In
der Zeitung 2005
Jubiläum 1955 - 2005
----- V 66
Inhalt ab
Januar 2005
(Aus
der
Zevener
Zeitung (ZZ) oder dem Sonntagsjournal
der Zevener Zeitung
(SJ)
- wenn nicht anders angegeben.) Etliche Fotos stellte uns die
ZZ zur Verfügung. Vielen Dank!
(Wir geben aber auch der ZZ Bilder von uns.)
Frech
und fröhlich (ZZ
17.12.2005)
Mit "Der Klavierling" den Ton getroffen
(ZZ
13.12.2005)
Chöre und Bläser stellen sich vor (ZZ
10.12.2005)
Verstärkung am St.-Viti-Gymnasium (ZZ
28.10.2005)
Auftritt mit Nachgeschmack (ZZ
21.10.2005)
Mehr Platz für die Schule (ZZ
03.10.2005)
Neue Pädagogin am Zevener Gymnasium (ZZ
16.09.2005)
Saal kocht und brodelt gewaltig (ZZ
14.09.2005)
Leserbrief: Inakzeptabel gehandelt (ZZ
09.09.2005)
Der Pressesprecher des Kultusministeriums zu "Lenke:
Ministerium bevormundet Schule" (ZZ
05.09.2005)
Leserbrief zu "Lenke: Ministerium bevormundet Schule"
(ZZ
05.09.2005)
Lenke: Ministerium bevormundet Schule (ZZ
04.09.2005)
"Viticcino": Ein Klasse-Unternehmen
(ZZ
14.07.2005)
Neuer Beirat packt tatkräftig
mit an (ZZ
13.07.2005)
Treffen der "St.-Viti-Familie"
(ZZ
11.07.2005)
Sehenswertes Programm
(SJ 10.07.2005)
Jo Bohnsack lässt bitten (ZZ
09.07.2005)
Wasser kann brennen (ZZ
09.07.2005)
Benefizkonzert für Bläserklasse
(ZZ 09.07.2005)
Ein
ganzer Schultag im Zeichen des Sports
(ZZ 09.07.2005)
50 Jahre alt oder 50 Jahre jung?
/ Rezensieren und betreuen
(ZZ 07.07.2005)
Schulabschied glanzvoll gefeiert /
Bläserklasse
sucht noch Mitglieder (ZZ
05.07.2005)
Imagewechsel zum 50. Schul-Geburtstag /
"Ein Gymnasium macht Schule" (ZZ
04.07.2005)
"Das Haus war immer voll!" /
Nicht für
dumme Schmiererei (ZZ 02.07.2005)
Ausstellungen eröffnet (ZZ
30.06.2005)
Leserbrief zu: Eine
Sache zu Ende bringen (ZZ
28.06.2005)
Im Alter von 18 Jahren schon Lehrer (ZZ
27.06.2005)
Vom Schüler zum Lehrer (ZZ
27.06.2005)
Eine Sache zu Ende bringen (ZZ
25.06.2005)
Nach dem Abitur: Reisen und Studieren (ZZ
24.06.2005)
Reise durch die Zeit (ZZ
23.06.2005)
Ein Unternehmen als Pate (ZZ
22.06.2005)
Schule in der Stadt (ZZ
20.06.2005)
Neues Logo für das St.-Viti-Gymnasium (ZZ
18.06.2005)
Antrag wird abgelehnt (ZZ
17.06.2005)
Döntjes und Daten als Spiegel der Zeit (ZZ
17.06.2005)
Kartoffelflocken und Schüler (ZZ
16.06.2005)
Vorurteile überprüfen (ZZ
14.06.2005)
50 Jahre Gymnasium: Jubiläumskalender
(ZZ
13.06.2005)
Jubiläum: 50 Jahre St.-Viti-Gymnasium (ZZ
04.06.2005)
Aus
Experiment wird ein riesiger Erfolg
(ZZ
24.05.2005)
Ausgrenzung und Berührung (ZZ
19.05.2005)
Verschoben: ... (ZZ
28.04.2005)
Zeven auf dem Zehner suchen (ZZ
27.04.2005)
Gymnasium wird zur „School of Rock“
(SJ
10.04.2005)
Gymnasiasten sollen sich profilieren
(ZZ
29.03.2005)
Christoph Gerken ist
Spitze in Geografie (ZZ
14.03.2005)
Wer ist das Opfer und wer ist
der Täter?
(ZZ
11.03.2005)
Niedertracht des Alltags heißt Terror / So wertvoll wie Abwaschwasser
(ZZ
02.03.2005)
Wie geht es weiter mit Sittensens Gymnasium? (ZZ
02.03.2005)
Mit Pauke(r) und Trompeten
(ZZ
01.03.2005)
„Terrorismus" im St.-Viti-Gymnasium
(SJ
27.02.2005)
Drei Bands aus verschiedenen Generationen ... auf der Bühne
(ZZ
22.02.2005)
Außenstelle auf alle Fälle unterstützen
(ZZ
21.02.2005)
St.-Viti-Gymnasium veranstaltet Ski-Kurse
(ZZ
18.02.2005)
Der Alltag selbst wird zur Zündschnur
(ZZ
17.02.2005)
"Sign":
St.-Viti-Lehrer setzen Zeichen
(ZZ
17.02.2005)
Der
Funk der Musikpauker
(ZZ
15.02.2005)
Historie der Hexenverbrennung (ZZ
14.02.2005)
Mit
„Sign“ Zeichen setzen (ZZ
12.02.2005)
Ohne Kopierschutz: Warhols Pop Art im Viti-Gymnasium (ZZ
11.02.2005)
Ehemalige
gesucht (ZZ 10.02.2005)
Unternehmer
gespielt (ZZ 22.01.2005)
"Keine
amerikanischen Verhältnisse" - Rauchverbot ... (ZZ
17.01.2005)
Neue Töne mit Schrauben
(ZZ
14.01.2005)
Klasse 8L1
in Bergen-Belsen (ZZ
04.01.2005)
Du
musst in deinem vorigen Leben eine Tamilin gewesen sein (SJ
02.01.2005)
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| Nicht nur für die Ohren, auch für die Augenwurde etwas geboten: Die Schweden-AG mischte sich anlässlich des Lucia-Festes unter die beiden Chöre. | ||||
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Frech
und fröhlich
Das war ein Klasse-Auftritt, den die großen und kleinen Akteure des St.-Viti-Gymnasiums beim Weihnachtskonzert hingelegt haben. Schon die frisch ins Leben gerufene Bläserklasse II brauchte sich nicht zu verstecken, denn sie präsentierte mit insgesamt sieben Titeln schon ein ansehnliches Repertoire von "Kling Glöckchen" über die "Ode an die Freude" bis hin zum "Hard Rock Blues" und konnte viel Beifall einheimsen. Dieser Hardrock Blues war es auch, der gleich anschließend noch einmal intoniert wurde, als sich die Bläserklasse I dazugesellte und Bühne und Klang jetzt so richtig voll werden ließ. "Wie wir das machen, wenn wir nächstes Jahr drei Bläserklassen haben?", rätselte Friedemann Michalek, der die beiden Bläserklassen und die Bigband leitet. Mit "Pomp and Circumstance" und "America is beautiful" setzte die Bläserklasse I dann allein das Programm fort. Kein Weihnachtskonzert ohne: Wenigstens eine Strophe "O du fröhliche" musste sein. Mit großem Applaus wurden die Schülerinnen und Schüler belohnt.
Den bekamen auch die Chöre, die unter der Leitung von Sonja Beuke anschließend den Bühnenraum eroberten. "Feliz Navidad"und eine schöne Interpretation von "Heaven is a wonderful place" brachte der Unterstufenchor zu Gehör. Bevor der Mittel-und Oberstufenchor mit "Good Night, Sweetheart, Good Night", das Chorleiterin Sonja Beuke nahezu perfekt mit den Schülerinnen einstudiert hatte loslegen konnte, ging ein Raunen durch das Pausen-Foyer. Es schlichen sich nämlich von hinten weiß gewandete Gestalten an, um ganz kühn vor dem Chor Stellung zu beziehen - mit "Sankta Lucia": Die Schweden-AG huldigte dem schwedischen Feiertag, der der Heiligen Lucia gewidmet ist. Mal herrlich schräg, dann wieder selbstbewusst getragen und immer wieder von kurzen, frechen Solo-Passagen unterbrochen, ließ die Big Band zum Schluss ihren satten Sound von der Bühne erklingen. Riesenbeifall, Jubelrufe und Spontanapplaus hallten aus dem Publikum zurück. Ob es nun der bekannte "Smooth operator" oder "Smoke on the water" war oder die "James Bond"-Melodie, die Big Band zeigte echte Klasse und dürfte für viele Besucher den Griff zum Geldbeutel leicht gemacht haben, um die musikalische Arbeit am St.-Viti-Gymnasium zu unterstützen. |
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| Fünf Minuten bis zum Siegerpodest: Jana Könemann, Nadine Müller, Lotte Rathje, Jan-Henrik Träger und Patrick Tölken (von links) lasen gestern jeweils fünf Minuten einer selbst ausgewählten Buch-Passage vor. | ||
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Mit
„Der Klavierling" den Ton getroffen
Sechstklässler nehmen am Lesewettbewerb teil - Lotte Rathje gewinnt den St.-Viti-Entscheid Zeven (hö). Ganz knapp war die Entscheidung: Patrick oder Lotte? Die Jury - bestehend aus sieben Schülern der elften Klasse - entschieden sich nach kurzer Konferenz für Lotte Rathje aus der 6b. Die Sechsklässlerin war es, die gestern Vormittag den Lesewettbewerb für sich entscheiden konnte. Eine kleine Besonderheit brachte der Wettbewerb in der Aula des Zevener St.-Viti-Gymnasiums mit sich, wie Florian Präger vom Deutsch-Fachkollegium knapp erklärte. „Früher fanden die Lesewettbewerbe des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels in den Orientierungsstufen statt." Da es diese in Niedersachsen nicht mehr gibt, wird jetzt in den sechsten Gymnasialklassen vorgetragen.
Dicht
an dicht waren die Holzstühle in der Aula des Gymnasiums gestellt.
Immerhin kamen die fünf Sechstklässler, die jeweils den
klasseninternen Entscheid für sich entschieden hatten, fast alle
mit eigenem Fanclub. Sogar selbst gemalte Banderolen - mit Namen der
Leser versehen - wurden in die Luft gehalten. |
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Für
das diesjährige Weihnachtskonzert im St.-Viti-Gymnasium wurde
intensiv geprobt. Foto: privat (internet-ag/jb) |
| Chöre
und Bläser stellen sich vor
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Eva
Findenegg ist gebürtige Österreicherin. Foto: privat
(internet-ag/jb) |
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Verstärkung
am St.-Viti-Gymnasium
Eva Findenegg unterrichtet seit 1. November die Fächer Deutsch, Spanisch und Mathematik Zeven
(ZZ/kvf). Eva
Findenegg
heißt
die neue Lehrerin am St.-Viti-Gymnasium. Seit dem 1. November unterrichtet
sie in Zeven die Fächer Deutsch, Spanisch und Mathematik." Reisen nach Südamerika Nach meiner Schulausbildung
in Bochum habe ich in Göttingen die Fächer Deutsch, Spanisch
und Mathematik studiert und im Anschluss an das Studium mehrere Jahre
an der Uni gearbeitet. Neben zwei Studienaufenthalten in Spanien habe
ich mehrere (Forschungs-)Reisen nach Südamerika unternommen,
wodurch meine Begeisterung für die spanische Sprache und die
lateinamerikanische Kultur weiter zunahm.",
erzählt die neue Lehrerin am Gymnasium. |
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| Blicken auf ein tolles Konzert zurück: Kerstin Marter, Dr. Manfred Tag, Elmar Wagener, Annette Moitje und Uwe Schradick (von links). Fotos: privat | ||
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Auftritt
mit Nachgeschmack
Spendengelder vom Jo Bohnsack-Konzert für die Einrichtung einer zweiten Bläsergruppe genutzt Zeven (ZZ/hö). Im September veranstalte der Verein Pro Zeven ein Konzert des Jazz-Pianisten Jo Bohnsack im Zevener Rathaussaal. Den Besuchern des Konzertes dürfte die hervorragende Stimmung und tolle Darbietung des Künstlers noch gut im Gedächtnis sein. Gemeinsam
mit dem Bassisten Larry Bartels spielte Jo Bohnsack an diesem Abend
Blues und Boogie-Woogie. War Jo Bohnsack vorher in Zeven eher unbekannt,
hat er mit seinem Konzert sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Veranstaltung noch einmal Revue passieren. Und dabei waren sich alle einig: Die Veranstaltung war eine überaus gelungene, was nicht zuletzt an der Begeisterung des Publikums abzulesen war. Johann Heins, Vorstandsmitglied der Zevener Volksbank, lobte in seiner kurzen Ansprache das große Engagement aller Beteiligten. „Hier wurde ein tolles Event auf die Beine gestellt. So etwas ist nur gemeinsam möglich. Wir freuen uns, dass wir mit 3 000 Euro der VR-Stiftung und 1000 Euro der Zevener Volksbank eG zum Erfolg dieser Veranstaltung beitragen und Pro Zeven unterstützen konnten." Nach Abzug aller Kosten verblieb ein stattlicher Überschuss für Pro Zeven, der jedoch nicht in die eigene Vereinskasse fließen wird. Den Erlös des Konzerte in Höhe von 4.552,40 Euro übergab Dr. Manfred Tag, Vorsitzender von Pro Zeven, an den Verein Freunde, Förderer und Ehemalige des St.-Viti-Gymnasiums für die Einrichtung einer zweiten Bläserklasse am Gymnasium. Pro Zeven freue sich, jungen Menschen, die sich für Musik interessieren, eine musikalische Ausbildung zu ermöglichen. Elmar Wagener, Schulleiter des St.-Viti-Gymnasiums, und Annette Moitje, zweite Vorsitzende des Fördervereins, bedankten sich für die großzügigen Spenden. Die Einrichtung der Bläserklasse ist erst durch die vielen Spenden möglich geworden. |
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Mehr
Platz für die Schule
Kreistag will Grundstück mit Gebäude am St.-Viti-Gymnasium kaufen Rotenburg/Zeven (oer). Wer sich im Zevener St.-Viti-Gymnasium umsieht erkennt schnell: Es ist eng in dem verwinkelten Gebäude - gleiches gilt für den Schulhof. Nun besteht aber offenbar die Chance, ein Nachbargrundstück zu kaufen, das dem Gymnasium eine echte Zukunftsoption bietet.
Mindestens ebenso interessant ist das Grundstück selbst. Denn dadurch, so die Verwaltung, ließe sich der Schulhof im hinteren Bereich begradigen und erweitern. Darüber hinaus wäre eine spätere Erweiterung zu den Flächen am Lerchenweg 14 und 16 möglich, die sich bereits im Besitz des Landkreises, der Träger des Gymnasiums ist, befindet. Somit bestünde die Möglichkeit, den Schulstandort bei Bedarf abermals zu vergrößern. Für den Lerchenweg 18 hat Rotenburg bereits ein Vorkaufsrecht, und das möchte der Kreis nun wahrnehmen, da der Eigentümer offenbar bereit ist, das Gelände zu veräußern. Im Gespräch sind 80 000 Euro. Ein angemessener Preis, hebt die Verwaltung hervor. Einschließlich der Nebenkosten rechnet sie mit einer Summe von 85 000 Euro, die im laufenden Haushalt außerplanmäßig bereit gestellt werden müssten. Der Kreistag mochte sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Einstimmig und ohne Diskussion entschied er sich für den Kauf des Grundstücks. |
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Neue
Pädagogin am Zevener Gymnasium Zeven (ak). Sonja Beuke (Foto) unterrichtet seit Schuljahresbeginn am Zevener St.-Viti-Gymnasium die Fächer Musik und Deutsch. Die junge Pädagogin hat an der Universität Osnabrück studiert. und dann für ein Jahr als Fremdsprachenassistentin an einer Schule in England unterrichtet. Ihre Zeit als Referendarin verbrachte Sonja Beuke im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern. Durch die neue Stelle am Zevener St.-Viti-Gymnasium kehrte sie wieder nach Niedersachsen zurück. Darüber freue sie sich ganz besonders, sagte Sonja Beuke gegenüber der ZZ. Foto: internet-ag/jb |
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| Saal
kocht und brodelt gewaltig
Bohnsack heizt den Zevenern mit Blues und Boogie Woogie kräftig ein Zeven (rsk). Man nehme: einen voll besetzten Rathaussaal, einen schönen Flügel, am besten schon gleich ohne Notenhalter, die erste Bläserklasse des St.-Viti-Gymnasiums, den mutigen Schüler Sebastian Zafirakis, den Bassisten Gerald (Larry) Bartels und den Blues- und Boogie-Woogie-Pianisten Jo Bohnsack. Alle zusammen spielen lassen, bis es brodelt.
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| LESERBRIEFE |
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Zum Artikel des SJ vom 4.9., dem Leserbrief u. der Mitteilung des Kultusministeriums v. 5.9.05 Inakzeptabel
gehandelt Wir,
die Schülerinnen und Schüler des Abiturprüfungskurses
Politik im 13. Jahrgang am St.-Viti-Gymnasium in Zeven, wollen auf
diesem Wege unseren Unmut und unser Unverständnis darüber
zum Ausdruck bringen, dass die für den 8. September im Vorfeld
der Bundestagswahl geplante und von uns vorbereitete Podiumsdiskussion
mit den fünf Direktkandidaten unseres Wahlkreises vom Hause
des Ministers Bernd Busemann untersagt wurde. |
05.09.2005; 18:06 Der Pressesprecher des Kultusministeriums von Niedersachsen, Georg Weßling
| (...) da uns weder der Zeitungsartikel noch der Leserbrief bekannt sind, ist es natürlich auch nicht so einfach dazu eine Stellungnahme abzugeben. Bitte senden Sie mir doch beides (...) Generell ist jedoch festzustellen, dass die Erlasslage eindeutig ist. In einem Zeitraum von 4 Wochen vor einer Wahl ist es untersagt, Vertreter von Parteien zu schulischen Veranstaltungen einzuladen. Damit soll die parteipolitische Neutralität der Schulen gewährleistet und der Unterricht vom Wahlkampf frei gehalten werden. Die Schülerinnen und Schüler, müssten ja aufgrund der Schulpflicht an einer solchen Veranstaltung in der Unterrichtszeit teilnehmen. Deshalb sind Veranstaltungen, die z.B. der Stadtjugendring außerhalb von Schule in der unterrichtsfreien Zeit zur freiwilligen Teilnahme anbietet auch erlaubt. Schulische Veranstaltungen während des Unterrichts dagegen nicht. Der Niedersächsische Kultusminister hat auf diesen Sachverhalt mit Pressemitteilung vom 03.08.2005 frühzeitig aufmerksam gemacht. Der einschlägige Erlass ist 1993 erstmals in Kraft getreten und wurde mit Änderungen aufgrund geänderter Gesetze zum 10.01.2005 erneut rechtsverbindlich. Er ist im Internet unter www.mk.niedersachsen abrufbar. (...) Der Wortlaut des SJ-Artikels und des ZZ-Leserbriefes ist dem Kultusministerium zugegangen. Eine weitere Erklärung traf bei uns nicht ein. |
| LESERBRIEFE |
| Zum Artikel des SJ vom 4.9.05: "Lenke - Ministerium bevormundet Schule" Desinteresse Mit Interesse habe ich die Stellungnahme von Frau
Ina Lenke (MdB) im Sonntagsjournal der Zevener Zeitung vom 4. 9.
05 zum faktischen Verbot einer Podiumsdiskussion am St.-VitiGymnasium
durch das niedersächsische Kultusministerium zur Kenntnis genommen. Dirk Röver, Fachlehrer für Politik am St.-Viti-Gymnasium |
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Lenke:
Ministerium bevormundet Schule Zeven (Sj/sb): Die Absage der Diskussionsrunde des St.-Viti-Gymnasiums Zeven mit den lokalen Bundestagskandidaten durch das niedersächsische Innenministerium kritisiert die Oytener FDP-Bundestagsabgeordnete Ina Lenke. Schülerinnen und Schüler des Zevener St.-VitiGymnasiums haben sorgfältig eine Diskussionsveranstaltung zur Bundestagswahl mit den Kandidaten aller Parteien vorbereitet. Alle Kandidatinnen und Kandidaten hatten bereits ihr Kommen zugesagt. Doch dann kam völlig überraschend das „Nein" aus Hannover: „Keine Diskussion mit Politikern während de Wahlkampfes!“, hieß es dort. Die liberale Kandidatin ist empört: „Die Überparteilichkeit war durch die festen Zusagen aller Kandidaten gewährleistet." Sie verweist darauf, dass die Anregung zur Diskussionsrunde aus dem Kreis der Schülerschaft kam, es sich also nicht um eine vom Lehrkörper „verordnete" Veranstaltung handelt. „Was für ein Politikverständnis haben die Herren im Kultusministerium in Hannover eigentlich?", fragt sich die Sozialpolitikerin aus Oyten. „Bei den Gymnasiasten in Zeven handelt es sich um mündige und kritische Staatsbürger, die ein Recht auf Information und politische Bildung haben", macht Ina Lenke klar. Lenke hat ihren FDP-Kollegen HansWerner Schwarz im Landtag, Mitglied im zuständigen Kultusausschuss, um Hilfe gebeten: „Herr Schwarz hat das Ministerium aufgefordert, die Absage zurückzuziehen und die nötige Flexibilität im Umgang mit den Paragraphen an den Tag zu legen." Die Absage nimmt Lenke nicht hin: „In meinem Terminkalender bleibt der Termin geblockt, ich gehe fest davon aus, dass man in Hannover zur Vernunft kommt." |
![]() Bereits während der Jubiläumsveranstaltungen des St.-Viti-Gymnasiums verkauften Vertreter von Kollegium und Förderverein der Schule Konzertkarten an einem Stand in der Innenstadt. Foto: zi |
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Jo
Bohnsack lässt bitten Zeven (zi). Mit Jo Bohnsack ist es der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken gelungen, einen bekannten Boogie-Woogie-Pianisten nach Zeven zu holen. Am Sonntag, 11. September, ab 20 Uhr steht der Musiker auf den Brettern der Rathausbühne. Mehr
noch: Der Auftritt dient - neben dem zu erwartenden Hörgenuss
- noch einem weiteren guten Zweck: Veranstaltet wird das Konzert
zu Gunsten des Fördervereins des St.-Viti-Gymnasiums. |
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| "Viticcino", eine Schülerfirma des St.-Viti-Gymnasiums Zeven (rechts) mit Oberstudienrat Dirk Röver und "Die Taschendiebe" vom Gymnasium Bremervörde belegten je einen 1. Platz. / Gast aus Güstrow: Projektleiterin Regina Reinholdt.Fotos: bn | ||
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"Viticcino":
Ein Klasse-Unternehmen Rotenburg (bn). Wenn Schülerinnen und Schüler „Geschäfte machen", dann kann das besser funktionieren als bei den „Alten". Frische Idee, unverbrauchter Mut zum Zupacken und ganz viel Optimismus. Vor drei Jahren initiierte die Wirtschaftsförderung des Landkreises das Projekt „Klasse Unternehmen". Eine bunte Palette von mehr oder weniger erfolgreichen Gehversuchen in der Arbeits- und Berufswelt präsentiert sich inzwischen. Am Dienstag stellten die .,Jungunternehmer" bei Borco-Höhns in Rotenburg ihre Schülerfirmen vor. Unter den „Etablierten-' belegte die Firma „Viticcino" (St.-Viti-Gymnasium Zeven) den 1. Platz. Bei den Neugründungen schnitten .Die Taschendiebe" (Gymnasium Bremervörde) am besten ab.
Projektbetreuer
Claus Richter hieß die Mitglieder von zwölf Schülerfirmen
willkommen. Dabei waren mehrere Lehrer, die für die Schüler
die Funktion „der Berater für den Notfall" haben.
Richter nannte das Gymnasium Bremervörde und die Eichenschule
als Träger der fünf Neugründungen. Er skizzierte
„die Geburt" der kleinen Firmen, deren Abschluss das
Bankgespräch sei, um das Konto zu eröffnen. Dabei dankte
Richter den Sparkassen Rotenburg-Bremervörde und Scheeßel
für die Unterstützung, die viele Starts erst möglich
gemacht haben. (Auszug; Fortsetzung in der Zevener Zeitung vom 14. Juli 2005, S. 13) |
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| Gemeinsam zu neuen Taten bereit: Der Vorstand der Fördervereins und der Schulleiter des St.-Viti-Gymnasiums freuen sich über den neu gegründeten Beirat (von links): Volker Schoenfeld (Beirat), Ute Carl (Beirat), Hans-Joachim Jaap (Beirat), Annette Moitje (Vorstand),Sigrid Meyer (Vorstand), Wolfgang Schneider (Vorstand), Uwe Job (Beirat), Johann Heins (Beirat), Jürgen Koch (Beirat) und Elmar Wagener (Schulleiter). Foto: mey |
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Neuer
Beirat packt kräftig an Zeven (mey). Der Verein „Freunde, Förderer und Ehemalige des St.-Viti-Gymnasiums" hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein funktionierendes Netzwerk zu schaffen - mit der Zevener Bildungseinrichtung im Zentrum. Um seine Ziele möglichst effektiv zu erreichen, stellte der Verein seinem Vorstand jetzt einen Beirat zur Seite. Die
eigentliche Gründung des neu formierten Beirats, der die Mitglieder
des Vorstands möglichst tatkräftig bei der Ideenfindung,
bei der Formulierung von Zielen und deren Umsetzung unterstützen
soll, vollzog der Förderverein des St.-Viti-Gymnasiums bereits
am Ende des vergangenen Jahres. Anlässlich der Festtage zum
50. Jubiläum des Zevener Gymnasiums (unsere Zeitung berichtete
ausführlich) kamen die Vorstands- und Beiratsmitglieder zusammen,
um sich der Öffentlichkeit erstmals offiziell zu präsentieren.
Zum Beirat gehören: Bert Reinert, Gefion Gerlach, Volker Schoenfeld,
Ute Carl, HansJoachim Jaap, Uwe Job, Johann Heins und Jürgen
Koch. |
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| Für ihre Musikeinlage erhielten Sandra Hubrich (links) und Ann-Katrin Schoenfeld viel Applaus. | Tanzen macht hungrig: Am Buffet herrschte reger Andrang. Fotos:zi |
| Treffen
der "St.-Viti-Familie" Zeven (zi). Mit einem sehr gut besuchten Ball im Ballhaus Meyer endeten am Sonnabenabend die Feierlichkeiten des St.-Viti-Gymnasiums zum 50-jährigen Bestehen der Schule. Über 450 Personen hatten im Vorfeld Eintrittskarten erworben oder nutzten die Abendkasse, um am Samstagabend zur sehr guten Musik der Gruppe „Sunset-Dance-Band“ fröhlich zu tanzen, Wiedersehen zu feiern und interessante Gespräche zu führen. Denn neben dem Kollegium und der Schülerschaft des St.-Viti-Gymnasiums hatten sich auch viele Eltern und Ehemalige eingefunden, die sich zum Teil seit langer Zeit nicht mehr gesehen hatten. Ihnen allen wurde außerdem die Möglichkeit gegeben, ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zu sehen. Das begann eigentlich schon im Eingangsbereich des Ballhauses, wo auf Stellwänden eine Ausstellung zur Geschichte der Schule aufgebaut worden war. Vor allem Ehemalige standen vor den Bildern und Texten und erinnerten sich an ihre Schulzeit, an Erlebnisse und die Lehrer. Der erste Abiturjahrgang der Schule war im Saal genauso vertreten wie einige der diesjährigen Abiturienten, die übrigens erst vor einer Woche ebenfalls im Ballhaus ihren Abiball gefeiert hatten. „Hier trifft sich ja die gesamte St.-Viti-Familie!“ war dann auch die begeisterte Bemerkung eines Ehemaligen, der durch einen Sticker als Absolvent des Jahrgangs 1974 zu erkennen war und seiner Frau nun damalige Mitschüler und Lehrer vorstellte. Der Altersunterschied bei den Ballbesuchern reichte vom kleinen Kind, das zu Beginn noch mitfeiern durfte, da sich kein Babysitter gefunden hatte, bis zu „Urgesteinen“ der Schulgeschichte wie Lehrer Dr. Peter Schwarz, der fast nur im fröhlichen Gespräch mit seinen alten Schülerinnen und Schülern gesehen wurde. Neben guter Musik, dem Austausch von Erinnerungen oder der Wiederbelebung von Freundschaften hatte das Organisationsteam noch mehr ermöglicht: So gab es eine kurze Musikeinlage von Sandra Hubrich (Gitarre) und Ann-Katrin Schoenfeld (Gesang). Später waren es Elke Oppermann (Gesang) und Elisabeth Lohof (Gesang und Gitarre), die Schulleiter Elmar Wagener ankündige und die das Publikum begeisterten. Wieder einige schweißtreibende Musikstücke der Gruppe „Sunset“ später, führte eine Gruppe von Schülern Tänze vor. Den Abschluss des runden Rahmenprogramms bildeten Ingolf Lienau und Manfred Fränkel, die mit Geige und Akkordeon internationale Folkloremusik boten. Doch danach gehörte
für den Rest der Veranstaltung die Tanzfläche wieder den
bewegungsfreudigen Ballbesuchern. Die Stimmung war bis in den frühen
Morgen so gut, dass die Bühne der Band zeitweilig sogar gestürmt
wurde. Zuvor hatte ein Musiker alle Damen aufgefordert doch mit auf
die Bühne zu kommen, was auch prompt geschah und die allgemeine
Fröhlichkeit noch steigerte. Beim Gehen bedauerten dann auch
einige Gäste, dass ein solcher Ball nur selten gefeiert wird.
Aber vielleicht warten die Verantwortlichen des St.-Viti-Gymnasiums
ja nicht bis zur 100-Jahr-Feier mit einer Neuauflage. |
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| Stimmgewaltiges Trio: Elmar Wagener, Elke Oppermann und Elisabeth Lohof (rechts). | Schulleiter Elmar Wagener bedankt sich bei Irmgard Broszeit vom Organisationsteam. |
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Das
Musical-Ensemble des St.-Viti-Gymnasiums Fotos: zi |
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| Sehenswertes
Programm Zeven (zi). Am gestrigen Samstagvormittag präsentierte sich das St.-Viti-Gymnasium im Rahmen seiner Jubiläumswoche mit einem sehenswerten Bühnenprogramm auf dem Rathausplatz und weiteren Aktivitäten in der Nähe des Gaußplatzes. Trotz
des regnerischen Wetters wurde am Mottotag „Schule in der
Stadt" den leider nur wenigen Zuschauern hierbei neben Tanz,
Musik und Kunst auch Wissenswertes zum Jubiläum geboten. Unter
anderem kamen auf der überdachten Bühne Bauch- und Gruppentanz,
Blas- und Big-Band-Musik und ein Ausschnitt aus dem „St.-Viti-Musical"
zur Aufführung. Alle Beiträge erhielten jedoch berechtigterweise
viel Beifall von den Zuschauern. |
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Auch
die Bläserklasse des Gymnasiums spielte flott auf. |
Trotz
Regens: Das Publikum spendete viel Beifall. |
Das Team für chemische Zaubereien hatte viel Spaß bei den Präsentationen. Handgemalte Schilder wiesen auf die verschiedenen Attraktionen hin. (kleines Bild) Fotos: zi |
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Wasser
kann brennen Zeven (zi). „50 Jahre St.-Viti – Eine Reise durch die Zeit“ wurde den Besuchern beim Sommerfest der Schule geboten. Und das Programm sprengte gestern dann fast den Rahmen. Mit einer bunten Mischung aus Musik, Theater, Tanz, Sketchen und weiteren Aktionen feierte die Schüler- und Lehrer des St.-Viti-Gymnasiums das Jubiläum und sich selber. Es gab ein reichhaltiges Programm auf zwei Bühnen und in den Klassenräumen. Für das leibliche Wohl gab es Waffelstände, Theken und leckeren Kuchen, den wieder die unermüdlichen Eltern beigesteuert hatten. Elternratsvorsitzende Marianne Hotting bedankte sich im Gespräch mit unserer Zeitung bei all den Müttern und Vätern, die im Laufe der mehrtägigen Jubiläumsveranstaltungen so selbstlos gespendet, geholfen und gebacken haben. Das
Thema des Sommerfestes war das Jubiläum der Schule und die
Geschichte der vergangenen 50 Jahre. Zur Auffrischung der Erinnerung
gab es in einem Kunstraum eine Ausstellung zur Schulgeschichte.
Viele Besucher kauften eine Chronik des Gymnasiums, den Kalender
oder noch schnell Eintrittskarten für den Festball.
Benefizkonzert
für Bläserklasse Zeven (mey). Der Förderverein „Freunde, Förderer und Ehemalige des St.-Viti-Gymnasiums" informierte bei der jüngsten Schulelternratssitzung über einen bevorstehenden musikalischen Leckerbissen. Im Spätsommer gibt es ein Benefizkonzert und damit Jazzkneipenatmosphäre im Rathaussaal. Erstmalig seit seiner Gründung 1996 hat der Vorstand für den Förderverein im letzten Jahr einen Kredit in Höhe von 16 000 Euro aufgenommen, um davon die Instrumente der zu Schuljahresbeginn 2004/2005 eingerichteten „Ersten Bläserklasse" vorzufinanzieren. Der Kredit wird innerhalb von zwei Jahren durch die Eltern der musizierenden Kinder zurück gezahlt. Ein Vorhaben, das sich aus Sicht aller Beteiligten auszahlt, denn sowohl Schüler als auch Eltern sind begeistert.
Grund genug, um über eine Fortführung der Idee nachzudenken. Um auch weiteren jungen Menschen die Möglichkeit - trotz leerer Kassen - zu geben, sich für Musik und Kreativität zu begeistern, ist jetzt noch mehr Eigeninitiative und Engagement von Außen gefragt. Umso größer ist bei allen die Freude, dass sich die Stiftung der Volksbanken bereit erklärt hat, das Vorhaben mit dem Geschenk eines Benefizkonzerts - offizieller Veranstalter ist Pro Zeven - zu unterstützen. Am
11. September, um 20 Uhr, wird Jazzkneipenatmosphäre im Zevener
Rathaussaal Einzug halten. Der professionelle und etablierte Hamburger
Pianist Jo Bohnsack wird in Begleitung seines befreundeten Bassisten
Larry Bartels für „piano-blues & boogie-woogie"
sorgen (www.jobohnsack.de).
Insgesamt 304 Zuhörer- und Zuschauerplätze wird es für
das erstklassige rund zweieinhalbstündige Programm geben -
die Hälfte zum Sitzen, die andere Hälfte an obligatorischen
Stehplätzen für das besondere Ambiente. Natürlich
wird im Vorprogramm auch die „Erste Bläserklasse"
aufspielen. Ein
ganzer Schultag im Zeichen des Sports |
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Beim
Befüllen der durchlöcherten Becher war noch alles in Ordnung,
die Frage war nur, wer zum Schluss am meisten Wasser mit ins Ziel brachte. Fotos: zi |
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Zeven (zi). Rund 1000 Sportler und Helfer waren am Donnerstag im Rahmen der Jubiläumswoche des St.-Viti-Gymnasium aktiv. Das Programm reichte vom traditionellen leichtathletischen Dreikampf über Biathlon und Orientierungslauf bis zu einem Sponsorenlauf und einer „Spaßrallye“. Am Vormittag fand auf der Sportanlage an der Kanalstraße ein Sportfest statt, bei dessen Durchführung die Schule durch Kampfrichter und Helfer von der LAV Zeven unterstützt wurde. Diese sorgten für die ordnungsgemäße Durchführung des Dreikampfes (Lauf, Sprung, Wurf), der für alle Jahrgänge angeboten wurde. Die Klassen 5 und 6 konnten sich außerdem an einem Orientierungslauf beteiligen, während für die Klassen 7 bis 9 die Teilnahme an einem Biathlon möglich war. Die Jahrgänge 10 bis 12 hatten die Möglichkeit, bei einer „Spaßrallye“ ihre sportlichen Fähigkeiten und ihr Geschick zu demonstrieren – sei es beim Transport von Wasser in durchlöcherten Bechern, dem Rennen auf „Pedalos“ oder bei der Klärung der Frage, wer beim Hockey „das Runde in das Eckige“ bekommt. Für das leibliche Wohl wurde durch einen Imbisswagen und Angebote der Eltern gesorgt. Die gezeigten sportlichen Leistungen waren teilweise beachtlich. Ab Mittag fand dann ein zweistündiger Sponsorenlauf im gut gefüllten Stadtpark und entlang der Mehde statt, bei dem die Teilnehmenden zu Gunsten ihrer Schule fleißig ihre Runden drehten. Denn sie hatten im Vorfeld Sponsoren gefunden, die ihnen für jede absolvierte Runde von rund 700 Metern eine bestimmte Summe zahlen wollten. Ein Ansporn, der nicht nur die Schülerschaft zu ungeahnten Höchstleitungen motivierte. So liefen auch Teile des Kollegiums mit und sammelten so Geld für ihre Schule. Auch beim Sponsorenlauf war übrigens für die Versorgung mit Getränken und Vitaminen gesorgt. Die wurden auch benötigt, denn am Abend fand dann für die Klassen 5 bis 9 eine Disco im St.-Viti-Gymnasiums statt. Aus Gründen des Jugendschutzes dürfen sie nämlich am Sonnabend nicht am großen Jubiläumsball teilnehmen. |
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Die Ballbesucher waren von den Einlagen begeistert. Fotos: zi |
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Schulabschied
glanzvoll gefeiert Zeven (zi). Die Abiturientinnen und Abiturienten des St.-Viti-Gymnasiums feierten mit ihren Verwandten, Freunden und einigen Lehrern bis in die frühen Morgen eine heiße Ballnacht im Ballhaus Meyer in Zeven-Aspe. Nachdem die 88 Abiturienten am Freitag vor einer Woche feierlich ihre Zeugnisse der allgemeinen Hochschulreife erhalten hatten, stand nun am Samstagabend der traditionelle Abiball auf dem Programm, bevor nach der Abifete am 16. Juli der nächste Lebensabschnitt beginnt. Bis in den frühen Morgen feierten die über 300 Gäste zur Musik der Gruppe „Sun Set “. Die Abiturientinnen und Abiturienten eröffneten die Ballnacht mit einem Ehrentanz. Unterbrochen wurde die live vorgetragene Tanzmusik im Laufe des Abends durch kleine Spiele und eine Vorführung der Gruppe „N`Joy“ des TuS Zeven unter Leitung ihrer Trainerin Sandra Körner. Die andere Trainerin der Gruppe, Franziska Roose, gehört zum diesjährigen Abiturjahrgang und konnte „ihre“ Mädchen so nun einmal als Gast bewundern.
Die weiteste Anreise zum Ball dürfte wohl Zurethe Collins gehabt haben, die besonders von den Tanzkünsten der Ballbesucher begeistert war. Die 16-Jährige aus Mpumalanga in Südafrika ist als Austauschschülerin zur Zeit Gast der Familie Fränkel in Zeven, deren Tochter Gundula ebenfalls zu den Abiturienten gehört. Die weiteste Anreise zum Ball dürfte wohl Zurethe Collins gehabt haben, die besonders von den Tanzkünsten der Ballbesucher begeistert war. Die 16-Jährige aus Mpumalanga in Südafrika ist als Austauschschülerin zur Zeit Gast der Familie Fränkel in Zeven, deren Tochter Gundula ebenfalls zu den Abiturienten gehört. Bläserklasse
sucht noch Mitglieder
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Zeven
(hö). Drei Versuche. Ein recht runder, ein unruhiger und einer,
der die ersten beiden überbietet. Die Rede ist vom neuen Logo
des Zevener St.-Viti-Gymnasiums, das ab Mittwoch, dem Jubiläumstag
der Schule, nicht nur die offiziellen Briefköpfe zieren wird
- sondern alles andere auch.
und
später die Zusage zurUmsetzung. „Ein Logo muss einfach
sein", erklärt der Ex-St.-Viti-Schüler. Einprägsam
eben und von hohem Wiedererkennungswert. Dennoch, betont der Fachmann,
nicht einfältig. Und das ist das neue Emblem des Gymnasiums
fürwahr nicht.
Zeven (hö). Seit Wochen schon bereitenSchüler und Lehrer die große Geburtstagsfeier zum 50-jährigen Bestehen des Zevener St.-Viti-Gymnasiums vor. Viel Zeit hat dabei auch das Gestalten des neuen Logos und des Flyers in Anspruch genommen. Die Info-Broschüre, aufgeklappt größer als zwei DIN-A-3 Bögen, berichtet über alles, was sich zu wissen lohnt. Über das Angebot der Schule, über Kunst und Kultur, über Geschichte, über Schüleraustausch und das was kommt, wenn das Abitur geschafft ist. Gestaltet übrigens hat den Flyer, der die Überschrift „Ein Gymnasium macht Schule" trägt, eine ehemalige Schülerin des Viti-Gymnasiums, wie Schuldirektor Elmar Wagener nicht ohne Stolz mitteilt. Gabi Witthohn aus Seedorf hat sich der Gestaltung des übersichtlichen Faltblatts angenommen.
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Zeven (zi). Eine der internationalsten Biografien unter den ehemaligen Lehrern des St.-Viti-Gymnasiums hat sicherlich Brian McGauran. Geboren als vierter von acht Söhnen eines IRA-Kämpfers in Belfast (Nordirland), aufgewachsen und zur Schule gegangen im englischen Coventry, Studium der Sprachen Englisch, Französisch und Spanisch in Leeds. Noch als Student lernte er seine deutsche Frau Gerda kennen und heiratete sie 1962. Zwei Jahre später beendete er sein Studium und wurde Lehrer in Leeds. 1967 gingen die beiden McGaurans an den Persischen Golf, wo Brian McGauran als Fremdsprachenlehrer für junge Araber in Katar bzw. den Vereinigten Arabischen Emiraten und nebenberuflich als Nachrichtensprecher für einen dortigen Fernsehsender tätig war. 1977 ging es mit inzwischen fünf Kindern zurück nach Europa (Zitat vom lachenden Brian McGauran: „Es gab kein gutes Fernsehen und außerdem haben auch viele Araber mehrere Kinder...“), da die ältesten Sprösslinge dort auf ein Internat gehen mussten und dabei nicht sehr glücklich waren. Die Wahl zwischen Deutschland oder England als neues Tätigkeitsfeld wurde zu Gunsten von Deutschland entschieden, wo das Land Niedersachsen noch Lehrerbedarf hatte.
Auch die Schülerschaft profitierte damals von der hohen Zahl der Muttersprachler und kam in den Genuss von Klassenfahrten, die zum Beispiel nach Frankreich, die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien führten. Brian McGauran wurde aber auch schnell durch andere Dinge bekannt. Und sei es als Sänger in verschiedenen Schülerbands auf dem damals noch so genannten „Dritte Welt Basar“. Außerdem hatte die Familie McGauran nach ihrem Umzug in den Ginsterweg einen Partykeller, der auch von der Schülerschaft stark frequentiert wurde. Hierbei spielte natürlich auch der Umstand eine große Rolle, dass die Kinder der Familie ebenfalls auf dem St.-Viti- Gymnasium Schüler waren. „Das Haus war immer voll und manchmal wusste man gar nicht, wer denn jetzt gerade hier war und am Morgen zum Frühstück aus dem Keller kriechen würde“, fassen Gerda und Brian McGauran in der Erinnerung die damalige Zeit zusammen. 1996 wechselte der Lehrer für zwei Jahre nach Tarmstedt, bevor er 1998 in Rente ging. Seitdem reist er mit seiner Frau viel und besucht seine Kinder und die sechs Enkelkinder. So waren die beiden Zevener im vergangenen Jahr in Mexiko, Italien, England und Irland. Für dieses Jahr stehen schon Indien und Frankreich als Ziele fest. Und wenn Brian McGauran mit seiner Frau mal in Zeven ist, geht er in das Internet und macht Familienforschung oder ist in der Kantorei der Zevener St.-Viti-Kirchengemeinde aktiv. Zeven
(zi). Ein Auszug aus der gereimten Schulordnung aus der Anfangszeit
des St.-Viti-Gymnasiums: "Sauber
müsst Ihr Eure Klassen halten |
![]() Im Eiscafe Santin gibt es zur Zeit Stilleben aus dem 12. Jahrgang des St.-Viti-Gymnasiums zu sehen. Fotos: zi |
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50
Jahre Gymnasium: Ausstellungen eröffnet Zeven (zi). Im Rahmen der Veranstaltungen zum Jubiläum des St.Viti-Gymnasiums wurden nun auch zwei Ausstellungen mit Arbeiten aus dem Kunstunterricht der Schule eröffnet. Bereits
in der Vergangenheit gab es Ausstellungen mit Arbeiten aus der Schülerschaft
des Gymnasiums an verschiedenen Orten in der Stadt. Am Montagvormittag
wurde nun von Henri Blanken, dem Leiter der Geschäftsstelle
der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde, und den beiden Kunsterziehern
Sandra Giörtz und Michael Reuter in den Geschäftsräumen
des Geldinstitutes eine Ausstellung mit 33 Bildern aus allen Jahrgängen
des Gymnasiums eröffnet.
Die
Werke sind bis Mitte Juli zu sehen. Und am Sonnabend, 9. Juli, dem
Tag, an dem das Schuljubiläum in der Innenstadt gefeiert
wird (wir berichteten), wird das Geldinstitut ebenfalls für
Besucher der Ausstellung geöffnet sein. |
| LESERBRIEFE |
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Zum
Artikel „Eine Sache zu Ende bringen" vom
vergangenen Sonnabend äußert sich ZZ-Leser Thomas
Rippe kritisch. Er schreibt: |
Umgeben von Reiseandenken: Dr. Schwarz am Schreibtisch.. Foto: zi |
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Im
Alter von 18 Jahren schon Lehrer Zeven
(zi). Eine interessante Biografie hat auch der ehemalige Lehrer
des St.-Viti-Gymnasiums, der durch die Zeitumstände sicherlich
die umfassendste Ausbildung der in Zeven lebenden Pädagogen
erworben hat. Möglich wurde diese „Karriere“ durch den akuten Lehrermangel, der durch die Kriegsfolgen und die Entnazifizierungen entstanden war. Allerdings blieb es für Herrn Schwarz nicht bei diesem Schnellkurs. 1948 folgte eine Weiterbildung zur ersten und 1950 zur zweiten Lehrerprüfung. Von 1946 bis 1956 war er Volksschullehrer in Dresden, bevor er von 1956 bis 1959 an der Universität Leipzig seinen Diplomstudiengang in Geschichte und Geographie absolvierte. Nach dessen Abschluss verließ er die Deutsche Demokratische Republik via Berlin nach Hamburg. Er meldete sich dann beim Regierungspräsidium in Stade, wo man ihm eine Stelle als Englisch- und Klassenlehrer in der Schule am Klostergang anbot. Hier unterrichtete er die 5. - 9. Klassen und legte parallel zu seiner Tätigkeit in Zeven an der Pädagogischen Hochschule Oldenburg noch einmal die Prüfungen für Realschullehrer ab. 1968 promovierte er dann an der Universität Münster zum Doktor phil. mit einem Thema zur oldenburgischen Landesgeschichte. Ein Jahr später wurde er Gymnasiallehrer mit den Fächern Geschichte, Geografie und Deutsch. Am St.-Viti-Gymnasium unterrichtete er in den ersten Jahren als Klassenlehrer 5. bis 7. Klassen. In
den 21 Jahren von 1969 bis zu seiner Pensionierung als Studiendirektor
1990 war er sicherlich der einzige Pädagoge, der im Laufe seiner
schillernden Ausbildung die Lehrbefähigungen für alle
Klassen von der 1. bis zur 13. erworben hatte. Die zahlreichen Reisen dienten einerseits der Weiterbildung und andererseits Studienzwecken. Der Belebung seiner Unterrichtsstunden und der gelungen Visualisierung von ansonsten trockenen Sachverhalten dienten sie auf jeden Fall. Die Zeit seit seiner Pensionierung bezeichnet Dr. Schwarz als „meine schönsten Jahre“, da er nun nach eigener Aussage die Möglichkeit hat, seinen Interessen zu folgen. Dazu gehören unter anderem Reisen (im vergangenen Jahr zum Beispiel zusammen mit seiner Frau durch Georgien, Armenien und den Iran), Literatur und seine Hobbys, wie etwa die 80 Bände umfassende Sammlung deutscher Briefmarken. Und natürlich ist da noch seine Familie. Seit 1961 ist er mit seiner Frau Ingrid, einer Ärztin, verheiratet. Das Ehepaar hat zwei Töchter und inzwischen auch vier Enkel. Die ältere Tochter ist übrigens Ärztin und die jüngere Lehrerin. |
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Vom
Schüler zum Lehrer Zeven (zi). Ehemaliger Schüler und bis zum heutigen Tag Lehrer an seiner alten Schule: Walter Kruska kann viele Anekdoten aus fünfzig Jahren Schulgeschichte berichten. Geboren wurde Walter Kruska im Sommer 1944 als Sohn einer Bauernfamilie in Ostpreußen. Sein Vater blieb im Krieg verschollen und die Flucht führte die Familie nach Haaßel. Am 15. April 1955 wurde er dann als Schüler im ersten Jahrgang am heutigen St.-Viti-Gymnasium eingeschult. „Wir waren immer die Größten!“ sagt der Lehrer, der sein Abitur im März 1963 ablegte, im Rückblick auf seine Zeit als Schüler in der Bahnhofstraße. Denn erst mit seinem Abitur waren alle Klassenstufen am Gymnasium vollständig. Befragt zu besonderen Eindrücken seiner Schulzeit am heutigen St.-Viti-Gymnasium, erinnert er sich an den hohen Flüchtlingsanteil unter der Schülerschaft und den großen Einzugsbereich der Schule, da zum Beispiel Bremervörde damals noch ohne Gymnasium war. Eindruck machte auch der Aufklärungsunterricht in der 8. Klasse. Der fand bei seinem damaligen Biologielehrer in der Wohnung statt, wobei sein Lehrer in der guten Stube die Jungen und dessen Frau in der Küche die Mädchen aufklärte.
Eine andere Geschichte handelt von der damaligen Schulverwaltung. Als Schüler der 10. Klasse erhielt er den Schlüssel zum Büro des damaligen Schulleiters Dr. Struck. Da noch kein Schulsekretariat vorhanden war, musste er als Schüler hier zeitweise den Telefondienst übernehmen. „Da habe ich zu telefonieren gelernt“, berichtet Walter Kruska, der die Ansicht vertritt, dass er damals ideell und finanziell sehr gefördert worden sei. So stellte Dr. Struck ihm die Jugendbuchbibliothek seiner Tochter zur Verfügung oder ermöglichte ihm die Teilnahme an einer Jugendreise nach Italien. Überhaupt wurden damals nach seiner Einschätzung mehr Klassenfahrten durchgeführt als heute. Bei den Anekdoten von damaligen Lehrern sind es Erinnerungen an den Kunstlehrer Herrn Eisbrecher, an die sich der ehemalige Schüler an erster Stelle erinnert. Herr Eisbrecher war als Kriegsversehrtem ein Bein amputiert worden und trotzdem machte er „...im Sportunterricht allen Schülern am Hochreck etwas vor.“ Und die damaligen Lehrer unterrichteten auch Fächer, die sie nicht studiert hatten, denn zu Beginn gab es an der Schule nur zwei hauptamtliche Lehrer. Die anderen waren Pastoren und Aushilfskräfte. Insgesamt waren die Lehrkräfte sehr streng gegenüber der Schülerschaft. „Wir standen noch auf, wenn der Lehrer die Klasse betrat oder wir uns meldeten“, erinnert sich der Pädagoge. 1971 beendete der seit 1969 verheiratete Walter Kruska seine Ausbildung als Mathematik- und Physik-Lehrer und unterrichtete in Hamburg. 1973 wechselte er dann als Lehrer an das St.-Viti-Gymnasium, nachdem ein Anruf und Hinweis auf eine freie Stelle von seinem ehemaligen Lehrer Knoop erfolgt war. Seine damaligen Schüler waren nach seiner Ansicht lernwilliger als die heutige Schülerschaft, denn deren Desinteresse an Lehrstoffen ist manchmal stark ausgeprägt. Dafür besteht mehr Interesse an Modeerscheinungen und Äußerlichkeiten. Erwähnenswert ist der Hinweis auf die über die Jahre gewaltig gewachsene Bürokratie. „Form- und fristgerecht ausgefüllte Formulare sind wichtiger als die Qualität des Unterrichts“, ist eine bezeichnende Aussage von ihm. Dennoch sagt er: „Ich bin gerne Lehrer und würde es wohl wieder werden!“. Deshalb zählt er auch nicht die Tage bis zum Ausscheiden bis zum Ausscheiden aus dem Schuldienst im Jahr 2007, sondern überlegt, was er noch verwirklichen kann. |
![]() "Eine Sache zu Ende bringen" Zeven (tk). Die Musiker der Big Band und der Latin-Jazz-Combo des St.-Viti-Gymnasiums stahlen am gestrigen Freitagvormittag den Abiturienten die Show. Was daran gelegen haben könnte, dass die 88 zu verabschiedenden Schüler zu den größten Fans der Ensembles gehören und daher für den frenetischen Applaus gesorgt haben. Man trägt wieder Garderobe und nicht Klamotten, wenn man auf die Bühne gerufen wird, um sein Abiturzeugnis in Empfang zu nehmen. Ob das ein Zugeständnis an den von Eltern und Lehrern eingeforderten Respekt darstellt, oder dem von den gleichen Personen kritisierten Hang zu Äußerlichkeiten zu verdanken ist, wäre an anderer Stelle zu klären. Zunächst standen in der proppevollen Aula des Gymnasiums auch nicht die Abiturienten im Mittelpunkt, sondern die von Friedemann Michalek dirigierten Musiker der Big Band. Für ihre Interpretation von "Smooth operator" erhielten sie von mehr als freundlichen Applaus. Auf die drangvolle Enge kam auch Direktor Elmar Wagener zu sprechen, als er in seiner Begrüßung darauf anspielte, dass die Halle wohl zu klein werde, wenn die Mittelstufen-Jahrgänge in Hunderter-Stärke das Abitur ablegen. (Es geht, dass beweist das Jahr 1984.)
Wagener ließ seine Zuhörer wissen, dass er mit den Abiturienten vor sieben Jahren am St.-Viti-Gymnasium "eingeschult" wurde. Als Klassenlehrer habe er in den folgenden Jahren versucht darauf hinzuwirken, dass die Schüler "eine Sache zu Ende bringen", dass sie nicht nach einem fehlgeschlagenen Versuch schon aufgeben, dass sie Konsequenz entwickeln und verbindliche Regeln einhalten. Ferner erinnerte er daran, dass er bestrebt gewesen sei, mit den Eltern einen Pakt des Vertrauens für die Erziehung und Bildung ihrer Kinder zu schließen. Am Ende stand der Erfolg, so seine Einschätzung. Doch der Schulleiter ließ auch Kritik an seinen Schülern anklingen: Die Unsitte des nachmittäglichen Jobbens verhindere, dass sich die Gymnasiasten den am Vormittag vermittelten Unterrichtsstoff zu Hause individuell aneigneten. Der Stoff bleibe schlicht nicht haften. Und auch die Eltern bekamen ihr Fett: Möglicherweise fehle den Schülern ein häusliches Umfeld, in dem sie jemanden finden, dem sie von dem in der Schule Erlebten erzählen und dem sie Fragen stellen könnten. Anschließend wandte sich die Schulelternratsvorsitzende Marainne Hotting mit einem Appell an die Schüler: Ob an der Universität oder in der Firma, in der Ausbildung oder im Beruf, im Dorf oder in der Stadt, in Deutschland oder im Ausland - sie sollten sich um ihr Leben kümmern. Und auch an ein Zitat von Hermann Hesse sollten sich die mit Recht am heutigen Tage stolzen Schulabsolventen erinnern. Es lautet: "Man muss den Traum finden, dann wird der Weg leicht." Mit der Erinnerung daran, dass nunmehr die Schulzeit, nicht aber das Lernen beendet sei und einem Dank an die Lehrer sowie die Oberstufenkoordinatoren Jürgen Wedemeyer und Petra Sehrt schloss sie. Dann schlug die Stunde der Latin-Jazz-Combo unter Leitung von Sebastian Zafirakis. Die südamerikanischen Klänge des Stücks "Manha de Carneval" von Louis Bonfi hoben die Stimmung unter den schwitzenden Zuhörern. Dazu ein Leserbrief vom 28.06.2005
Wurzeln
und Flügel Zeven (tk). Für die 88 Abiturienten blickten gestern Franziska Meurer und Claas Löbbel zurück, während Schulleiter Elmar Wagener das Goethe-Zitat interpretierte: „Es gibt zwei Dinge, die Eltern ihren Kindern mitgeben sollten: Wurzeln und Flügel." Der
als Sketch angelegte Rückblick der beiden Schüler gipfelte
in einem Dank an Lehrer, Eltern, Schulpersonal und den Kopierer.
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Nach
dem Abitur: Reisen und Studieren Heute entlassen Lehrer des St.-Viti-Gymnasiums ihre Schützlinge ![]() Niklas Rother, Franziska Meurer, Sönke Holsten, Ruth Borchers und Tanja Brockmeyer (von links) freuen sich über das bestandene Abitur. Heute gibt es Zeugnisse. Foto: kvf |
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Zeven (kvf). 88 Schülern des St.Viti-Gymnasiums fällt heute ein Stein vom Herzen: Im Rahmen einer Feierstunde erhalten sie ihre Abiturzeugnisse. Die Schulzeit ist beendet, ein wichtiger Lebensabschnitt ist vorbei. Gegenüber unserer Zeitung verraten fünf Abiturienten ihre Zukunftspläne. Vor einigen Jahren war das Abitur für die heutigen Schüler der 13. Jahrgangsstufe noch weit weg. Und nun ist die Schulzeit plötzlich vorbei und alles - besonders die Zeit in der Oberstufe - ging so schnell, berichten die frisch gebackenen Abiturienten. Mit der heutigen Entlassungsfeier bestreiten die Jugendlichen ihren letzten Schultag - und den werden sie genießen. Eine der Absolventinnen ist Franziska Meurer. Die 19-Jährige ist erst seit der elften Klasse Schülerin des St.-Viti-Gymnasiums. Zuvor besuchte sie die Tarmstedter KGS. Die Hepstedterin sagt, dass sie in Zeven sehr gut aufgenommen wurde. Franziska Meurer ist Jahrgangssprecherin der Abiturienten. Mit dem Abi in der Tasche will die 19-Jährige zunächst verschiedene Praktika absolvieren und ins Ausland reisen. Sönke Holsten war ebenfalls KGS-Schüler und kam nach der zehnten Klasse nach Zeven. Der Tarmstedter zählt mit seinem Notendurchschnitt von 1,8 zu den Jahrgangsbesten. In der Grundschule übersprang er eine Klasse und hat nun mit 17 Jahren das Abitur bestanden. Sönke Holsten geht als Student an die Internationale Universität Bremen, um dort Bachelor of Science zu werden. Anschließend hat der 17-Jährige vor, mit seinen Englischkenntnissen im Ausland zu reüssieren. Tanja Brockmeyer ist bereits seit der siebten Klasse Schülerin des St.-Viti-Gymnasiums. Die Abiturientin aus Seedorf mit einem Notendurchschnitt von 1,7 betrachtet ihre Schulzeit am Gymnasium als die beste. Immer habe sie einen Ansprechpartner gehabt Die 19-Jährige wird für drei Monate ein Praktikum im Krankenhaus absolvieren und anschließend möchte sie Medizin studieren. Ebenfalls
mit einem Notendurchschnitt von 1,7 verlässt heute Ruth Borchers
aus Grafel das Gymnasium. Seit der siebten Klasse besucht die Abiturientin
die Zevener Schule. Vieles habe ihr am St.-Viti-Gymnasium gefallen.
Demnächst wird die 19-Jährige ein Diakonisches Jahr in
Kopenhagen absolvieren. Danach will sie studieren, aber den Studiengang
hat sie gegenüber unserer Zeitung nicht verraten wollen. Die Schüler sind nun froh, dass sie das Abitur bestanden haben. Bei der mündlichen Prüfung waren sie besonders aufgeregt. Die Tutoren Sigrid Jablonski und Klaus Genter-Mickley waren mit einigen Schülern des Jahrganges in Prag und London auf Studienfahrt. Ihnen haben die Fahrten gut gefallen. „Kursfahrten sind wichtig. Das ist der Moment, in dem man die jungen Menschen mal besser kennen lernen kann", sagt Klaus Genter-Mickley. Auch lobte er die Selbständigkeit der Oberschüler: „Ihr seid so vernünftig, dass man euch viele Aufgaben anvertrauen kann." Auch Jahrgangsleiter Jürgen Wedemeyer und Schuldirektor Elmar Wagener sind sich einig, dass sie mit ihren Schülern Glück haben und sich das Ergebnis des Abijahrganges zeigen lassen kann. |
Reise
durch die Zeit 50 Jahre St.-Viti-Gymnasium: Großes Sommerfest der Schule am 8. Juli ![]() Auch die Musiker der Bläserklasse des Gymnasiums werden beim Sommerfest auftreten. Foto:zi |
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Zeven (zi). Unter dem Motto „50 Jahre St.-Viti - Eine Reise durch die Zeit“ lädt das St.-Viti-Gymnasium am Freitag, den 8. Juli, von 12.00 bis 18.00 Uhr alle Interessierten zu einem Besuch ein. Neben viel Musik, Theater, Tanz, Sketchen, Aktionen und einer Tombola wird ein eigenes einstudiertes „St.-Viti-Musical“ aufgeführt. Probleme
bereitete dem Planungsteam nach Auskunft der Mitorganisatorin Irmgard
Broszeit das angemeldete Bühnenprogramm. Dieses umfasst insgesamt
über sieben Stunden, weshalb es nun an verschiedene Orte auf
dem Schulgelände verteilt werden musste. Bisher sind knapp
45 Programmpunkte gemeldet. |
Ein
Unternehmen als Pate
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Zeven (mey). Während der jüngsten Schulelternratssitzung des St.-Viti-Gymnasiums stellte der Förderverein eine Idee vor, die Schule machen könnte: Seit November mit einem neuen Namen und einem tatkräftigen Beirat versehen, wirbt er bei hiesigen Unternehmen um Betriebspatenschaften. „Freunde, Förderer und Ehemalige des St.-Viti-Gymnasiums", so die neue offizielle Bezeichnung des Fördervereins. „Zugegeben, ein langer Name, doch auch sehr aussagekräftig. Wir möchten uns nach außen öffnen", so Annette Moitje. Die zweite Vorsitzende informierte jedoch nicht nur über Namensgebung und Beirat. Sie begeisterte die anwesenden Eltern auch sichtlich mit einer neuen Idee: Betriebspatenschaften. Ab sofort wird sich der Förderverein intensiv damit beschäftigen, vielseitige Netzwerke zu knüpfen. Vielseitig daher, weil nicht nur Ehemalige und Freunde als Externe einbezogen, sondern auch Geschäftskontakte mit ansässigen Finnen und damit potenziellen Ausbildern aufgenommen, gepflegt und ausgebaut werden sollen. Ziel ist es, einerseits das St.-Viti-Gymnasium und seine Schüler bei der umliegenden Wirtschaft zur Herzenssache zu machen, und andererseits den Arbeitgebern die Möglichkeit zu bieten, ihre Betriebe vorzustellen sowie gleichzeitig ihren potenziellen Nachwuchs kennenzulernen und für sich zu begeistern. „Auch bei uns auf dem Land gibt es erstklassige Ausbildungsmöglichkeiten. Teilweise sind sie sogar derart vielfältig, dass selbst uns bei den Firmenbesuchen das Angebotsspektrum überraschte", berichten Annette Moitje und Schuldirektor Elmar Wagener. Außerdem hat sie eines schier begeistert: „Wir waren bereits mehrfach zusammen 'Klinken putzen', und die Offenheit und Sympathie, die uns von den Firmen entgegen schlug, waren einfach unglaublich. Die engere Verflechtung von Bildung und Beruf, Theorie und Praxis, Herz und Verstand gefiel allen auf Anhieb." Auch
statistisch können sie diese Aussage untermauern. Erfolgsbilanz
bisher: Acht aus Acht - Acht besuchte Unternehmen ergaben acht Zusagen
für eine Betriebspatenschaft mit dem St.-VitiGymnasium. Die
Patenschaft beinhaltet keinen festen finanziellen Aufwand, vielmehr
ist schlichtweg Engagement willkommen. Genauer gesagt: Die Bereitschaft,
Praktikumsplätze auch außerhalb der Schulpraktika-Wochen
anzubieten, Bewerber von der Patenschule (auch nach dem Studium)
wohlwollend zu berücksichtigen, Projekte (Ausflüge, Veranstaltungen,
Austausch) ideell oder finanziell zu unterstützen und sich
bei einer jährlichen Jobbörse in der Schule zu präsentieren. „Auch die Menschen, die jahrelang oder noch nie etwas mit unserer Schule zu tun hatten, opfern ihre Zeit für die Zukunft der jungen Menschen, da ist Danke zu sagen gar nicht genug", so Moitje und Wagener. Betriebspatenschaften zugesichert haben Mapa, Lisega, Weinhaus Stratmann, Jöllenbeck, Ringhotel Paulsen, Fricke-Prüß, TSI Kai Gerlach und Rechtsanwalt Jürgen Sievers. |
![]() In der Kopierwerkstatt: Welch Kunstwerke im Unterricht am Gymnasiums entstehen, wurde schon während der zurückliegenden Projektwoche deutlich. Foto:zi |
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„Schule
in der Stadt" Zeven (zi). Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Schule wird sich das St.-Viti-Gymnasium am Sonnabend, 9. Juli, mit einem Bühnenprogramm auf dem Rathausplatz präsentieren. Von
10 bis 13 Uhr wird den Zuschauern unter dem Motto „Schule in
der Stadt" dann neben Tanz und Musik auch Theater geboten. Unter
anderem kommen Bauchtanz, Big-Band-Musik, das St.-Viti-Musical oder
eine Aufführung mit dem Thema „Schule 2105" zu ihrem
Recht. Und wer am Abend ab 19.30 Uhr das Tanzbein schwingen möchte, ist zum großen Ball der Schule im Ballhaus Meyer eingeladen. Die Eintrittskarten zum Vorverkaufspreis von 9,- Euro für Erwachsene und 7,- Euro für Schüler (Nur die Jahrgänge ab Klasse 10 erhalten Einlass) sind in der Buchhandlung Lesezeichen und im Schreibwarengeschäft Mahnken erhältlich. Eine weitere Bezugsmöglichkeit ist in der Schule Herr Behrens, der dienstags, mittwochs und donnerstags in der 1. und 2. großen Pause im Besprechungszimmer neben dem Schulsekretariat des Gymnasiums den Vorverkauf vornimmt. Geboten wird den Ballbesuchern neben der Live-Musik durch die Band „Sunset" auch ein Rahmenprogramm. Alle Lehrer, Schüler, Eltern und Ehemaligen sollten sich diesen Abend nicht entgehen lassen. An der Abendkasse sind die für 10 Euro und 8 Euro zu haben. |
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Neues
Logo für das St.-Viti-Gymnasium Zeven (zi). Auf den Einladungen für den Festakt zum Jubiläum „50 Jahre St.-Viti-Gymnasium" ist es bereits zu sehen: Das neue Logo des Gymnasiums. Ein großer Buchstabe G stützt auf seinem Querstrich stilisierte Gebäudeteile der Schule und neigt sich dabei zur linken Seite. Dadurch steigt der Schriftzug zur rechten Seite an. Das Logo ist ein Geschenk und wird ab der Jubiläumswoche auf offiziellen Schreiben der Schule verwendet. Grafik: Privat |
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Antrag wird abgelehnt Zeven (tk). Niedersachsens Kultusminister Bernd Busemann (CDU) hat den Antrag des Landkreises auf Einrichtung eines Ganztagsangebots im St.-Viti-Gymnasium abgelehnt - jedenfalls für das nächste Schuljahr. Unter den 130 vom Minister genehmigten Anträgen befinden sich zwei aus dem Landkreis: Der der Beeke-Schule in Scheeßel und der der Hauptschule in Visselhövede.
Auch
wenn ihm eine andere Entscheidung lieber gewesen wäre, der
Schulbetrieb sei auch ohne Ganztagsangebot aufrecht zu erhalten,
kommentierte St.-Viti-Direktor Elmar Wagener die Nachricht aus Hannover.
„Wir haben doppelt geplant. Es geht auch so", versichert
der Schulleiter und fügt hinzu, über den Antrag aus Zeven
werde 2006 erneut entschieden. |
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Döntjes
und Daten als Spiegel der Zeit
Zeven (zi). Wenn Anfang Juli das St.-Viti-Gymnasium sein Jubiläum mit einer Festwoche feiert, wird auch eine Chronik der Schule erhältlich sein, die mit einem Jahrbuch kombiniert ist. Ihr wird man neben informativen Zahlen und Berichten auch interessante Anekdoten aus der Schulgeschichte entnehmen können. Denn
die Geschichte der Schule ist ein Spiegelbild der Zeitgeschichte der
zurückliegenden fünfzig Jahre. Entstanden unter provisorischen
Bedingungen Mitte der fünfziger Jahre wuchs und veränderte
sich die Schule baulich und in der Innenstruktur ständig. Reformen,
Neu- und Umbauten und Modernisierungen prägten den Schulalltag
über die Jahrzehnte.
Das
politische und zum Teil sehr kritische Engagement der Schülerschaft
und des Kollegiums des St.-Viti-Gymnasiums wurde in den Folgejahren
zum Beispiel auch bei Demonstrationen gegen die Nachrüstung (1983),
den ersten Golfkrieg (1991) oder den Irak-Krieg (2003) deutlich. Der
traditionelle "Dritte-Welt-Basar" (seit 1979) findet in
der Chronik ebenso Berücksichtigung wie Aktivitäten, von
denen hier nur Stichworte wie Schüleraustausch, Betriebspraktika,
sportliche Leistungen, Schülerlotsen, Musikgruppen, Theater-AG
oder die Schülerzeitung "Die Wühlmaus" erwähnt
seien. |
50 Jahre St.-Viti-Gymnasium: Die Geschichte Zeven (zi). Wenn das St.-Viti-Gymnasium Anfang Juli mit einer Festwoche sein Jubiläum feiert, dann geschieht das in Räumlichkeiten mit zum Teil bewegter Vergangenheit. Das ist der zum Jubiläum erscheinenden Chronik der Schule zu entnehmen.
Der älteste Gebäudeteil stammt aus dem Jahre 1918, also der Zeit des Ersten Weltkrieges. Um die Nahrungsmittelknappheit zu mindern, wurde in diesem Jahr in Zeven eine Kartoffelflockenfabrik gebaut. Da aber der Krieg schon wenige Monate später verloren war, war dieses Gebäude ohne Nutzen. Als während der folgenden Inflationszeit dann auch noch Schwierigkeiten mit der Kartoffelanlieferung aufkamen, wurde das Unternehmen endgültig geschlossen. Die Gebäude wurden in den 20er Jahren verkauft und eine Porzellanfabrik aufgebaut. Diese Fabrik beschäftigte rund 50 Mitarbeiter und stellte einige Jahre lang in Zeven auch Porzellan her. Ende der 20er Jahre hatte der Betrieb jedoch mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und der Untergang der Firma wurde schließlich im Herbst 1927 durch ein Feuer im Gebäude unausweichlich. Das Haus Nr. 379, wie es damals genannt wurde, brannte vollkommen aus. Die Ruine lag einige Jahre brach und verfiel zunehmend. 1931 wurde im Deutschen Reich zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit der Freiwillige Arbeitsdienst gegründet, aus dem die Nationalsozialisten später den Reichsarbeitsdienst (RAD) machten. Der Rat der Stadt Zeven war an einem Lager des Arbeitsdienstes interessiert, wozu die Ruine der Porzellanfabrik umgebaut werden sollte. Deshalb verhandelte die Stadt seit 1932 mit dem Treuhänder der Firma, dem das Grundstück immer noch gehörte. Mitte 1933 konnte die Stadt Zeven dann das Anwesen mit Hilfe eines Kredites kaufen. Das Haus wurde wieder aufgebaut und der anfallende Schutt zur Befestigung der Ernst-August-Straße verwendet. Schon einige Zeit später zog der RAD ein, der am Bau der Autobahn zwischen Bremen und Hamburg beteiligt war. Als die Engländer im April 1945 Zeven besetzten, wurde der RAD aufgelöst und die nationalsozialistischen Symbole am Gebäude wurden entfernt. Das Gebäude beherbergte nacheinander "DPs" ("Displaced Persons"), Flüchtlingsfamilien, und eine Abteilung der "GCLO" ("German Civil Labour Organisation"). Und das teilweise zeitgleich. Da für eine besondere Pflege des Gebäudes jedoch kein Geld vorhanden war, verfiel das Haus Nr. 379 mehr und mehr.
Nach dieser wechselvollen Geschichte wurde das Haus endlich zu dem, was es heute noch ist: Eine Schule. 1954 wurde der Plan einer Oberschule in Zeven vom Kultusminister genehmigt und schon wenig später begann der Umbau. 1955 zogen dann die ersten Schüler und das Lehrerkollegium ein, die sich aber in der Anfangszeit mit ihren zwei Klassen das Gelände noch mit weiteren Bewohnern teilen mussten. Bis 1973 lag die Schulträgerschaft bei der Stadt Zeven und ging 1974 an den Landkreis Bremervörde über, der 1977 mit dem Landkreis Rotenburg zusammengelegt wurde. Gerade in den vergangenen Jahren wurde am und im heutigen St.-Viti-Gymnasium sehr viel investiert, gebaut und modernisiert. Die heutige Schule beherbergt zur Zeit fast 1000 Schüler und die Gestaltung des Pausenhofes wird bis zur Festwoche Anfang Juli sicherlich abgeschlossen sein. |
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Vorurteile
überprüfen
Zeven
(kvf). Das Nachbarland Polen ist vielen Schülern unbekannt. Ein
Ziel des Austausches ist deshalb, die Nachbarn besser kennen zu lernen.
Seit Sonntag sind 14 polnische Schüler mit drei Lehrerinnen in
Zeven zu Gast. Stadt-Bürgermeister Hans-Joachim Jaap begrüßte
die Jugendlichen mit ihren Partnern des St.-Viti-Gymnasiums im Rathaus.
Der
Schüleraustausch mit dem Nachbarland findet zum zweiten Mal statt
und ist nach Auffassung der Lehrerinnen eine gute Ergänzung zum
Austausch mit Schweden. Im September fahren 16 Schülerinnen und
Schüler aus Zeven ins polnische Lodygowice und Zywiec. Das Angebot
ist für die zehnten Klassen gedacht, die Teilnahme ist freiwillig.
Sprachkenntnisse in Polnisch bestehen auf Zevener Seite nicht. Aber
die Gäste lernen Deutsch in der Schule. So wird sich auf Deutsch
und Englisch unterhalten. |
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50 Jahre Gymnasium: Zeven
(zi). Aus Anlass des Schuljubiläums hat das St.-Viti-Gymnasium
einen Kalender für das Jahr 2006 auf den Markt gebracht, der
sich nach Auskunft des Kunstlehrers Michael Reuter schon am ersten
Verkaufstag „zu einem Renner" entwickelte. Erhältlich
ist er in der Schule und über das Internet.
Wer als Ehemaliger oder Freund des Gymnasiums diesen, bei den Zevener
Firmen MouseDesign und Zeller Druck hergestellten Kalender erwerben
möchte, kann sich auch über das Internet unter www.st-viti.de
sein Exemplar sichern. Die Auflage umfasst 750 Exemplare und nach
Auskunft von Michael Reuter gab es bei der Auswahl der Bilder die
Qual der Wahl. „Wir hatten Schwierigkeiten, uns zu beschränken,
da sehr viele tolle Arbeiten vorlagen, die alle tauglich gewesen wären!"
Die zwölf ausgewählten Bilder zeigen jetzt in verschiedenen
Techniken wie Malerei, Zeichnung, Collage oder Radierung ein breites
Spektrum vom Portrait über abstrakte Arbeiten bis zum Stillleben. |
Jubiläum:
50 Jahre
Zeven (zi). Der große Ball des St.Viti-Gymnasiums zum 50-jährigen Jubiläum der Schule findet am Sonnabend, 9. Juli, ab 19.30 Uhr im Ballhaus Meyer in Zeven-Aspe statt. Für diese Veranstaltung sind ab Anfang Juni die Karten erhältlich. Wie Irmgard Broszeit vom Organisationsteam der Feierlichkeiten gegenüber unserer Zeitung mitteilt, sind die Eintrittskarten für den Ball zum Vorverkaufspreis von neun Euro für Erwachsene und sieben Euro für Schüler (nur die Jahrgänge ab Klasse 10) in der Buchhandlung Lesezeichen und im Schreibwarengeschäft Mahnken erhältlich Eine
weitere Bezugsmöglichkeit ist der Schulassistent Gustav Behrens,
der dienstags, mittwochs und donnerstags in der ersten und zweiten
großen Pause im Besprechungszimmer neben dem Schulsekretariat
des Gymnasiums den Vorverkauf vornimmt. |
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Aus
Experiment wird ein riesiger Erfolg Zeven
(zi). Zu einem Höhepunkt im Rahmen von "KulturLandKultur"
wurde am Sonnabendabend eine ungewöhnliche kulturelle Veranstaltung:
"Viti meets Quab".
Sonnabendabend ein überzeugendes und teilweise sehr eindringliches Programm zum Thema "Ausgrenzung und Berührung". Hierbei wechselte Maskenspiele und Lesungen mit Titeln wie "Zusammen ist man weniger allein" oder "Von grenzenloser Ausgrenzung und dem "Lob der Verschiedenheit". Schon das Wortspiel mit Masken zu Beginn des Abends machte das Thema der Veranstaltung deutlich: Schwarz gekleidete Masken-Darsteller, die jeweils Buchstaben in der Hand hielten, wollten eine weiße Maske und deren Buchstaben nicht in ihren Reihen dulden. Erst als sie merken, dass sie ohne sie keine vollständige Gruppe sind, die das lange Wort "Ausgrenzung", beziehungsweise "& Berührung" bilden kann, nahmen sie die weiße Maske in ihrer Reihe auf.Und das Experiment der Zusammenarbeit zwischen Quab und Theater-AG hatte durchgängig anspruchsvolle und sensibilisierende Beiträge.Untermalt wurde die rund 90 Minuten dauernde Premieren-Veranstaltung, die nach Ansicht der Besucher unter allen Umständen wiederholt werden sollte, von der Latin-Jazz-Combo des St.-Viti-Gymnasiums mit Stücken wie zum Beispiel "All the things you are", "Blue Bossa" oder "Black Orpheus". Das begeisterte Publikum bedankte sich nach Ende der Vorstellung bei den Akteuren mit lange anhaltendem Beifall, der sicherlich weit zu hören war.
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Ausgrenzung
und Berührung Zeven
(zi). Im Rahmen von „KulturLandKultur“ wird dem Publikum
am Sonnabend, 21. Mai, ab 19 Uhr in der Tagesstätte Quab ein
besonderer Abend geboten. Hier die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums, einer der wichtigen Kulturträger in Zeven seit vielen Jahren, dort das Quab, seit seinem Bestehen abends und am Wochenende gelegentlich Ort verschiedener ungewöhnlicher kultureller Veranstaltungen, tagsüber Stätte für Menschen, die nach einer psychischen Erkrankung den Weg zurück in das Alltagsleben finden möchten.
Nach Auskunft von Gaby Reetz, Leiterin der Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums, und Ulrike Droste, Mitarbeiterin des Quab, entstand die Idee für das Projekt aus dem allgemeinen Bedürfnis beider Seiten nach Begegnung und der Freude am Experiment. Und so laden die Beteiligten nun im Rahmen der Kulturtage zu einer szenischen Lesung von rund 90 Minuten in die Begegnungsstätte. Es geht um Ausgrenzung und Berührung. Ausgrenzung – der psychisch erkrankte Mensch erfährt sie oft und vielfältig. Die Erkrankung löst nicht nur beim Betroffenen selbst, sondern auch bei anderen Menschen Angst aus. Und damit auch Abwehr. Durch diese Erfahrung sind viele Teilnehmer des Quab sensibilisiert auch für die Ausgrenzung anderer: Zum Beispiel von Ausländern. Und die Ausgrenzung lebt auch in der Gruppe selbst. Immer gibt es jemanden, der am unteren Ende der Hackordnung steht, dessen Verhaltensweisen vielleicht ungewöhnlich, befremdlich und deshalb lästig oder beängstigend sind. Zu lernen, sich mit den persönlichen Eigenarten gegenseitig auszuhalten, ist Herausforderung und ein Akt der Berührung. Denn der Wunsch, zurück in den Alltag zu finden, kann sich nur realisieren in der Berührung auch mit Menschen außerhalb der Tagesstätte. Die erst vor kurzer Zeit gegründete Latin-Jazz-Combo des St.-Viti-Gymnasiums wird die Veranstaltung musikalisch untermalen.
Die Formation um Sebastian Zafirakis entstand spontan während der Vorbereitungen zum 50-jährigen Jubiläum des St.-Viti-Gymnasiums. Mit Leidenschaft und Hingabe musizieren die jungen Mitglieder Latin-Jazz und Jazz sowie Swing zum Genuss der Zuhörer. Zum Repertoire gehören bereits jetzt Jazz-Klassiker wie „Cantaloupe Island“ oder Arrangements vom Leiter der Gruppe. Als Verstärkung für den Auftritt am 21. Mai wird die Schülerband von anderen Musikern unterstützt. |
Verschoben:
St.-Viti als Ganztagsschule |
Zeven
auf dem Zehner suchen Zeven (ZZ). Im vergangenen September besuchte eine Schülergruppe des Zevener St.-Viti-Gymnasiums die Partnergemeinde Skara. Am vergangenen Freitag traf der schwedische Gegenbesuch in der Stadt am Walde ein. Die schwedische Gäste kamen nach fünfzehn Stunden Zugfahrt - mit zweistündiger Unterbrechung in Kopenhagen - auf dem Rotenburger Bahnhof an, wo die Zevener Schüler die Skandinavier empfingen. Nach der Begrüßung der Schüler wurden die größtenteils müden Jugendlichen bei ihren Gastfamilien untergebracht. Einige von ihnen begannen das Wochenende gleich mit dem Besuch einer „typisch deutschen Geburtstagsparty". Am Sonnabendnachmittag traf sich die gesamte Gruppe zum Beachvolleyball-Spielen im Heeslinger Stimmbeck. Zu später Stunde lernten die Schweden dann das Norddeutsche Nachtleben richtig kennen. Dies war für viele Gäste eine gänzlich neue Erfahrung - die ihnen zum Teil noch am Sonntagabend beim Grillen im „Großen Holz" anzusehen war.
Am Montag begrüßte St.-Viti-Schulleiter Elmar Wagener die Austauschschüler, bevor sie Zeven während einer Stadtführung kennen lernten. Im Rathaus wurde die Gruppe vom Stadt-Bürgermeister Hans-Joachim Jaap empfangen und auf den Turm geführt, von wo aus der Blick über die Stadt genossen wurde. Ein Besuch des Kloster Museums und des Christinenhauses standen ebenfalls auf dem Programm. Nach der zweistündigen, informativen Führung beendeten Deutsche und Schweden den Vormittag in der Stadt und kehrten erst spät zurück ins St.-Viti-Gymnasium. Sowohl Deutsche als auch Schweden blicken den noch verbleibenden Tagen freudig entgegen. Denn: Ein Besuch im Heidepark, ein Tag in Hamburg und viele weitere Aktivitäten in und um Zeven erwarten Gast und Gastgeber noch. |
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Gymnasium
wird zur „School of Rock“ Insgesamt vier Bands heizten der Menge mit Punk und Rock ordentlich ein. Dabei spielten die Gruppen sowohl bekannte Coverversionen aber auch eigene Songs. Fans von Nirvana („Rape me"), Greenday („Basket Case") oder den Red Hot Chili Peppers („Californication") kamen dabei voll auf ihre Kosten. Neben den vier Jungs von Risk of Addiction (unser Foto, vormals 'Johan likes Punkrock') mit Sänger Johannes Prüß, Bassist Jona Willenbrock, Schlagzeuger Simon Brunkhorst und Adrian Peters an der E-Gitarre, brachten außerdem KSK, Taktlos und Hard Spank das Publikum zum Pogen und Tanzen. Rund drei Stunden dauerte das Pausenhallenkonzert, bei dem die Besucher sichtlich ihren Spaß hatten und alle Beteiligten eine gute Stimmung auf und vor der Bühne verbreiteten.
Die Pausenhalle war bis auf die letzten Ränge gefüllt. |
Gymnasiasten
sollen sich profilieren Neuregelungen zur Oberstufe treten mit Beginn des nächsten Schuljahres in Kraft - Mathematik bis zum Abitur ein MUSS |
![]() Bei eingeschränkter Wahlfreiheit für die Oberstufenschüler ergibt sich womöglich eine einfachere Stundenplan-Gestaltung. Zudem "spart" Schulleiter Wagener Lehrerstunden in den Schwerpunktfächern. Foto: tk |
Zeven
(tk). Kultusminister Bernd Busemann will die niedersächsischen
Gymnasiasten mehr fordern. Mit Beginn des nächsten Schuljahres
tritt die Oberstufen-Reform in Kraft. Dann müssen die angehenden
Abiturienten Schwerpunkte bilden. Mathematik, Deutsch und eine Fremdsprache
sind Pflichtfächer. |
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Minister
Busemann will die „Qualitätsschule" durchsetzen. Diesem
Ziel stehen die bislang gegebenen Wahlmöglichkeiten in den Jahrgängen
elf bis dreizehn entgegen, meint er. Er spricht von Beliebigkeit,
an deren Stelle er Verbindlichkeit setzen will. Mit Beginn des neuen
Schuljahres müssen sich die angehenden Abiturienten für
einen Fächerschwerpunkt entscheiden.
Drei Schwerpunkte Die Schüler des St.-Viti-Gymnasiums werden zwischen maximal drei Schwerpunkten wählen können. Sie dürfen sich für den sprachlichen, den naturwissenschaftlichen oder den gesellschaftswissenschaftlichen Bereich entscheiden. Unabhängig davon müssen sie die so genannten „Kernfächer" Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache bis zum Abitur belegen. Die Entscheidung für einen der drei möglichen Schwerpunkte bedingt zudem, welche Fächer als Haupt-, Ergänzungs- sowie Wahlfächer zu belegen sind und in welchem Fach außerhalb ihres Schwerpunktes sie sich der Abiturprüfung zu unterziehen haben. Das Unterrichtsangebot einer Schule werde fortan nicht mehr von der Nachfrage der Schüler abhängen, meint Busemann. Was im Zuge der Oberstufen-Reform auf die Zevener Gymnasiasten zukommt, erläutert der Direktor des St.-Viti-Gymnasiums Elmar Wagener. Die Schüler werden künftig eingeschränkte Wahlmöglichkeiten haben. Sie müssen je nach Schwerpunkt Leistungsblocks zusammenzustellen. Sie werden in fünf statt bislang vier Fächern eine Abiturprüfung abzulegen haben. Drei dieser fünf Fächer werden Leistungskursniveau erreichen. Die Schüler werden vier schriftliche Arbeiten zu schreiben und eine mündliche Prüfung zu absolvieren haben. Deutsch, Mathematik und eine Fremdsprache sind Pflichtfächer, die jeweils vierstündig pro Woche unterrichtet werden. Wer einen sprachlichen Schwerpunkt bildet, der wählt eine weitere Fremdsprache, die pro Woche mit vier Stunden zu Buche schlägt. Darüber hinaus hat er ein Prüfungsfach aus einem anderen Schwerpunkt zu belegen. Auch dieses Fach wird wöchentlich vier Stunden unterrichtet. Wer seine Stärken in der Naturwissenschaft liegen sieht, der wählt neben Mathematik ein weiteres Prüfungsfach aus diesem Bereich. Eine Prüfung muss auch hier in einem Fach abgelegt werden, das aus einem anderen Schwerpunkt kommt. Wenn die Schwerpunktbereiche Sprachen und Naturwissenschaften abgedeckt sind, kann die Schule den Schwerpunkt Gesellschaftswissenschaften als dritte Option anbieten. Dieses Modell strebt das St.-Viti-Gymnasium an. Neu ist darüber hinaus, dass unabhängig von den Schwerpunkten ein so genanntes „Seminarfach" eingeführt wird, in dem fächerübergreifend gearbeitet wird. Auch der Unterricht im Fach Politik ist zwingend für die Oberstufenschüler. Damit will der Kultusminister „sächsischen Verhältnissen" vorbeugen. Die Umsetzung
der Reform werde dazu führen, erläutert Schulleiter Wagener,
dass der Oberstufen-Unterricht je nach Schwerpunkt weitgehend in
stabilen Lerngruppen von jeweils etwa 20 Schülern erteilt wird.
Es werden sich quasi Klassen bilden, deren Schüler zwischen
24 und 26 Stunden Stabile Lerngruppen Der Unterricht in stabilen Lerngruppen werde zu einer besseren Nutzung der Lehrerressourcen führen, argumentiert Wagener. Da die Pflicht- und Prüfungsfächer mit jeweils vier Stunden pro Woche angesetzt sind, und die Leistungskurse derzeit mit fünf Stunden zu Buche schlagen, „müssten wir Lehrerstunden .sparen'", rechnet Wagener vor. Das ist vor allem für die Erteilung von Chemie-, Physik- oder Latein-Unterricht wichtig. Denn an Pädagogen mit entsprechender Fächerkombination herrsche Mangel im Land. Im Juli soll die Planung für die Umsetzung der Oberstufen-Reform am St.-Viti-Gymnasium vorliegen. Dann wird das Konzept den Teilnehmern der Gesamtkonferenz vorgestellt. Hier fällt die Entscheidung. Wageners Ziel ist es, die Bildung der Schwerpunktbereiche nicht alljährlich wieder ändern zu müssen. Diesem Ziel folgt auch, eine den Schwerpunkten entsprechende Profilierung bereits in der Mittelstufe zu erreichen. |
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Christoph
Gerken ist Spitze in Geografie Hatzte
(ZZ). Seit Ende Januar misst sich an deutschen Schulen wieder der
Nachwuchs der Geografie-Experten. Der 15-jährige Christoph
Gerken ist der Schulsieger des St.-Viti-Gymnasiums im Wettbewerb
„National Geographie Wissen 2005" und hat sich damit
für den Landesentscheid qualifiziert. |
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Wer
ist das Opfer und wer ist der Täter? Theater-AG begeistert Publikum mit Komödie |
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![]() Bente Varlemann und Philipp Spreckels bei lustvollen Fesselspielen, die jedoch entgleisen. |
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Zeven
(sd). Der Titel des Stücks, mit dem die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums
Premiere feierte, lässt Schreckliches ahnen. Schließlich
verbindet man mit „Terrorismus" die globale Gewaltausübung
radikaler Gruppen. |
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| Die
Autoren, die Gebrüder Oleg und Wladimir Presnjakow, aber meinen
und schildern eine ganz andere Form des rücksichtslosen Vorgehens,
nämlich den Terrorismus im Netzwerk des alltäglichen Lebens.
Das Stück „Terrorismus" ist eine überaus groteske
Jetzt-Zeit-Story, die unter der Regie von Gaby Reet/ brillant inszeniert
wurde. Die rabenschwarze Komödie wird heute und am morgigen Sonnabend
erneut aufgeführt. Beginn ist jeweils um 20 Uhr. In ihrer neuen Inszenierung setzt die Theater-AG ganz eindeutig die Schwerpunkte im Bereich der Schauspielkunst. Bühnenbilder und -technik sind auf ein Mindestmaß beschränkt, doch das ist auch gut so, denn das Stück verlangt höchste Konzentration für die Dialoge der Schauspieler, die sich allesamt Bestnoten verdienten und bei der Premiere lautstark gefeiert wurden. Terrorismus ist ein Stück voller Gegensätze. Tragik und Humor, Opfer und Täter, Realität und Fiktion, wer ist wer und was ist oder sein könnte oder bereits war, liegt im Verborgenen und wird doch offenbart. |
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| Erstes Mobbing-Opfer | ||
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Zunächst
scheint es, als sei „Terrorismus" eine Aneinanderreihung
kleinerer Episoden. Die imaginäre Kamera schwenkt zunächst
auf einen Flughafenterminal und zeigt ein erstes Opfer, den ehrenwerten
Mitarbeiter, der dem Mobbing in der Firma nicht mehr gewachsen war
und daraus die Konsequenzen zieht. Er kündigt und wandert damit
auf das soziale Abstellgleis.
Was ihm bleibt, ist ein leerer Koffer und die Bettelei. Dergleichen aber duldet die Gesellschaft nicht, und mit massiver Gewalt wird er von den Staatsdienern des Flughafens verwiesen. Dass ausgerechnet die Ausübung der Staatsgewalt eine fatale Kettenreaktion auslösen soll, ahnen die Zuschauer noch nicht. Wieder schwenkt die Kamera und beschreibt die Szenerie der Angst vor dem großen Terrorismus, denn der besagte Koffer sorgt für das perfekte Chaos auf dem Flughafen, weil man in ihm eine Bombe vermutet. Ehe die Frage beantwortet wird, schwenkt die Kamera erneut und fokussiert auf den alltäglichen Terrorismus, der ein absurdes Potenzial menschlicher Abgründe offenbart.
Wer
beim lustvollen Fesselspiel beim Sex am Nachmittag Opfer oder Täter
ist, ist kaum zu beantworten, denn jeder rächt sich auf seine
Weise für den seelischen Terror, und jeder nutzt dazu ein anderes
Mittel der Gewalt, des Terrors. Am Ende der Szene sieht man eine gefesselte
und gedemütigte Frau, einen Liebhaber, der sich wiederum an seiner
Frau rächt. Die Kameraleute Oleg und Wladimir Presnjakow zeigen dem Publikum weitere Szenen des privaten Terrorismus. Im ach so seriösen Büro, dessen Mitarbeiterinnen ständig gemobbt, unterdrückt und auf Leistung getrimmt werden, nimmt sich eine Kollegin das Leben. Der Schein trügt Die
nächste Einstellung wirkt geradezu romantisch, doch der Schein
trügt auch hier. Zwei betagte Damen und ein schaukelndes Enkelkind
bilden die Szenerie, um den seelischen Terror in Familien zu beschreiben.
Während die eine sich ihres Ehemannes schon Glücklicherweise wird der Täter, der Momente zuvor noch Opfer war, rechtzeitig gestoppt. Nach dem unblutigen Ende schwenkt auch die Kamera wieder zurück an den Ausgangspunkt. Im Blickfeld ist der Flughafen nach der Wiederöffnung. Stewardessen
bereiten sich auf den Abflug vor, im Flugzeug erwacht der biedere
Ehemann aus einem bitterbösen Albtraum. Schweiß gebadet
greift er zum Telefon. Der Anrufbeantworter springt an ... und das
bitterböse Spiel, das die Zuschauer nur deshalb ertragen können,
weil den einzelnen Szenen die Spitzen mittels Humor genommen werden,
beginnt erneut oder auch nicht ... |
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Niedertracht
des Alltags heißt Terror
Zeven
(hö). Der Koffer lässt Schreckliches erahnen. Eine Bombendrohung
auf einem Flughafen vielleicht - oder im Parkhaus einer Großstadt.
Schon das Plakat zum Stück „Terrorismus", mit dem
die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums am Dienstag, 8. März,
Premiere feiert, macht Angst. Zu Recht: Handelt es doch vom Terror
des Alltags.
Julika
Talke und Hanna Bergelt, beide von der Theater-AG des Zevener St.-Viti-Gymnasiums,
spielen ihre Rollen resolut. Beängstigend. So, als würden
sie täglich mit gebrochenen Stimmen und Gehstock den Untergang
erst der eigenen Familie und dann der restlichen Welt beschwören. So
wertvoll wie Abwaschwasser
Am Dienstag, 8. März, ist Premiere des Stücks
der beiden jungen Brüder aus Jekaterinburg im Ural. Nicht das
erste Bühnenwerk der beiden Männer übrigens, die 1969
und '71 geboren wurden -aber eines, das gerade Furore macht. Nicht
zuletzt der Sprache wegen: Alleine die Zitate knallen auf die Zuschauer
ein, wie Kanonaden. Von Hirten im Folklorekleid ist die Rede, die
Schrott klauen und nutzlos sind. Von weniger Wert sein, als das Wasserplätschern
beim Abwaschen. |
Wie
geht es weiter mit Sittensens Gymnasium? Sittensen (Ib). Bürgermeister Heinz-Hermann Evers schildert in einem Brief an den Schul-Dezernenten beim Landkreis Rotenburg Heinz Peimann das Problem der gymnasialen Außenstelle Sittensen. So liegen immer noch keine klaren Antworten auf Fragen, die die Zukunft der Schule betreffen, vor. Der
Bürgermeister schreibt, dass die Außenstelle des Zevener
St.-Viti-Gymnasiums am Schulzentrum in Sittensen im Jahre 2004 zunächst
lediglich mit einer fünften Klasse startete, die zudem ausschließlich
Französischschüler besuchten. |
![]() Die Lehrer-Bigband Niedersachsen - unter der Leitung von Professor Bernhard Mergner - hat es bewiesen: Pädagogen können selbst so manche Theorie in klangvolle Praxis umsetzen. Fotos: mey |
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Mit
Pauke(r) und Trompeten Zeven
(mey). Zwei Stunden Jazz hautnah. Mehr als 200 Besucher ließen
sich am Sonntag im Foyer des Zevener St.-Viti-Gymnasiums einen klangvollen
Spätnachmittag nicht entgehen. Die Lehrer-Bigband Niedersachsen
war zu Gast und brachte gemeinsam mit den großen Schülerensembles
die Instrumente zum „Glühen".
Vor
rund drei Jahren beschloss ein Schar von Musiklehrern, die sich wiederholt
auf Fortbildungen für Bigband-Leiter, ausgerichtet vom Landesmusikrat
Niedersachsen, trafen, nicht mehr länger nurzu leiten, sondern
gemeinsam ein eigenes Ensemble zu gründen. Zweimal jährlich
kommen die Pädagogen nun an der Schule eines ihrer Mitglieder
zusammen, musizieren mit viel Spaß das gesamte Wochenende, das
traditionell mit einem Konzert der Lehrer-Bigband zu Ende geht.
Doch
was wäre der Auftritt der Lehrer-Bigband ohne die stimmungsvolle
Einstimmung durch die schuleigenen Musikkünstler gewesen. Sowohl
die Bigband als auch die Erste Bläserklasse des St.-Viti-Gymnasiums
sind noch junge Ensembles, doch sorgten sie mit swingenden Leistungen
für eine Begeisterung wie „alte Hasen". Die vor anderthalb
Jahren aus der Taufe gehobene Bigband erledigten den musikalischen
Auftakt des Abends mit Bravour. Auf „Jammin' The Blues"
folgte die Frage „Can You Feel The Love To-night", und
natürlich gelang ihr auch die „Mission Impossible". |
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| „Terrorismus" im St.-Viti-Gymnasium Zeven (dh). Kein Grund zur Panik! ... Oder etwa doch? Mit dem Stück „Terrorismus" betritt die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums in Zeven ab Dienstag, 8. März, einmal mehr ungewohntes Terrain. „Terrorismus"
ist ein Episodenstück, das die Brüder Oleg und Wladimir
Presnjakow 2001 erstmals auf die Bühne gebracht haben. Der Begriff
Terrorismus ist in aller Munde, doch was heißt das überhaupt?
Das eigentliche Ziel des Attentats ist nicht mehr der Tod seiner Opfer,
sondern vielmehr das Auge des Betrachters der Nachricht vom Attentat.
Vor dieser Bedrohung, die immer auch ein Angriff auf das Sicherheitsgefühl
des Betrachters ist, kann niemand mehr fliehen. Eben, Terrorismus
ist überall. So handeln alle Episoden des Theaterstücks
von Gewalt, von Terror und von Demütigung. Alltägliche Geschichten
stehen hier nebeneinander, die erst gegen Ende in einen Zusammenhang
gebracht werden. Nach der Premiere am Dienstag, 8. März, |
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Zeven (ZZ). Anlässlich des Jazzkonzerts am Sonntag, den 27. Februar ab 17 Uhr im Zevener St.-Viti-Gymnasium ging die Schüler-Bigband des Gymnasiums (unser Foto) zwei Tage in die Jugendherberge Worpswede in Klausur und probte intensiv für den Auftritt. Als gastgebendes Ensemble wird sie ebenso wie die Erste Bläserklasse des St.-Viti-Gymnasiums im Vorprogramm des Konzertes auftreten, um anschließend die Bühne für die Niedersächsische Lehrerbigband freizumachen. Drei Bands aus drei Generationen an einem Abend: Den Musikfreund erwartet ein Querschnitt durch alle Stilrichtungen und Stilepochen des Jazz. Der Eintritt zu diesem Konzert ist frei. Foto: privat (Internet-AG;jb) |
![]() Aufmerksam verfolgten die Eltern die Dikussion zum gymnasialen Zweig. Foto: Schnepel |
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Außenstelle
auf alle Fälle unterstützen Sittensen. Viele Fragen zur Zukunft der gymnasialen Außenstelle des St. Viti-Gymnasiums in Sittensen hatten die im Gasthaus Zur Alten Schmiede versammelten Eltern an die Politiker des SPD-Ortsvereins. Nicht alle wurden ihnen beantwortet. Die
Mutter eines Fünftklässlers berichtete zunächst ausführlich
von den bisherigen Erfahrungen. Steffi Kempf sagte, das gymnasiale
Angebot sei ausschlaggebend für ihren Umzug nach Sittensen gewesen.
Von den negativen Bemerkungen über die Außenstelle ließ
sich Steffi Kempf, die sich auch im Elternbeirat engagiert, nicht
abschrecken: „Wer es nicht ausprobiert, kann auch hinterher
nicht darüber sprechen“, so die junge Mutter. |
![]() Zevener Gymnasiasten lernten in Österreich das Skifahren. Foto: ZZ |
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St.Viti-Gymnasium
veranstaltet Ski-Kurse Zeven (ZZ). 1988 wurde am Zevener St.-Viti-Gymnasium zum ersten Mal ein Sportkurs „Ski alpin" für den 12. Jahrgang angeboten und in den Alpen durchgeführt. Seitdem fand der Kurs ohne Unterbrechung statt - auch 2005. Die Beliebtheit des Kurses wird jedes Jahr mit der hohen Teilnehmerzahl dokumentiert. Zu Beginn des Schuljahres machen die Schüler Konditionstraining, um sich körperlich auf den Kurs vorzubereiten. Aber auch Themen wie FIS-Regeln zum Verhalten auf der Piste, Schnee- und Lawinenkunde sowie Erste-Hilfe werden behandelt. 27 Schülerinnen und Schüler machten sich jetzt unter der Leitung von Frau Broszeit, Frau Klupsch und dem Kursleiter Reinhard Aufdemkamp per Bus auf ins Zillertal. Nach langer Nachtfahrt kamen die Gymnasiasten zwar müde, aber wohlbehalten in Fügen an. Ein ortsansässiger Skiverleiher rüstete die Kursteilnehmer mit Skiern und Schuhen aus, sodass es auf die Piste in der Hochziller-Tal-Arena gehen konnte. Da der Großteil der Teilnehmer aus Anfängern bestand, machten sie doch sehr individuelle Erfahrungen mit der Skitechnik, wobei die Pisten nicht nur mit den Skiern
durchpflügt worden sind. In den darauffolgenden fünf Tagen
gelang es den drei Skikurs-Leitern, den Schülern das Skilaufen
beizubringen und sie auch in die Carving-Technik einzuführen. |
![]() Die Schülerinnen und Schüler der Theater-Arbeitsgruppe des Zevener St.-Viti-Gymnasiums unter der Leitung von Gaby Reetz (links) sind auch in diesem Jahr mit viel Eifer bei der Sache. Foto: Privat |
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Der Alltag selbst wird zur Zündschnur Öffentliche Theater-Probe am Samstag ab 11 Uhr im St.-Viti-Gymnasium Zeven
(ak). Die Theater-Arbeitsgemeinschaft des St.-Viti-Gymnasiums spielt
in diesem Jahr das Stück „Terrorismus" nach einer
Vorlage von Wladimir und Oleg Presnjakow, zwei neue Shooting-Stars
der europäischen Theaterszene. Seit September wird geprobt. Im
März soll das Stück über die Bühne gehen. |
![]() Setzen "Sign"-Bausteine am St.-Viti-Gymnasium zusammen: Claudia de Valle und Elmar Wagener. |
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"Sign":
St.-Viti-Lehrer setzen Zeichen Zeven (tk). Die Klassenlehrer der Jahrgänge 5, 6 und 7 des St.-Viti-Gymnasiums haben sich am vergangenen Dienstag zum Thema „Soziales Lernen“ ganztägig fortbilden lassen. Das Seminar fand im Rahmen des „Sign“-Projektes statt und wurde von der Agentur Prevent durchgeführt. Auch
wenn manche Eltern die Wichtigkeit einer ganzheitlichen Sucht- und
Gewalt-Prävention noch nicht erkannt haben und sich beschweren,
dass Unterrichtsstunden ausfallen, wenn sich Lehrkräfte dem Thema
nähern, den Schülern werde das am Dienstag im Gymnasium
durchgeführte Seminar sicher zugute kommen. Darin sind sich Agentur-Chefin
Claudia del Valle und Schulleiter Elmar Wagener einig. Vor diesem Hintergrund sei ein Sozial-Training für Lehrer wichtig, sagt del Valle. Ziele der Fortbildung sind, die Lehrer von ihrem Einzelkämpfer-Dasein zu befreien und sie zu einem Team zu formen. Zudem lernen die Lehrkräfte, Soziales Lernen als festen Baustein in ihren Unterricht einzubauen. Damit wiederum helfen sie, die Klassengemeinschaft zu fördern. Sie unterstützen Mädchen und Jungen dabei, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden, die eigenen Gefühle und Wünsche zu äußern sowie Konflikte konstruktiv zu lösen. Ziel ist, dass Lehrer und Schüler gemeinsam Wege für einen respektvollen Umgang untereinander entwickeln. Dass
Eltern diese Entwicklung unterstützend begleiten, hält Claudia
del Valle für wünschenswert, denn deren Kinder werden teamfähig
sein müssen, wenn sie im Berufsleben reüssieren wollen. Auch die Schüler werden direkt in das Projekt eingebunden, indem sie zu ausgewählten Themen gemeinsam arbeiten. Schulleiter Wagener unterstützt den „Sign“-Prozess ausdrücklich – zumal der Kultusminister und der Landrat ihn in seinem Tun bestärken. Die Lehrer-Fortbildung öffne den Blick für Themen, die mit der Erteilung des Fachunterrichts nicht unmittelbar zu tun haben. Sowohl die Sensibilisierung für das Verhalten jedes einzelnen Schülers als auch das Vermitteln von Fachwissen gehören seiner Ansicht nach zum Unterricht. Die zunehmende Bedeutung von Sozialtraining sei einer geänderten Familiensituation und einer veränderten Sozialstruktur der Klassenverbände geschuldet, meint der Direktor. Abschließend kündigt Claudia del Valle an, dass bereits im Mai ein erstes Netzwerk-Forum im Zevener Rathaus stattfinden wird. Rund 80 Beteiligte werden sich fortbilden zu den Themen „Konfliktmanagement“, „Sucht“ und „Gewaltfreie Kommunikation“. |
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Nicht
nur lernen und lehren, sondern auch selbst spielen: Die Lehrer-Bigband
Niedersachsen. Foto: privat |
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Der
Funk der Musikpauker Zeven
(ZZ/hö). Die Fachschaft Musik des Zevener St.-Viti-Gymnasiums
lädt für Sonntag, 27. Februar, ab 17 Uhr zu einem ganz
besonderen Konzert ein. Die Lehrerbigband wird an diesem Tag im
Foyer der Schule spielen. |
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Neben
der Aufführung eines Musicals wird sich auch die „Latin-Jazz-Combo“
des Zevener Gymnasiums am Fest beteiligen. Foto: Zschiesche |
| Historie
der Hexenverbrennung
50 Jahre St.-Viti-Gymnasium – Große Feier im Juli – Reise durch die Zeit, Schulchronik und „chemische Zaubereien“ Zeven.
(zi) Zeven.
Die Projekttage des St.-Viti-Gymnasiums stehen ganz im Zeichen der
Jubiläumsfeierlichkeiten „50 Jahre St.-Viti-Gymnasium“
Anfang Juli. Denn schon jetzt wird hierfür fleißig geübt,
gebastelt, gemalt und vorbereitet. Und – was dort vorbereitet
wird – macht neugierig auf die geplanten Veranstaltungen. |
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Zevener
Schulen beteiligen sich am Präventionsprojekt "Sign" Zeven (hö). Seit Donnerstag ist es amtlich: Sowohl die Zevener Schulen als auch die Beeke-Schule in Scheeßel werden sich künftig am Präventionsprojekt „Sign" beteiligen. Am Donnerstag unter zeichneten Claudia del Valle, Geschäftsleitung der Prevent Agentur, die das Netzwerk koordiniert, und der Erste Samtgemeinderat Johann Klintworth die Kooperationsverträge im Zevener Rathaus. In ganz Niedersachsen beschäftigen sich bereits rund 50000 Schüler mit dem Projekt. Einen ausführlichen Artikel über das „Sign"-Projekt lesen Sie auf der folgenden Seite. Foto: hö |
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Nach
der Unterzeichnung des Implementierunsvertrags sind Johann Klintworth,
Ralf-Jürgen Müller, Claudia del Valle, Birgit Martens, Johann
Wichern und Katharina Mietz (von links) gleich an die Arbeit gegangen.
In einer ersten Sitzung, bei der rund 50 interessiere zugegen waren,
wurden Arbeitskreise gebildet, die sich künftig der Themen Gewalt
und Sucht annehmen werden. Foto: hö |
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Mit
„Sign“ Zeichen setzen Zeven. Das Banner fällt auf: Blau-gelb liefert den Untergrund für den weißen Schriftzug „Sign“. Warum das Plakat seit Donnerstag den Eingangsbereich des Zevener Rathauses ziert, ist schnell erklärt. Die Stadt Zeven beteiligt sich künftig am Präventionsprojekt „Sign“ – gegen Sucht und Gewalt an Schulen.
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| Ohne
Kopierschutz: Warhols Pop Art im Viti-Gymnasium
Zeven.
(zi) Im Rahmen der Projekttage des Zevener St.-Viti-Gymnasiums sorgten
Schüler verschiedener Klassen bereits für sehenswerte Blickpunkte
in ihrer Schule. Unter anderem wurden auf den Säulen in der Pausenhalle
Bilder gemalt, die sich dem Betrachter erst beim Umwandern der Träger
erschließen. So ist vor dem Bühneneingang eine Kuh –
auf ihrer Runde um die Säule – zu sehen, und im Durchgang
zum ältesten Gebäude der Schule finden sich große
Kopien bekannter Vorlagen wieder. Sehenswerte Duplikate von Meisterwerken
wurden auch im Kunsttrakt des Gymnasiums hergestellt. Ob Pablo Picasso,
Henri Matisse oder Andy Warhol: Sie alle werden künftig die Blicke
auf sich ziehen. „Der Schrei“ von Edvard Munch komplettiert
die Bildergalerie. Allerdings nicht das noch immer verschwundene Original
– sondern lediglich eine Kopie. Foto: zi |
Ehemalige
gesucht
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Die
Zevenerinnen Irina Maier, Carolin Bellmann und Mona Baden (von links)
suchen ehemalige Schüler des St.-Viti-Gymnasiums. Foto: kvf
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Unternehmer
gespielt 18 St.-Viti-Gymnasiasten nahmen an einer Wirtschaftswoche teil ![]() |
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Die
Schüler des St.-Viti-Gymnasiums nahmen im Rahmen der Wirtschaftswoche
an einem Unternehmensplanspiel teil. Andreas Mätzold (links)
und Dirk Röver (rechts) betreuten sie. |
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Planung
und Entscheidungen bezogen sich auf Art und Umfang der Produktion,
auf Entwicklungsaufwendungen, auf Investitionen Die Entscheidungen der Planspielunternehmen sind im Anschluss an jede Spielrunde, die ein Geschäftsjahr bedeutete, durch den Spielleiter in einem Simulationsmodell ausgewertet und die Ergebnisse in Form eines Markt- und Geschäftsberichtes ausgedruckt worden. Dieser bildete die Grundlage eines Soll-/ Ist-Vergleiches zu Beginn des folgenden Geschäftsjahres. Die „Vorstände" erfuhren so entweder eine Bestätigung der verfolgten Strategie oder hatten einen Anlass, ihre Entscheidungen im nächsten Geschäftsjahr zu korrigieren. Das eigentliche Planspiel ergänzten Referate, die von Führungskräften aus der hiesigen Wirtschaft gehalten wurden. Die Schüler bekamen dadurch ein besseres Verständnis der realen wirtschaftlichen Zusammenhänge und Problemstellungen. Unterstützt
haben das Projekt die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde und der
Rotaryclub Bremervörde-Zeven. Andreas Mätzold aus Hannover
leitete das Seminar. Tolle Präsentation Schüler entwickeln Konzept für Kühlschrank Zeven
(kvf). Während des Unternehmensplanspiels der Wirtschaftswoche
erhielten die drei Schülergruppen des St.-Viti-Gymnasiums einen
Sonderauftrag. Die konkurrierenden Gruppen sollten ein umfangreiches
Marketingkonzept entwickeln. Im Hause der Sparkasse stellten sie die
Ergebnisse rund 30 Gästen vor.
Jede Gruppe hatte zehn Minuten Zeit, die Gäste von ihrer Sonderedition
des Kühlschranks zu überzeugen. Anschließend richteten
die Zuhörer Fragen bezüglich des Produkts an die Schüler.
Die Jugendlichen gaben den realen Unternehmern professionelle und
selbstbewusste Antworten und ließen sich nicht verunsichern.
Nach den Präsentationen vergaben die Gäste Punkte für
das beste Kühlschrank-Konzept. |
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| Wolfgang Lamot, Vorstandsmitglied der Sparkasse, Hans-Wilhelm Hastedt, ehemaliger Superindendent des Kirchenkreises Bremervörde-Zeven, und Lehrer Dirk Röver verfolgen die Präsentation (von links). Fotos: kvf |
Neue
Töne mit Schrauben Zeven (kvf). Eine neue Art des Musizieren lernten gestern rund 30 Schüler des Zevener St.-Viti-Gymnasiums in ihrem Grundkurs Musik kennen. Pianistin Darlén Bakke aus Hannover präparierte den Flügel und erzeugte damit außergewöhnliche Töne.
Im Rahmen des Projekts „Zeitgenössische Musik in der Schule" der Niedersächsischen Sparkassenstiftung besuchte Darlén Bakke den Musikunterricht des Zevener St.-Viti-Gymnasiums. Sie zeigte den Musikschülern der Grundkurse von Gesine Folkers und Friedemann Michalek in einer Doppelstunde den Einsatz neuer Spieltechniken der zeitgenössischen Musik. Die Pianistin nutzte für ihre Darbietungen den gesamten Flügel:
Die Tasten, die Fußpedalen und die Saiten des Innenraumes.
Die Saiten präparierte die Künstlerin mit Gummibändern,
Schrauben, und Radiergummis. Dadurch klang der Flügel des Gymnasiums
wie ein Schlagzeug, eine Harfe oder ein Cembalo.
Hörgewohnheiten wurden aufgebrochen und eine neue Klangwelt geöffnet. Die Gymnasiasten nahmen interessiert an dem Musikunterricht teil und applaudierten für die Darbietungen von Darlén Bakke. Die Künstlerin wurde in Norwegen geboren und schon früh mit Preisen ausgezeichnet. Sie studierte Musikpädagogik und Kammermusik in Oslo. Ihre solistische Ausbildung setzte sie an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover fort, wo sie seit 1986 auch als Musikpädagogin arbeitet. Als Pianistin war sie Mitglied in verschiedenen Ensembles für zeitgenössische Musik. Darlén Bakke initiiert und organisiert Musikprojekte, sie ist stellvertretende Vorsitzende der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik. Das Projekt „Zeitgenössische Musik in der Schule" findet an mehr als 50 Schulen in Niedersachsen statt. Es soll eine Altersgruppe erreichen, die erfahrungsgemäß für klassische und zeitgenössische Musik schwer zu gewinnen ist: Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 18 Jahren. Renommierte Künstler und Ensembles bringen in acht Einzelprojekten ihre eigenen Themen und Konzepte neuer Musik in die Schulklassen. Förderpartner für das Projekt am Zevener St.-Viti-Gymnasium ist die Sparkasse Rotenburg-Bremervörde. |
Klasse
8L1 in Bergen-Belsen
Viti-Schüler auf
den Spuren der Anne Frank - Eindrücke auf ZZ-Sonderseite verarbeitet

Du
musst in deinem vorigen Leben eine Tamilin gewesen sein Zeven/Chennay (dh). „Wie wär’s denn mit Curry-Huhn Madras?“ fragt eine Frau in der Fernsehwerbung – die Antwort sei dahin gestellt… Wie’s ohne Curry-Huhn aber mit jeder Menge Madras ist, weiß Ania Zymelka zu berichten. |
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Die junge Zevenerin bereist zurzeit Indien und hielt sich dabei über drei Monate in der Sieben-Millionen-Metropole Chennai – die früher einmal Madras hieß – auf. Ania, die in Polen geboren wurde und schon seit langem mit ihrer Familie in Zeven lebt, hat gerade das Abitur gemacht und nutzt nunmehr die Wartezeit auf einen Studienplatz dazu, einen ganz anderen als den westeuropäischen Kulturkreis zu erkunden. Während ihres dreimonatigen Aufenthalts in Chennai absolvierte sie ein Praktikum in der Redaktion der dortigen Internetzeitung www.chennaionline.com. „Ich habe bei meiner Ankunft in Chennai keinen Kulturschock bekommen“, verrät Ania in einem ihrer Artikel – sehr rasch machte sie sich mit Land und Leuten vertraut. Selbst das tropische Klima stellte für sie keinerlei Belastung dar. „Doch nach kurzer Zeit habe ich gespürt, dass viel mehr an diesem Land dran ist, als man aus Büchern erfahren kann. Irgendetwas hat mich süchtig danach gemacht… Allerdings ist das noch lange nicht so offensichtlich, wie der dominante Geruch exotischer Gewürze überall auf den Straßen.“ Um diesen Punkt zu finden, so Ania, müsse man an der Oberfläche kratzen, in den indischen Alltag mit all seinen reizvollen, aber zuweilen auch abstoßenden Aspekten abtauchen. Und genau das tat sie… „Ich war weniger wegen meiner Herkunft eingeschüchtert, als dass es mich ermutigte, von allen Leuten neugierig angeschaut zu werden. Ich war der einzige weiße Passagier auf dem gesamten Flughafen und als ich mit dem Taxi durch die Stadt gefahren bin, habe ich nicht einen einzigen Menschen gesehen, der nur ansatzweise nach einer 'westlichen‘ Herkunft aussah.“ Zudem sah Ania große Werbetafeln an den Straßen, die ausschließlich indische Leute in indischer Kleidung zeigten, es gab kein einziges McDonald’s-Restaurant. „Ich wusste, dass ich nicht in einer dieser überall auf der Welt gleich aussehenden Metropolen angekommen war. Chennai ist definitiv anders. Ich war froh, weil ich nach Indie gekommen war, um all diese Unterschiede – oder zumindest ein paar davon – zu erfahren.“
Gleich ob die Fahrt mit einer Motor-Rickscha, oder das Wagnis eine der mit Autos, Lastwagen, Bussen, Fahrrädern und Kühen hoffnungslos überfüllten Straßen zu überqueren – mit einer deutschen Großstadt oder gar der beschaulichen Kleinstadt Zeven hatte das nichts gemein. Ania: „Ein Inder würde Zeven eher als größeres Dorf bezeichnen…“ Besonderen Gefallen fand die junge Zevnerin am Essen, dass es in dieser südost-indischen Region gibt. „Natürlich wusste ich, dass die Inder mit der Hand essen. Aber ich hatte keinen Plan davon, dass es noch so viele andere indische Tischmanieren gibt! Beim Trinken ja nicht das Glas mit den Lippen berühren. Der eigene Teller darf, wenn man sich selbst bedient, nicht gegen die anderen Schalen auf dem Tisch stoßen.“ Schnell wurde all dies zur Gewohnheit, so dass es nunmehr die große Ausnahme war, in ein „High-Class-Western-Restaurant“ zu kommen. Trotzdem ereilte Ania eines Tages die entsprechende Einladung. „Ich ließ das Besteck einfach an der Seite liegen, weil ich das mit-den-Händen-Essen als angenehmer empfand…“ Ob 'Sambar’, 'Rassam‘ oder 'Tayir Sadam mit Chakarai‘ – es wäre müßig, an dieser Stelle die schier endlose Liste mit Anias indischen Leibgerichten fortzusetzen. „Übrigens, ich habe während meiner Zeit in Chennai kein Fleisch gegessen. Und das, obwohl ich keine Vegetarierin bin. Aber was ist schon Huhn, Schwein oder Rind, wenn man ein 'Chapatis‘ mit einer 'Masala‘ essen kann?!“ Während ihrer Zeit in Chennai wohnte Ania bei Chitra, einem Freund und Redakteur der Internetzeitung chennaionline.com , der sie für eine waschechte Tamilin hielt. Warum? „Noch nicht einmal Tamilen trauen sich, 'Chutney‘, 'Uruga‘ und grüne Chili-Schoten pur zu essen“, verrät Ania. In Chitras großer Familie machte sie sich mit der „Pooja“, einem hinduistischen Ritual sowie mit der indischen Art, sich zu kleiden und sein Essen zuzubereiten vertraut.
„Ich lernte aber noch etwas anderes, wohl etwas noch viel wichtigeres: 'Indien ist ein Land der Kontraste‘. Das ist wahr, wenn man die große Armut auf der einen-, und den beträchtlichen Reichtum auf der anderen Seite sieht. Doch wieso sollte es ein Kontrast sein, wenn eine Inderin in einem Sari zur Arbeit in einer Computerfirma geht, oder ein Mann mit einem nagelneuen Auto zum Gebet zu einem Tempel fährt?“, so Ania, „In Indien sind Tradition und Moderne viel weiter verknüpft als in Europa. Das Familienleben und religiöse Rituale sind hier genauso wie die Hochtechnologie verbreitet. Tradition und Moderne widersprechen sich hier nicht, sondern ergänzen vielmehr einander.“ Das einen Kontrast zu nennen, zeuge von einer engen, westlichen Sichtweise. Auch lernte Ania während ihres Aufenthalt in der Familie von Chitra ihre ersten Wort in Tamilisch, doch schnell realisierte sie, dass sie diese Sprach nicht alleine vom Zuhören lernen würde – besonders nicht von dem in Chennai gesprochenen Tamil-Englisch. Sie fand einen Lehrer, in dessen Unterricht sie die meiste Zeit damit verbrachte, die Unterschiede zwischen den drei verschiedenen tamilischen Dialekten herauszufinden: „Schließlich war ich nicht länger auf die Gnade der Motor-Rickscha-Fahrer angewiesen. Ich liebte es, mit ihnen zu feilschen. Meistens bezahlte ich 10 Rupien mehr als den ‚indischen’ aber immer noch 20 Rupien weniger als den 'weißen’ Preis.“ Ania genoss es, durch die Straßen Chennais zu gehen. Die Leute in ihren Saris und Dhotis anzuschauen; das geschäftige Treiben auf den Märkten ebenso wie deren vielfältige, exotische Gerüche wahrzunehmen. Schon nach ein paar Wochen gewöhnte sie sich an immer mehr und mehr Dinge: Die Atmosphäre in der Stadt, in überfüllte Züge zu steigen – ohne die Taschen zu verlieren oder sich die Knochen zu brechen… „Ich wunderte mich über die vielen vermeintlich homosexuellen Männer hier – bis ich merkte, dass Händchenhalten hier nichts weiter als eine ganz normale Geste der Freundschaft ist.“ Auch traf Ania Cornelia, eine andere Deutsche, die während ihres Studiums nach Indien gekommen ist. „Wir verbrachen jede Menge Zeit zusammen und haben Vieles erlebt.“
Merkwürdig sei unter anderem die Bedeutung der Farbe der Haut in Indien, so Ania. Während viele Europäer ständig versuchten, ihrem Teint eine gewisse Bräune zu verleihen, sei es bei vielem Indern genau umgekehrt. Es gelte der schönen, dunklen Haut eher eine noble Blässe zu verpassen… Dass die Indische Bürokratie manchmal sehr, sehr kompliziert sein kann, zeigte sich as Ania ihr Visum verlängern lassen musste: „Ich ging drei Wochen lang an jedem Tag zur Ausländerbehörde. Auf einem großen Schild stand: 'Geöffnet von 11.30 bis 12.30 Uhr’. Doch immer sagte man mir, dass der zuständige Beamte nicht da wäre. Ich solle morgen wiederkommen. Immer wieder wurden mir freundlich, aber bestimmt andere Gründe genannt, weshalb das Büro geschlossen ist.“ Irgendwann bemerkte Ania eine kleine Anmerkung auf dem großen Schild an der Bürotür: „Geöffnet von 11.30 bis 12.30 Uhr. Montags, mittwochs und freitags.“ Dieser Tag war in Dienstag. „Als man mir sagte, dass ich morgen wiederkommen soll, machte ich mir trotzdem keine Hoffnungen. Ich hatte gelernt, was das in Indien heißt…“ „Doch es gibt noch viel mehr für mich, das ich über meine Eindrücke von Chennai erzählen könnte.“ Ganze Bücher könnte Ania mit ihren Erfahrungen füllen. „Ich werde auch in Deutschland über mein Leben in Chennai schreiben. Auch nur wenn’s darum geht, die Frage, ob es in Indien auch Fernseher gibt, zu vermeiden.“ Und weiter: „Meinen Bericht könnte ich damit abschließen, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen in Chennai zu würdigen. Zum Beispiel der Motor-Rickscha-Fahrer, der am Tag nach einer Fahrt vor meiner Tür stand, um mir meinen Pass, den ich in seinem Fahrzeug verloren hatte, zurückzugeben. Aber ich denke es ist genug, zu sagen, dass Chennai mit all seinen Problemen wie der Armut und Umweltverschmutzung alles außer perfekt, aber trotzdem zu so etwas wie einem Zuhause für mich geworden ist. Ich verlasse Chennai mit gemischten Gefühlen, ein unglaubliches, geheimnisvolles Land namens Indien liegt vor mir.“ Fotos: privat |