen unterfüttern.

„Und wenn wir dürfen, wenn wir für unseren Antrag 2006 grünes Licht aus Hannover und Geld aus Berlin bekommen, dann wollen wir im St.-Viti-Gymnasium den ganzen Tag gute Schule machen. Drücken Sie uns dazu auf dem Weg in die nächsten 50 Jahre die Daumen, oder noch besser helfen Sie uns tatkräftig, damit wir hier in dieser Schule Schulgeschichte schreiben", so Wagener.


Die Klasse 5L des Zevener St.-Viti-Gymnasiums mit ihrer Lehrerin Gaby Reetz (hintere Reihe, dritte von rechts) bereitet die Autorenlesung mit Wolfram Hänel für Freitag, 8. Juli, vor. Foto:zi

Rezensieren und betreuen
"Hilfe, mein Vater ist Pirat": Viti-Schüler organisieren Autorenlesung mit Wolfram Hänel

Zeven (zi). Im Rahmen des Sommerfestes zum Schuljubiläum am 8. Juli organisiert die Klasse 5 L des St.-Viti-Gymnasiums - in Kooperation mit der Buchhandlung „Lesezeichen“ - eine Lesung mit dem Kinderbuchautor Wolfram Hänel.

Der Autor liest am Jubiläumstag jeweils um 12.15 Uhr und 13.30 Uhr in den Räumen 112 bzw. 114. Vorstellen wird Wolfram Hänel seinen Bestseller „Hilfe, mein Vater ist Pirat“. Auch steht er zu Beantwortung von Fragen bereit und wird zudem seine Bücher signieren. Eine Menge Arbeit steht ihm also bevor: Immerhin existieren bereits 50 Titel unterseinem Namen.

Nach Auskunft der engagierten Schüler, die auch das Schaufenster zu diesem Thema in der Buchhandlung „Lesezeichen“ dekoriert haben, geht es beim Inhalt des Buches um einen Vater, der beginnt sich seltsam zu benehmen. So trägt er plötzlich ungewöhnliche Kleidung und geht zu einem „Piraten-Stammtisch“. Erst nach einigen Nachforschungen kommt seine Familie dann hinter sein überraschendes Geheimnis. Was das genau ist, erfährt jeder, der sich am Freitag in einem der beiden Klassenzimmer einfindet. Die Lesungen werden voraussichtlich knapp eine Stunde dauern und kosten 1 Euro Eintritt.

Viel Arbeit steckt in der Dekoration des "Lesezeichen"-Schaufensters. Zumal die Schüler nicht nur fotos und Zeitungsartikel zusammen getragen haben, sondern auch Bücher rezensiert. Foto: hö

Nach Auskunft der betreuenden Lehrerin Gaby Reetz sollen die Schüler der 5 L durch dieses Projekt nicht nur lernen, Bücher zu interpretieren, sondern auch ganz praktisch eine Veranstaltung zu organisieren und durchzuführen. Das Aufgabenfeld für die Fünftklässler umfasste dabei alles: Von der Schaufenster-Dekoration des Buchladens "Lesezeichen", Werbe-Aktionen, Kassendienst - bis zur Betreuung des Autors.

Zahlreich ausgezeichnet

Und die dürfte interessant werden. Denn: Der in Hannover lebende Wolfram Hänel schreibt seit 1987 erfolgreich Kinder- und Jugendbücher, Theaterstücke und Reiseberichte. Für seine Arbeiten erhielt er Auszeichnungen wie den Dramatikerpreis des Bundes der Theatergemeinden, ein Arbeitsstipendium des Landes Niedersachsen, den Kurt-Morawietz-Literaturpreis der Stadt Hannover und den Friedrich-Gerstäcker-Preis der Stadt Braunschweig.

 


05.07.2005 ZZ



Die Ballbesucher waren von den Einlagen begeistert. Fotos: zi

Schulabschied glanzvoll gefeiert
Gast mit der weitesten Anreise war eine Austauschschülerin aus Südafrika

Zeven (zi). Die Abiturientinnen und Abiturienten des St.-Viti-Gymnasiums feierten mit ihren Verwandten, Freunden und einigen Lehrern bis in die frühen Morgen eine heiße Ballnacht im Ballhaus Meyer in Zeven-Aspe.

Nachdem die 88 Abiturienten am Freitag vor einer Woche feierlich ihre Zeugnisse der allgemeinen Hochschulreife erhalten hatten, stand nun am Samstagabend der traditionelle Abiball auf dem Programm, bevor nach der Abifete am 16. Juli der nächste Lebensabschnitt beginnt. Bis in den frühen Morgen feierten die über 300 Gäste zur Musik der Gruppe „Sun Set “.

Die Abiturientinnen und Abiturienten eröffneten die Ballnacht mit einem Ehrentanz. Unterbrochen wurde die live vorgetragene Tanzmusik im Laufe des Abends durch kleine Spiele und eine Vorführung der Gruppe „N`Joy“ des TuS Zeven unter Leitung ihrer Trainerin Sandra Körner. Die andere Trainerin der Gruppe, Franziska Roose, gehört zum diesjährigen Abiturjahrgang und konnte „ihre“ Mädchen so nun einmal als Gast bewundern.

Die Gruppe "N'Joy" vom TuS Zeven sorgte beim Abi-Ball für spektakuläre Unterhaltung.

Die weiteste Anreise zum Ball dürfte wohl Zurethe Collins gehabt haben, die besonders von den Tanzkünsten der Ballbesucher begeistert war. Die 16-Jährige aus Mpumalanga in Südafrika ist als Austauschschülerin zur Zeit Gast der Familie Fränkel in Zeven, deren Tochter Gundula ebenfalls zu den Abiturienten gehört.

Die weiteste Anreise zum Ball dürfte wohl Zurethe Collins gehabt haben, die besonders von den Tanzkünsten der Ballbesucher begeistert war. Die 16-Jährige aus Mpumalanga in Südafrika ist als Austauschschülerin zur Zeit Gast der Familie Fränkel in Zeven, deren Tochter Gundula ebenfalls zu den Abiturienten gehört.


Bläserklasse sucht noch Mitglieder
Fünftklässler können ein Musikinstrument lernen


Zeven (ZZ). Die Klassenstärke von etwa 30 Kindern ist noch nicht erreicht. Die neu zu gründende, zweite Bläserklasse am Zevener St.-Viti-Gymnasium sucht noch einige Mitglieder, sonst droht das so überaus erfolgreich angelaufene Projekt Bläserklasse im zweiten Durchgang zu scheitern.
Schulleiter Elmar Wagener und Musiklehrer Friedemann Michalek rufen daher alle angemeldeten Kinder für die neuen 5. Klassen und deren Eltern ausdrücklich auf, sich dieses einmalige Angebot noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen und sich noch nachträglich für die Teilnahme an der Bläserklasse anzumelden. Etwa ein Drittel Kinder fehlt noch zur vollen Klassenstärke.
„Die jungen und Mädchen lernen über zwei Jahre im Rahmen des zweistündigen Musikunterrichts und mit Hilfe einer Zusatzstunde durch einen Instrumentallehrer der Kreismusikschule ein Blasinstrument zu spielen", erläutert Musikobmann Friedemann Michalek im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Pädagoge weist darauf hin, dass für den wöchentlichen Unterricht und die Leihgabe des Musikinstrumentes nur 33 Euro zu entrichten seien.
„Das für die Entwicklung eines Kindes so wichtige Erlernen eines Musikinstrumentes lässt sich
kaum sinnvoller als im schulischen Rahmen und nirgendwo kostengünstiger bewerkstelligen", so Michalek. Musikalische oder instrumentale Vorkenntnisse werden von den jungen und Mädchen ausdrücklich nicht verlangt.
Mehrere erfolgreiche Auftritte der ersten Bläserklasse im auslaufenden Schuljahr haben nach Auffassung von Michalek gezeigt, wie schnell die Kinder ihr Instrument lernen und wie sinnvoll diese Art der musikalischen Erziehung ist. Der Schulleitung wie der Fachgruppe Musik ist daran gelegen, in jedem Jahrgang kontinuierlich eine Klasse mit musikalischem Schwerpunkt einzurichten, um das Musikleben der Schule nachhaltig zu beleben.
Daher die Aufforderung an Eltern und künftige Fünftklässler: Sich schnell an das St.-Viti-Gymnasium, Telefon 04281/93900, wenden und sich nachträglich für die Bläserklasse anmelden!
Unschlüssige können die Musikerinnen und Musiker der ersten Bläserklasse in diesen Tagen anlässlich der Jubiläumsfeierlichkeiten gleich zweimal erleben: am kommenden Freitag, 8. Juli, im Rahmen des Sommerfestes im St.Viti-Gymnasium. Und am Sonnabend, 9. Juli, vormittags auf einer Bühne in der Fußgängerzone unter dem Motto „Schule in der Stadt".

 


04.07.2005 ZZ


Imagewechsel zum 50. Schul-Geburtstag
Elmar Wagener und Bert Reinert stellen neues St.-Viti-Logo vor


In Kooperation: Bert Reinert (links) und Elmar Wagener mit dem endgültigen Schul-Logo. Foto: hö

Zeven (hö). Drei Versuche. Ein recht runder, ein unruhiger und einer, der die ersten beiden überbietet. Die Rede ist vom neuen Logo des Zevener St.-Viti-Gymnasiums, das ab Mittwoch, dem Jubiläumstag der Schule, nicht nur die offiziellen Briefköpfe zieren wird - sondern alles andere auch.

Elmar Wagener hat nur wenig Zeit. Dabei ist „grafisch" alles auf den Weg gebracht. Und das ihn dabei ausgerechnet ehemalige Viti-Schüler unterstützt haben, freut ihn unendlich. „Ich bin ja nicht aus Zeven", betont der Schuldirektor und jetzt fühle er sich fast wie ein Zevener - ob der ganzen Leute, die er durch die viele Vorbereitungsarbeit zum 50-jährigen Bestehen der Schule kennen gelernt hat.

Einer, der maßgeblich an der Entstehung des neuen Logos beteiligt ist, ist Bert Reinert. „Abijahrgang 1988", sagt der Inhaber der Firma Reinert Werbetechnik - mit Sitz in Zeven - lachend. Im Februar hat Reinert das Logo während einer Gesamtkonferenz vorgestellt und erntete viel Lob -

Jung, dynamisch, seriös und aufstrebend: Mit diesem neuen Logo in graublau und orange gehalten wird ab dem kommenden Mittwoch nicht nur der neue Briefkopf der Schule versehen, sondern auch der Flyer und der neue Internet-Auftritt.

und später die Zusage zurUmsetzung. „Ein Logo muss einfach sein", erklärt der Ex-St.-Viti-Schüler. Einprägsam eben und von hohem Wiedererkennungswert. Dennoch, betont der Fachmann, nicht einfältig. Und das ist das neue Emblem des Gymnasiums fürwahr nicht.

Angefangen bei den Farben: Komplementärkontraste mit graublau und orange bergen Spannung. Graublau steht für die intellektuelle und seriöse Schiene. Mit Orange kommt die junge Farbe ins Spiel - eine moderne dazu, wie Reinert unterstreicht. Aber noch mehr Ideen verbergen sich hinter dem aufstrebendem Logo: Auf der G-Achse (das G steht natürlich für Gymnasium) ist als grafisches Element das Schulgebäude abgebildet. Ganz minimalistisch und Fantasie verlangend. Die lässt dafür auch andere Assoziationen zu. Wird das Logo auf die Seite gedreht, sieht der Bau wie ein Mobiltelefon mit Antenne aus.

„Das alte Logo der Schule entstand vor acht Jahren im Rahmen eines SchülerWettbewerbs", erinnert sich Wagener. Ein Zwölftklässler hat damals das Zeichen entworfen, das bis dato auch die Briefköpfe zierte. Doch mit dem 50. Geburtstag der Bildungseinrichtung sollte nicht nur feiertechnisch einiges Geschehen, sondern auch das Image der Schule dem Zeitgeist angepasst werden. „Wir treten also in die zweite Hälfte des ersten Schuljahrhunderts mit einem neuen Logo ein", betont Wagener und lacht. Erleichterung spricht aus seinem Gesicht. Auch, weil sich die viele Arbeit gelohnt hat und ab Mittwoch einfach gefeiert werden kann.


„Ein Gymnasium macht Schule"

Übersichtlich gestaltet: Der neue Flyer des Gymnasiums. Foto:zz

Zeven (hö). Seit Wochen schon bereitenSchüler und Lehrer die große Geburtstagsfeier zum 50-jährigen Bestehen des Zevener St.-Viti-Gymnasiums vor. Viel Zeit hat dabei auch das Gestalten des neuen Logos und des Flyers in Anspruch genommen. Die Info-Broschüre, aufgeklappt größer als zwei DIN-A-3 Bögen, berichtet über alles, was sich zu wissen lohnt. Über das Angebot der Schule, über Kunst und Kultur, über Geschichte, über Schüleraustausch und das was kommt, wenn das Abitur geschafft ist.

Gestaltet übrigens hat den Flyer, der die Überschrift „Ein Gymnasium macht Schule" trägt, eine ehemalige Schülerin des Viti-Gymnasiums, wie Schuldirektor Elmar Wagener nicht ohne Stolz mitteilt. Gabi Witthohn aus Seedorf hat sich der Gestaltung des übersichtlichen Faltblatts angenommen.


 

LESERBRIEFE

Zum 50-jährigen Jubiläum des St.-Viti-Gymnasiums schreibt Beate Steenbock:

Verwundert

Mit großem Vergnügen habe ich den Artikel über Walter Kruska in der ZZ am 27. Juni gelesen, gehöre doch auch ich zu den Schülern, die 1955 in die „erste" KIasse des St.-Viti-Gymnasiums eingeschult wurden und dann 1963 ihr Abitur machten. Noch eine Anekdote aus der damaligen Zeit: Unsere Klassenlehrerin Frau Heller hatte kurzfristig ihre Wohnung mit ihrem Mann hinter unserem Klassenraum. Wenn sie die Wohnung verlassen wollten, mussten sie den Klassenraum durchqueren. So war es für uns Schüler immer eine willkommene Abwechslung, wenn Herr Heller mitten in der Unterrichtsstunde durch unseren Raum marschierte, um Milch einzukaufen, die Milchkanne aus Blech in der Hand.
An den Aufklärungsunterricht von Herrn und Frau Well kann ich mich auch noch gut erinnern. Wir waren zwar längst aufgeklärt (das hatte eine Mitschülerin während einer Klassenreise übernommen), aber darüber wagten wir im Hause Well kein Sterbenswörtchen zu verlieren.
Nun freue ich mich auf die Jubiläumsfeierlichkeiten in der nächsten Woche. Da ich Zevenerin bin, habe ich auch kein Problem damit, nicht persönlich eingeladen zu sein. Aber von meinen ehemaligen Mitschülern, die überall verstreut leben, höre ich, dass sie als erste Abiturienten (wir waren ja nur 32) etwas verwundert sind, keine persönliche Einladung erhalten zu haben.
Beate Steenbock (...)

 


02.07.2005 ZZ


"Das Haus war immer voll!"
50 Jahre St.-Viti-Gymnasium: Weltbürger Brian McGauran

Zeven (zi). Eine der internationalsten Biografien unter den ehemaligen Lehrern des St.-Viti-Gymnasiums hat sicherlich Brian McGauran.

Geboren als vierter von acht Söhnen eines IRA-Kämpfers in Belfast (Nordirland), aufgewachsen und zur Schule gegangen im englischen Coventry, Studium der Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch in Leeds. Noch als Student lernte er seine deutsche Frau Gerda kennen und heiratete sie 1962. Zwei Jahre später beendete er sein Studium und wurde Lehrer in Leeds.

1967 gingen die beiden McGaurans an den Persischen Golf, wo Brian McGauran als Fremdsprachenlehrer für junge Araber in Katar bzw. den Vereinigten Arabischen Emiraten und nebenberuflich als Nachrichtensprecher für einen dortigen Fernsehsender tätig war.

1977 ging es mit inzwischen fünf Kindern zurück nach Europa (Zitat vom lachenden Brian McGauran: „Es gab kein gutes Fernsehen und außerdem haben auch viele Araber mehrere Kinder...“), da die ältesten Sprösslinge dort auf ein Internat gehen mussten und dabei nicht sehr glücklich waren. Die Wahl zwischen Deutschland oder England als neues Tätigkeitsfeld wurde zu Gunsten von Deutschland entschieden, wo das Land Niedersachsen noch Lehrerbedarf hatte.


Während die McGaurans am Persischen Golf eine Villa mit Personal zur Verfügung hatten, zogen sie nun in den Lerchenweg in Zeven direkt hinter das St.-Viti-Gymnasium, wo Brian McGauran Englisch für alle Klassen unterrichtete. Dort konnte er den Weg zur Arbeit mit einem Sprung über den Gartenzaun abkürzen. Im Jahr 1977 waren übrigens auf Grund des zuvor noch herrschenden Lehrermangels neben dem Weltbürger McGauran auch Amerikaner, Franzosen, Niederländer und sogar eine Neuseeländerin beschäftigt. „Zeven war schon damals überraschend kosmopolitisch und international“, ist dann auch eine Aussage von Brian McGauran, die von seiner Frau unterstützt wird.

Das Ehepaar McGauran vor den Bildern ihrer großen und in alle Welt verstreuten Familie. Foto: zi

Auch die Schülerschaft profitierte damals von der hohen Zahl der Muttersprachler und kam in den Genuss von Klassenfahrten, die zum Beispiel nach Frankreich, die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien führten. Brian McGauran wurde aber auch schnell durch andere Dinge bekannt. Und sei es als Sänger in verschiedenen Schülerbands auf dem damals noch so genannten „Dritte Welt Basar“.

Außerdem hatte die Familie McGauran nach ihrem Umzug in den Ginsterweg einen Partykeller, der auch von der Schülerschaft stark frequentiert wurde. Hierbei spielte natürlich auch der Umstand eine große Rolle, dass die Kinder der Familie ebenfalls auf dem St.-Viti- Gymnasium Schüler waren. „Das Haus war immer voll und manchmal wusste man gar nicht, wer denn jetzt gerade hier war und am Morgen zum Frühstück aus dem Keller kriechen würde“, fassen Gerda und Brian McGauran in der Erinnerung die damalige Zeit zusammen.

1996 wechselte der Lehrer für zwei Jahre nach Tarmstedt, bevor er 1998 in Rente ging. Seitdem reist er mit seiner Frau viel und besucht seine Kinder und die sechs Enkelkinder. So waren die beiden Zevener im vergangenen Jahr in Mexiko, Italien, England und Irland. Für dieses Jahr stehen schon Indien und Frankreich als Ziele fest. Und wenn Brian McGauran mit seiner Frau mal in Zeven ist, geht er in das Internet und macht Familienforschung oder ist in der Kantorei der Zevener St.-Viti-Kirchengemeinde aktiv.


Nicht für dumme Schmiererei

Zeven (zi). Ein Auszug aus der gereimten Schulordnung aus der Anfangszeit des St.-Viti-Gymnasiums:

"Sauber müsst Ihr Eure Klassen halten
sonst kann kein guter Geist drin walten!
Wenn Bilder und Blumen sie schmücken,
So wird die Klasse Euch freundlich vertraut.
Doch Papier und Brotreste in der Bank bedrücken
Und Unordnung kann uns nicht entzücken.
(...)
Behandelt Eure Möbel täglich,
Die Bänke, Scränke, doch recht pfleglich,
Denn der Staat hat sie hingestellt,
Und bezahlt hat sie Eurer Eltern Geld.
Zum Unterricht ist Kreide frei,
Aber nicht für dumme Schmiererei."

 


30.06.2005 ZZ



Im Eiscafe Santin gibt es zur Zeit Stilleben aus dem 12. Jahrgang des
St.-Viti-Gymnasiums zu sehen. Fotos: zi

50 Jahre Gymnasium: Ausstellungen eröffnet
Schüler-Kunst im Eiscafe und in der Sparkasse

Zeven (zi). Im Rahmen der Veranstaltungen zum Jubiläum des St.­Viti-Gymnasiums wurden nun auch zwei Ausstellungen mit Ar­beiten aus dem Kunstunterricht der Schule eröffnet.

Bereits in der Vergangenheit gab es Ausstellungen mit Arbeiten aus der Schülerschaft des Gymnasiums an verschiedenen Orten in der Stadt. Am Montagvormittag wurde nun von Henri Blanken, dem Leiter der Geschäftsstelle der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde, und den beiden Kunsterzie­hern Sandra Giörtz und Michael Reuter in den Geschäftsräumen des Geldinstitutes eine Ausstellung mit 33 Bildern aus allen Jahr­gängen des Gymnasiums eröffnet.
Nach Aussage von Michael Reuter steht die menschliche Figur im Mittelpunkt dieser Arbeiten, die von Kopien von Meisterwerken über Selbstportraits bis zu Kolla­gen reichen. Neben Figuren ist auch die Landschaft oder der Raum Thema der Bilder, die bereits jetzt auf starkes Interesse der Sparkassenkunden stoßen, wie Henri Blanken festgestellt hat. Die aktuelle Entwicklung in der Kunst
zurück zur Gegenständlichkeit, die von den Kunsterziehern im Unterricht angeregt wurde, findet sich ganz klar in den ausgestellten Bildern wieder.

Michael Reuter, Sandra Giörtz und Henri Blanken vor einigen Bildern in den Geschäftsräumen der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde.

Die Werke sind bis Mitte Juli zu sehen. Und am Sonnabend, 9. Juli, dem Tag, an dem das Schuljubilä­um in der Innenstadt gefeiert wird (wir berichteten), wird das Geldinstitut ebenfalls für Besucher der Ausstellung geöffnet sein.
Arbeiten mit ebenfalls gegenständlichen Motiven werden au­ßerdem schon seit einigen Tagen unter dem Titel „Stilles Leben? - Die Sprache der Dinge" im Eiscafe Santin präsentiert. Hierbei nahmen die Schüler des 12. Jahrgangs des St.-Viti-Gymnasiums inhaltlich Bezug auf klassische Gegenstände, wie zum Beispiel einen Federkiel oder alltägliche Dinge wie Teekanne, Obst und Holzbrett­chen.
Nach Auskunft der Kunsterzieherin Sandra Giörtz bezeichnet der niederländische Begriff „stilleven" - der zu „Stillleben" eingedeutscht wurde - Bilder, auf denen in bewusster Komposition leblose oder unbewegte Gegenstände dargestellt werden.

 


28.06.2005 ZZ

LESERBRIEFE

Zum Artikel „Eine Sache zu Ende bringen" vom vergangenen Sonnabend äußert sich ZZ-Leser Thomas Rippe kritisch. Er schreibt:

Zuersteinmal möchte ich festhalten, dass der Schulleiter des St.-Viti Gymnasiums Eltern sowie Schüler nicht kritisierte, sondern lediglich feststellte, dass die Schüler heutzutage viele Nachmittgsjobs hätten und dass es Familien gäbe, die ihren Kindern kein häusliches Umfeld geben würden. Doch die Formulierung „und auch die Eltern bekamen ihr Fett" trifft in keinster Weise zu, da sie vorgibt, Herr Wagener hätte die Elternschaft im Saale öffentlich angeprangert und lächerlich gemacht.
Des Weiteren muss ich mich noch über den Kommentar zur „Garderobe" der Abiturienten äußern. Ich fühlte mich beim Lesen des Berichts persönlich angegriffen, da man mir und meinen Mitschülern angeblich Stillosigkeit vorwirft.
Es mag ja heutzutage häufig der Fall sein, dass sich ein Großteil der Jugend im Alltag nicht gerade geschmackvoll kleidet, doch erstens trifft dies nicht auf die gesamte Jugend zu und zweitens ist die Entgegennahme seines Abiturs ein festlicher Akt. Zu solchen Anlässen hat man sich schon seit jeher gut gekleidet und meine Generation macht da keine Ausnahme. Und soweit ich mich erinnere, kamen auch schon die vorigen Jahrgänge in Anzug und Krawatte zu ihrer Entlassungsfeier, es ist also nichts Neues, dass man weiß, wie man sich zu kleiden hat und deshalb auch keiner zusätzlichen Erwähnung in einem Zeitungsbericht wert.
Genauso wenig, wie dass die Schülerschaft sich mehrere Male für das Gruppenfoto auf dem Schulhof aufstellen musste.
Zum Schluss möchte ich mich persönlich an Herrn Kratzmann wenden: Die Zeitung ist eine der größten und mächtigsten Medien, deshalb sollten sie besonders auf ihre Wortwahl achten, wenn sie ihre Artikel schreiben.
Thomas Rippe, per e-mail

 


27.06.2005 ZZ


Umgeben von Reiseandenken: Dr. Schwarz am Schreibtisch.. Foto: zi

Im Alter von 18 Jahren schon Lehrer
50 Jahre St.-Viti-Gymnasium: Dr. Schwarz hat 44 Jahre unterrichtet

Zeven (zi). Eine interessante Biografie hat auch der ehemalige Lehrer des St.-Viti-Gymnasiums, der durch die Zeitumstände sicherlich die umfassendste Ausbildung der in Zeven lebenden Pädagogen erworben hat.

Der 1928 in Breslau geborene Peter Schwarz war im April 1945 als potentieller Soldat von den amerikanischen Streitkräften für vier Wochen interniert worden. Da er von den Beschlüssen der Konferenz von Jalta erfuhr, flüchtete er mit seiner Familie Richtung Westen und kam so nach Dresden. Dort erhielt er, ohne das Abitur gemacht zu haben, eine achtwöchige Kurzausbildung zum Neulehrer und trat am 1. März 1946 seinen Dienst an.

Möglich wurde diese „Karriere“ durch den akuten Lehrermangel, der durch die Kriegsfolgen und die Entnazifizierungen entstanden war. Allerdings blieb es für Herrn Schwarz nicht bei diesem Schnellkurs. 1948 folgte eine Weiterbildung zur ersten und 1950 zur zweiten Lehrerprüfung. Von 1946 bis 1956 war er Volksschullehrer in Dresden, bevor er von 1956 bis 1959 an der Universität Leipzig seinen Diplomstudiengang in Geschichte und Geographie absolvierte.

Nach dessen Abschluss verließ er die Deutsche Demokratische Republik via Berlin nach Hamburg. Er meldete sich dann beim Regierungspräsidium in Stade, wo man ihm eine Stelle als Englisch- und Klassenlehrer in der Schule am Klostergang anbot. Hier unterrichtete er die 5. - 9. Klassen und legte parallel zu seiner Tätigkeit in Zeven an der Pädagogischen Hochschule Oldenburg noch einmal die Prüfungen für Realschullehrer ab.

1968 promovierte er dann an der Universität Münster zum Doktor phil. mit einem Thema zur oldenburgischen Landesgeschichte. Ein Jahr später wurde er Gymnasiallehrer mit den Fächern Geschichte, Geografie und Deutsch. Am St.-Viti-Gymnasium unterrichtete er in den ersten Jahren als Klassenlehrer 5. bis 7. Klassen.

In den 21 Jahren von 1969 bis zu seiner Pensionierung als Studiendirektor 1990 war er sicherlich der einzige Pädagoge, der im Laufe seiner schillernden Ausbildung die Lehrbefähigungen für alle Klassen von der 1. bis zur 13. erworben hatte.
Dennoch musste er am Gymnasium in Zeven noch eine anfängliche Bewährungszeit von zwei Jahren überstehen.
Den ehemaligen Schülern ist Dr. Schwarz als Lehrer in Erinnerung, der seinen Geografieunterricht nicht stur an den Lehrbüchern ausrichtete, sondern manchmal sehr lebendig gestaltete. Möglich wurde ihm das durch die Schilderung seiner Reiseeindrücke. „Ich war in allen Erdteilen“, erzählt Dr. Schwarz eher beiläufig.

Die zahlreichen Reisen dienten einerseits der Weiterbildung und andererseits Studienzwecken. Der Belebung seiner Unterrichtsstunden und der gelungen Visualisierung von ansonsten trockenen Sachverhalten dienten sie auf jeden Fall. Die Zeit seit seiner Pensionierung bezeichnet Dr. Schwarz als „meine schönsten Jahre“, da er nun nach eigener Aussage die Möglichkeit hat, seinen Interessen zu folgen.

Dazu gehören unter anderem Reisen (im vergangenen Jahr zum Beispiel zusammen mit seiner Frau durch Georgien, Armenien und den Iran), Literatur und seine Hobbys, wie etwa die 80 Bände umfassende Sammlung deutscher Briefmarken. Und natürlich ist da noch seine Familie. Seit 1961 ist er mit seiner Frau Ingrid, einer Ärztin, verheiratet. Das Ehepaar hat zwei Töchter und inzwischen auch vier Enkel. Die ältere Tochter ist übrigens Ärztin und die jüngere Lehrerin.

 



Walter Kruska (letzte Reihe links) 1955 in der 6. Klasse des späteren Abi-Jahrgangs 1963. Foto: Archiv St.-Viti-Gymnasium

Vom Schüler zum Lehrer
50 Jahre St.-Viti-Gymnasium: Walter Kruska gehört zum Inventar

Zeven (zi). Ehemaliger Schüler und bis zum heutigen Tag Lehrer an seiner alten Schule: Walter Kruska kann viele Anekdoten aus fünfzig Jahren Schulgeschichte berichten.

Geboren wurde Walter Kruska im Sommer 1944 als Sohn einer Bauernfamilie in Ostpreußen. Sein Vater blieb im Krieg verschollen und die Flucht führte die Familie nach Haaßel. Am 15. April 1955 wurde er dann als Schüler im ersten Jahrgang am heutigen St.-Viti-Gymnasium eingeschult. „Wir waren immer die Größten!“ sagt der Lehrer, der sein Abitur im März 1963 ablegte, im Rückblick auf seine Zeit als Schüler in der Bahnhofstraße. Denn erst mit seinem Abitur waren alle Klassenstufen am Gymnasium vollständig.

Befragt zu besonderen Eindrücken seiner Schulzeit am heutigen St.-Viti-Gymnasium, erinnert er sich an den hohen Flüchtlingsanteil unter der Schülerschaft und den großen Einzugsbereich der Schule, da zum Beispiel Bremervörde damals noch ohne Gymnasium war. Eindruck machte auch der Aufklärungsunterricht in der 8. Klasse. Der fand bei seinem damaligen Biologielehrer in der Wohnung statt, wobei sein Lehrer in der guten Stube die Jungen und dessen Frau in der Küche die Mädchen aufklärte.

Der ehemalige Schüler nun als Physiklehrer vor einem Versuchsaufbau mit Brennstoffzelle. Foto: zi

Eine andere Geschichte handelt von der damaligen Schulverwaltung. Als Schüler der 10. Klasse erhielt er den Schlüssel zum Büro des damaligen Schulleiters Dr. Struck. Da noch kein Schulsekretariat vorhanden war, musste er als Schüler hier zeitweise den Telefondienst übernehmen. „Da habe ich zu telefonieren gelernt“, berichtet Walter Kruska, der die Ansicht vertritt, dass er damals ideell und finanziell sehr gefördert worden sei. So stellte Dr. Struck ihm die Jugendbuchbibliothek seiner Tochter zur Verfügung oder ermöglichte ihm die Teilnahme an einer Jugendreise nach Italien.

Überhaupt wurden damals nach seiner Einschätzung mehr Klassenfahrten durchgeführt als heute. Bei den Anekdoten von damaligen Lehrern sind es Erinnerungen an den Kunstlehrer Herrn Eisbrecher, an die sich der ehemalige Schüler an erster Stelle erinnert. Herr Eisbrecher war als Kriegsversehrtem ein Bein amputiert worden und trotzdem machte er „...im Sportunterricht allen Schülern am Hochreck etwas vor.“ Und die damaligen Lehrer unterrichteten auch Fächer, die sie nicht studiert hatten, denn zu Beginn gab es an der Schule nur zwei hauptamtliche Lehrer. Die anderen waren Pastoren und Aushilfskräfte.

Insgesamt waren die Lehrkräfte sehr streng gegenüber der Schülerschaft. „Wir standen noch auf, wenn der Lehrer die Klasse betrat oder wir uns meldeten“, erinnert sich der Pädagoge. 1971 beendete der seit 1969 verheiratete Walter Kruska seine Ausbildung als Mathematik- und Physik-Lehrer und unterrichtete in Hamburg. 1973 wechselte er dann als Lehrer an das St.-Viti-Gymnasium, nachdem ein Anruf und Hinweis auf eine freie Stelle von seinem ehemaligen Lehrer Knoop erfolgt war. Seine damaligen Schüler waren nach seiner Ansicht lernwilliger als die heutige Schülerschaft, denn deren Desinteresse an Lehrstoffen ist manchmal stark ausgeprägt. Dafür besteht mehr Interesse an Modeerscheinungen und Äußerlichkeiten.

Erwähnenswert ist der Hinweis auf die über die Jahre gewaltig gewachsene Bürokratie. „Form- und fristgerecht ausgefüllte Formulare sind wichtiger als die Qualität des Unterrichts“, ist eine bezeichnende Aussage von ihm. Dennoch sagt er: „Ich bin gerne Lehrer und würde es wohl wieder werden!“. Deshalb zählt er auch nicht die Tage bis zum Ausscheiden bis zum Ausscheiden aus dem Schuldienst im Jahr 2007, sondern überlegt, was er noch verwirklichen kann.

 


25.06.2005 ZZ


"Eine Sache zu Ende bringen"

Zeven (tk). Die Musiker der Big Band und der Latin-Jazz-Combo des St.-Viti-Gymnasiums stahlen am gestrigen Freitagvormittag den Abiturienten die Show. Was daran gelegen haben könnte, dass die 88 zu verabschiedenden Schüler zu den größten Fans der Ensembles gehören und daher für den frenetischen Applaus gesorgt haben.

Man trägt wieder Garderobe und nicht Klamotten, wenn man auf die Bühne gerufen wird, um sein Abiturzeugnis in Empfang zu nehmen. Ob das ein Zugeständnis an den von Eltern und Lehrern eingeforderten Respekt darstellt, oder dem von den gleichen Personen kritisierten Hang zu Äußerlichkeiten zu verdanken ist, wäre an anderer Stelle zu klären.

Zunächst standen in der proppevollen Aula des Gymnasiums auch nicht die Abiturienten im Mittelpunkt, sondern die von Friedemann Michalek dirigierten Musiker der Big Band. Für ihre Interpretation von "Smooth operator" erhielten sie von mehr als freundlichen Applaus.

Auf die drangvolle Enge kam auch Direktor Elmar Wagener zu sprechen, als er in seiner Begrüßung darauf anspielte, dass die Halle wohl zu klein werde, wenn die Mittelstufen-Jahrgänge in Hunderter-Stärke das Abitur ablegen. (Es geht, dass beweist das Jahr 1984.)

Kampf mit Hitze und blendenden Scheinwerfern: Elmar Wagener.

Wagener ließ seine Zuhörer wissen, dass er mit den Abiturienten vor sieben Jahren am St.-Viti-Gymnasium "eingeschult" wurde. Als Klassenlehrer habe er in den folgenden Jahren versucht darauf hinzuwirken, dass die Schüler "eine Sache zu Ende bringen", dass sie nicht nach einem fehlgeschlagenen Versuch schon aufgeben, dass sie Konsequenz entwickeln und verbindliche Regeln einhalten. Ferner erinnerte er daran, dass er bestrebt gewesen sei, mit den Eltern einen Pakt des Vertrauens für die Erziehung und Bildung ihrer Kinder zu schließen. Am Ende stand der Erfolg, so seine Einschätzung.

Doch der Schulleiter ließ auch Kritik an seinen Schülern anklingen: Die Unsitte des nachmittäglichen Jobbens verhindere, dass sich die Gymnasiasten den am Vormittag vermittelten Unterrichtsstoff zu Hause individuell aneigneten. Der Stoff bleibe schlicht nicht haften. Und auch die Eltern bekamen ihr Fett: Möglicherweise fehle den Schülern ein häusliches Umfeld, in dem sie jemanden finden, dem sie von dem in der Schule Erlebten erzählen und dem sie Fragen stellen könnten.

Anschließend wandte sich die Schulelternratsvorsitzende Marainne Hotting mit einem Appell an die Schüler: Ob an der Universität oder in der Firma, in der Ausbildung oder im Beruf, im Dorf oder in der Stadt, in Deutschland oder im Ausland - sie sollten sich um ihr Leben kümmern. Und auch an ein Zitat von Hermann Hesse sollten sich die mit Recht am heutigen Tage stolzen Schulabsolventen erinnern. Es lautet: "Man muss den Traum finden, dann wird der Weg leicht." Mit der Erinnerung daran, dass nunmehr die Schulzeit, nicht aber das Lernen beendet sei und einem Dank an die Lehrer sowie die Oberstufenkoordinatoren Jürgen Wedemeyer und Petra Sehrt schloss sie.

Dann schlug die Stunde der Latin-Jazz-Combo unter Leitung von Sebastian Zafirakis. Die südamerikanischen Klänge des Stücks "Manha de Carneval" von Louis Bonfi hoben die Stimmung unter den schwitzenden Zuhörern.

Dazu ein Leserbrief vom 28.06.2005


Begeisterte mit ihren musikalischen Einlagen: Die Latin-Jazz-Combo.

Wurzeln und Flügel
Zwei Pole, zwischen denen sich das Leben abspielt

Zeven (tk). Für die 88 Abiturienten blickten gestern Franziska Meurer und Claas Löbbel zurück, während Schulleiter Elmar Wagener das Goethe-Zitat interpretierte: „Es gibt zwei Dinge, die Eltern ihren Kindern mitgeben sollten: Wurzeln und Flügel."

Der als Sketch angelegte Rückblick der beiden Schüler gipfelte in einem Dank an Lehrer, Eltern, Schulpersonal und den Kopierer.
Bevor er die Abiturzeugnisse an die 88 Schüler aushändigte, philosophierte Wagener über die Fähigkeit, sich aus dem warmen aber auch engen Nest der Eltern in die Lüfte zu erheben, um die Perspektive zu ändern, um an anderem Ort Neues zu sehen und zu lernen.
Angelehnt an die Worte des Dichters, ging der Direktor auch auf die Bedeutung des Verwurzeltseins ein. Die Wurzeln der Schüler liegen dort, wo ihre Eltern und Geschwister leben, wo ihr Zuhause steht, wo ihre Freunde sind. Manch einer wolle diese Wurzeln kappen. Andere hindere ein starkes Wurzelwerk, sich zu bewegen.
Wagener ermunterte die Absolventen, sich Wurzeln und Flügel als Pole zu denken, zwischen denen sich das Leben abspielt. „Sie brauchen Wurzeln, um in der Fremde bei sich bleiben zu können, um nicht vom Hundertsten ins Tausendste zu geraten, um nicht zu tun, was alle tun, sondern das, was Ihnen entspricht." Und gerade diejenigen, die mit kraftvollem Flügelschlag abheben, um hoch hinaus zu wollen, werden Wurzeln brauchen, um Bodenhaftung zu behalten. Sowohl die individuellen Möglichkeiten als auch die Grenzen haben Wurzeln, weiß der Schulleiter. Abschließend gab er den Abiturienten mit auf den Weg: „Springen Sie ins Leben, sie werden sehen, sie haben Flügel mitbekommen."


Franziska Meurer und Claas Löbbel nahmen sich und ihre Mitabiturienten auf die Schippe. Fotos: tk

 


24.06.2005 ZZ

Nach dem Abitur: Reisen und Studieren
Heute entlassen Lehrer des St.-Viti-Gymnasiums ihre Schützlinge


Niklas Rother, Franziska Meurer, Sönke Holsten, Ruth Borchers und Tanja Brockmeyer (von links) freuen sich über das bestandene Abitur. Heute gibt es Zeugnisse. Foto: kvf

Zeven (kvf). 88 Schülern des St.­Viti-Gymnasiums fällt heute ein Stein vom Herzen: Im Rahmen einer Feierstunde erhalten sie ihre Abiturzeugnisse. Die Schulzeit ist beendet, ein wichtiger Lebensabschnitt ist vorbei. Gegenüber unserer Zeitung verraten fünf Abiturienten ihre Zukunftspläne.

Vor einigen Jahren war das Abitur für die heutigen Schüler der 13. Jahrgangsstufe noch weit weg. Und nun ist die Schulzeit plötzlich vorbei und alles - besonders die Zeit in der Oberstufe - ging so schnell, berichten die frisch gebackenen Abiturienten. Mit der heutigen Entlassungsfeier bestreiten die Jugendlichen ihren letzten Schultag - und den werden sie genießen.

Eine der Absolventinnen ist Franziska Meurer. Die 19-Jährige ist erst seit der elften Klasse Schülerin des St.-Viti-Gymnasiums. Zuvor besuchte sie die Tarmstedter KGS. Die Hepstedterin sagt, dass sie in Zeven sehr gut aufgenommen wurde. Franziska Meurer ist Jahrgangssprecherin der Abiturienten. Mit dem Abi in der Tasche will die 19-Jährige zunächst verschiedene Praktika absolvieren und ins Ausland reisen.

Sönke Holsten war ebenfalls KGS-Schüler und kam nach der zehnten Klasse nach Zeven. Der Tarmstedter zählt mit seinem Notendurchschnitt von 1,8 zu den Jahrgangsbesten. In der Grundschule übersprang er eine Klasse und hat nun mit 17 Jahren das Abitur bestanden. Sönke Holsten geht als Student an die Internationale Universität Bremen, um dort Bachelor of Science zu werden. Anschließend hat der 17-Jährige vor, mit seinen Englischkenntnis­sen im Ausland zu reüssieren.

Tanja Brockmeyer ist bereits seit der siebten Klasse Schülerin des St.-Viti-Gymnasiums. Die Abiturientin aus Seedorf mit einem Notendurchschnitt von 1,7 betrachtet ihre Schulzeit am Gymnasium als die beste. Immer habe sie einen Ansprechpartner gehabt Die 19-Jährige wird für drei Monate ein Praktikum im Krankenhaus absolvieren und anschließend möchte sie Medizin studieren.

Ebenfalls mit einem Notendurchschnitt von 1,7 verlässt heute Ruth Borchers aus Grafel das Gymnasium. Seit der siebten Klasse besucht die Abiturientin die Zevener Schule. Vieles habe ihr am St.-Viti-Gymnasium gefallen. Demnächst wird die 19-Jährige ein Diakonisches Jahr in Kopenhagen absolvieren. Danach will sie studieren, aber den Studiengang hat sie gegenüber unserer Zeitung nicht verraten wollen.
Niklas Rother zählt ebenfalls zu den Jahrgangsbesten mit einer Durchschnittsnote von 1,7. Nach der Orientierungsstufe ist der Elsdorfer Schüler des Zevener Gymnasiums geworden. Die Schulzeit empfand er nicht als Qual, aber ein weiteres Jahr will er nicht blei­ben. Nächstes Jahr wird der 19-Jährige für neun Monate Zivildienst leisten. Danach beabsichtigt er, Physik zu studieren.

Die Schüler sind nun froh, dass sie das Abitur bestanden haben. Bei der mündlichen Prüfung waren sie besonders aufgeregt. Die Tutoren Sigrid Jablonski und Klaus Genter-Mickley waren mit einigen Schülern des Jahrganges in Prag und London auf Studienfahrt. Ihnen haben die Fahrten gut gefallen. „Kursfahrten sind wichtig. Das ist der Moment, in dem man die jungen Menschen mal besser kennen lernen kann", sagt Klaus Genter-Mickley. Auch lobte er die Selbständigkeit der Oberschüler: „Ihr seid so vernünftig, dass man euch viele Aufgaben anvertrauen kann."

Auch Jahrgangsleiter Jürgen We­demeyer und Schuldirektor Elmar Wagener sind sich einig, dass sie mit ihren Schülern Glück haben und sich das Ergebnis des Abijahr­ganges zeigen lassen kann.

 


23.06.2005 ZZ

Reise durch die Zeit
50 Jahre St.-Viti-Gymnasium: Großes Sommerfest der Schule am 8. Juli


Auch die Musiker der Bläserklasse des Gymnasiums werden beim Sommerfest auftreten. Foto:zi

Zeven (zi). Unter dem Motto „50 Jahre St.-Viti - Eine Reise durch die Zeit“ lädt das St.-Viti-Gymnasium am Freitag, den 8. Juli, von 12.00 bis 18.00 Uhr alle Interessierten zu einem Besuch ein. Neben viel Musik, Theater, Tanz, Sketchen, Aktionen und einer Tombola wird ein eigenes einstudiertes „St.-Viti-Musical“ aufgeführt.

Probleme bereitete dem Planungsteam nach Auskunft der Mitorganisatorin Irmgard Broszeit das angemeldete Bühnenprogramm. Dieses umfasst insgesamt über sieben Stunden, weshalb es nun an verschiedene Orte auf dem Schulgelände verteilt werden musste. Bisher sind knapp 45 Programmpunkte gemeldet.
Den Besuchern ist also ein frühzeitiger Besuch zu empfehlen, wenn sie viele der zum Teil parallel laufenden Veranstaltungen sehen möchten.
Die Bandbreite der Angebote reicht von einer Turnkür über „Wir machen Musik“ der Bläserklasse, Ausstellungen zur Schulgeschichte, einer Modenschau der Fünfziger Jahre und einer Autorenlesung bis zu „Chemischen Zaubereien“.
Für die Kinderbetreuung wurde extra ein Spielmobil organisiert und ihren Appetit können Besucher nicht nur in einigen Cafés – darunter eines für die Ehemaligen - sondern darüber hinaus auch an einem Eistresen oder einem Crepes-Wagen stillen.




22.06.2005 ZZ

Ein Unternehmen als Pate
St.-Viti-Gymnasium macht mobil: Förderverein setzt Idee der Betriebspatenschaften um



Die Zukunft der Kinder und Jugendlichen im Visier: Annette Moitje (3. von links) und Schuldirektor Elmar Wagener (ganz oben) freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit von Förderverein und Schulelternrat. Foto: mey

Zeven (mey). Während der jüngsten Schulelternratssitzung des St.-Viti-Gymnasiums stellte der Förderverein eine Idee vor, die Schule machen könnte: Seit November mit einem neuen Namen und einem tatkräftigen Beirat versehen, wirbt er bei hiesigen Unternehmen um Betriebspatenschaften.

„Freunde, Förderer und Ehemalige des St.-Viti-Gymnasiums", so die neue offizielle Bezeichnung des Fördervereins. „Zugegeben, ein langer Name, doch auch sehr aussagekräftig. Wir möchten uns nach außen öffnen", so Annette Moitje. Die zweite Vorsitzende informierte jedoch nicht nur über Namensgebung und Beirat. Sie begeisterte die anwesenden Eltern auch sichtlich mit einer neuen Idee: Betriebspatenschaften.

Ab sofort wird sich der Förderverein intensiv damit beschäftigen, vielseitige Netzwerke zu knüpfen. Vielseitig daher, weil nicht nur Ehemalige und Freunde als Externe einbezogen, sondern auch Geschäftskontakte mit ansässigen Finnen und damit potenziellen Ausbildern aufgenommen, gepflegt und ausgebaut werden sollen. Ziel ist es, einerseits das St.-Viti-Gymnasium und seine Schüler bei der umliegenden Wirtschaft zur Herzenssache zu machen, und andererseits den Arbeitgebern die Möglichkeit zu bieten, ihre Betriebe vorzustellen sowie gleichzeitig ihren potenziellen Nachwuchs kennenzulernen und für sich zu begeistern.

„Auch bei uns auf dem Land gibt es erstklassige Ausbildungsmöglichkeiten. Teilweise sind sie sogar derart vielfältig, dass selbst uns bei den Firmenbesuchen das Angebotsspektrum überraschte", berichten Annette Moitje und Schuldirektor Elmar Wagener. Außerdem hat sie eines schier begeistert: „Wir waren bereits mehrfach zusammen 'Klinken putzen', und die Offenheit und Sympathie, die uns von den Firmen entgegen schlug, waren einfach unglaublich. Die engere Verflechtung von Bildung und Beruf, Theorie und Praxis, Herz und Verstand gefiel allen auf Anhieb."

Auch statistisch können sie diese Aussage untermauern. Erfolgsbilanz bisher: Acht aus Acht - Acht besuchte Unternehmen ergaben acht Zusagen für eine Betriebspatenschaft mit dem St.-VitiGymnasium. Die Patenschaft beinhaltet keinen festen finanziellen Aufwand, vielmehr ist schlichtweg Engagement willkommen. Genauer gesagt: Die Bereitschaft, Praktikumsplätze auch außerhalb der Schulpraktika-Wochen anzubieten, Bewerber von der Patenschule (auch nach dem Studium) wohlwollend zu berücksichtigen, Projekte (Ausflüge, Veranstaltungen, Austausch) ideell oder finanziell zu unterstützen und sich bei einer jährlichen Jobbörse in der Schule zu präsentieren.
„Wir möchten bei den Unternehmen eine Verbundenheit mit unserer Schule aufbauen, und gleichzeitig freuen sich die Firmen, wenn guter Nachwuchs gleiches für sie empfindet, statt nach dem Abitur direkt in die Metropolen abzuwandern", erläutert Moitje. Unterstützungsideen gab und gibt es schon jetzt reichlich. So entwickelte ein Mitglied des neuen Beirats - bestehend aus acht heutigen und ehemaligen Schülern und Eltern, der Schulleitung und Personen des öffentlichen Lebens - das neue Logo (Wir berichteten). Ebenfalls ein Geschenk war die Entwicklung eines ansehnlichen Informationsprospekts über Schule und Förderverein. Mögliche Ideen außerhalb direkter finanzieller Unterstützung sind beispielsweise Computerlehrgänge, Bewirtungen während eines Austauschs oder Rechtshilfe.

„Auch die Menschen, die jahrelang oder noch nie etwas mit unserer Schule zu tun hatten, opfern ihre Zeit für die Zukunft der jungen Menschen, da ist Danke zu sagen gar nicht genug", so Moitje und Wagener. Betriebspatenschaften zugesichert haben Mapa, Lisega, Weinhaus Stratmann, Jöllenbeck, Ringhotel Paulsen, Fricke-Prüß, TSI Kai Gerlach und Rechtsanwalt Jürgen Sievers.

 


20.06.2005 ZZ


In der Kopierwerkstatt: Welch Kunstwerke im Unterricht am Gymnasiums entstehen, wurde schon während der zurückliegenden Projektwoche deutlich. Foto:zi

„Schule in der Stadt"
50 Jahre St.-Viti-Gymnasium: Am 9. Juli Bühnenprogramm vor dem Rathaus

Zeven (zi). Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Schule wird sich das St.-Viti-Gymnasium am Sonnabend, 9. Juli, mit einem Bühnenprogramm auf dem Rathausplatz präsentieren.

Von 10 bis 13 Uhr wird den Zuschauern unter dem Motto „Schule in der Stadt" dann neben Tanz und Musik auch Theater geboten. Unter anderem kommen Bauchtanz, Big-Band-Musik, das St.-Viti-Musical oder eine Aufführung mit dem Thema „Schule 2105" zu ihrem Recht.
Zudem wird es Ausstellungen in den Räumen der Kreissparkasse Rotenburg-Bremervörde und des Eiscafés Santin geben. Gezeigt werden Ergebnisse der Betriebspraktika und sehenswerte Arbeiten aus dem Kunstunterricht der Schule. Während der gesamten Zeit führt übrigens eine Klasse einen Luftballon-Wettbewerb durch. Für jeden Besucher dürfte also ein Angebot dabei sein.

Und wer am Abend ab 19.30 Uhr das Tanzbein schwingen möchte, ist zum großen Ball der Schule im Ballhaus Meyer eingeladen. Die Eintrittskarten zum Vorverkaufspreis von 9,- Euro für Erwachsene und 7,- Euro für Schüler (Nur die Jahrgänge ab Klasse 10 erhalten Einlass) sind in der Buchhandlung Lesezeichen und im Schreibwarengeschäft Mahnken erhältlich. Eine weitere Bezugsmöglichkeit ist in der Schule Herr Behrens, der dienstags, mittwochs und donnerstags in der 1. und 2. großen Pause im Besprechungszimmer neben dem Schulsekretariat des Gymnasiums den Vorverkauf vornimmt.

Geboten wird den Ballbesuchern neben der Live-Musik durch die Band „Sunset" auch ein Rahmenprogramm. Alle Lehrer, Schüler, Eltern und Ehemaligen sollten sich diesen Abend nicht entgehen lassen. An der Abendkasse sind die für 10 Euro und 8 Euro zu haben.

 


18.06.2005 ZZ

Neues Logo für das St.-Viti-Gymnasium
Zeven (zi). Auf den Einladungen für den Festakt zum Jubiläum „50 Jahre St.-Viti-Gymnasium" ist es bereits zu sehen: Das neue Logo des Gymnasiums. Ein großer Buchstabe G stützt auf seinem Querstrich stilisierte Gebäudeteile der Schule und neigt sich dabei zur linken Seite. Dadurch steigt der Schriftzug zur rechten Seite an. Das Logo ist ein Geschenk und wird ab der Jubiläumswoche auf offiziellen Schreiben der Schule verwendet. Grafik: Privat

 


17.06.2005 ZZ

Antrag wird abgelehnt

Zeven (tk). Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hat den Antrag des Landkreises auf Einrichtung eines Ganztagsangebots im St.-Viti-Gymnasium abgelehnt - jedenfalls für das nächste Schuljahr. Unter den 130 vom Minister genehmigten Anträgen befinden sich zwei aus dem Landkreis: Der der Beeke-Schule in Scheeßel und der der Hauptschule in Visselhövede.

Hofft auf eine Genehmigung im kommenden Jahr: Elmar Wagener, Leiter des St.-Viti-Gymnasiums. Foto: tk

Auch wenn ihm eine andere Entscheidung lieber gewesen wäre, der Schulbetrieb sei auch ohne Ganztagsangebot aufrecht zu erhalten, kommentierte St.-Viti-Direktor Elmar Wagener die Nachricht aus Hannover. „Wir haben doppelt geplant. Es geht auch so", versichert der Schulleiter und fügt hinzu, über den Antrag aus Zeven werde 2006 erneut entschieden.
Als Konsequenz aus der jetzigen Entscheidung ergibt sich, das die Schüler, die mit Schuljahresbeginn 2005/06 in die siebten Klassen wechseln, an drei Tagen in der Woche bis 14.05 Uhr Unterricht haben werden. Hinzu kommt dann noch die Teilnahme an einer Arbeitsgemeinschaft. Die Fahrschüler werden also selten vor 15 Uhr zu Hause eintreffen und haben dann noch keine warme Mahlzeit bekommen.

 


17.06.2005 ZZ

Döntjes und Daten als Spiegel der Zeit
50 Jahrer St.-Viti-Gymnasium: Die jetzt fertig gestellte Chronik der Schule erscheint kurz vor der Festwoche im Juli

Theateraufführungen und Konzerte wie der Auftritt der Lehrer-Big-Band Ende Februar haben das St.-.Viti-Gymnasium zu einer festen Größe im Kulturleben der Region gemacht. Foto: zi
Teilnehmer der Schülerdemonstration am "Tag X" gegen den Irakkrieg im Jahr 2003. Foto: Archiv Gymnasium

Zeven (zi). Wenn Anfang Juli das St.-Viti-Gymnasium sein Jubiläum mit einer Festwoche feiert, wird auch eine Chronik der Schule erhältlich sein, die mit einem Jahrbuch kombiniert ist. Ihr wird man neben informativen Zahlen und Berichten auch interessante Anekdoten aus der Schulgeschichte entnehmen können.

Denn die Geschichte der Schule ist ein Spiegelbild der Zeitgeschichte der zurückliegenden fünfzig Jahre. Entstanden unter provisorischen Bedingungen Mitte der fünfziger Jahre wuchs und veränderte sich die Schule baulich und in der Innenstruktur ständig. Reformen, Neu- und Umbauten und Modernisierungen prägten den Schulalltag über die Jahrzehnte.
Und auch viele Anekdoten aus den zurückliegenden 50 Jahren finden sich in der Chronik:
So erhielt die Schule in der Gründungsphase als Geschenk der Elternspende ein jugendliches Pferd des Worpsweder Künstlers Conrad. Das Kunstwerk zierte die mittlere Halle des Altbaus. Doch es wurde anscheinend von der Schülerschaft nicht gewürdigt und deshalb "ausgelagert". Denn heute steht das Pferd, nachdem es verschiedene Umwege getrabt ist, im Büro von Samtgemeindebürgermeister Manfred Rieken im Rathaus der Stadt.
Ein anderer interessanter Teil der Chronik berichtet von den 60er Jahren, die auch in Zeven wild waren. Im Schuljahr 1967/68 gab es höchst kontroverse Diskussionen in der Schule und in der Elternschaft, die zur Absetzung des Schulsprechers durch den Direktor führten. Auslöser war ein heftiger Konflikt gewesen, in dem es um mehr Mitbestimmung von der Schülerschaft beim Lerngeschehen auf der einen und die Bewahrung der Autorität und Fachkompetenz der Lehrer auf der anderen Seit gegangen war. In "fruchtbaren" Sitzungen zwischen Vertretern der Schülerschaft, der Eltern und des Kollegiums wurden die Streitfragen jedoch am Ende beigelegt und die Schülermitverwaltung übernahm wieder Aufgaben im Schulalltag wie die Aufsicht im Schulgebäude oder die Hilfe bei der Vorbereitung des Abiturballes.

Das jugendliche Pferd steht nun im Büro des Samtgemeindebürgermeisters. Foto: Archiv Gymnasium
Die Schülerzeitung "Die Wühlmaus" war als Nachfolgerin der Schülerzeitung "Das Fenster" lange ein fester Bestandteil des schulischen Lebens. Foto: zi

Das politische und zum Teil sehr kritische Engagement der Schülerschaft und des Kollegiums des St.-Viti-Gymnasiums wurde in den Folgejahren zum Beispiel auch bei Demonstrationen gegen die Nachrüstung (1983), den ersten Golfkrieg (1991) oder den Irak-Krieg (2003) deutlich. Der traditionelle "Dritte-Welt-Basar" (seit 1979) findet in der Chronik ebenso Berücksichtigung wie Aktivitäten, von denen hier nur Stichworte wie Schüleraustausch, Betriebspraktika, sportliche Leistungen, Schülerlotsen, Musikgruppen, Theater-AG oder die Schülerzeitung "Die Wühlmaus" erwähnt seien.
Deren Redakteure führten übrigens im Jahr 1995 das berühmte Interview mit dem damaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder, in dem er sich recht salopp über Lehrer äußerte: "Also Freunde - Freunde, ihr wisst doch ganz genau, was das für faule Säcke sind. Euch kann man doch nichts vormachen. Und trotzdem macht ihr mit den Lehrern zusammen Demos, von denen ihr ganz genau wisst, dass sie lieber Fünfe gerade sein lassen, was ihre Dienstleistungen angeht." (Zevener Zeitung vom 17. Juni 1995). Die öffentliche Reaktion war bundesweite Empörung und der Ministerpräsident war dann bemüht, den Schaden zu begrenzen. Trotzdem wird er auch als Bundeskanzler noch gerne mit seinem damaligen Zitat konfrontiert.



16.06.2005 ZZ

Aus Ruinen auferstanden: Diese Collage zeigt die bauliche Entwicklung des Gymnasiums. Foto: Gymnasium
Kartoffelflocken und Schüler
50 Jahre St.-Viti-Gymnasium: Die Geschichte

Zeven (zi). Wenn das St.-Viti-Gymnasium Anfang Juli mit einer Festwoche sein Jubiläum feiert, dann geschieht das in Räumlichkeiten mit zum Teil bewegter Vergangenheit. Das ist der zum Jubiläum erscheinenden Chronik der Schule zu entnehmen.

 

Der älteste Gebäudeteil stammt aus dem Jahre 1918, also der Zeit des Ersten Weltkrieges. Um die Nahrungsmittelknappheit zu mindern, wurde in diesem Jahr in Zeven eine Kartoffelflockenfabrik gebaut. Da aber der Krieg schon wenige Monate später verloren war, war dieses Gebäude ohne Nutzen. Als während der folgenden Inflationszeit dann auch noch Schwierigkeiten mit der Kartoffelanlieferung aufkamen, wurde das Unternehmen endgültig geschlossen.

Die Gebäude wurden in den 20er Jahren verkauft und eine Porzellanfabrik aufgebaut. Diese Fabrik beschäftigte rund 50 Mitarbeiter und stellte einige Jahre lang in Zeven auch Porzellan her.

Ende der 20er Jahre hatte der Betrieb jedoch mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und der Untergang der Firma wurde schließlich im Herbst 1927 durch ein Feuer im Gebäude unausweichlich. Das Haus Nr. 379, wie es damals genannt wurde, brannte vollkommen aus. Die Ruine lag einige Jahre brach und verfiel zunehmend.

1931 wurde im Deutschen Reich zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit der Freiwillige Arbeitsdienst gegründet, aus dem die Nationalsozialisten später den Reichsarbeitsdienst (RAD) machten. Der Rat der Stadt Zeven war an einem Lager des Arbeitsdienstes interessiert, wozu die Ruine der Porzellanfabrik umgebaut werden sollte. Deshalb verhandelte die Stadt seit 1932 mit dem Treuhänder der Firma, dem das Grundstück immer noch gehörte. Mitte 1933 konnte die Stadt Zeven dann das Anwesen mit Hilfe eines Kredites kaufen.

Das Haus wurde wieder aufgebaut und der anfallende Schutt zur Befestigung der Ernst-August-Straße verwendet. Schon einige Zeit später zog der RAD ein, der am Bau der Autobahn zwischen Bremen und Hamburg beteiligt war. Als die Engländer im April 1945 Zeven besetzten, wurde der RAD aufgelöst und die nationalsozialistischen Symbole am Gebäude wurden entfernt.

Das Gebäude beherbergte nacheinander "DPs" ("Displaced Persons"), Flüchtlingsfamilien, und eine Abteilung der "GCLO" ("German Civil Labour Organisation"). Und das teilweise zeitgleich. Da für eine besondere Pflege des Gebäudes jedoch kein Geld vorhanden war, verfiel das Haus Nr. 379 mehr und mehr.

Der "Jubiläumsbrunnen" auf dem neugestalteten Pausenhof ist schon fertiggestellt. Foto: zi

Nach dieser wechselvollen Geschichte wurde das Haus endlich zu dem, was es heute noch ist: Eine Schule. 1954 wurde der Plan einer Oberschule in Zeven vom Kultusminister genehmigt und schon wenig später begann der Umbau. 1955 zogen dann die ersten Schüler und das Lehrerkollegium ein, die sich aber in der Anfangszeit mit ihren zwei Klassen das Gelände noch mit weiteren Bewohnern teilen mussten.

Bis 1973 lag die Schulträgerschaft bei der Stadt Zeven und ging 1974 an den Landkreis Bremervörde über, der 1977 mit dem Landkreis Rotenburg zusammengelegt wurde. Gerade in den vergangenen Jahren wurde am und im heutigen St.-Viti-Gymnasium sehr viel investiert, gebaut und modernisiert. Die heutige Schule beherbergt zur Zeit fast 1000 Schüler und die Gestaltung des Pausenhofes wird bis zur Festwoche Anfang Juli sicherlich abgeschlossen sein.

 


14.06.2005 ZZ

Vorurteile überprüfen
Für 16 Schüler des Gymnasiums heißt es im September: Auf nach Polen

Hans-Joachim Jaap empfing die Gruppe im Rathaus. Alle erhielten eine Infomappe über Zeven.

Zeven (kvf). Das Nachbarland Polen ist vielen Schülern unbekannt. Ein Ziel des Austausches ist deshalb, die Nachbarn besser kennen zu lernen. Seit Sonntag sind 14 polnische Schüler mit drei Lehrerinnen in Zeven zu Gast. Stadt-Bürgermeister Hans-Joachim Jaap begrüßte die Jugendlichen mit ihren Partnern des St.-Viti-Gymnasiums im Rathaus.

Für die Zevener entstand die Beziehung nach Polen über Martina Bantje. Die Lehrerin des St.-Viti-Gymnasiums hat seit Jahren persönlichen Kontakt mit dem Nachbarland. Gemeinsam mit Lehrerin Ute Backhaus betreut sie den Schüleraustausch. Ziel und Zweck ist, dass die Schüler ihren Blick auch nach Osten richten und Klischees und Vorurteile überprüfen. Persönliche Erfahrungen und Beobachtungen sollen den Jugendlichen helfen, sich ein eigenes Bild von Polen zu machen.

Ein Geschenk: Eine Karte aus der Heimat der Austauschschüler. Fotos: kvf

Der Schüleraustausch mit dem Nachbarland findet zum zweiten Mal statt und ist nach Auffassung der Lehrerinnen eine gute Ergänzung zum Austausch mit Schweden. Im September fahren 16 Schülerinnen und Schüler aus Zeven ins polnische Lodygowice und Zywiec. Das Angebot ist für die zehnten Klassen gedacht, die Teilnahme ist freiwillig. Sprachkenntnisse in Polnisch bestehen auf Zevener Seite nicht. Aber die Gäste lernen Deutsch in der Schule. So wird sich auf Deutsch und Englisch unterhalten.
Die Polen sind Sonntag nach einer 16-stündigen Busreise in Zeven angekommen und in Gastfamilien untergebracht. Die Deutschen haben ein buntes Programm für ihren Besuch vorbereitet. Neben einer Stadtführung mit Besichtigung des Klosters und des Königin-Christinen-Hauses steht für heute ein Ausflug nach Dorum an. Auch ein Strand-Volleyballspiel in Cuxhaven ist geplant. Unterricht, eine Fahrt nach Bremen sowie ein Grillfest sind weitere Highlights, bevor es am Freitag zurück nach Polen geht.

 


04.06.2005 ZZ

50 Jahre Gymnasium:
Jubiläumskalender

Schülerarbeiten erweisen sich als Renner

Zeven (zi). Aus Anlass des Schuljubiläums hat das St.-Viti-Gymnasium einen Kalender für das Jahr 2006 auf den Markt gebracht, der sich nach Auskunft des Kunstlehrers Michael Reuter schon am ersten Verkaufstag „zu einem Renner" entwickelte. Erhältlich ist er in der Schule und über das Internet.

Seit der vergangenen Woche können Interessierte zum Preis von acht Euro den sehenswerten Abrisskalender mit Arbeiten aus den Klassenstufen 5 bis 13 erwerben. Erhältlich ist er beim Schulassistenten Gustav Behrens jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags in der 1. und 2. großen Pause im Besprechungszimmer neben dem Schulsekretariat des Gymnasiums. Die Schüler des Gymnasiums werden jedoch gebeten, sich direkt an ihre Kunsterzieher zu wenden.

Kunstlehrer Michael Reuter und Irmgard Broszeit vom Organisationsteam des Jubiläums präsentieren den Kalender 2006 des St.-Viti-Gymnasiums. Foto: zi

Wer als Ehemaliger oder Freund des Gymnasiums diesen, bei den Zevener Firmen MouseDesign und Zeller Druck hergestellten Kalender erwerben möchte, kann sich auch über das Internet unter www.st-viti.de sein Exemplar sichern. Die Auflage umfasst 750 Exemplare und nach Auskunft von Michael Reuter gab es bei der Auswahl der Bilder die Qual der Wahl. „Wir hatten Schwierigkeiten, uns zu beschränken, da sehr viele tolle Arbeiten vorlagen, die alle tauglich gewesen wären!" Die zwölf ausgewählten Bilder zeigen jetzt in verschiedenen Techniken wie Malerei, Zeichnung, Collage oder Radierung ein breites Spektrum vom Portrait über abstrakte Arbeiten bis zum Stillleben.
Im Kalender 2006 sind es die Arbeiten von Veronika Lemke, Lena Tippel, Klaus Fuchs, Jakup Bobrowski, Michael Oetjen, Birte Schröder, Jonas Holst, Janina Porst, Frithjof Kröger, Ann-Katrin Job, Jana Postels und Kerstin Eckhof, die die Kalenderbesitzer durch die Monate begleiten.
Aber auch andere Personen können als Besucher des Gymnasiums in den Genuss der Betrachtung kommen, denn einige der Arbeiten wurden auf Rahmen gezogen und dienen nun der Belebung und Verschönerung des Schulgebäudes.



04.06.2005 ZZ

Jubiläum: 50 Jahre
St.-Viti-Gymnasium

Karten für den Ball ab Anfang Juni erhältlich

Irmgard Broszeit vom Organisationsteam der Feierlichkeiten freut sich besonders auf den Ballbesuch vieler Ehemaliger des Gymnasiums. Foto: zi

Zeven (zi). Der große Ball des St.Viti-Gymnasiums zum 50-jährigen Jubiläum der Schule findet am Sonnabend, 9. Juli, ab 19.30 Uhr im Ballhaus Meyer in Zeven-Aspe statt. Für diese Veranstaltung sind ab Anfang Juni die Karten erhältlich.

Wie Irmgard Broszeit vom Organisationsteam der Feierlichkeiten gegenüber unserer Zeitung mitteilt, sind die Eintrittskarten für den Ball zum Vorverkaufspreis von neun Euro für Erwachsene und sieben Euro für Schüler (nur die Jahrgänge ab Klasse 10) in der Buchhandlung Lesezeichen und im Schreibwarengeschäft Mahnken erhältlich

Eine weitere Bezugsmöglichkeit ist der Schulassistent Gustav Behrens, der dienstags, mittwochs und donnerstags in der ersten und zweiten großen Pause im Besprechungszimmer neben dem Schulsekretariat des Gymnasiums den Vorverkauf vornimmt.
Geboten wird den Ballbesuchern neben Live-Musik von der Band „Sunset" auch eine Fotoausstellung zur Schulgeschichte. Alle Lehrer, Schüler, Eltern und Ehemaligen sollten schon jetzt Karten kaufen, bevor die Tickets vergriffen sind.
Für Wagemutige gibt es eventuell noch die Möglichkeit an der Abendkasse. Dann allerdings zu anderen Kartenpreisen (Erwachsene zehn Euro, Schüler acht Euro). Über die weiteren Angebote und Aktivitäten aus Anlass des Schuljubiläums in der Zeit vom 6. bis zum 9. Juli wird die Zevener Zeitung in lockerer Folge berichten

 


24.05.2005 ZZ

Aus Experiment wird ein riesiger Erfolg
"Viti meets Quab" begeistert von den Akteuren und ihrem Publikum aufgenommen

Zeven (zi). Zu einem Höhepunkt im Rahmen von "KulturLandKultur" wurde am Sonnabendabend eine ungewöhnliche kulturelle Veranstaltung: "Viti meets Quab".

In der völlig überfüllten Scheune der Tages- und Begegnungsstätte Quab belohnten die rund 120 Zuschauer aus allen Altersstufen die Akteure und ihre sehr guten Vorführungen mit frenetischem Beifall. Entstanden war die Idee für das Projekt aus dem allgemeinen Bedürfnis der Kooperationspartner nach Begegnung und der Freude am Experiment (wir berichteten ausführlich). Und nun boten die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums und Darsteller aus den Reihen des Quab am

Die Lesungen und Maskenspiele wurden mit Musik ergänzt.

Sonnabendabend ein überzeugendes und teilweise sehr eindringliches Programm zum Thema "Ausgrenzung und Berührung". Hierbei wechselte Maskenspiele und Lesungen mit Titeln wie "Zusammen ist man weniger allein" oder "Von grenzenloser Ausgrenzung und dem "Lob der Verschiedenheit". Schon das Wortspiel mit Masken zu Beginn des Abends machte das Thema der Veranstaltung deutlich: Schwarz gekleidete Masken-Darsteller, die jeweils Buchstaben in der Hand hielten, wollten eine weiße Maske und deren Buchstaben nicht in ihren Reihen dulden. Erst als sie merken, dass sie ohne sie keine vollständige Gruppe sind, die das lange Wort "Ausgrenzung", beziehungsweise "& Berührung" bilden kann, nahmen sie die weiße Maske in ihrer Reihe auf.Und das Experiment der Zusammenarbeit zwischen Quab und Theater-AG hatte durchgängig anspruchsvolle und sensibilisierende Beiträge.Untermalt wurde die rund 90 Minuten dauernde Premieren-Veranstaltung, die nach Ansicht der Besucher unter allen Umständen wiederholt werden sollte, von der Latin-Jazz-Combo des St.-Viti-Gymnasiums mit Stücken wie zum Beispiel "All the things you are", "Blue Bossa" oder "Black Orpheus". Das begeisterte Publikum bedankte sich nach Ende der Vorstellung bei den Akteuren mit lange anhaltendem Beifall, der sicherlich weit zu hören war.

Fotos: zi

 


19.05.2005 ZZ

Ausgrenzung und Berührung
„Viti meets Quab“: Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums in der Tagesstätte

Zeven (zi). Im Rahmen von „KulturLandKultur“ wird dem Publikum am Sonnabend, 21. Mai, ab 19 Uhr in der Tagesstätte Quab ein besonderer Abend geboten.

„Viti meets Quab“ nennen es die Veranstalter, denn es treffen sich zwei Menschengruppen, deren Kontakt nicht selbstverständlich ist.

Hier die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums, einer der wichtigen Kulturträger in Zeven seit vielen Jahren, dort das Quab, seit seinem Bestehen abends und am Wochenende gelegentlich Ort verschiedener ungewöhnlicher kultureller Veranstaltungen, tagsüber Stätte für Menschen, die nach einer psychischen Erkrankung den Weg zurück in das Alltagsleben finden möchten.

Gaby Reetz (links) und Ulrike Droste bei Planungen zu der Veranstaltung im Quab.

Nach Auskunft von Gaby Reetz, Leiterin der Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums, und Ulrike Droste, Mitarbeiterin des Quab, entstand die Idee für das Projekt aus dem allgemeinen Bedürfnis beider Seiten nach Begegnung und der Freude am Experiment. Und so laden die Beteiligten nun im Rahmen der Kulturtage zu einer szenischen Lesung von rund 90 Minuten in die Begegnungsstätte. Es geht um Ausgrenzung und Berührung.

Ausgrenzung – der psychisch erkrankte Mensch erfährt sie oft und vielfältig. Die Erkrankung löst nicht nur beim Betroffenen selbst, sondern auch bei anderen Menschen Angst aus. Und damit auch Abwehr. Durch diese Erfahrung sind viele Teilnehmer des Quab sensibilisiert auch für die Ausgrenzung anderer: Zum Beispiel von Ausländern. Und die Ausgrenzung lebt auch in der Gruppe selbst. Immer gibt es jemanden, der am unteren Ende der Hackordnung steht, dessen Verhaltensweisen vielleicht ungewöhnlich, befremdlich und deshalb lästig oder beängstigend sind.

Zu lernen, sich mit den persönlichen Eigenarten gegenseitig auszuhalten, ist Herausforderung und ein Akt der Berührung. Denn der Wunsch, zurück in den Alltag zu finden, kann sich nur realisieren in der Berührung auch mit Menschen außerhalb der Tagesstätte.

Die erst vor kurzer Zeit gegründete Latin-Jazz-Combo des St.-Viti-Gymnasiums wird die Veranstaltung musikalisch untermalen.

Die Latin-Jazz-Combo während einer Probe im Rahmen der Projekttage des St.-Viti-Gymnasiums. Fotos:zi

Die Formation um Sebastian Zafirakis entstand spontan während der Vorbereitungen zum 50-jährigen Jubiläum des St.-Viti-Gymnasiums. Mit Leidenschaft und Hingabe musizieren die jungen Mitglieder Latin-Jazz und Jazz sowie Swing zum Genuss der Zuhörer. Zum Repertoire gehören bereits jetzt Jazz-Klassiker wie „Cantaloupe Island“ oder Arrangements vom Leiter der Gruppe. Als Verstärkung für den Auftritt am 21. Mai wird die Schülerband von anderen Musikern unterstützt.

 


28.04.2005 ZZ

-IN KÜRZE

Verschoben: St.-Viti als Ganztagsschule
Zeven (tk). Reichlich Zeit lässt sich die Landesregierung mit dem Bescheid des Antrags des Landkreises auf Einrichtung einer Ganztagsschule in Zeven. Im vergangenen Jahr hatte der Schulträger beantragt, Ganztagsangebote am St.-Viti-Gymnasium zu schaffen.
„Wir haben aus Hannover noch nichts gehört", bestätigt Heinz Peimann, der zuständige Dezernent in der Rotenburger Kreisverwaltung auf Nachfrage unserer Zeitung. Er und auch Schulleiter Elmar Wagener hatten ursprünglich darauf gehofft, bis spätestens Ostern eine Entscheidung der Landesschulbehörde vorliegen zu haben.
Nachdem nun weitere vier Wochen verstrichen sind, steht fest, dass die angestrebte Umsetzung des Konzeptes bis zum Schuljahresbeginn 2005/06 nicht mehr zu schaffen sein wird.

 


27.04.2005 ZZ

Schwedische und deutsche Schüler vor dem Zevener Rathaus

Zeven auf dem Zehner suchen
Schwedische Austauschschüler feiern Partys und besuchen Hamburg

Zeven (ZZ). Im vergangenen September besuchte eine Schülergruppe des Zevener St.-Viti-Gymnasiums die Partnergemeinde Skara. Am vergangenen Freitag traf der schwedische Gegenbesuch in der Stadt am Walde ein.

Die schwedische Gäste kamen nach fünfzehn Stunden Zugfahrt - mit zweistündiger Unterbrechung in Kopenhagen - auf dem Rotenburger Bahnhof an, wo die Zevener Schüler die Skandinavier empfingen.

Nach der Begrüßung der Schüler wurden die größtenteils müden Jugendlichen bei ihren Gastfamilien untergebracht. Einige von ihnen begannen das Wochenende gleich mit dem Besuch einer „typisch deutschen Geburtstagsparty". Am Sonnabendnachmittag traf sich die gesamte Gruppe zum Beachvolleyball-Spielen im Heeslinger Stimmbeck. Zu später Stunde lernten die Schweden dann das Norddeutsche Nachtleben richtig kennen. Dies war für viele Gäste eine gänzlich neue Erfahrung - die ihnen zum Teil noch am Sonntagabend beim Grillen im „Großen Holz" anzusehen war.

Die schwedische Lehrerin Elisabeth Hörnlund sucht Zeven auf dem alten 10-Mark-Schein. Fotos: Internet-AG/jb

Am Montag begrüßte St.-Viti-Schulleiter Elmar Wagener die Austauschschüler, bevor sie Zeven während einer Stadtführung kennen lernten. Im Rathaus wurde die Gruppe vom Stadt-Bürgermeister Hans-Joachim Jaap empfangen und auf den Turm geführt, von wo aus der Blick über die Stadt genossen wurde. Ein Besuch des Kloster Museums und des Christinenhauses standen ebenfalls auf dem Programm. Nach der zweistündigen, informativen Führung beendeten Deutsche und Schweden den Vormittag in der Stadt und kehrten erst spät zurück ins St.-Viti-Gymnasium.

Sowohl Deutsche als auch Schweden blicken den noch verbleibenden Tagen freudig entgegen. Denn: Ein Besuch im Heidepark, ein Tag in Hamburg und viele weitere Aktivitäten in und um Zeven erwarten Gast und Gastgeber noch.




10.04.2005 SJ

Gymnasium wird zur „School of Rock“
Vier Bands begeistern das Publikum

Zeven (sh). Jede Menge rockige Klänge und ein musikbegeistertes Publikum füllten am vergangenen Freitagabend die Pausenhalle des St.-Viti-Gymnasiums.

Insgesamt vier Bands heizten der Menge mit Punk und Rock ordentlich ein. Dabei spielten die Gruppen sowohl bekannte Coverversionen aber auch eigene Songs. Fans von Nirvana („Rape me"), Greenday („Basket Case") oder den Red Hot Chili Peppers („Californication") kamen dabei voll auf ihre Kosten. Neben den vier Jungs von Risk of Addiction (unser Foto, vormals 'Johan likes Punkrock') mit Sänger Johannes Prüß, Bassist Jona Willenbrock, Schlagzeuger Simon Brunkhorst und Adrian Peters an der E-Gitarre, brachten außerdem KSK, Taktlos und Hard Spank das Publikum zum Pogen und Tanzen. Rund drei Stunden dauerte das Pausenhallenkonzert, bei dem die Besucher sichtlich ihren Spaß hatten und alle Beteiligten eine gute Stimmung auf und vor der Bühne verbreiteten.


„Risk of Addiction" sind aus „Johan likes Punkrock" hervorgegangen. Sie mögen Punk aber immer noch ... Fotos: Haß

Die Pausenhalle war bis auf die letzten Ränge gefüllt.




29.03.2005

Gymnasiasten sollen sich profilieren
Neuregelungen zur Oberstufe treten mit Beginn des nächsten Schuljahres in Kraft - Mathematik bis zum Abitur ein MUSS

Bei eingeschränkter Wahlfreiheit für die Oberstufenschüler ergibt sich womöglich eine einfachere Stundenplan-Gestaltung. Zudem "spart" Schulleiter Wagener Lehrerstunden in den Schwerpunktfächern. Foto: tk
Zeven (tk). Kultusminister Bernd Busemann will die niedersächsischen Gymnasiasten mehr fordern. Mit Beginn des nächsten Schuljahres tritt die Oberstufen-Reform in Kraft. Dann müssen die angehenden Abiturienten Schwerpunkte bilden. Mathematik, Deutsch und eine Fremdsprache sind Pflichtfächer.
Minister Busemann will die „Qualitätsschule" durchsetzen. Diesem Ziel stehen die bislang gegebenen Wahlmöglichkeiten in den Jahrgängen elf bis dreizehn entgegen, meint er. Er spricht von Beliebigkeit, an deren Stelle er Verbindlichkeit setzen will. Mit Beginn des neuen Schuljahres müssen sich die angehenden Abiturienten für einen Fächerschwerpunkt entscheiden.

Drei Schwerpunkte

Die Schüler des St.-Viti-Gymnasiums werden zwischen maximal drei Schwerpunkten wählen können. Sie dürfen sich für den sprachlichen, den naturwissenschaftlichen oder den gesellschaftswissenschaftlichen Bereich entscheiden. Unabhängig davon müssen sie die so genannten „Kernfächer" Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache bis zum Abitur belegen. Die Entscheidung für einen der drei möglichen Schwerpunkte bedingt zudem, welche Fächer als Haupt-, Ergänzungs- sowie Wahlfächer zu belegen sind und in welchem Fach außerhalb ihres Schwerpunktes sie sich der Abiturprüfung zu unterziehen haben.

Das Unterrichtsangebot einer Schule werde fortan nicht mehr von der Nachfrage der Schüler abhängen, meint Busemann.

Was im Zuge der Oberstufen-Reform auf die Zevener Gymnasiasten zukommt, erläutert der Direktor des St.-Viti-Gymnasiums Elmar Wagener. Die Schüler werden künftig eingeschränkte Wahlmöglichkeiten haben. Sie müssen je nach Schwerpunkt Leistungsblocks zusammenzustellen. Sie werden in fünf statt bislang vier Fächern eine Abiturprüfung abzulegen haben. Drei dieser fünf Fächer werden Leistungskursniveau erreichen. Die Schüler werden vier schriftliche Arbeiten zu schreiben und eine mündliche Prüfung zu absolvieren haben.

Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache sind Pflichtfächer, die jeweils vierstündig pro Woche unterrichtet werden. Wer einen sprachlichen Schwerpunkt bildet, der wählt eine weitere Fremdsprache, die pro Woche mit vier Stunden zu Buche schlägt. Darüber hinaus hat er ein Prüfungsfach aus einem anderen Schwerpunkt zu belegen. Auch dieses Fach wird wöchentlich vier Stunden unterrichtet.

Wer seine Stärken in der Naturwissenschaft liegen sieht, der wählt neben Mathematik ein weiteres Prüfungsfach aus diesem Bereich. Eine Prüfung muss auch hier in einem Fach abgelegt werden, das aus einem anderen Schwerpunkt kommt.

Wenn die Schwerpunktbereiche Sprachen und Naturwissenschaften abgedeckt sind, kann die Schule den Schwerpunkt Gesellschaftswissenschaften als dritte Option anbieten. Dieses Modell strebt das St.-Viti-Gymnasium an.

Neu ist darüber hinaus, dass unabhängig von den Schwerpunkten ein so genanntes „Seminarfach" eingeführt wird, in dem fächerübergreifend gearbeitet wird. Auch der Unterricht im Fach Politik ist zwingend für die Oberstufenschüler. Damit will der Kultusminister „sächsischen Verhältnissen" vorbeugen.

Die Umsetzung der Reform werde dazu führen, erläutert Schulleiter Wagener, dass der Oberstufen-Unterricht je nach Schwerpunkt weitgehend in stabilen Lerngruppen von jeweils etwa 20 Schülern erteilt wird. Es werden sich quasi Klassen bilden, deren Schüler zwischen 24 und 26 Stunden
wöchentlich gemeinsamen dem Unterricht folgen. Lediglich für sechs bis achten Stunden je Woche werden sie sich in wechselnder Zusammensetzung zu ihren Wahl-Kursen einfinden. Derzeit ist dieses so genannte „floaten" die Regel.

Stabile Lerngruppen

Der Unterricht in stabilen Lerngruppen werde zu einer besseren Nutzung der Lehrerressourcen führen, argumentiert Wagener. Da die Pflicht- und Prüfungsfächer mit jeweils vier Stunden pro Woche angesetzt sind, und die Leistungskurse derzeit mit fünf Stunden zu Buche schlagen, „müssten wir Lehrerstunden .sparen'", rechnet Wagener vor. Das ist vor allem für die Erteilung von Chemie-, Physik- oder Latein-Unterricht wichtig. Denn an Pädagogen mit entsprechender Fächerkombination herrsche Mangel im Land.

Im Juli soll die Planung für die Umsetzung der Oberstufen-Reform am St.-Viti-Gymnasium vorliegen. Dann wird das Konzept den Teilnehmern der Gesamtkonferenz vorgestellt. Hier fällt die Entscheidung. Wageners Ziel ist es, die Bildung der Schwerpunktbereiche nicht alljährlich wieder ändern zu müssen. Diesem Ziel folgt auch, eine den Schwerpunkten entsprechende Profilierung bereits in der Mittelstufe zu erreichen.

 


14.03.2005


Erdkundelehrer Oskar Grauman überreicht Christoph Gerken
die Sieger-Urkunde. Foto: Internet-AG/jb

Christoph Gerken ist Spitze in Geografie
Wettbewerb „National Geographie Wissen 2005"

Hatzte (ZZ). Seit Ende Januar misst sich an deutschen Schulen wieder der Nachwuchs der Geografie-Experten. Der 15-jährige Christoph Gerken ist der Schulsieger des St.-Viti-Gymnasiums im Wettbewerb „National Geographie Wissen 2005" und hat sich damit für den Landesentscheid qualifiziert.

Hält Schulsieger Christoph Gerken bis Ende April dem Vergleich mit den anderen Teilnehmern des Bundeslandes Stand und erringt den Landessieg, darf er sich auf eine Reise im Juni nach Berlin zum großen Bundesfinale freuen. 2004 beteiligten sich rund 200000 Jugendliche aus 1350 Schulen am bundesweit größten Schülerwettbewerb.
Edelgard Bulmahn, Bundesministerin für Bildung und Forschung, ist Schirmherrin von „National Geographie Wissen". „Solche Wettbewerbe sind wichtig, weil sie Jugendliche motivieren und Begabungen zum Vorschein bringen.
Die Geografie ist ein vielseitiges Fach - sie beinhaltet nicht nur die Vergangenheit und die Zukunft auf dieser Welt, sondern auch die Geschichte im Sinne der Menschen. Viele Orte haben sich in Jahrhunderten und Jahrtausenden verändert und neu formiert. .National Geographie Wissen 2005' verlangt daher von seinen Teilnehmern ein umfangreiches Wissen",
erklärt Bulmahn.
Neben der Hoffnung auf den Bundessieg und auf zahlreiche Preise von Dr. Tigges, Carodirect, G-Shock und E-Plus dürfte ein weiterer Faktor den Ehrgeiz der jungen Geografie-Spezialisten schüren: Drei der Erstplatzierten aus den Runden 2004 und 2005 werden an der „Internationalen Geografie-Olympiade" teilnehmen. Sie haben dann Mitte Juli die Chance zu beweisen, dass deutsche Schüler auch im internationalen Vergleich in Geografie spitze sind.
„Wir hoffen, dass das nächste deutsche Team an den erfolgreichen zweiten Platz auf internationaler Ebene von 2003 anknüpfen und vielleicht sogar die Goldmedaille gewinnen kann", so Klaus Liedtke, Chefredakteur von „National Geographie Deutschland", der damit das Ziel für den laufenden Wettbewerb absteckt. Und vielleicht ist dann ja Christoph Gerken aus Hatzte mit am Start.
„National Geographie Deutschland" führt den Wettbewerb gemeinsam mit dem Verband Deutscher Schulgeografen (VDSG) durch. Für die pädagogisch-didaktische Kompetenz sorgt der VDSG und entwickelt altersangemessene Wettbewerbsfragen. „National Geographie Deutschland" ist für die Organisation, die Öffentlichkeitsarbeit sowie den reibungslosen Ablauf des Finales verantwortlich.

 


11.03.2005

Wer ist das Opfer und wer ist der Täter?
Theater-AG begeistert Publikum mit Komödie

Bente Varlemann und Philipp Spreckels bei lustvollen Fesselspielen, die jedoch entgleisen.
Zeven (sd). Der Titel des Stücks, mit dem die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums Premiere feierte, lässt Schreckliches ahnen. Schließlich verbindet man mit „Terrorismus" die globale Gewaltausübung radikaler Gruppen.
Die Autoren, die Gebrüder Oleg und Wladimir Presnjakow, aber meinen und schildern eine ganz andere Form des rücksichtslosen Vorgehens, nämlich den Terrorismus im Netzwerk des alltäglichen Lebens. Das Stück „Terrorismus" ist eine überaus groteske Jetzt-Zeit-Story, die unter der Regie von Gaby Reet/ brillant inszeniert wurde. Die rabenschwarze Komödie wird heute und am morgigen Sonnabend erneut aufgeführt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr.
In ihrer neuen Inszenierung setzt die Theater-AG ganz eindeutig die Schwerpunkte im Bereich der Schauspielkunst. Bühnenbilder und -technik sind auf ein Mindestmaß beschränkt, doch das ist auch gut so, denn das Stück verlangt höchste Konzentration für die Dialoge der Schauspieler, die sich allesamt Bestnoten verdienten und bei der Premiere lautstark gefeiert wurden. Terrorismus ist ein Stück voller Gegensätze. Tragik und Humor, Opfer und Täter, Realität und Fiktion, wer ist wer und was ist oder sein könnte oder bereits war, liegt im Verborgenen und wird doch offenbart.
Erstes Mobbing-Opfer
Zunächst scheint es, als sei „Terrorismus" eine Aneinanderreihung kleinerer Episoden. Die imaginäre Kamera schwenkt zunächst auf einen Flughafenterminal und zeigt ein erstes Opfer, den ehrenwerten Mitarbeiter, der dem Mobbing in der Firma nicht mehr gewachsen war und daraus die Konsequenzen zieht. Er kündigt und wandert damit auf das soziale Abstellgleis.

Was ihm bleibt, ist ein leerer Koffer und die Bettelei. Dergleichen aber duldet die Gesellschaft nicht, und mit massiver Gewalt wird er von den Staatsdienern des Flughafens verwiesen.

Dass ausgerechnet die Ausübung der Staatsgewalt eine fatale Kettenreaktion auslösen soll, ahnen die Zuschauer noch nicht. Wieder schwenkt die Kamera und beschreibt die Szenerie der Angst vor dem großen Terrorismus, denn der besagte Koffer sorgt für das perfekte Chaos auf dem Flughafen, weil man in ihm eine Bombe vermutet. Ehe die Frage beantwortet wird, schwenkt die Kamera erneut und fokussiert auf den alltäglichen Terrorismus, der ein absurdes Potenzial menschlicher Abgründe offenbart.

Hanna Bergelt (rechts) und Julika Talke als Großmütter. Fotos: sd

Wer beim lustvollen Fesselspiel beim Sex am Nachmittag Opfer oder Täter ist, ist kaum zu beantworten, denn jeder rächt sich auf seine Weise für den seelischen Terror, und jeder nutzt dazu ein anderes Mittel der Gewalt, des Terrors. Am Ende der Szene sieht man eine gefesselte und gedemütigte Frau, einen Liebhaber, der sich wiederum an seiner Frau rächt.
Die fatale Kettenreaktion aber geht noch weiter. Der Anrufbeantworter könnte den heimkehrenden Ehemann ankündigen. Seine Dienstreise nahm ein jähes Ende, weil der Flughafen dicht ist. Man vermutet, man ahnt und nimmt ihn langsam auf, den roten Faden dieser skurrilen Geschichte, deren Episoden auf eigenwillige Weise miteinander verwoben sind.

Die Kameraleute Oleg und Wladimir Presnjakow zeigen dem Publikum weitere Szenen des privaten Terrorismus. Im ach so seriösen Büro, dessen Mitarbeiterinnen ständig gemobbt, unterdrückt und auf Leistung getrimmt werden, nimmt sich eine Kollegin das Leben.

Der Schein trügt

Die nächste Einstellung wirkt geradezu romantisch, doch der Schein trügt auch hier. Zwei betagte Damen und ein schaukelndes Enkelkind bilden die Szenerie, um den seelischen Terror in Familien zu beschreiben. Während die eine sich ihres Ehemannes schon
lange entledigt hat, schmiedet die andere eifrig Pläne, um ihren ungeliebten Schwiegersohn los zu werden. Wie schnell aus Opfern Täter werden können, schildert auch die Episode in der Kaserne, die später eskaliert und zu einer nächtlichen Suchaktion nach einem fiktiven Täter führt, an dem sich das vermeintliche Opfer rächen will.

Glücklicherweise wird der Täter, der Momente zuvor noch Opfer war, rechtzeitig gestoppt. Nach dem unblutigen Ende schwenkt auch die Kamera wieder zurück an den Ausgangspunkt. Im Blickfeld ist der Flughafen nach der Wiederöffnung.

Stewardessen bereiten sich auf den Abflug vor, im Flugzeug erwacht der biedere Ehemann aus einem bitterbösen Albtraum. Schweiß gebadet greift er zum Telefon. Der Anrufbeantworter springt an ... und das bitterböse Spiel, das die Zuschauer nur deshalb ertragen können, weil den einzelnen Szenen die Spitzen mittels Humor genommen werden, beginnt erneut oder auch nicht ...

 


02.03.2005

Niedertracht des Alltags heißt Terror
Theater-AG studiert Presnjakow-Stück ein

Julika Talke (links) und Hanna Bergelt spielen im Stück „Terrorismus" zwei alte Frauen, die planen ihre Familie unter die Erde zu bringen - oder bereits gebracht haben. Fotos: hö

Zeven (hö). Der Koffer lässt Schreckliches erahnen. Eine Bombendrohung auf einem Flughafen vielleicht - oder im Parkhaus einer Großstadt. Schon das Plakat zum Stück „Terrorismus", mit dem die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums am Dienstag, 8. März, Premiere feiert, macht Angst. Zu Recht: Handelt es doch vom Terror des Alltags.

„Ein bisschen Leichtsinn kann nicht schaden. Lass der Jugend ihre Freude", hallt es mit Hilfe des Verstärkers durch die Pausenhalle des St.-Viti-Gymnasiums. Das liebliche Gesäusel der Comedian Harmonists allerdings täuscht. Das Stück „Terrorismus" von Oleg und Wladimir Presnjakow hat zwar nicht das Weltübel zum Inhalt, sondern die vielen kleinen Fisimatenten des Alltags.
Und die können zuweilen ähnlich grausam sein, wie die schrecklichen Kriegs- und Terrorbilder, die täglich über die Fernsehschirme in die häuslichen Wohnzimmer gelangen. Gedanklicher Verrat, hat Max Frisch einmal gesagt, wiegt schwerer als körperliche Grausamkeiten. Gedankliche Morde geschehen zuhauf beim „Terrorismus" wie auch Mobbing und Erpressung.
Da sitzen etwa zwei gebrechliche Damen (ein eher unpassendes Wort in diesem Fall) auf einer Parkbank und sinnieren über den Sinn, Unsinn und auch Leichtsinn
des Lebens. Des Lebens anderer Menschen. Wie dem des Schwiegersohns der einen Frau, die gemeinsam mit ihrem Enkel unterwegs ist.
Die andere - scheinbar zerbrechlich mit Gehstock - hat sich ihres Übels längst erledigt: Ihrem Ehemann, den sie mit Gift unter die Erde gebracht hat. „Das ist Krieg", sagt die eine - ohne Grund, einfach so, aber bitter ernst. „Es wird Zeit von Präventivmaßnahmen zum Bodenangriff überzugehen! Wer sich als erster entschließt, der siegt!" Bei der anderen ist niemals Frieden gewesen.

Weniger zu tun als sonst: Jannis Wiegers (links) und Thees Vollmer kümmern sich um Licht und Ton und die wenigen Effekte.

Julika Talke und Hanna Bergelt, beide von der Theater-AG des Zevener St.-Viti-Gymnasiums, spielen ihre Rollen resolut. Beängstigend. So, als würden sie täglich mit gebrochenen Stimmen und Gehstock den Untergang erst der eigenen Familie und dann der restlichen Welt beschwören.
Zweite Probenszene: Im Gleichschritt marschiert eine Gruppe durch den Zuschauerraum. Das dumpfe Aufschlagen der Schuhe erinnert an militärische Aufmärsche - oder andere. „Wo sind ihre Papiere", wird später jemand im Zuschauerraum angebrüllt. „Keine dabei", brüllt der Mann in Uniformjacke weiter. „Heißt hier jemand Ali oder Mohammed? Keiner?" Das Gebrülle nimmt kein Ende.
Und das sind erst die Proben. Gaby Reetz, Viti-Lehrerin und Regisseurin des Stücks macht vor, wie es zu klingen hat, wenn Gewalt schon in der Stimme liegt. Ganz gelingt es ihr nicht. Die gespielte Szene ist für Männer gemacht.
Was aussieht wie einzelne Szenen, sind eigentlich einzelne Glieder einer Kette. „In jedem Bild", so Reetz, „gibt es ein Hinweis, der auf das nächste Bild verweist." Demnach ist am 8. März bei der Premiere eine Aneinanderkettung von Terror zu erwarten - an der sich 40 Schüler beteiligen. Auf und hinter der Bühne.


So wertvoll wie Abwaschwasser
St.-Viti-Theater-AG probt den Terror


Zeven (hö). Die Theaterdemokratie ist bei der Theater-AG des Zevener St.-Viti-Gymnasiums dafür zuständig, für welches Stück sich am Ende entschieden wird. „Wir haben wieder zahlreiche Texte gelesen", erklärt Regisseurin und Lehrerin Gaby Reetz, „und uns am Ende für das Stück 'Terrorismus' von Oleg und Wladimir Presnjakow entschieden."


Seit über 14 Tagen schon ist Dauerstress angesagt, bei den 40 Aktiven der AG. Da werden Bühnenbilder entworfen, Szenen geprobt, überlegt, wie Schweigepausen mit Gestik überwunden werden. Auch an die Technik werden Ansprüche gestellt, wenngleich weniger als bei den Inszenierungen der vergangenen Jahre, wie Thees Vollmer erklärt. „Diesmal gibt’s nur minimalistische Effekte", so Thees Vollmer, der sich bei der Aufführung am 8. März und danach gemeinsam mit Jannis Wiegers, Leon Zabel und Nils Przigoda um Licht und Ton kümmern wird.

Führt Regie und bringt Ideen mit: Gaby Reetz.

Am Dienstag, 8. März, ist Premiere des Stücks der beiden jungen Brüder aus Jekaterinburg im Ural. Nicht das erste Bühnenwerk der beiden Männer übrigens, die 1969 und '71 geboren wurden -aber eines, das gerade Furore macht. Nicht zuletzt der Sprache wegen: Alleine die Zitate knallen auf die Zuschauer ein, wie Kanonaden. Von Hirten im Folklorekleid ist die Rede, die Schrott klauen und nutzlos sind. Von weniger Wert sein, als das Wasserplätschern beim Abwaschen.
Wer die Premiere versäumt, hat noch drei Mal Gelegenheit, dem „Terrorismus" zu folgen: Am Mittwoch, Freitag und Sonnabend, 9., 11. und 12 März, jeweils ab 20 Uhr. Auch die Premiere beginnt um 20 Uhr. Gespielt wird im Forum des Gymnasiums.

 


02.03.2005

Wie geht es weiter mit Sittensens Gymnasium?
Heinz-Hermann Evers fordert Antworten

Sittensen (Ib). Bürgermeister Heinz-Hermann Evers schildert in einem Brief an den Schul-Dezernenten beim Landkreis Rotenburg Heinz Peimann das Problem der gymnasialen Außenstelle Sittensen. So liegen immer noch keine klaren Antworten auf Fragen, die die Zukunft der Schule betreffen, vor.

Der Bürgermeister schreibt, dass die Außenstelle des Zevener St.-Viti-Gymnasiums am Schulzentrum in Sittensen im Jahre 2004 zunächst lediglich mit einer fünften Klasse startete, die zudem ausschließlich Französischschüler besuchten.
Es fehle ein Lateinlehrer, um wenigstens mit je einer Französisch- und einer Lateinklasse im fünften Jahrgang zu beginnen. Evers erklärt, dass dieser Umstand von allen verantwortungsbewussten Kommunalpolitikern vor Ort und der Kreisverwaltung uneingeschränkt bedauert wurde. Die Situation bringe erhebliche Verunsicherungen für die betroffenen Schüler und Eltern, aber auch die Lehrer. Dabei seien sich zuvor alle Beteiligten einig gewesen, dass die gymnasiale Außenstelle in Sittensen einen sehr schwierigen Start hatte und gerade deshalb besonders „gepflegt" werden müsse, so der Bürgermeister.
Daher wurde im Rat der Samtgemeinde eine Resolution einstimmig verabschiedet, in der das Land Niedersachsen zum Einen auf die unbefriedigende Situation in Sittensen hingewiesen .wurde und zum Anderen aufgefordert wurde,
die Außenstelle personell so auszustatten, dass sie Bestand haben könne. Dazu gäbe es telefonische Anfragen seitens einzelner Ratsmitglieder, in denen der gymnasialen Außenstelle zugesichert wurde, dass sie vordringlich mit dem notwendigen Personal ausgestattet werden würde, schrieb Heinz-Hermann Evers.
Jetzt sei die Situation so, dass die Grundschulen den im Sommer abgehenden Schülern ihre Empfehlung für die weiterführenden Schulen aussprechen. Eltern stelle sich also die Frage, wohin sie ihr Kind schicken sollen, wenn es die Empfehlung für den Besuch des Gymnasiums erhält.
Als Bürgermeister der Gemeinde Sittensen werde er jetzt häufig gefragt, wie es denn mit dem Gymnasium Sittensen weiter gehe, und ob die Schüler der jetzigen fünften Klasse auch die sechste Klasse in Sittensen besuchen könnten. Außerdem, ob es, wie versprochen, eine nächste fünfte Klasse geben werde.
Diese Fragen möchte der Bürgermeister an den Landkreis, beziehungsweise an Heinz Peimann richten. Er bedankt sich bei diesem für dessen persönlichen Einsatz für das Sittenser Gymnasium im Namen der betroffenen Eltern und Kinder.
Der Ratsvorsitzende hofft, dass an den zuständigen Stellen nochmals nachgehakt wird, um der Angelegenheit den nötigen Nachdruck zu verleihen. Er wartet nun auf Rückmeldung und würde sich freuen, den Eltern bald sichere Antworten geben zu können.



01.03.2005


Die Lehrer-Bigband Niedersachsen - unter der Leitung von Professor Bernhard Mergner - hat es bewiesen: Pädagogen können selbst so manche Theorie in klangvolle Praxis umsetzen. Fotos: mey

Mit Pauke(r) und Trompeten
Lehrer-Bigband Niedersachsen bringt St.-Viti-Gymnasium zum Klingen - Konzert mit Schüler-Bigband und Erster Bläserklasse

Zeven (mey). Zwei Stunden Jazz hautnah. Mehr als 200 Besucher ließen sich am Sonntag im Foyer des Zevener St.-Viti-Gymnasiums einen klangvollen Spätnachmittag nicht entgehen. Die Lehrer-Bigband Niedersachsen war zu Gast und brachte gemeinsam mit den großen Schülerensembles die Instrumente zum „Glühen".

„Als hätten wir hier sonst nicht schon genug Lehrer", lachte eine junge Schülerin im Spaß, schnippte rhythmisch mit den Fingern und wippte im Takt. Sichtlich begeistert vom musikalischen Bühnengeschehen genoss sie mit zweihundert weiteren Gästen nicht nur klangliche Leckerbissen der Lehrer-Bigband Niedersachsen, die dank Einladung des mitspielenden St.-Viti-Musiklehrers Friedemann Michalek zu Gast war. Das Rahmenprogramm gestalteten die schuleigene Bigband und die Erste Bläserklasse nicht minder attraktiv.

200 Besucher verfolgten das Jazz-Konzert im St.-Viti-Gymnasium

Vor rund drei Jahren beschloss ein Schar von Musiklehrern, die sich wiederholt auf Fortbildungen für Bigband-Leiter, ausgerichtet vom Landesmusikrat Niedersachsen, trafen, nicht mehr länger nurzu leiten, sondern gemeinsam ein eigenes Ensemble zu gründen. Zweimal jährlich kommen die Pädagogen nun an der Schule eines ihrer Mitglieder zusammen, musizieren mit viel Spaß das gesamte Wochenende, das traditionell mit einem Konzert der Lehrer-Bigband zu Ende geht.

In Professor Bernhard Mergner fanden die „Musikpauker" zudem nicht nur einen exzellenten Bandleader - aus fachlicher Sicht - sondern offensichtlich auch einen Mann mit musikalischer Leidenschaft, Charme, Witz und jeder Menge Temperament. Der gebürtige Franke und jetzige Wahl-Oldenburger ist Professor an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Weimar, Dozent der Universität Oldenburg, und künstlerischer Leiter des Jugendjazzorchesters Niedersachsen „Wind Machine" sowie nicht zuletzt Komponist und Dirigent.

Gemeinsam mit Professor Mergner, der ebenso wie auch das gesamte rein pädagogische Ensemble am Auftritt sichtlichen Spaß hatte (Mergner sprang gar zum Ende eines afrikanischen Beitrags beschwingt in die Luft), präsentierte die Lehrer-Bigband Niedersachsen ein abwechslungsreiches Jazz-Programm. Zahlreiche spannende Tempowechsel und gefeierte solistische Einlagen inklusive. Mit „Smooth" ließen sie ihr Publikum die „sanfte Gewalt des Rhythmus" spüren", luden ein zum „Flight To The Moon" und zum „Dancin" In The Rain", und erweckten den Sommer mit „African Market". „Haben Sie das Kabel glühen sehen?", zwinkerte Mergner in die Menge.

Seit Beginn des laufenden Schuljahres das neue klangvolle Herzstück des St.-Viti-Gymnasiums: Die Erste Bläserklasse.

Doch was wäre der Auftritt der Lehrer-Bigband ohne die stimmungsvolle Einstimmung durch die schuleigenen Musikkünstler gewesen. Sowohl die Bigband als auch die Erste Bläserklasse des St.-Viti-Gymnasiums sind noch junge Ensembles, doch sorgten sie mit swingenden Leistungen für eine Begeisterung wie „alte Hasen". Die vor anderthalb Jahren aus der Taufe gehobene Bigband erledigten den musikalischen Auftakt des Abends mit Bravour. Auf „Jammin' The Blues" folgte die Frage „Can You Feel The Love To-night", und natürlich gelang ihr auch die „Mission Impossible".

Frisch auf der Bühne

Die Erste Bläserklasse ist als solche sogar noch frischer auf der Bühne dabei. Seit Beginn des laufenden Schuljahres arbeitet sie sichtlich erfolgreich an ihrem Musik- und Showtalent. Denn; Sogar choreografisch hatten sie Überraschungen parat. So präsentierten sie glaubhaft ihre „Ode an die Freude", ließen alle teilhaben an „When The Saints Go Marching In" und berichteten von einem guten alten Bekannten mit jedoch neuem Hobby: „Old McDonald Had A Band."

 


27.02.2005


„Terrorismus" im St.-Viti-Gymnasium

Zeven (dh). Kein Grund zur Panik! ... Oder etwa doch? Mit dem Stück „Terrorismus" betritt die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums in Zeven ab Dienstag, 8. März, einmal mehr ungewohntes Terrain.

„Terrorismus" ist ein Episodenstück, das die Brüder Oleg und Wladimir Presnjakow 2001 erstmals auf die Bühne gebracht haben. Der Begriff Terrorismus ist in aller Munde, doch was heißt das überhaupt? Das eigentliche Ziel des Attentats ist nicht mehr der Tod seiner Opfer, sondern vielmehr das Auge des Betrachters der Nachricht vom Attentat. Vor dieser Bedrohung, die immer auch ein Angriff auf das Sicherheitsgefühl des Betrachters ist, kann niemand mehr fliehen. Eben, Terrorismus ist überall. So handeln alle Episoden des Theaterstücks von Gewalt, von Terror und von Demütigung. Alltägliche Geschichten stehen hier nebeneinander, die erst gegen Ende in einen Zusammenhang gebracht werden. Nach der Premiere am Dienstag, 8. März,
geht es mit den Aufführungen am Mittwoch, 9. Freitag, 11. und am Sonnabend, 12. März weiter. Immer um 20 Uhr in der Pausenhalle. Foto: Privat



22.02.2005




Drei Bands aus verschiedenen Generationen an einem Abend auf der Bühne

Zeven (ZZ). Anlässlich des Jazzkonzerts am Sonntag, den 27. Februar ab 17 Uhr im Zevener St.-Viti-Gymnasium ging die Schüler-Bigband des Gymnasiums (unser Foto) zwei Tage in die Jugendherberge Worpswede in Klausur und probte intensiv für den Auftritt. Als gastgebendes Ensemble wird sie ebenso wie die Erste Bläserklasse des St.-Viti-Gymnasiums im Vorprogramm des Konzertes auftreten, um anschließend die Bühne für die Niedersächsische Lehrerbigband freizumachen. Drei Bands aus drei Generationen an einem Abend: Den Musikfreund erwartet ein Querschnitt durch alle Stilrichtungen und Stilepochen des Jazz. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Foto: privat (Internet-AG;jb)



21.02.2005



Aufmerksam verfolgten die Eltern die Dikussion zum gymnasialen Zweig. Foto: Schnepel

Außenstelle auf alle Fälle unterstützen
Gymnasiales Angebot in Sittensen auf Dauer nur möglich bei Akzeptanz
Von Joachim Schnepel

Sittensen. Viele Fragen zur Zukunft der gymnasialen Außenstelle des St. Viti-Gymnasiums in Sittensen hatten die im Gasthaus Zur Alten Schmiede versammelten Eltern an die Politiker des SPD-Ortsvereins. Nicht alle wurden ihnen beantwortet.

Die Mutter eines Fünftklässlers berichtete zunächst ausführlich von den bisherigen Erfahrungen. Steffi Kempf sagte, das gymnasiale Angebot sei ausschlaggebend für ihren Umzug nach Sittensen gewesen. Von den negativen Bemerkungen über die Außenstelle ließ sich Steffi Kempf, die sich auch im Elternbeirat engagiert, nicht abschrecken: „Wer es nicht ausprobiert, kann auch hinterher nicht darüber sprechen“, so die junge Mutter.

Die Kinder, welche in der Außenstelle beschult werden, seien zu 98 Prozent hier sehr glücklich, berichtete sie weiter. Es gäbe wenig Stundenausfall, hob sie hervor, und es herrsche eine sehr konstruktive, kommunikative Atmosphäre. „25 Franzosen stehen sechs Lateiner gegenüber“, berichtete Steffi Kempf. „Das läuft supergut. Es klappt. Wir können es nur unterstützen“.

Die ab der siebten Klasse angestrebte Profilierung nach naturwissenschaftlichen und musischen Schwerpunkten könne allerdings in Sittensen nicht durchgeführt werden. In diesem Falle müssten die Kinder ab der siebten Klasse nach Zeven wechseln. Dieses Schicksal in den oftmals überfüllten Schulbussen könne man zumindest den Kleinsten ersparen, wenn man sie in Sittensen beschulen lasse. Zudem würden die Schulbusse nach Zeven auch noch „an jeder Milchkanne“ halten, so Steffi Kempf.

Auf eine entsprechende Frage aus dem Publikum sagte Steffi Kempf, die Fahrten der Lehrer von Zeven nach Sittensen stellten kein Problem dar. Es gäbe wenig Stundenausfall in Sittensen, mehr schon am St. Viti-Gymnasium in Zeven. Auch die Zevener Gymnasiasten hätten weder AGs noch sonstige Vorteile gegenüber den Sittensern. „Sie tauschen sogar die Aufgaben untereinander aus“, berichtete Steffi Kempf. Sie wies ferner darauf hin, dass die Sittenser ihren Freundeskreis hier vor Ort hätten und auch behalten könnten. „Es sind schließlich noch Kinder, elf, zwölf Jahre alt, die nachmittags nach den Hausaufgaben auch nochmal rausgehen und spielen möchten“, so Steffi Kempf.

Ein Vater sah das genauso: „Wem wir Eltern die gymnasiale Außenstelle in Sittensen nicht unterstützen, wird diese nicht überleben und weiter existieren können“, unterstrich er. Eine Gesamtschule, wie von den Sozialdemokraten favorisiert, hätte noch mehr Probleme gegeben, wurde aus der Versammlung vermutet. Die Eltern sollten nach Meinung der Anwesenden jetzt „in die Pflicht genommen werden“. Schließlich hätten sich bei der Elternumfrage zum gymnasialen Zweig 84 Prozent dafür ausgesprochen. „Wir haben die einmalige Möglichkeit, hier ein Gymnasium langfristig und auf Dauer zu bekommen. Diese Chance sollten wir nicht verschenken“, hieß es unisono bei der Versammlung. Es gäbe die leichte Tendenz, alles schlecht zu reden.

Lydia Wilkens aus Groß Meckelsen stellte eine Anfrage an Klaus Huhn. Nach ihrer Kenntnis sei in Klein Meckelsen nur nach der Schulform gefragt worden, nicht nach der Schule, so Lydia Wilkens. Er habe im Schulsekretariat angerufen, da seien ihm die Zahlen genannt worden, erklärte Huhn. Bernd Wölbern wies darauf hin, dass die unterste Grenze für die Einrichtung einer Gymnasialklasse bei 18 Schülern liege.

 


18.02.2005


Zevener Gymnasiasten lernten in Österreich das Skifahren. Foto: ZZ

St.Viti-Gymnasium veranstaltet Ski-Kurse
Tradition mit 27 Schülerinnen und Schülern im Zillertal fortgesetzt

Zeven (ZZ). 1988 wurde am Zevener St.-Viti-Gymnasium zum ersten Mal ein Sportkurs „Ski alpin" für den 12. Jahrgang angeboten und in den Alpen durchgeführt. Seitdem fand der Kurs ohne Unterbrechung statt - auch 2005.

Die Beliebtheit des Kurses wird jedes Jahr mit der hohen Teilnehmerzahl dokumentiert. Zu Beginn des Schuljahres machen die Schüler Konditionstraining, um sich körperlich auf den Kurs vorzubereiten. Aber auch Themen wie FIS-Regeln zum Verhalten auf der Piste, Schnee- und Lawinenkunde sowie Erste-Hilfe werden behandelt.

27 Schülerinnen und Schüler machten sich jetzt unter der Leitung von Frau Broszeit, Frau Klupsch und dem Kursleiter Reinhard Aufdemkamp per Bus auf ins Zillertal. Nach langer Nachtfahrt kamen die Gymnasiasten zwar müde, aber wohlbehalten in Fügen an. Ein ortsansässiger Skiverleiher rüstete die Kursteilnehmer mit Skiern und Schuhen aus, sodass es auf die Piste in der Hochziller-Tal-Arena gehen konnte.

Da der Großteil der Teilnehmer aus Anfängern bestand, machten sie doch sehr individuelle Erfahrungen mit der Skitechnik, wobei die Pisten nicht nur mit den

Skiern durchpflügt worden sind. In den darauffolgenden fünf Tagen gelang es den drei Skikurs-Leitern, den Schülern das Skilaufen beizubringen und sie auch in die Carving-Technik einzuführen.
Große Unterstützung boten dabei Kurz-Ski, so genannte Snowblades, die dem Gymnasium auf Grund einer großzügigen Spende der Zevener Volksbank und des St.-Viti-Fördervereins seit diesem Jahr zur Verfügung stehen.
Die Angst vor steileren Abfahrten wird reduziert und die Hinführung zum Carven erleichtert.
Die sechs Skitage mit strahlendem Sonnenschein bis hin zu Schneetreiben vergingen wie im Flug, ebenso die Apres-Ski-Abende. Nach langer Heimreise waren sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig, dass der Skikurs am St.-Viti eine tolle Veranstaltung ist und auch weiterhin durchgeführt werden sollte.

 


17.02.2005


Die Schülerinnen und Schüler der Theater-Arbeitsgruppe des Zevener St.-Viti-Gymnasiums unter der Leitung von Gaby Reetz (links) sind auch in diesem Jahr mit viel Eifer bei der Sache. Foto: Privat

Der Alltag selbst wird zur Zündschnur

Öffentliche Theater-Probe am Samstag ab 11 Uhr im St.-Viti-Gymnasium

Zeven (ak). Die Theater-Arbeitsgemeinschaft des St.-Viti-Gymnasiums spielt in diesem Jahr das Stück „Terrorismus" nach einer Vorlage von Wladimir und Oleg Presnjakow, zwei neue Shooting-Stars der europäischen Theaterszene. Seit September wird geprobt. Im März soll das Stück über die Bühne gehen.

Die Welt wird seit dem 11. September 2001 beherrscht von der schier allgegenwärtigen Angst vor dem Terror. Die Menschen denken dabei an das Netzwerk AI Kaida, Afghanistan, Irak und sieht die Ursachen für Bedrohung in fernen Kulturen.
Oder gibt es noch andere Formen von Terror - vielleicht gar nicht so weit weg von den eigenen Haustüren? Kann die Bombe nicht überall hochgehen? Lauert die Gefahr nicht schon unter uns?
Ist sie nicht längst Bestandteil des täglichen Lebens, ob im Schlafzimmer, im Büro oder in der Kaserne?

Terroristisches Netzwerk

„Terrorismus" ist eine groteskironische Jetzt-Zeit-Komödie, in der der Alltag selbst zur schwelenden Zündschnur wird und den Zuschauerinnen und Zuschauern das Lachen bisweilen im Hals stecken bleibt. Neben der Gefahr, die von der afghanischen Bergwelt ausgeht, gibt es offenbar ein weiteres weltweites terroristisches Netzwerk: Die Alltagswelt mit ihrem absurden Potenzial menschlicher Abgründe.
Die Schülerinnen und Schüler der Theater-Arbeitsgemeinschaft des Zevener Gymnasiums haben das Stück mit seiner scheinbar losen Bilderfolge zur Grundlage ihrer Bearbeitung gemacht und einige Szenen selbst entwickelt. Wie sich die Geschichte genau entfaltet, wo die Grenze zwischen politischem und alltäglichem Terrorismus verläuft und was sich die Schülerinnen und Schüler mit ihrer Leiterin Gaby Reetz in diesem Jahr weiterhin haben einfallen lassen, wird am 8. und 9. sowie am 11. und 12. März jeweils um 20 Uhr in der Pausenhalle des St.-Viti-Gymnasiums zu sehen sein.

Vorgeschmack bei der Probe

Wer sich vorher schon einmal mit dem noch unfertigen Stück auseinandersetzen oder die Gruppe bei der Arbeit sehen will, der kann die öffentliche Probe am kommenden Sonnabend, 19. Februar, besuchen. Sie findet ab 11 Uhr ebenfalls in der Pausenhalle statt.

 


17.02.2005



Setzen "Sign"-Bausteine am St.-Viti-Gymnasium zusammen: Claudia de Valle und Elmar Wagener.

"Sign": St.-Viti-Lehrer setzen Zeichen
Agentur Prevent führt Fortbildung mit 14 Lehrkräften der Klassen 5 bis 7 zum Thema „Soziales Lernen“ durch

Zeven (tk). Die Klassenlehrer der Jahrgänge 5, 6 und 7 des St.-Viti-Gymnasiums haben sich am vergangenen Dienstag zum Thema „Soziales Lernen“ ganztägig fortbilden lassen. Das Seminar fand im Rahmen des „Sign“-Projektes statt und wurde von der Agentur Prevent durchgeführt.

Auch wenn manche Eltern die Wichtigkeit einer ganzheitlichen Sucht- und Gewalt-Prävention noch nicht erkannt haben und sich beschweren, dass Unterrichtsstunden ausfallen, wenn sich Lehrkräfte dem Thema nähern, den Schülern werde das am Dienstag im Gymnasium durchgeführte Seminar sicher zugute kommen. Darin sind sich Agentur-Chefin Claudia del Valle und Schulleiter Elmar Wagener einig.
Denn die Agentur Prevent hat sich im Rahmen des „Sign“-Projekts während des laufenden Schuljahres die Klassenlehrer der Jahrgänge 5, 6 und 7 vorgenommen. Anlässlich eines Pressegesprächs mit dem Direktor des Zevener Gymnasiums und der Geschäftsführerin der Agentur wies Claudia del Valle darauf hin, dass gerade eine Fortbildung zum Thema „Soziales Lernen“ für Lehrer und Schüler der Klassen 5 bis 7 norme Bedeutung hat. Nach Auflösung der Orientierungsstufe sind die Schüler dieser drei Jahrgänge allesamt frisch an das Gymnasium gewechselt. Auch im Kollegium gab es etliche Neulinge.

Vor diesem Hintergrund sei ein Sozial-Training für Lehrer wichtig, sagt del Valle. Ziele der Fortbildung sind, die Lehrer von ihrem Einzelkämpfer-Dasein zu befreien und sie zu einem Team zu formen. Zudem lernen die Lehrkräfte, Soziales Lernen als festen Baustein in ihren Unterricht einzubauen. Damit wiederum helfen sie, die Klassengemeinschaft zu fördern. Sie unterstützen Mädchen und Jungen dabei, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden, die eigenen Gefühle und Wünsche zu äußern sowie Konflikte konstruktiv zu lösen. Ziel ist, dass Lehrer und Schüler gemeinsam Wege für einen respektvollen Umgang untereinander entwickeln.

Dass Eltern diese Entwicklung unterstützend begleiten, hält Claudia del Valle für wünschenswert, denn deren Kinder werden teamfähig sein müssen, wenn sie im Berufsleben reüssieren wollen.
Die Fortbildung, wie sie am Dienstag am St.-Viti-Gymnasium durchgeführt wurde, wird auch für jeweils geschlossene Gruppen an anderen Schulen angeboten werden. Damit soll der kontinuierliche Aufbau des „Sign-“Projekts von unten entwickelt werden.

Auch die Schüler werden direkt in das Projekt eingebunden, indem sie zu ausgewählten Themen gemeinsam arbeiten.

Schulleiter Wagener unterstützt den „Sign“-Prozess ausdrücklich – zumal der Kultusminister und der Landrat ihn in seinem Tun bestärken. Die Lehrer-Fortbildung öffne den Blick für Themen, die mit der Erteilung des Fachunterrichts nicht unmittelbar zu tun haben. Sowohl die Sensibilisierung für das Verhalten jedes einzelnen Schülers als auch das Vermitteln von Fachwissen gehören seiner Ansicht nach zum Unterricht. Die zunehmende Bedeutung von Sozialtraining sei einer geänderten Familiensituation und einer veränderten Sozialstruktur der Klassenverbände geschuldet, meint der Direktor.

Abschließend kündigt Claudia del Valle an, dass bereits im Mai ein erstes Netzwerk-Forum im Zevener Rathaus stattfinden wird. Rund 80 Beteiligte werden sich fortbilden zu den Themen „Konfliktmanagement“, „Sucht“ und „Gewaltfreie Kommunikation“.

 


15.02.2005

Nicht nur lernen und lehren, sondern auch selbst spielen: Die Lehrer-Bigband Niedersachsen. Foto: privat

Der Funk der Musikpauker
Niedersächsische Lehrerbigband spielt im Zevener St.-Viti-Gymnasium

Zeven (ZZ/hö). Die Fachschaft Musik des Zevener St.-Viti-Gymnasiums lädt für Sonntag, 27. Februar, ab 17 Uhr zu einem ganz besonderen Konzert ein. Die Lehrerbigband wird an diesem Tag im Foyer der Schule spielen.

Die Lehrerbigband Niedersachsen - eine fast ausschließlich aus Musiklehrern bestehende klassisch besetzte Jazzformation -wird Bigband-Jazz mit Swing aus den 30er und 40er Jahren. Funk-Arrangements sowie aktuelle und moderne Stücke präsentieren.
Hervorgegangen ist die Lehrerbigband Niedersachsen vor drei Jahren aus einer Schar von Musikpädagogen, die sich wiederholt bei Fortbildungen für Big-Band-Leiter getroffen hatten und den Wunsch hegten, nicht immer nur zu lernen, sondern auch selbst den Spaß des gemeinsamen Musizierens zu erleben. Als Leiter konnten sie den renommierten Jazztrompeter und Hochschullehrer für Jazz, Professor Bernhard Mergner, gewinnen. Zweimal im Jahr treffen sich die „Musikpauker" in der Schule einer ihrer Bandmitglieder, um für zwei Tage intensiv zu proben und die Arbeitsphase mit einem Konzert abzuschließen. Auf diese Weise bereisen Sie nach und nach ganz Niedersachsen und lernen die Schulen ihrer Kollegen kennen. Diesmal hat Musiklehrer Friedemann Michalek vom St.-Viti-Gymnasium seine Kollegen zum Workshop nach Zeven eingeladen.
Das Vorprogramm des Konzertes werden die Erste Bläserklasse des St.-Viti-Gymnasiums und die St.-Viti-Bigband gestalten. Beide Gruppen werden sich extra in Intensivprobenphasen - die Bläserklasse innerhalb einer Projektwoche, die Big Band im Rahmen einer Musikfreizeit in Worpswede - auf dieses Konzert vorbereiten. Der Eintritt ist frei.

 


14.02.2005

Neben der Aufführung eines Musicals wird sich auch die „Latin-Jazz-Combo“ des Zevener Gymnasiums am Fest beteiligen. Foto: Zschiesche
Historie der Hexenverbrennung
50 Jahre St.-Viti-Gymnasium – Große Feier im Juli – Reise durch die Zeit, Schulchronik und „chemische Zaubereien“

Zeven. (zi) Zeven. Die Projekttage des St.-Viti-Gymnasiums stehen ganz im Zeichen der Jubiläumsfeierlichkeiten „50 Jahre St.-Viti-Gymnasium“ Anfang Juli. Denn schon jetzt wird hierfür fleißig geübt, gebastelt, gemalt und vorbereitet. Und – was dort vorbereitet wird – macht neugierig auf die geplanten Veranstaltungen.

So finden sich auf der Liste der koordinierenden Lehrerin Irmgard Broszeit Projekte wie etwa „Reisen durch die Zeit“, „Schulchronik anhand der Berichte in der Zevener Zeitung“, „Sketchzirkus“, „Das waren die 50er Jahre“, „Schule früher und heute“, „Modenschau mit Mode der letzten 50 Jahre“, „Chemische Zaubereien“ oder Vorhaben wie „Kleinkindkrabbelgruppe und lustige Olympiade“.
Es wird auch musiziert und Theater gespielt. So übte die „Latin-Jazz-Combo“ auf der Bühne gerade gekonnt das Stück „Mombasa“, während in der Turnhalle die Klasse 9L1 für das „St.-Viti-Musical“ probte. Im Außenbereich, wo im Juli das Projekt „Leben im Mittelalter“ des Leistungskurses Geschichte eine „Hexenverbrennung“ demonstrieren will, waren Schüler des 13. Jahrgangs unter Anleitung ihres Lehrers Wolfgang Glatz beim Bau von Bänken.
Wer weitere Informationen über die Projekttage und die geplanten Feierlichkeiten erhalten möchte, für den empfiehlt sich ein Blick auf die Internetseite (www.st-viti.de) der Schule. Freihalten sollten sich Interessierte auf jeden Fall Mittwoch bis Sonnabend, 6. bis 9. Juli. Denn: Nach dem offiziellen Festakt in der Schule am Mittwoch, 6. Juli, finden einen Tag darauf am Donnerstag, 7. Juli, vielfältige sportliche Aktivitäten statt.
Neben einem großen Sportfest auf der Sportanlage an der Kanalstraße ist unter anderem auch ein Sponsorenlauf im Stadtpark in Vorbereitung. Für den 8. Juli sind dann alle Interessierten zum großen Schulfest und der Präsentation der Projektergebnisse im St.-Viti-Gymnasium eingeladen.
Am Vormittag des 9. Juli stellt sich die Schule dann mit Musik, Theater, Tanz, Sport und ausgewählten Fachbereichen auf einer Bühne in der Innenstadt und in der Halle der Sparkasse dar. Für Sonnabend wird zum großen Festball ins Zevener Ballhaus Meyer eingeladen – die vermutlich bis zum frühen Morgen dauern wird.

 


12.02.2005

Zevener Schulen beteiligen sich am Präventionsprojekt "Sign"

Zeven (hö). Seit Donnerstag ist es amtlich: Sowohl die Zevener Schulen als auch die Beeke-Schule in Scheeßel werden sich künftig am Präventionsprojekt „Sign" beteiligen. Am Donnerstag unter zeichneten Claudia del Valle, Geschäftsleitung der Prevent Agentur, die das Netzwerk koordiniert, und der Erste Samtgemeinderat Johann Klintworth die Kooperationsverträge im Zevener Rathaus.
In ganz Niedersachsen beschäftigen sich bereits rund 50000 Schüler mit dem Projekt. Einen ausführlichen Artikel über das „Sign"-Projekt lesen Sie auf der folgenden Seite. Foto: hö

 

Nach der Unterzeichnung des Implementierunsvertrags sind Johann Klintworth, Ralf-Jürgen Müller, Claudia del Valle, Birgit Martens, Johann Wichern und Katharina Mietz (von links) gleich an die Arbeit gegangen. In einer ersten Sitzung, bei der rund 50 interessiere zugegen waren, wurden Arbeitskreise gebildet, die sich künftig der Themen Gewalt und Sucht annehmen werden. Foto: hö

Mit „Sign“ Zeichen setzen
Netzwerk vereint Profis und Laien – 84 Zevener Klassen beteiligen sich am Präventionsprojekt

Zeven. Das Banner fällt auf: Blau-gelb liefert den Untergrund für den weißen Schriftzug „Sign“. Warum das Plakat seit Donnerstag den Eingangsbereich des Zevener Rathauses ziert, ist schnell erklärt. Die Stadt Zeven beteiligt sich künftig am Präventionsprojekt „Sign“ – gegen Sucht und Gewalt an Schulen.


„Hier haben sich Sportler, Raucher, Bärtige, Mutige, Stille, Traurige, Laute, Suchende, Resignierte, Glückliche und auch Unglückliche versammelt“, fasste Claudia del Valle von der Geschäftsleitung der Agentur Prevent zusammen. Mit anderen Worten: Am Donnerstagnachmittag versammelten sich knapp 50 Persönlichkeiten im großen Saal des Zevener Rathauses. Und genau mit diesen Persönlichkeiten, die allesamt Profis in ihren Berufen wie Lehrer, Polizisten, Psychologen, vereinsvorsitzende, Frauenbeauftragte sind, um gemeinsam zu überlegen, wie das Sign-Netzwerk in den Zevener Schulen und an der Scheeßeler Beeke-Schule künftig gebündelt werden kann.
Bevor jedoch Einzelheiten besprochen wurden, erklärten Claudia del Valle und Katharina Mietz, ebenfalls von der Agentur Prevent, was es mit dem Sign-Netzwerk auf sich hat. Rund 50000 Schüler an 117 Schulstandorten beschäftigen sich schulübergreifend mit dem Präventionsprojekt gegen Sucht und Gewalt. „Sign“ ist sowohl ein Projekt für Schüler als auch für Eltern, Lehrer, Beratungsstellen, Jugendämter und weiteren Fachdiensten. Auch die Polizei ist gern gesehener Gast bei allen „Sign“-Veranstaltungen.
Konzeptentwicklung, Organisation und die gesamte Logistik des Netzwerkes werden von der Agentur Prevent – mit Hauptsitz in Oldenburg – übernommen. Die EWE AG, das niedersächsische Kultusministerium und die Landesschulbehörde mit den Abteilungen in Lüneburg und Osnabrück unterstützen das Projekt, das sich seit fünf Jahren der nachhaltigen Präventionsarbeit annimmt.
Was genau beinhaltet „Sign“? Angesprochen sind Schüler von der fünften bis zur zehnten Klasse. Mit Hilfe eines übersichtlichen Baukastensystems werden Schwerpunkte thematisiert, die dem jeweiligen Entwicklungsstand der jungen und Mädchen entspricht. Von der fünften bis zur siebten Klasse liefert „Sign“ Materialien und Ideen-Vorschläge zum Thema „soziales Lernen“. Dem folgt Baustein acht: „Sucht“. Freundschaft, Liebe und Sexualität sind den Neuntklässlern vorbehalten, und in der zehnten Klasse gilt es über Zukunft und Perspektive zu sprechen. Für jeden Schwerpunkt werden, neben Unterrichtsmaterial, Lehrerfortbildungen, Projekttage, Elternabende und vieles mehr angeboten.
Die „Sign“-Mitarbeiter sehen sich als Kommunikationsplattform, die Informationen bündeln, um sie dort weiter zu geben, wo sie gebraucht werden: Überall dort eben, wo es gilt Kinder und Jugendliche zu stärken und sie auf das Leben nach der Schule vorzubereiten.
Schüler aus insgesamt 84 Zevener Klassen haben zum Teil schon begonnen, sich mit den unterschiedlichen Bausteinen auseinander zu setzen. Die „Sign“-Mitarbeiter hoffen, dass das Projekt auch in Zeven autonome Züge annimmt und sich mit Hilfe weiterer „Sign“-Helfer und der Lehrer eines Tages selbst trägt. „Prävention ist ja kein Eintagesgeschäft“, fasste Claudia del Valle zusammen. Weitere Informationen über einzelne Angebote und über das Projekt insgesamt stehen auch im Internet unter der Adresse: www.sign-project.de.

 


11.02.2005

Ohne Kopierschutz: Warhols Pop Art im Viti-Gymnasium

Zeven. (zi) Im Rahmen der Projekttage des Zevener St.-Viti-Gymnasiums sorgten Schüler verschiedener Klassen bereits für sehenswerte Blickpunkte in ihrer Schule. Unter anderem wurden auf den Säulen in der Pausenhalle Bilder gemalt, die sich dem Betrachter erst beim Umwandern der Träger erschließen. So ist vor dem Bühneneingang eine Kuh – auf ihrer Runde um die Säule – zu sehen, und im Durchgang zum ältesten Gebäude der Schule finden sich große Kopien bekannter Vorlagen wieder. Sehenswerte Duplikate von Meisterwerken wurden auch im Kunsttrakt des Gymnasiums hergestellt. Ob Pablo Picasso, Henri Matisse oder Andy Warhol: Sie alle werden künftig die Blicke auf sich ziehen. „Der Schrei“ von Edvard Munch komplettiert die Bildergalerie. Allerdings nicht das noch immer verschwundene Original – sondern lediglich eine Kopie. Foto: zi



10.02.2005

Ehemalige gesucht
St.-Viti-Gymnasium feiert 50-jähriges Jubiläum


Zeven (kvf). Das St.-Viti-Gymnasium feiert in diesem Jahr 50-jähriges Jubiläum. In Hinblick auf diesen besonderen Anlass suchen die Schüler der Klasse 7F2 des Gymnasiums Bürger, die vor 40 oder 50 Jahren Schüler oder Lehrer an ihrer Schule gewesen sind.
Für ein Projekt der Klasse zum Thema „Wie war der Unterricht vor 50 Jahren?" studieren die Schüler ein Theaterstück ein, planen Interviews und eine Ausstellung mit Stellwänden. Die Projekttage am St.-Viti-Gymnasium finden im Februar statt. Kurz vor
dem Sommerfest „50 Jahre St.-Viti-Gymnasium", das im Juli durchgeführt wird, wiederholt die Klasse das Erarbeitete, um es bei den Feierlichkeiten zu präsentieren.
Nun suchen die Jugendlichen ehemalige Schüler und Lehrer, die bereit für ein Interview wären. Auch suchen die Schüler alte Fotos, Schulbücher, Kleidung, Ranzen und ähnliches Material aus der Zeit von vor 40 bis 50 Jahren. Wer damals Lehrer oder Schüler war, möchte sich bei Irina Maier unter Tel. 0162/8935256 oder bei Carolin Bellmann unter Tel. 04281/6541 melden.

Die Zevenerinnen Irina Maier, Carolin Bellmann und Mona Baden (von links) suchen ehemalige Schüler des St.-Viti-Gymnasiums. Foto: kvf

 


22.01.2005

Unternehmer gespielt
18 St.-Viti-Gymnasiasten nahmen an einer Wirtschaftswoche teil

Die Schüler des St.-Viti-Gymnasiums nahmen im Rahmen der Wirtschaftswoche an einem Unternehmensplanspiel teil. Andreas Mätzold (links) und Dirk Röver (rechts) betreuten sie.


Zeven (kvf). 18 Schüler aus der 12. Jahrgangsstufe des St.-Viti-Gymnasiums nahmen an einer Wirtschaftswoche teil. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit wirtschaftlichen Zusammenhängen und präsentierten ihre Ergebnisse vor geladenen Gästen aus Wirtschaft und Verwaltung.


Grundlage des Seminars des Bildungswerkes der Niedersächsischen Wirtschaft ist das in der Schweiz entwickelte Unternehmensplanspiel „Management Information Garne" (MIG). Die Gymnasiasten wurden in drei Gruppen eingeteilt. Sie stellten miteinander konkurrierende Unternehmen dar. In einer Simulation lösten sie die Aufgabe, eine jeweils unternehmensspezifische Zielsetzung zu formulieren und diese dann in entsprechende Planungen und Entscheidungen umzusetzen.

Planung und Entscheidungen bezogen sich auf Art und Umfang der Produktion, auf Entwicklungsaufwendungen, auf Investitionen
und deren Finanzierung durch Eigen- und Fremdmittel, auf Anpassung der Kapazitäten an veränderte Nachfragesituationen und nicht zuletzt auf die in zwei Märkten gewählten Vertriebskanäle und Verkaufspreise. Auch die Anzahl der Mitarbeiter und deren Fortbildung oder die rechtzeitige Investition in Umweltschutzmaßnahmen spielten eine Rolle. Für die Schüler galt es, ein positives Firmenimage aufzubauen und auf den Börsenkurs zu achten.

Die Entscheidungen der Planspielunternehmen sind im Anschluss an jede Spielrunde, die ein Geschäftsjahr bedeutete, durch den Spielleiter in einem Simulationsmodell ausgewertet und die Ergebnisse in Form eines Markt- und Geschäftsberichtes ausgedruckt worden. Dieser bildete die Grundlage eines Soll-/ Ist-Vergleiches zu Beginn des folgenden Geschäftsjahres. Die „Vorstände" erfuhren so entweder eine Bestätigung der verfolgten Strategie oder hatten einen Anlass, ihre Entscheidungen im nächsten Geschäftsjahr zu korrigieren. Das eigentliche Planspiel ergänzten Referate, die von Führungskräften aus der hiesigen Wirtschaft gehalten wurden. Die Schüler bekamen dadurch ein besseres Verständnis der realen wirtschaftlichen Zusammenhänge und Problemstellungen.

Unterstützt haben das Projekt die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde und der Rotaryclub Bremervörde-Zeven. Andreas Mätzold aus Hannover leitete das Seminar.
Die Schüler des Zevener St.-Viti-Gymnasiums hatten viel Spaß an der Wirtschaftswoche und haben vieles für das Berufsleben gelernt. „Bis morgens um halb vier haben die Schüler teilweise an ihren Konzepten gearbeitet", erzählt ihr Lehrer Dirk Rover, der das Projekt betreute.
Die Schüler präsentierten abschließend ihre Marketingkonzepte vor rund 30 Gästen aus Wirtschaft und Verwaltung, unter denen sich auch Rotaryclubmitglieder befanden. Der Präsentationsabend fand im Hause der Sparkasse in Zeven statt.


Tolle Präsentation
Schüler entwickeln Konzept für Kühlschrank

Zeven (kvf). Während des Unternehmensplanspiels der Wirtschaftswoche erhielten die drei Schülergruppen des St.-Viti-Gymnasiums einen Sonderauftrag. Die konkurrierenden Gruppen sollten ein umfangreiches Marketingkonzept entwickeln. Im Hause der Sparkasse stellten sie die Ergebnisse rund 30 Gästen vor.
Die Gymnasiasten sollten das Marketingkonzept für einen intelligenten Kühlschrank der amerikanischen Firma „Superkitch Inc." entwickeln. Dieser organisiert beispielsweise per Internet neue Lebensmittel, achtet auf Mindesthaltbarkeitsdaten, verfügt über eine Rezeptdatenbank und kostet rund 100 Euro.

Schülerin Hanna bergelt erklärt den Kühlschrank "Ice Cube".

Jede Gruppe hatte zehn Minuten Zeit, die Gäste von ihrer Sonderedition des Kühlschranks zu überzeugen. Anschließend richteten die Zuhörer Fragen bezüglich des Produkts an die Schüler. Die Jugendlichen gaben den realen Unternehmern professionelle und selbstbewusste Antworten und ließen sich nicht verunsichern. Nach den Präsentationen vergaben die Gäste Punkte für das beste Kühlschrank-Konzept.
Den ersten Platz belegte die Gruppe bestehend aus Hanna Bergelt, Julia Eckhoff, Meike Rudolf, Rabea Pape. Till Holsten, Stephan Geffken und Niclas Moneke. Sie überzeugten mit ihrer Erfindung „Ice Cube“.
Platz zwei besetzten Rebecca Helberg, Paul Gummert, Anna Krakowski, Nils Przigoda, Hin-Yu Lam und Charlotte Paschen mit dem „Interfreeze lOOOpro!".
Den „Multicarg 1100 Deluxe" von Leon Zabel, Johannes Schimler, Hendrik Meyer, Nawina Hanada und Alexander Beck wählten die Gäste auf den dritten Platz.
Dennoch war den Beteiligten schnell klar: Alle Gruppen haben gute Arbeit geleistet.

Wolfgang Lamot, Vorstandsmitglied der Sparkasse, Hans-Wilhelm Hastedt, ehemaliger Superindendent des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven, und Lehrer Dirk Röver verfolgen die Präsentation (von links). Fotos: kvf

 


17.01.2005


14.01.2005

Die Pianistin Darlén Bakke besuchte gestern den Musikunterricht des Gymnasiums und zeigte ein ungewöhnliches Flügelspiel. Fotos: kvf

Neue Töne mit Schrauben
Pianistin Darlén Bakke gibt Zevener Gymnasiasten Einblicke in die Klangwelt eines Flügels

Zeven (kvf). Eine neue Art des Musizieren lernten gestern rund 30 Schüler des Zevener St.-Viti-Gymnasiums in ihrem Grundkurs Musik kennen. Pianistin Darlén Bakke aus Hannover präparierte den Flügel und erzeugte damit außergewöhnliche Töne.

Die Schüler erzeugten mit Darlén Bakke (links) neue Klänge am Flügel.

Im Rahmen des Projekts „Zeitgenössische Musik in der Schule" der Niedersächsischen Sparkassenstiftung besuchte Darlén Bakke den Musikunterricht des Zevener St.-Viti-Gymnasiums. Sie zeigte den Musikschülern der Grundkurse von Gesine Folkers und Friedemann Michalek in einer Doppelstunde den Einsatz neuer Spieltechniken der zeitgenössischen Musik. Die Pianistin nutzte für ihre Darbietungen den gesamten

Flügel: Die Tasten, die Fußpedalen und die Saiten des Innenraumes. Die Saiten präparierte die Künstlerin mit Gummibändern, Schrauben, und Radiergummis. Dadurch klang der Flügel des Gymnasiums wie ein Schlagzeug, eine Harfe oder ein Cembalo.
Darlén Bakke spielte einige Stücke und forderte die Schüler zum Ausprobieren auf. Die Oberstufenschüler kamen der Aufforderung interessiert nach. Mit einer Hand zupften sie die Saiten, mit der anderen Hand spielten sie auf den Tasten und mit dem Fuß traten sie das Pedal. Mit dem Bedienen des Instruments entgegen der ursprünglichen Spielweise entwickelten die Schüler ein Gespür für neue Klänge.

Der präparierte Innenraum.

Hörgewohnheiten wurden aufgebrochen und eine neue Klangwelt geöffnet. Die Gymnasiasten nahmen interessiert an dem Musikunterricht teil und applaudierten für die Darbietungen von Darlén Bakke.

Die Künstlerin wurde in Norwegen geboren und schon früh mit Preisen ausgezeichnet. Sie studierte Musikpädagogik und Kammermusik in Oslo. Ihre solistische Ausbildung setzte sie an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover fort, wo sie seit 1986 auch als Musikpädagogin arbeitet.

Als Pianistin war sie Mitglied in verschiedenen Ensembles für zeitgenössische Musik. Darlén Bakke initiiert und organisiert Musikprojekte, sie ist stellvertretende Vorsitzende der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik. Das Projekt „Zeitgenössische Musik in der Schule" findet an mehr als 50 Schulen in Niedersachsen statt. Es soll eine Altersgruppe erreichen, die erfahrungsgemäß für klassische und zeitgenössische Musik schwer zu gewinnen ist: Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 18 Jahren. Renommierte Künstler und Ensembles bringen in acht Einzelprojekten ihre eigenen Themen und Konzepte neuer Musik in die Schulklassen. Förderpartner für das Projekt am Zevener St.-Viti-Gymnasium ist die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde.




04.01.2005

Klasse 8L1 in Bergen-Belsen
Viti-Schüler
auf den Spuren der Anne Frank - Eindrücke auf ZZ-Sonderseite verarbeitet


02.01.2005 Sonntagsjournal

 

Du musst in deinem vorigen Leben eine Tamilin gewesen sein
Chili-Schoten pur genießen – ist nur eine von vielen, vielen Erfahrungen der Zevenerin Ania Zymelka – sie ist zurzeit in Indien

Zeven/Chennay (dh). „Wie wär’s denn mit Curry-Huhn Madras?“ fragt eine Frau in der Fernsehwerbung – die Antwort sei dahin gestellt… Wie’s ohne Curry-Huhn aber mit jeder Menge Madras ist, weiß Ania Zymelka zu berichten.

Cornelia und Ania bereisen derzeit gemeinsam den indischen Subkontinent

Die junge Zevenerin bereist zurzeit Indien und hielt sich dabei über drei Monate in der Sieben-Millionen-Metropole Chennai – die früher einmal Madras hieß – auf.

Ania, die in Polen geboren wurde und schon seit langem mit ihrer Familie in Zeven lebt, hat gerade das Abitur gemacht und nutzt nunmehr die Wartezeit auf einen Studienplatz dazu, einen ganz anderen als den westeuropäischen Kulturkreis zu erkunden. Während ihres dreimonatigen Aufenthalts in Chennai absolvierte sie ein Praktikum in der Redaktion der dortigen Internetzeitung www.chennaionline.com.

„Ich habe bei meiner Ankunft in Chennai keinen Kulturschock bekommen“, verrät Ania in einem ihrer Artikel – sehr rasch machte sie sich mit Land und Leuten vertraut. Selbst das tropische Klima stellte für sie keinerlei Belastung dar. „Doch nach kurzer Zeit habe ich gespürt, dass viel mehr an diesem Land dran ist, als man aus Büchern erfahren kann. Irgendetwas hat mich süchtig danach gemacht… Allerdings ist das noch lange nicht so offensichtlich, wie der dominante Geruch exotischer Gewürze überall auf den Straßen.“

Um diesen Punkt zu finden, so Ania, müsse man an der Oberfläche kratzen, in den indischen Alltag mit all seinen reizvollen, aber zuweilen auch abstoßenden Aspekten abtauchen. Und genau das tat sie…

„Ich war weniger wegen meiner Herkunft eingeschüchtert, als dass es mich ermutigte, von allen Leuten neugierig angeschaut zu werden. Ich war der einzige weiße Passagier auf dem gesamten Flughafen und als ich mit dem Taxi durch die Stadt gefahren bin, habe ich nicht einen einzigen Menschen gesehen, der nur ansatzweise nach einer 'westlichen‘ Herkunft aussah.“ Zudem sah Ania große Werbetafeln an den Straßen, die ausschließlich indische Leute in indischer Kleidung zeigten, es gab kein einziges McDonald’s-Restaurant. „Ich wusste, dass ich nicht in einer dieser überall auf der Welt gleich aussehenden Metropolen angekommen war. Chennai ist definitiv anders. Ich war froh, weil ich nach Indie gekommen war, um all diese Unterschiede – oder zumindest ein paar davon – zu erfahren.“

Verkehrsknotenpunkt in der Millionenstadt Chennai.

Gleich ob die Fahrt mit einer Motor-Rickscha, oder das Wagnis eine der mit Autos, Lastwagen, Bussen, Fahrrädern und Kühen hoffnungslos überfüllten Straßen zu überqueren – mit einer deutschen Großstadt oder gar der beschaulichen Kleinstadt Zeven hatte das nichts gemein. Ania: „Ein Inder würde Zeven eher als größeres Dorf bezeichnen…“

Besonderen Gefallen fand die junge Zevnerin am Essen, dass es in dieser südost-indischen Region gibt. „Natürlich wusste ich, dass die Inder mit der Hand essen. Aber ich hatte keinen Plan davon, dass es noch so viele andere indische Tischmanieren gibt! Beim Trinken ja nicht das Glas mit den Lippen berühren. Der eigene Teller darf, wenn man sich selbst bedient, nicht gegen die anderen Schalen auf dem Tisch stoßen.“

Schnell wurde all dies zur Gewohnheit, so dass es nunmehr die große Ausnahme war, in ein „High-Class-Western-Restaurant“ zu kommen. Trotzdem ereilte Ania eines Tages die entsprechende Einladung. „Ich ließ das Besteck einfach an der Seite liegen, weil ich das mit-den-Händen-Essen als angenehmer empfand…“ Ob 'Sambar’, 'Rassam‘ oder 'Tayir Sadam mit Chakarai‘ – es wäre müßig, an dieser Stelle die schier endlose Liste mit Anias indischen Leibgerichten fortzusetzen. „Übrigens, ich habe während meiner Zeit in Chennai kein Fleisch gegessen. Und das, obwohl ich keine Vegetarierin bin. Aber was ist schon Huhn, Schwein oder Rind, wenn man ein 'Chapatis‘ mit einer 'Masala‘ essen kann?!“

Während ihrer Zeit in Chennai wohnte Ania bei Chitra, einem Freund und Redakteur der Internetzeitung chennaionline.com , der sie für eine waschechte Tamilin hielt. Warum? „Noch nicht einmal Tamilen trauen sich, 'Chutney‘, 'Uruga‘ und grüne Chili-Schoten pur zu essen“, verrät Ania. In Chitras großer Familie machte sie sich mit der „Pooja“, einem hinduistischen Ritual sowie mit der indischen Art, sich zu kleiden und sein Essen zuzubereiten vertraut.

Kapaleeshwarar Koil, ein hinduistischer Tempel

„Ich lernte aber noch etwas anderes, wohl etwas noch viel wichtigeres: 'Indien ist ein Land der Kontraste‘. Das ist wahr, wenn man die große Armut auf der einen-, und den beträchtlichen Reichtum auf der anderen Seite sieht. Doch wieso sollte es ein Kontrast sein, wenn eine Inderin in einem Sari zur Arbeit in einer Computerfirma geht, oder ein Mann mit einem nagelneuen Auto zum Gebet zu einem Tempel fährt?“, so Ania, „In Indien sind Tradition und Moderne viel weiter verknüpft als in Europa. Das Familienleben und religiöse Rituale sind hier genauso wie die Hochtechnologie verbreitet. Tradition und Moderne widersprechen sich hier nicht, sondern ergänzen vielmehr einander.“ Das einen Kontrast zu nennen, zeuge von einer engen, westlichen Sichtweise.

Auch lernte Ania während ihres Aufenthalt in der Familie von Chitra ihre ersten Wort in Tamilisch, doch schnell realisierte sie, dass sie diese Sprach nicht alleine vom Zuhören lernen würde – besonders nicht von dem in Chennai gesprochenen Tamil-Englisch. Sie fand einen Lehrer, in dessen Unterricht sie die meiste Zeit damit verbrachte, die Unterschiede zwischen den drei verschiedenen tamilischen Dialekten herauszufinden: „Schließlich war ich nicht länger auf die Gnade der Motor-Rickscha-Fahrer angewiesen. Ich liebte es, mit ihnen zu feilschen. Meistens bezahlte ich 10 Rupien mehr als den ‚indischen’ aber immer noch 20 Rupien weniger als den 'weißen’ Preis.“

Ania genoss es, durch die Straßen Chennais zu gehen. Die Leute in ihren Saris und Dhotis anzuschauen; das geschäftige Treiben auf den Märkten ebenso wie deren vielfältige, exotische Gerüche wahrzunehmen. Schon nach ein paar Wochen gewöhnte sie sich an immer mehr und mehr Dinge: Die Atmosphäre in der Stadt, in überfüllte Züge zu steigen – ohne die Taschen zu verlieren oder sich die Knochen zu brechen… „Ich wunderte mich über die vielen vermeintlich homosexuellen Männer hier – bis ich merkte, dass Händchenhalten hier nichts weiter als eine ganz normale Geste der Freundschaft ist.“ Auch traf Ania Cornelia, eine andere Deutsche, die während ihres Studiums nach Indien gekommen ist. „Wir verbrachen jede Menge Zeit zusammen und haben Vieles erlebt.“

Merkwürdig sei unter anderem die Bedeutung der Farbe der Haut in Indien, so Ania. Während viele Europäer ständig versuchten, ihrem Teint eine gewisse Bräune zu verleihen, sei es bei vielem Indern genau umgekehrt. Es gelte der schönen, dunklen Haut eher eine noble Blässe zu verpassen…

Dass die Indische Bürokratie manchmal sehr, sehr kompliziert sein kann, zeigte sich as Ania ihr Visum verlängern lassen musste: „Ich ging drei Wochen lang an jedem Tag zur Ausländerbehörde. Auf einem großen Schild stand: 'Geöffnet von 11.30 bis 12.30 Uhr’. Doch immer sagte man mir, dass der zuständige Beamte nicht da wäre. Ich solle morgen wiederkommen. Immer wieder wurden mir freundlich, aber bestimmt andere Gründe genannt, weshalb das Büro geschlossen ist.“ Irgendwann bemerkte Ania eine kleine Anmerkung auf dem großen Schild an der Bürotür: „Geöffnet von 11.30 bis 12.30 Uhr. Montags, mittwochs und freitags.“ Dieser Tag war in Dienstag. „Als man mir sagte, dass ich morgen wiederkommen soll, machte ich mir trotzdem keine Hoffnungen. Ich hatte gelernt, was das in Indien heißt…“

„Doch es gibt noch viel mehr für mich, das ich über meine Eindrücke von Chennai erzählen könnte.“ Ganze Bücher könnte Ania mit ihren Erfahrungen füllen. „Ich werde auch in Deutschland über mein Leben in Chennai schreiben. Auch nur wenn’s darum geht, die Frage, ob es in Indien auch Fernseher gibt, zu vermeiden.“

Und weiter: „Meinen Bericht könnte ich damit abschließen, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen in Chennai zu würdigen. Zum Beispiel der Motor-Rickscha-Fahrer, der am Tag nach einer Fahrt vor meiner Tür stand, um mir meinen Pass, den ich in seinem Fahrzeug verloren hatte, zurückzugeben.

Aber ich denke es ist genug, zu sagen, dass Chennai mit all seinen Problemen wie der Armut und Umweltverschmutzung alles außer perfekt, aber trotzdem zu so etwas wie einem Zuhause für mich geworden ist. Ich verlasse Chennai mit gemischten Gefühlen, ein unglaubliches, geheimnisvolles Land namens Indien liegt vor mir.“ Fotos: privat