Das
St.-Viti-Gymnasium
in der Zeitung
2006


Inhalt 2006

(Aus der Zevener Zeitung (ZZ) oder dem Sonntagsjournal der Zevener Zeitung (SJ)
- wenn nicht anders angegeben.) Etliche Fotos stellte uns die ZZ zur Verfügung. Vielen Dank!
(Wir geben aber auch der ZZ Bilder von uns.)


Gymnasiasten als Wohltäter
(ZZ 29.12.2006)
St.-Viti-Gymnasium bekommt Räume
(ZZ 29.12.2006)
Schüler geben Weihnachtskonzert
(ZZ 15.12.2006)
Praktikum bei der Polizei heiß begehrt
(ZZ 07.12.2006)
Gymnasiasten bieten musikalische Vielfalt
(ZZ 07.12.2006)
Eine-Welt-Basar mit USA-Café und Gruselkabinett
(ZZ 20.11.2006)
"So lange klatschen die Leute sonst nicht!"
(SJ 19.11.2006)
Chance für Kinder im Sahel
(ZZ 18.11.2006)
Miteinander oder gegeneinander?
(ZZ 18.11.2006)
Mädchen suchen Zeitzeugen
(ZZ 10.11.2006)
Eine-Welt-Basar am St.-Viti-Gymnasium und Rumänisch gruseln und spanisch essen
(SJ 05.11.2006 und ZZ 08.11.2006)
Sieben neue Lehrkräfte für das St.-Viti-Gymnasium (ZZ 06.10.2006)
Jo Bohnsack will wieder im Rathaussaal einheizen (ZZ 02.10.2006)
Bis zum Morgen wird gefeiert (ZZ 12.09.2006)
Klarer Stil: Musik mit Gitarren
(ZZ 17.07.2006)
Erste Plätze für Zevener Schülerfirmen (ZZ 13.07.2006)
Das wertvollste Stück Bildung (SJ 09.07.2006)
Wildnis wartet auf die Abiturienten (ZZ 01.07.2006)
Ich bin neugierig auf die Welt geworden (ZZ 30.06.2006)
Rock, Pop, Klassik und Schnittchen (ZZ 26.06.2006)
Serenade im St.-Viti-Gymnasium
(ZZ 20.06.2006)
Eine Frau schreibt den Männerdialog (ZZ 10.06.2006)
In den Schulbussen wird es immer ruhiger (ZZ 02.06.2006)
"Delicious" verteidigt in der Landesliga Platz drei (ZZ 01.06.2006)
Hatwig und Zabel für DM qualifiziert
(ZZ 01.06.2006)
Für Literatur und und Musik begeistern
(ZZ 30.05.2006)
Dritte Bläserklasse kommt (ZZ 23.05.2006)
Luxus pur für Gymnasiasten
(ZZ 01.05.2006)
Das ist doch mal was anderes
(ZZ 26.04.2006)
Gewaltausbruch in der Psychiatrie
(ZZ 23.03.2006)
Von Irrenhaus zu Irrenhaus
und drei weitere Artikel (ZZ 20.03.2006)
ZZ-Playbackshow als Karriere-Start
(ZZ 10.03.2006)
Schüler aus Zeven schaffen den Sprung aufs Treppchen
(SJ 05.03.2006)
Gedanken im Keim ersticken
(ZZ 02.03.2006)
Rollen werfen viele Fragen auf (ZZ 18.02.2006)
Zevener Gymnasiasten testen Skimaterial in Österreich (ZZ 15.02.2006)
Neue Pädagogin am St.-Viti-Gymnasium
(ZZ 13.02.2006)
A capella-Gesang vom Feinsten
(SJ 12.02.2006)
400 Schüler singen mit maybebop
(ZZ 11.02.2006)
Informationen aus erster Hand (ZZ 10.02.2006)
"maybebop" verlangt nach Ortswechsel
(ZZ 31.01.2006)
Schüler verkaufen 300000 LocoFinder
(ZZ 21.01.2006)
Schüler machen mit (ZZ 16.01.2006)
Große Party vor dem Pauken
  (ZZ 16.01.2006)


29.12.2006


Gymnasiasten als Wohltäter
Schüler des St.-Viti-Gymnasiums sammeln 8500 Euro für guten Zweck

8500 Euro für einen guten Zweck: Die Schüler des St.-Viti-Gymnasiums und Francis Kéré (ganz rechts), Grün der des Vereins Schulbausteine für Gando, halten den symbolischen Scheck fest. Foto: sk

Zeven (sk). Die Bemühungen der Schülerinnen und Schüler des St.-Viti-Gymnasiums am Tag des Eine-Welt-Basars haben sich gelohnt. Die 33 teilnehmenden Klassen haben sich kräftig ins Zeug gelegt und 8500 Euro für einen guten Zweck zusammen bekommen.

Der gute Zweck, das war in diesem Jahr der Verein Schulbausteine für Gando. Der Gründer der Organisation, Francis Kéré, war extra aus Berlin nach Zeven gereist, um den großen Scheck der Eine-Welt-AG entgegen zu nehmen. Er freute sich sehr über das Engagement der Schule und bedankte sich stellvertretend bei der AG für ihren Einsatz. In jedem Jahr sucht die Eine-Welt-AG Projekte, die sie mit dem Erlös des Eine-Welt-Basars unterstützen möchten.

Viel Wert legt die Gruppe um Frau Jablonski und Herrn Präger auf persönlichen Kontakt zu den Projekten. Auf die Idee, „Schulbausteine für Gando e.V." zu unterstützen, brachte sie die ehemalige Schülerin des Gymnasiums, Meike Schnackenberg. Sie machte 1999 ihr Abitur an der Zevener Lehranstalt. Während der Zeit der Vorbereitungen für den Basar stand sie zusammen mit Organisationsgründer Francis Kere in ständigem Kontakt zu der AG.

Das St.-Viti-Gymnasium wird diesen Kontakt zu Kéré weiter aufrecht erhalten. Francis Kéré plant im nächsten Jahr einen „Marathonlauf" quer durch Deutschland zugunsten des Projekts. Das St.-Viti-Gymnasium in Zeven werde dabei eine wichtige Station sein.

 


29.12.2006

St.-Viti-Gymnasium bekommt Räume
Nutzung für zunächst fünf Jahre festgeschrieben

Zeven (js). Nach ausführlicher Diskussion hat der Schul- und Kulturausschuss der Samtgemeinde Zeven empfohlen, dem St.-Viti-Gymnasium neben dem ersten auch den zweiten Bauabschnitt der ehemaligen PWA-Schule am Nord-West-Ring mit Ausnahme der Werkräume zur Verfügung zu stellen. Allerdings ist die Nutzung vorerst auf fünf Jahre befristet.

Der Schul- und Kulturausschuss hatte sich mit dem Thema bereits in der vergangenen Wahlperiode ausgiebig beschäftigt. Für die schulische Nutzung hat der Rat der Samtgemeinde Zeven am 6. Juli des laufenden Jahres folgendes Konzept beschlossen: Dem St.-Viti-Gymnasium wird der erste Bauschnitt der PWA-Schule ab 1. Januar 2007 für die Dauer von fünf Jahren überlassen. Nach Ablauf des Überlassungsvertrages seien die Räumlichkeiten des St.-Viti-Gymnasiums wieder am Standort in der Bahnhofstraße zusammenzuführen, beschloss der Rat im Juli. Der Landkreis soll gebeten werden, rechtzeitig vor Ablauf des Überlassungsvertrages ein entsprechendes Konzept vorzulegen.

Für die Carl-Friedrich-Gauß-Hauptschule sollte ursprünglich, so die Beschlusslage des Rates im Sommer, der zweite Bauabschnitt der PWA-Schule vorgehalten werden. In der ehemaligen Oranje-Nassau-Schule sollte für den Grundschulbereich im ersten Schritt eine Außenstelle der Grundschule Klostergang eingerichtet werden.
Zwischenzeitlich hat der Landkreis der Verwaltung mitgeteilt, dass eine Nutzung der Räumlichkeiten erst ab dem Schuljahr 2007/08 geplant sei. Eine Nutzung solle nur dann erfolgen, wenn dem St.-Viti-Gymnasium gleichzeitig auch der zweite Bauabschnitt mit Ausnahme des Werkstattbereichs überlassen werde. „Soweit sich die Schülerzahlen an der Hauptschule nicht deutlich nach oben bewegen und sich auch die übrigen Rahmenbedingungen nicht gravierend ändern, kann aus heutiger Sicht davon ausgegangen werden, dass die Hauptschule die vom Gymnasium begehrten Räumlichkeiten nicht zwingend benötigt", heißt es in der Ratsvorlage. Einer „zeitlich befristeten Raumüberlassung" könne somit zugestimmt werden.

Das sahen nicht alle Ausschussmitglieder so. Insbesondere Susanne Dörfler (SPD) gab sich als Gegnerin des Vorhabens zu erkennen. Für den Schulraum-Bedarf des Gymnasiums sei der Landkreis zuständig, erklärte die Genossin. „Als Samtgemeinde sollten wir uns um Samtgemeinde-Angelegenheiten kümmern", so die Meinung der SPD-Frau. Sie wollte außerdem wissen, ob es schon konkrete Planungen für eine Erweiterung des Gymnasiums am jetzigen Standort gebe, was die Verwaltung verneinte. Hauptschulrektor Bassen wies darauf hin, dass es am neuen Standort keine Sporthalle gebe. Außerdem erklärte er, dass bei einem Einstieg in das Ganztagsschulprogramm die vorhandenen Räumlichkeiten der Hauptschule nicht ausreichten. Es sei zu überlegen, ob dann nicht das Holland-Haus alternativ mitgenutzt werden könne, so Bassen. Katharina Merklein (CDU) sagte, eine Schule mit lauter Außenstellen sei keine Lösung. Mit Ausnahme Susanne Dörflers stimmte der Ausschuss schließlich für die Beschlussvorlage.

 


15.12.2006


Schüler geben Weihnachtskonzert
Die Musikgruppen des St.-Viti-Gymnasiums spielen in rappelvoller Pausenhalle und brennen ein Melodienfeuerwerk ab

Viel Beifall heimste der Oberstufenchor ein.
Satter Sound und begeisternde Solopassagen der Big Band des Gymnasiums verzückten die Zuhörer. Fotos: rsk

Zeven (rsk). Ein wahrhaft großes Weihnachtskonzert fand am Mittwochabend im St.-Viti-Gymnasium statt. Groß waren sowohl die gezeigte Leistung als auch die Zahl der Mitwirkenden - rund 180. Groß waren aber auch die Besucherzahl und der Beifall, mit dem die Schüler belohnt wurden.

Rektor Elmar Wagener sollte tatsächlich Recht behalten mit seiner Ankündigung, dass es trotz des umfangreichen Programms kein Konzert mit Überlänge werden würde. Zügig wechselten die Akteure auf der Bühne und präsentierten musikalische Vielfalt auf hohem Niveau. Allerdings mussten die vielen Zugabe-Rufe bei diesem straffen Programm natürlich unerhört bleiben - sonst wäre es wohl doch ein abendfüllendes Konzert geworden. Den Anfang machte die dritte Bläserklasse unter der Leitung von Sonja Beuke, die erklärte, dass die Schüler erst seit drei Monaten Instrumental-Unterricht hatten. Da müssen die Schüler sehr fleißig geübt haben, denn alles, was sie spielten, konnte sich durchaus hören lassen, unter anderem „Love me tender" und „Jingle Bells".
Wie ein alter Jazzer ...

Zum Abschluss spielten sie eine „Kleine Melodie" von Wolfgang Amadeus Mozart. Sonja Beuke: „Sie können ja mal gucken, ob Sie diese Melodie möglicherweise aus anderen Zusammenhängen kennen." Einige junge Zuhörer stimmten denn auch leise mit ein: „Morgen kommt der Weihnachtsmann..." Riesenapplaus gab es für die junge Gruppe, ebenso für den Unterstufenchor, der auch von Sonja Beuke geleitet wurde und unter anderem mit „Rock my Soul" vierstimmig begeisterte.

Unter der Leitung von Friedemann Michalek stimmte die zweite Bläserklasse den „Final Count- down" an und die Film-Musik aus „Der mit dem Wolf tanzt". „Die spielen schon anspruchsvoller, dafür aber weniger Stücke", so der Fachobmann für Musik. Ihr weihnachtlicher Beitrag: „Santa Claus is coming to Town". Großer Beifall auch für sie. Mit einem Stück von Georg Friedrich Händel, mit Sologesang und ein bisschen Aufgeregtheit präsentierte sich erstmals die „Profilklasse Musik" unter der Leitung von Friedemann Michalek - und wurde mit großem Beifall belohnt.

Richtig voll wurde es auf der ohnehin schon erweiterten Bühne, als der Mittel- und Oberstufenchor unter der Leitung von Sonja Beuke „Merry Christmas and a happy new Year" anstimmte und die Schweden-AG unter der Leitung von Friederike Matzen mit Wunderkerzen und der „Santa Lucia" einzog, um kundzutun, dass diese Heilige am 13. Dezember in Schweden mit dem „Luciafest" geehrt wird. Im Hintergrund agierte der neue Musiklehrer Dirk Seidel als der „Mann am Klavier", der oftmals nur durch eine Schneise innerhalb der Chorgruppen zu sehen war.

Mit drei Stücken kam zum krönenden Abschluss die Big Band des Gymnasiums auf die Bühne und begeisterte mit sattem Big Band-Sound bei sehr exaktem Spiel, unter anderem mit „Thriller" von Michael Jackson. Groß die Begeisterung. Nur in einer Hinsicht mangelte es dem Konzert an Größe. In der viel zu kleinen Pausenhalle waren für viele der dicht gedrängten Besucher nur noch Stehplätze zu haben.

 


12.12.2006


Praktikum bei der Polizei heiß begehrt
Schüler der elften Klasse schnuppern ins Berufsleben hinein - Erfahrungen überwiegend positiv

Diese vier Elftklässler sind überwiegend zufrieden mit den Erfahrungen während ihres Praktikums.

Zeven (jv/js). Das St.-Viti-Gymnasium führte wieder Praktika im 11. Jahrgang durch. Für die Schüler sollten diese Praktika eine ideale Gelegenheit sein, ein wenig ins Berufsleben hineinzuschauen und sich ein besseres Bild von dem Beruf zu machen, den sie später einmal ausüben möchten. Doch stimmt das auch? Oder ist ein Praktikum lediglich eine ideale Gelegenheit für die Schüler, dem für gewöhnlich als öde empfundenen Schulunterricht eine Weile zu entgehen.

Dazu befragte die ZZ vier Schüler/innen der Klasse HD: Anna Lena Schacknies (16), Antoine Laval (17), Dana Köhn (17) und Florian Rademaker (17). Alle Befragten absolvierten nach eigener Aussage ein empfehlenswertes Praktikum. Allerdings in völlig unterschiedlichen Unternehmen und Behörden.

Anna Lena Schacknies zum Beispiel hat einen der bei Schülern heiß begehrten Plätze bei der Polizei ergattern können. Wie ihr dies gelungen ist? Sie selbst sagt, das Geheimnis ihres Erfolgs sei die frühe Anmeldung gewesen. Sie habe sich nämlich bereits in den Sommerferien für die Stelle beworben, was eigentlich sogar noch verhältnismäßig spät sei. Laut eigener Aussage hat sich die frühe Bewerbung auch mehr als gelohnt, da sie, wie sie selbst sagt, „ihren Traumjob" gefunden: habe. Die Frage, wie sich dieses Praktikum nun auf ihren weiteren beruflichen Werdegang auswirken wird, ist somit bereits klar beantwortet.

Auch Florian Rademaker absolvierte ein nach seiner Aussage interessantes Praktikum bei der Samtgemeinde Zeven. Doch mit der Zusage auf diesen Platz hatte er Glück, da er private Kontakte spielen lassen konnte. All seine weiteren Bewerbungen bei anderen Unternehmen seien nämlich abgelehnt wurden, und zwar immer mit der Begründung, dass bereits mindestens ein Praktikant im Betrieb tätig war. Hier wird es nochmals deutlich: Frühes Bewerben zahlt sich aus! Alles in allem ist Florian sehr zufrieden mit seinen Aufgaben bei der Samtgemeinde. Er sagt, er schaue in jeden Fachbereich einmal hinein, und seine Tätigkeiten würden sich auch auf andere Unternehmen übertragen lassen. Somit kommen ihm seine Erfahrungen, die er im Praktikum gesammelt hat, auch in anderen Betrieben zugute. Florian ist der Ansicht, dass dieses Praktikum definitiv wichtig für seine weitere Laufbahn war.

Auch Dana Köhn vertritt mit ihrem Praktikum bei einem Sanitär-, Heizungs- und Elektrobetrieb diese Meinung. Allerdings aus einem völlig anderen Grund. Während Florian Rademaker sich nämlich vorstellen könnte, auch weiterhin in dem Berufsfeld seines Praktikums tätig zu sein, ist bei Dana genau das Gegenteil der Fall. Ihr haben zwar die Tätigkeiten, denen
sie nachgegangen ist, wie zum Beispiel Ordnerbeschriftungen drucken, oder Lieferscheine sortieren, gefallen, sie weiß jedoch bereits, dass dies keine Tätigkeiten sind, denen sie auch im späteren Berufsleben nachgehen möchte. Trotzdem meint sie, sei das Praktikum wichtig für sie gewesen, da man auch aus negativen Erfahrungen für's Leben lernt.

Nun zu Antoine Laval. Dieser absolvierte ein Praktikum bei „tsi", einem Handlungsunternehmen für Lebensmittel. Auch hierbei handelt es sich um einen schwer zu ergatternden Platz. Antoine half in diesem Fall ebenfalls eine private Bekanntschaft weiter. Spätestens jetzt sei also jedem angehenden Praktikanten ans Herz gelegt: Auf jeden Fall immer im Bekanntenkreis nach interessanten Plätzen forschen, es lohnt sich! Auch Antoine ist mit seinem Platz sehr zufrieden. Er sagt er könne den Platz auch bedenkenlos weiterempfehlen, allerdings seien hier Höflichkeit und ein gesundes Maß an Konzentration und Eigeninitiative gefragt. Antoine selbst könnte sich auf jeden Fall vorstellen, weiterhin hier zu arbeiten.


Früh bewerben

Was lässt sich nun also aus den vier Statements der Schüler entnehmen? Zum einen, dass man sich möglichst früh bewerben sollte, um auch wirklich den Platz zu bekommen, auf den man ein Auge geworfen hat. Zum anderen, dass Bekanntschaften aller Art sehr nützlich dafür sein können, an gute Plätze zu gelangen. Aber das wichtigste, was aus den Gesprächen hervorgeht, ist sicherlich, dass Praktika nicht nur dazu dienen dem Schulunterricht für geraume Zeit zu entfliehen, sondern dass nahezu jeder Schüler einen Nutzen aus ihnen zieht und wichtige Erfahrungen durch sie sammelt.


07.12.2006

Gymnasiasten bieten musikalische Vielfalt

Weihnachtskonzert mit 180 Mitwirkenden - Freier Eintritt - Verkauf von Punsch und Gebäck

Vorbereitung auf das Konzert in der Jugendherberge Müden.
Foto: privat

Zeven (ZZ/tk). Das musikalische Leben im Zevener St.-Viti-Gymna-sium wird zunehmend vielfältiger. Anlässlich des Weihnachtskonzertes am Mittwoch, 13. Dezember, werden 180 Schüler den Beweis antreten.

Im Pausenfoyer des Gymnasiums werden so viele Gruppen wie lange nicht mehr auftreten und die Ergebnisse ihrer intensiven Probenarbeit der vergangenen Wochen zum Besten geben. Zu hören sein werden zwei Bläserklassen, der Mittel- und Oberstufenchor sowie der Unterstufenchor (Klasse 5 und 6), die neue Profilklasse Musik (7. Jahrgang), die Big Band und einmal mehr die Mitglieder der Schweden-AG.
„Dennoch wird das Konzert keine Überlänge haben, sondern im Zeitrahmen zwischen eineinhalb und zwei Stunden liegen", betonen die inzwischen drei Musiklehrer der Schule, denn mit Dirk Seidel unterstützt seit Schuljahresbeginn ein neuer Pädagoge die musikalische Arbeit am Gymnasium.
„Mit der Einrichtung der Profilklasse Musik trägt die kontinuierliche Bläserklassenarbeit erste Früchte", erläutert Fachobmann Friedemann Micha-lek, „damit konnte die Nachfrage der ersten Bläserklassenkinder nach weiterer Auseinandersetzung mit Musik gestillt werden". Inzwischen ist die dritte Bläserklasse unter der Leitung von Sonja Beuke angelaufen. Als kleine neuerliche instrumentale Variante erlernen in dieser Klasse erstmals drei Kinder das Spielen des Horns.

Um für die Auftritte beim Weihnachtskonzert gewappnet zu sein, versammelten sich jetzt immerhin 90 Schüler zu einer zweitägigen Musikfreizeit in der Jugendherberge Müden (Örtze) und probten mit ihren drei Musiklehrern viele Stunden am Tag. Drei Gruppen mit nochmals 90 Schülern muss-ten der Freizeit fern bleiben, weil sie Betriebspraktika oder Projektage zu absolvieren hatten.

Das Konzert beginnt um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Schüler der Schweden-AG unter Leitung von Friederike Matzen werden wieder alkoholfreien Punsch und Weihnachtsgebäck verkaufen.


20.11.2006

Eine-Welt-Basar mit USA-Café und Gruselkabinett
Einjährige Pause hat der Veranstaltung eindeutig gut getan - Schüler und Lehrer zeigen viel Engagement und Phantasie


Natalia probierte im asiatischen Restaurant den Gemüse-Reis und fand das asiatische Gericht spitze.

Zeven (sk). Wer am vergangenen Sonnabend vor dem St. Viti Gymnasium einen Parkplatz finden wollte suchte leider vergebens. Weder auf dem Schulparkplatz, noch entlang der Bahnhofsstraße war lange Zeit kaum ein Platz frei. Grund: Der diesjährige Eine-Welt-Basar war ein echter Besuchermagnet und lockte nicht nur die Eltern der Schüler in das Gymnasium.

Gerade während der Mittagszeit landen viele den Weg in die Lehranstalt, um mit den kulinarischen Köstlichkeiten ihren Hunger zu stillen. In dem USA-Cafe, stilecht in blau, rot und weiß dekoriert, bot die Klasse 8L1 ihren Gästen Hot Dogs und andere Leckereien aus dem „Land der unbegrenzten Möglichkeiten". Aus dem „Land der aufgehenden Sonne" kamen die Gerichte, welche die 9F1 in ihrem asiatischen Restaurant reichte. Hier wurde der Wok nie kalt, dafür wurden aber alle Gäste satt.

Die Schülerinnen und Schüler des St. Viti Gynasiums nahmen ihre Gäste mit auf eine Reise um die Welt. Raum 211 wurde während der letzten Tage von der Klasse 5K3 zu einem brasilianischen Urwald, ein anderer zu einem spanischen Restaurant, in dem man sich fühlte wie bei einem Besuch in Madrit oder Barcelona.

Urlaubsstimmung verbreiteten auch die Cocktail-Bar der Klasse 6F1 und die Hawaii-Bar der Klasse 8F1. Bei seinem Besuch in Hawaii konnte man sich sogar am Limbo-Tanz üben.
Durchgehend gut besucht war auch die Karaoke-Bar, die zwar wenig „Bar", dafür aber umso mehr „Karaoke" parat hatte. Ob nun getragene Ballade oder wilde Rock-Nummer, jeder konnte sich sein Lieblingslied aussuchen und sein Können unter Beweis stellen.


Tanja, Svenja und Julia brachten schon ein wenig Weihnachtsstimmung in die Pausenhalle.

Lange Schlangen bildeten sich auch vor dem Gruselkabinett der Klasse 9F3, die ihre Besucher das Fürchten lehrte.
Gar nicht zum Fürchten waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10F1. Mit ihren roten Mützen Weihnachtsstimmung verbreitend, boten sie einen Nikolaus-Bringdienst an. Hier konnte man Schülern des St. Viti Gymnasiums eine Freude machen. Diese bekommen nämlich, sofern am Basar-Tag von einem Mitschüler oder Verwandten bestellt, am Nikolaus-Tag den Namensgeber des Tages aus Schokolade in den Unterricht geliefert.
Alle Klassen haben sich sehr viel Mühe gegeben, Geld für den guten Zweck zu sammeln. Wie die ZZ berichtete, geht der Erlös des Tages an das Projekt „Schulbausteine für Gando".

Die Eine-Welt-AG, die den tag zusammen mit ihren Lehrern Frau Jablonski und Herrn Präger organisiert hatte, freute sich über den großen Erfolg des Tages. Ihr besonderer Dank gilt neben allen Schülerinnen und Schülern, die mit ihrer Arbeit und Kreativität zum Gelingen des Basars beigetragen haben, auch den zahlreichen Unternehmen aus Zeven und Umgebung, die viele Klassen mit Sachspenden unterstützen, die diese als Gewinne nutzen durften. Nach einjährigem Aussetzen des Basars im vergangenen Jahr auf Grund der Jubiläumsfeierlichkeiten


Viviane und Friederike genießen ihe alkoholfreien Caipirinha. Fotos: sk

merkte man den Schülern ihre Motivation für den Basar an. Für die gute Sache haben alle zusammen gearbeitet und gemeinsam einen schönen Basar-Tag auf die Beine gestellt. „Es ist toll, was die Schüler hier geschaffen haben. In der Pausenhalle und in den Klassenräumen ist eine tolle Atmosphäre", sagte eine begeisterte Besucherin am Aussgang, "Ich freue mich schon auf nächstes Jahr und bin gespannt, was für Ideen die Klassen dann haben werden."


18.11.2006

„So lange klatschen die Leute sonst nicht!"
Jo Bohnsack bringt das Publikum im Rathaussaal gewaltig in Stimmung


Der Blues- und Boogie-Woogie-Pianist Jo Bohnsack spielte auch einige Stücke mit Zevener Schülern. Fotos: Zschiesche

Zeven (zi). Wer schon das umjubelte Konzert im vergangenen Jahr besucht hatte, konnte ungefähr erahnen, was am Freitagabend wieder im Rathaussaal geschah: Der Pianist Jo Bohnsack und seine Begleitung brachten auch diesmal das Zevener Publikum gewaltig in Stimmung.

Schon im Foyer des Rathauses wurden die Gäste von der zweiten Bläserklasse des St.-Viti-Gymnasiums, der Klasse 6 b unter Leitung ihres Musiklehrers Friedemann Michalek, musikalisch begrüßt. So vergingen einige Minuten, bevor Elmar Wagener, der Direktor des St.-Viti-Gymnasiums, dann seinerseits die rund 250 Gäste im leider nicht ganz gefüllten Rathaussaal begrüßen konnte, da sich diese zuvor zum Großteil noch im Foyer aufgehalten hatten. Sein Dank ging auch an die Sponsoren und Veranstalter des Abends, mit dessen Überschuss der Förderverein des Gymnasiums nun ein Schulprojekt unterstützen wird.

Anschließend gehörte die Bühne dann aber den schon bei ihrem letzten Auftritt in Zeven begeistert gefeierten Musikern. Mit der humorvollen Ankündigung „Ich habe geübt!", meldete sich der Blues- und Boogie-Woogie-Pianist Jo Bohnsack nach einem Jahr zurück in der Stadt am Walde und bereits mit dem ersten Stück brachte er die Anwesenden zum Mitklatschen und Mitschnippen. Das Repertoire umfasste neben vielen eigenen Stücken natürlich auch allgemein bekannte Stücke, die alle begeisterte Aufnahme fanden. „So lange klatschen die Leute normalerweise nicht" war dann auch der Kommentar des sympathischen Künstlers auf die stürmische Reaktion des Publikums.

Die von Jo Bohnsack locker durchgeführte Moderation umfasste von Erläuterungen über die Musik und ihre Melodik und Rhythmik bis zu Hintergrundinformationen zu den Künstlern viele wissenswerte Informationen. Aber der Spaß an der Musik und im Umgang mit dem beigeistert mitgehenden Publikum stand im Mittelpunkt. Daran wirkte auch der ebenfalls aus Hamburg angereiste Kontrabassist Gerald „Larry" Bartels mit, der nicht nur als „rhythmische Begleitung" überzeugte sondern auch dessen Soli lange anhaltenden Beifall erhielten.

Beeindruckend war auch das Zusammenspiel zwischen den beiden Vollblutmusikern, denen man besonders bei den Improvisationen und in den voller Spielfreude vorgetragenen Stücken den Spaß an der Sache und ihr Können anmerkte. So flogen die Hände und Finger in einem unglaublichen Tempo nur so über die Instrumente. Und dabei wurde aus der „Route 66" im Laufe des Stückes schon mal der „Highway to Hell". Aber auch diese Transformation wurde von den Anwesenden im Saal mit Begeisterung aufgenommen, bevor es in die Pause ging, der dann ein gemeinsamer Auftritt mit der zweiten Bläserklasse des Gymnasiums folgte.


Das Zevener Publikum war begeistert und spendete den
Künstlern lang anhaltenden Applaus.

Denn bereits arn Vormittag hatte die Klasse 6 b des Gymnasiums in der 5. und 6. Stunde von Jo Bohnsack eine Einführung in den Boogie-Woogie und Blues erhalten. Und so spielte sie nun auf der Bühne zwei Stücke zusammen mit dem Pianisten, wobei sich im Hintergrund ihr Musiklehrer um die Steuerung gleichbleibender Einsätze bemühte. Der Applaus des Publikums war auch den jungen Musikern sicher und im Laufe des Abends nahm die Zahl der Stücke zu, bei denen die im Rathaussaal Anwesenden zum Mitsingen animiert wurden. Mitgewippt, -geklatscht und -geschnippt wurde von den meisten Zuhörern ja sowieso seit dem ersten Stück.

Und wie im vergangenen Jahr fand auch diesmal Sebastian Zafirakis - der inzwischen nach seinem Abitur nun Musik studiert - den Weg aus dem Publikum auf die Bühne und an den Flügel. Vierhändig wurde zusammen mit Jo Bohnsack an den Tasten unter anderem „Smoke on the water" improvisiert und „Larry" Bartels trug seinen Teil zum heftig umjubelten Trio bei. Den endgültigen Abschluss bildete dann noch eine erneute Einlage zusammen mit der Klasse 6 b. Diese wurde von Jo Bohnsack aus dem Saal wieder auf die Bühne geholt und unterstützte ihn und seinen Kontrabassisten dann durch ihren Gesang. Zum Schluss applaudierte das Zevener Publikum stehend, während nach knapp drei Stunden Programm von Vertreterinnen des Fördervereins noch einige Erinnerungsgeschenke an die Musiker überreicht wurden.

 


18.11.2006

Chance für Kinder im Sahel
Schüler der Elsdorfer Grundschule und des St.-Viti-Gymnasiums Zeven unterstützen Afrika-Projekt


Francis Kéré (M.) und sein Bruder Moumini mit Organisatoren des Eine-Welt-Basars.

Elsdorf/Zeven (kh). Der Schutalltag afrikanischer Kinder weist wenig Ähnlichkeiten mit dem deutscher oder anderer europäischer Schüler auf. Winzige Klassenräume, in denen bei Temperaturen von bis zu 50 Grad über 100 Kinder sitzen, sind keine Seltenheit. Darüber berichtete Diébédo Francis Kéré, der Begründer des Vereins „Schulbausteine für Gando", gestern Vormittag bei einem Besuch an Schulen in Zeven und Elsdorf.

Doch selbst Verhältnisse wie diese sind bereits Luxus, nur wenige Kinder haben in den ärmsten Ländern der Welt überhaupt die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Besonders dramatisch ist die Situation in Burkina Faso, einem kleinen Land in der westafrikanischen Sahelzone. Dort liegt die Analphabetenrate bei 81 Prozent, in vielen Dörfern liegt sie sogar noch weit darunter. Aus solch einem Dorf stammt Diébédo Francis Kéré, der heute nicht nur ein erfolgreicher Architekt ist und einen Lehrstuhl an der Technischen Universität Berlin innehat, sondern zudem den Verein „Schulbausteine für Gando" gründete.

Der 41-Jährige erhielt als erster seines Dorfes Gando die Möglichkeit, eine Schule zu besuchen. Dafür musste er jedoch bereits mit sieben Jahren seine Eltern verlassen, denn in dem kleinen Dorf mit etwa 3000 Einwohnern gab es damals noch keine Schule. „Da war die Kindheit vorbei", berichtet Kéré, der jedoch so gute Leistungen zeigte, dass er ein Stipendium erhielt und bereits in den 80er Jahren nach Berlin zog. Dort nahm er nach einem zwei Jahre andauerndem Sprachkurs das Architekturstudium an der Technischen Universität Berlin auf. Doch trotz der voranschreitenden Karriere blieb der Gedanke an die Heimat und an die Familie. So gründete er in den 90er Jahren den Verein, dessen Hauptziele die Förderung von Schulbildung, Gesundheit und Entwicklungshilfe in Gando sind.

Ebenfalls ist dem Architekten wichtig, die Dorfbewohner aktiv mit in die jeweiligen Arbeiten mit einzubeziehen. Um diese verschiedenen Projekte zu finanzieren, ist der Wahl-Berliner ständig auf der Suche nach Sponsoren. Fündig wurde er unter anderem in Eisdorf und in Zeven, denn die Schüler und Lehrer beider Schulen waren sofort bereit, das Projekt zu unterstützen. Bereits im Sommer veranstaltete die Elsdorfer Grundschule einen Sponsorenlauf, bei dem über 7000 Euro gesammelt wurden.

Dieses Geld kam komplett dem Aufbau einer neuen Schule zugute, deren Bau schon soweit vorangeschritten ist, dass der Unterricht bereits aufgenommen wurde. Auch der Erlös des heute stattfindenen Eine-Welt-Basars am St.-Viti-Gymnasium wird in die Kassen des Vereins fließen. Zwischen beiden Schulen und Francis Kéré stellte übrigens Meike Schnackenberg aus Elsdorf, eine ehemalige Schülerin beider Schulen, den Kontakt her und organisierte des Weiteren den Sponsorenlauf.

Francis Kéré überreichte den Elsdorfer Schülern eine Urkunde. Fotos: kh

STICHWORT

Im traditionellen Afrika ist jeder Familienangehörige für die Versorgung der gesamten Familie verantwortlich. Und genauso ist jeder Angehörige einer Gemeinschaft der ganzen Gemeinschaft verpflichtet. Jeder ist für das Überleben dieser Gemeinschaft unverzichtbar. Wenn nun ein Mensch dieser Gemeinschaft auf der Suche nach einem besseren Leben diese verlässt, dann versucht er, seinen Ausfall durch finanzielle Hilfe auszugleichen. "Ich befinde mich in genau dieser Situation und möchte gern meinem Teil dieser sozialen Verpflichtung, dem so genannten Füreinander-Dasein, nachkommen", sagt Francis Kéré, Günder des Vereins "Schulbausteine für Gando". Und weiter: "Der Unterschied zur üblichen Vorgehens weise liegt darin, dass ich meiner Familie und der ganzen Gemeinschaft eine Lösung bieten möchte,die über die finanzielle Unterstützung hinaus gehen soll. Mit meiner Anwesenheit auf dem europäischen Kontinent habe ich im Unterschied zu den meisten aus meiner Heimat die Chance gehabt, über den eigenen Tellerrand hinaus schauen zu dürfen. Da habe ich unter anderem die Erkenntnis gewonnen, dass Schulbildung und Ausbildung die Basis für jegliche soziale, berufliche und wirtschaftliche Entwicklung sind. Darum ist es wichtig, eine Schule im Dorf zu schaffen." ZZ/js

 


18.11.2006

 

Miteinander oder gegeneinander?
Schüler erforschen Generationen-Verhältnis - St.-Viti-Gymnasium nimmt am Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teil


Die Schüler nehmen am Geschichts-Wettbewerb des Bundespräsidenten teil. Foto: js

Zeven (js). Gibt es einen Krieg der Generationen? Manche sprechen bereits davon, denn angesichts der demografischen Entwicklung müssen bald immer mehr Jüngere die Lasten von immer mehr Rentnern und Pensionären schultern.

Wieder andere weisen darauf hin, dass die Zahl der Jungen wächst, die, anders als in früheren Zeiten, ihr Verhältnis zu den Altvorderen als harmonisch betrachten und in ihnen sogar Vorbilder sehen. Mit dieser Fragestellung beschäftigt sich der 20. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten unter dem Titel "Miteinander -gegeneinander? Jung und Alt in der Geschichte".

Der Wettbewerb wendet sich an Kinder und Jugendliche unter 21 Jahren und wird von der Hamburger Körber-Stiftung ausgerichtet. Teilnehmern winken Geld- und Sachpreise in Höhe von 250 000 Euro. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2007. An dem Wettbewerb beteiligt sich auch eine klassenübergreifende Arbeitsgruppe, bestehend aus Schülern des zehnten bis 12. Jahrgangs, am St.-Viti-Gymnasium unter Leitung ihres Lehrers Stephan Hall, die das Thema aus regionaler Sicht erforscht. Derzeit suchen die Schüler Zeitzeugen, die etwas zu den einzelnen Themenkomplexen beitragen können. Nach Fertigstellung der einzelnen Beiträge ist eine Publikation auf einer oder mehreren Seiten in der ZZ geplant.

In Deutschland leben immer weniger Kinder, die Zahl der Alten nimmt zu - der demografische Wandel hat dramatische gesellschaftliche Folgen, zwingt zu Reformen und stellt das Verhältnis zwischen den Generationen auf den Prüfstand. Bundespräsident Horst Köhler: "Der Blick in die Geschichte kann uns lehren, wie Jung und Alt früher zusammengelebt haben. Dabei lassen sich Modelle des Miteinanders, aber auch mögliche Konflikte und deren Lösung finden."

Wettbewerbsteilnehmer können das Generationenverhältnis im Mehrgenerationenhaushalt, in Patchwork- oder Ein-Eltern-Familien untersuchen. Sie können Proteste von Jugendlichen gegen die Elterngeneration erforschen oder Veränderungen im Leben von Alten in den Blick nehmen. Beispiele wie Generationswechsel in Familienbetrieben, Erziehung in Schule und Betrieb oder Konflikte zwischen Jung und Alt in Einwandererfamilien bieten die Chance, Fragen nach der Nähe der Generationen zueinander, nach Unterstützung, aber auch nach Abhängigkeiten und Einschränkungen nachzugehen. Die Zevener Schüler wollen zum Beispiel wissen, wie Alt und Jung nach dem Zweiten Weltkrieg nach der Flucht aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten in der Region Zeven zusammenlebten.

So möchten sie das Verhältnis zwischen den Flüchtlingsgenerationen der Flüchtlinge, die nach Zeven und in die ehemaligen Dörfer kamen, erforschen. "Gab es Vorzüge bei der Sicherung des Überlebensstandards für Junge oder alte Leute? Wie erging es den Flüchtlingen? Inwiefern mussten Generationen für die jeweils anderen Verantwortung übernehmen? Wie verlief das Zusammenleben unter den neuen Bedingungen? Wie war das Verhältnis von Flüchtlings- zu Einwohnerkindern?

Ein anderes Mädchen hat durch Familienforschung herausgefunden, dass ihre Großmutter ein Pflegekind war und bei Verwandten aufwuchs, da ihre Mutter sie nicht versorgen konnte und ihr Vater gefallen war. "Zum ersten Mal", so schreibt sie in ihrem Expose, "hörte ich über eine Pflegschaft in der Zeit des Dritten Reiches. Als ich mich entschlossen habe, beim Geschichtwettbewerb des Bundespräsidenten teilzunehmen, begann ich sofort mit der Suche. Leider musste ich erfahren, dass nur noch wenige Akten oder Akteneinträge über die Pflegschaft meiner Großmutter beziehungsweise der Vormundschaftsregelung vorhanden sind."

Die Schülerin bittet daher diejenigen, die selbst ein Pflegekind im Dritten Reich waren oder deren Familie verwandte Kinder in dieser Zeit aufzog, um Mithilfe. Es geht der Schülerin dabei nicht nur um Akteneinträge, sondern auch um die ganz persönlichen Erfahrungen als Pflegekind. "Es ist kein einfacher Schritt, über diese Erlebnisse zu sprechen. Aber es ist wichtig, dass diese Erlebnisse weitergegeben werden", findet das Mädchen.

Weitere Projekte befassen sich mit dem Zusammenleben von Groß- und Kleinfamilien, beleuchten die Geschichte eines Familienunternehmens, der Flower-Power-und Hippie-Bewegung, der Geschichte des Hauses der Jugend, dem Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern und anderen. Wer den Schülern helfen möchte, meldet sich unter Tel.: 04281/04281 983 - 65 65.

 


10.11.2006


Mädchen suchen Zeitzeugen

Zeven (js). Svenja Hüning (rechts) und Sina Böhling gehen in die zehnte Klasse des St.-Viti-Gymnasiums. Die beiden Schülerinnen nehmen zusammen mit Mitschülern an einem Geschichtswettbe-werb unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler teil. Das Thema lautet: „Miteinander, gegeneinander? - Alt und Jung in der Geschichte". Die Mädchen haben sich als Thema die Geschichte des Hauses der Jugend ausgesucht, das an diesem Wochenende sein 50-jähriges Bestehen feiert. Sina und Svenja suchen für ihre Recherchen nun Zeitzeugen, die etwas erlebt haben, das mit dem Haus der Jugend in Zusammenhang steht. Es geht den Mädchen dabei um die Wandlung des Verhältnisses zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, aber auch um die Veränderung, die kirchliche Bräuche im Lauf der Zeit erfuhren.


05. u. 08.11.2006

Rumänisch gruseln und spanisch essen
Wieder Eine-Welt-Basar im St.-Viti-Gymnasium

Zeven (sk). Nach einmaligem Pausieren wird in diesem Jahr wieder der traditionelle Eine-Welt-Basar am St.-Viti-Gymnasium stattfinden. Am Sonnabend, 18. November, zwischen 11 und 16 Uhr erwarten die Schüler der 33 teilnehmenden Klassen ihre Gäste.

Auf Grund der Feiern zum Schuljubiläum wurde im vergangenen Jahr beschlossen, dem Basar eine Auszeit zu gönnen. Um so motivierter sind die Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zwölf nun und haben sich allerlei Überraschungen für ihre Gäste ausgedacht. So können Besucher spanisch oder asiatisch essen, arabisch Tee trinken, sich rumänisch gruseln und afrikanisch einkaufen.
Ein großer Spaß für alle Beteiligten werden sicherlich auch Besuche an der Karaoke-Bar und im Theatercafe. Diese und viele weitere Stände laden zum gemütlichen Bummeln. Wie in jedem Jahr wird das eingenommene Geld gespendet. In diesem Jahr geht es an den Verein „Schulbausteine für GANDO". Der in Berlin ansässige Verein baute 2001 in Gando, einem Dorf in Burkina Faso, eine Schule. Der Verein plant einen Erweiterungsbau, damit mehr als doppelt so viele Kinder dem Lehrer folgen können.
Nach langen Überlegungen hat sich die Eine-Welt-AG unter der Leitung von Lehrerin Jablonski und ihrem Kollegen Präger für dieses Projekt entschieden. Nun freuen sich die AG-Mitglieder auf den Basar und hoffen, dass möglichst viel Geld für die gute Sache zusammen kommt.

Eine-Welt-Basar am St.-Viti-Gymnasium

Zeven (sk). Nach einmaligem Pausieren wird in diesem Jahr wieder der traditionelle Eine-Welt-Basar am St.-Viti-Gymnasium stattfinden. Am Sonnabend, 18. November, zwischen 11 und 16 Uhr erwarten die 33 teilnehmenden Klassen ihre Besucher.

Auf Grund der Feierlichkeiten zum letzjährigen Schuljubiläum wurde beschlossen dem Eine-Welt-Basar im Jahre 2005 eine Auszeit zu gönnen. Umso motivierter sind die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zwölf nun und haben sich allerlei Überraschungen für ihre Gäste ausgedacht.

So kann man Spanisch oder asiatisch Essen, arabisch Teetrinken, sich rumänisch Gruseln und afrikanisch Einkaufen. Ein großer Spaß für alle Beteiligten wird sicherlich auch die Karaoke-Bar und das Theatercafe. Diese und viele weitere Stände laden zum gemühtlichen Bummeln durch das St.-Viti-Gymnasium. Wie in jedem Jahr wird das eingenommene Geld gespendet. In diesem Jahr geht es an den Verein „Schulbausteine für GANDO".


02.10.2006

Sieben neue Lehrkräfte für das St.-Viti-Gymnasium
Begründete Hoffnungen auf Entspannung bei der Unterrichtsversorgung - Landesschulbehörde genehmigt Stellen

Die neuen Kolleginnen und Kollegen am St.-Viti-Gymnasium verstärken die vorhandene Mannschaft. Foto: Internet-AG/jb

Zeven (js). Nachdem am Ende des letzten Schuljahres vier Kolleginnen und Kollegen das St.-Viti-Gymnasium durch Versetzungen, Eintritt in den Ruhestand und Entsendung in den Auslandsschuldienst verlassen und damit große Lücken hinterlassen hatten, ist das Kollegium nun wieder nahezu komplett.

Angesichts steigender Schülerzahlen - das St.-Viti-Gymnasium wird derzeit von 1070 Schülerinnen und Schülern besucht - habe die Landesschulbehörde dem Zevener Gymnasium sieben neue Stellen zugestanden, heißt es in einer Mitteilung an unsere Zeitung.

Edda Bernstorff (Mathematik, Physik, Chemie), Katharina Koschel (Biologie und Kunst), die sich zur Zeit noch im Mutterschutz befindet, Nicole Romer (Biologie und Sport), Heike Zimmermann (Französisch, evangelische Religionslehre), Norbert Bitzer (Deutsch, Geschichte, Politik), Marco Salomon (Englisch, Sport) und Dirk Seidel (Musik, Sport). Die Hoffnung, dass sich die zum Schulerjahresende aufscheinende Anspannung in der Unterrichtsversorgung des St.-Viti-Gymnasiums weiter entspanne, seit nicht unbegründet, heißt es abschließend.


02.10.2006

Jo Bohnsack will wieder im Rathaussaal einheizen
Blues- und Boogie-Pianist spielt zu Gunsten des Fördervereins St.-Viti-Gymnasiums

Ist für seine großartige, temperamentvolle Bühnenshow bekannt: Pianist Jo Bohnsack. Foto: Jo Bohnsack

Zeven (ZZ/js). Der bekannte Blues- und Boogie-Woogie-Pianist Jo Bahnsack zeigt am Freitag, 17. November, um 19 Uhr im Zevener Rathaussaal wieder sein Können auf dem Flügel. Bereits im vergangenen Jahr hat Jo Bohnsack im ausverkauften Rathaussaal gezeigt, was man aus so einem Flügel alles herausholen kann. Veranstaltet wird das Konzert vom Verein ProZeven in Zusammenarbeit mit dem Förderverein des St.-Viti-Gymnasiums.

Damit von diesem Benefizkonzert auch ein Erlös für die Arbeit des Fördervereins übrig bleibt, wird die Veranstaltung von der VR-Stiftung der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Norddeutschland sowie der Zevener Volksbank finanziell unterstützt.
Karten sind ab dem heutigen Montag, 2. Oktober, im Rathaus Zeven, der Zevener Volksbank sowie bei der Buchhandlung Lese-Zeichen und beim St.-Viti-Gymnasium zu einem Preis von 15 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Schüler erhältlich.
Der Blues- und Boogie-Woogie-Pianist Jo Bohnsack gehört seit über 25 Jahren zur Szene. Er hat inzwischen bei internationalen Festivals und Konzerten beste Kritiken für seine musikalischen Qualitäten erhalten. Mit seinem - für „Jung und Alt" - mitreißendem Entertainment, wie auch mit seinem jugendlichen Charme, erobert er das Publikum. Er absolvierte unzählige Fernsehauftritte im In-und Ausland. Das internationale North Sea Jazz Festival Den Haag kürte ihn zum Piano-Giant. Seine Konzerttourneen führten ihn nach
Mexiko und Indonesien. Bisheriger Höhepunkt: Eine Einladung zum Jazz & Heritage Festival in New-Orleans.
Jo Bohnsack lebt im „Boogie Zentrum" Hamburg, aber sein Geburtsort und Sommerdomizil ist Sylt, wo er mit seinen Auftritten in der Westerländer Musikmuschel und im Kampener „Dorfkrug" seine ersten Erfolge feiern konnte.

Gehörte Jo Bohnsack zu Beginn noch zur Hamburg-Boogie-Woogie-Connection (Axel Zwingenberger, Vince Weber und Joja Wendt), brachten ihm insbesondere Konzerte mit seinem langjährigen Freund Champion Jack Dupree Anerkennung als ebenbürtigen Kollegen. Später jammte Jo mit Roy Hargrove, Albert King, Buddy Guy Band und Michel Petrucciani, tourte wochenlang mit B.B. King. Schon mit 22 Jahren arbeitete Jo mit Eric Burdon für eine deutsche Filmproduktion.

Die solide Grundlage für die musikalische Laufbahn ist ein erfolgreich abgeschlossenes Studium an der Hamburger Musikhochschule im Hauptfach Klavier. Jo Bohnsack schrieb als erster in Deutschland seine Examensarbeit über die Entstehungsgeschichte des Boogie-Woogie in den USA. Sein heutiges Wirken ist inspiriert von den klassischen Meistern dieser Musik wie Jimmy Yencey, Meade Lux Lewis, aber auch Professor Longhair, James Booker, sowie Ray Charles begeistern ihn, und wer seine linke Hand beim Spiel beobachtet, merkt sofort den Einfluss dieser Pianisten.

Vor dem Konzert wird noch die Bläserklasse des St.-Viti-Gymnasiums ihr Können zeigen. Der Förderverein des St.-Viti-Gymnasiums unterstützt mit dem Erlös ein Schulprojekt. Somit wird durch den Besuch des Konzertes auch noch ein gutes Werk für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler getan.

http://www.jobohnsack.de/


12.09.2006

Bis zum Morgen wird gefeiert
Abiturjahrgang 1986 des St.-Viti-Gymnasiums trifft sich in Zeven

Am Abend trafen sich die Ehemaligen des Abiturjahrgangs 1986 im Ringhotel Paulsen.Foto: zi
Zeven (zi). 118 Personen legen 1986 am St.-Viti-Gymnasium ihr Abitur ab und über 90 ehemalige Schülerinnen und Schüler fanden den Weg in die Stadt am Walde, um sich 20 Jahre später zu treffen und bis in die frühen Morgenstunden gemeinsam zu feiern.
Das Programm des privat organisierten Treffens begann mit einer Schulbesichtigung, für die sich rund die Hälfte der Ehemaligen angemeldet hatte. Als kompetenten Führer durch die zahlreichen
Neu- und Anbauten der vergangenen Jahrzehnte hatten die Organisatoren Schulleiter Elmar Wagener gewonnen, der informativ und unterhaltsam über die Entwicklung der Schule berichtete.
Und Geschichten gab es auch am Abend viel zu hören. Da trafen sich die Ehemaligen, von denen einige extra aus dem Ausland angereist waren, im Atrium des Hotel Paulsen zum Essen, Wiederkennen und Schwelgen in Erinnerungen. Dazu wurden auf einer Projektionsleinwand Bilder aus alten

Zeiten gezeigt und auch die Chronik des Gymnasiums konnte vor Ort erworben werden. „Ist das toll hier", war häufig zu hören und nach einem Dank an die Organisatoren wurde der Wunsch geäußert, sich unbedingt in fünf Jahren wieder zu treffen. Und wie gut man sich gleich wieder verstand, machte im Laufe der Nacht und des frühen Morgens der Umstand deutlich, dass es dann noch eine größere Anzahl in das Piano zog, wo sie noch bis in den Morgen gemeinsam weiterfeierten.

 


17.07.2006

Klarer Stil: Musik mit Gitarren
Punk-, Rock- oder Metalbands sorgen im St.-Viti-Gymnasium für Stimmung

Auch bei der Schüler-Band Gomora kommen die Einflüsse ihrer Musik vorwiegend aus dem Metal-Bereich Fotos: zi

Zeven (zi). Die Organisatoren hätten sich am Freitagabend zur zweiten Veranstaltung „Viti rockt“ im St.-Viti-Gymnasium sicherlich mehr Besucher gewünscht, aber auch so hatten die jugendlichen Musik-Fans ihren Spaß. Und das lag nicht nur am fröhlichen Kassenteam oder an den kulinarischen Angeboten der Schülerfirma „Viticcino“.

Den Beginn des Konzertes machte die Gruppe „Lewotrak“ vom St.-Viti-Gymnasium, die mit den Tücken der geliehenen Technik zu kämpfen hatte. Adam Czogallik (Gesang), Niels Dauter (Gitarre), Philipp Scholze (Gitarre, Bass) und Florian Münster (Schlagzeug) wurden bei ihrem Auftritt unterstützt von ihrem Gast-Saxophonisten „Sam“. Und auch ihr Bassist Jan Wessel, der seit Februar in Kenia weilte, wurde auf dem Konzert wieder gesehen,

Johannes Prüß von Risk of Addiction mit vollem Einsatz.

Der zweiten Formation des Abends, der Gruppe „Risk of Addiction“ mit Johannes Prüß (Gesang), Adrian Peters (Gitarre, Gesang), Jona Willenbrock (Bass) und Simon Brunkhorst (Schlagzeug), gelang es chnell, die Tanzfläche vor der Bühne zu füllen und sich und das Publikum zum Schwitzen zu bringen. Die eingängige Punkmusik der seit rund zwei Jahren bestehenden Band motivierte zu zeitweise aggressiven Tanzeinlagen. Aber der von den Veranstaltern organisierte Sicherheitsdienst und die freiwillig Aufsicht führenden Lehrer mussten auch hier nicht einschreiten.
Und so konnte die zweite Band aus dem St.-Viti-Gymnasium, die Gruppe „Gomora“, nach einer kurzen Umbaupause auf der guten Stimmung aufbauen. Die Einflüsse ihrer Musik kommen aus dem Metal-Bereichen und Josch Kliemann (Gesang), Ariel Sperl (Gitarre, Gesang), Tillmann Schimler (Bass), Cedric Carl (Gitarre) und Jannes Vagts (Schlagzeug) brachten mehr als einen Träger von langen Haaren zu rhythmischen Kopfbewegungen.

Das Kassen-Team verbreitete schon am Eingang gute Laune.

Noch härter und lauter wurde die Musik bei der Gruppe „Hordac“, die häufig in Kombination mit der Gruppe „Risk of Addiction“ bei Konzerten auftritt. Auch bei „Hordac“ stammen die Mitglieder alle aus der Region, allerdings sind sie inzwischen Studenten und keine Schüler mehr. Ihre mit vollem Körpereinsatz vorgetragenen Metal-Stücke ließen nicht nur die begeisterten Haarakrobaten in den ersten Reihen auf ihre Kosten kommen. Sie lockten ebenfalls die Fans der härteren Gangart an den Bühnenrand, die die tiefen Bässe anscheinend auch noch in den letzten Körperfasern spüren wollen und das am Freitagabend auch konnten.


13.07.2006

Erste Plätze für Zevener Schülerfirmen
„Viticcino" und „Wechselstoff" von Landkreis ausgezeichnet - Sonderpreis für „Grips" vom St.-Viti-Gymnasium

Haben gut Lachen: Die „Viticcinos" haben den ersten Platz in der Kategorie langjährige Firmen errungen. Fotos: tk

Rotenburg (tk). Zum Erfolg gesellt sich zuweilen der Ruhm. Das erfuhren die Schüler, die den Mut bewiesen haben, eine Firma zu gründen, am Dienstag im Rotenburger Kreishaus. Der Wirtschaftsförderer des Landkreises, Gerd Hachmöller, zeichnete die „Klasse Unternehmen" aus.

Vor vier Jahren hatte der Landkreis das Projekt „Klasse Unternehmen" ins Leben gerufen. Schüler gründen eine Firma und halten durch, lautete das Ziel. Mittlerweile haben, darauf wies Hachmöller am Dienstag vor rund 80 Schülern und Lehrern im Sitzungssaal des Kreishauses hin, 119 Schüler ihre unternehmerischen Fähigkeiten unter Beweis gestellt. Elf „Klasse Unternehmen" agieren derzeit am Markt. Das Projekt habe sich etabliert, resümierte Hachmöller.

Projektbetreuer Claus Richter würdigte das Engagement der Schüler und ermutigte sie, bei der Stange zu bleiben, denn der Erfahrungsschatz, den sie als Unternehmer sammelten, garantiere, dass sie ihren Schulkameraden „immer eine Nasenlänge voraus" sind.
Richter hatte im abgelaufenen vierten Projektjahr 17 Firmen betreut - sechs von ihnen waren indes schnell wieder vom Markt verschwunden. Die verbliebenen elf Unternehmen wurden in drei Kategorien eingeteilt: 1. Firmen, die seit mehr als einem Jahr mit kaum veränderter Belegschaft aktiv sind. 2. Finnen, in denen ein Generationswechsel stattgefunden hat. 3. Neue Firmen.

Für herausragende Leistungen erhielt „Grips" einen Sonderpreis.

In der Folge stellten die Unternehmer sich und ihre Firmen vor. Den Anfang machte „CoMoServ" vom Gymnasium Bremervörde. Die Drei-Mann-Firma baut Computer zusammen, rüstet sie auf, stylt und repariert sie. „CoMoServ" sucht übrigens dringend nach neuen Mitarbeitern.

An der Theodor-Heuss-Schule in Rotenburg befasst sich eine Schülerfirma mit dem Bau von Inventar, der Installation und Reparatur der Haustechnik, dem Lebensmitteleinkauf und anderen Dienstleistungen.

Am Zevener St.-Viti-Gymnasium betreiben Schüler das „Viticcino", eine Cafeteria für Schüler und Lehrer. Elf Schüler gehören der Firma an. Das „Viticcino" hat 18 Artikel im Angebot. Die Firmeninhaber erhalten ein Grundgehalt und eine Gewinnbeteiligung. Das Unternehmen ist im Internet vertreten und tritt schulintern als Sponsor in Erscheinung.

In der zweiten Kategorie traten „L.e.r.n." (Lieber eine richtige Nachhilfe) vom Gymnasium Bremervörde und „YouCom" vom Ratsgymnasium Rotenburg an. „L.e.r.n." vermittelt Schülern aller Schulformen Nachhilfeunterricht. „YouCom" vermittelt Schüler als Aushilfskräfte an Firmen und Privatpersonen.

In Kategorie 3 ging der „BBS-Shop" an den Berufsbildenden Schulen Rotenburg an den Start. Im „BBS-Shop" werden T-Shirts, Schreibwaren und Anleitungen zum Bau von Beamern verkauft.

Die Firma „FineDesign" wurde in diesem Jahr an der Eichenschule Scheeßel gegründet. Die beiden Schüler-Unternehmerinnen verzieren Dachpfannen, die als Dekoration im Haus oder Garten dienen können.

Am Bremervörder Gymnasium tritt die Firma „FocLan" als Veranstalterin von Lan-Partys auf. Am Kivinan-Bildungszentrum in Zeven gibt es „Wechselstoff", ein Unternehmen, das Schmuck und Accessoires, T-Shirts, Schals, Tops, Fan-Artikel und mehr herstellt und vertreibt. Das geschieht derart erfolgreich, dass die Firmengründer bereits von Kultusminister Bernd Busemann als Junior-Unternehmen ausgezeichnet wurden.

Am Zevener Gymnasium waltet schließlich „Grips", eine fünf Monate alte Firma, die Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfeunterricht anbietet. 19 Schüler sind als Nachhilfelehrer für 32 Schüler engagiert.

In der Kategorie Firmenneugründungen sicherten sich die Jungunternehmer von „Wechselstoff" den Sieg.

Im Anschluss an die Präsentation überreichte Gerd Hachmöller an die drei Sieger in den drei Kategorien „YouCom", „Viticcino" und „Wechselstoff" Schecks in Höhe von je 100 Euro und für jeden Mitarbeiter Urkunden. Sonderpreise erhielten „Grips" und „FocLan".

Den nicht ausgezeichneten Jungunternehmern hatten die Sparkassen Rotenburg-Bremervörde und Scheeßel Trostpreise gestiftet.
Nach einem Imbiss im Kreishaus besichtigte der Unternehmernachwuchs die Firma „Juwel Aquarium".

 


09.07.2006

Gastkommentar

Das wertvollste Stück Bildung

Können Sie sich noch an Ihre Schulzeit erinnern? Lassen Sie Ihre Gedanken doch einmal ein wenig in der Vergangenheit schweifen. Mit Sicherheit entstehen vor Ihrem inneren Auge bald altbekannte Szenen aufs Neue: Da sind die vielen müden, lachenden, gelangweilten oder aufmerksamen Gesichter der Mitschüler. Da ist der Lehrer, je nach Zeit (und Typ!) Verkörperung höchster Autorität und Strenge oder aber Gegenstand allgemeinen Spotts. Kratzende Kreide auf grünem Tafelgrund, Plusquamperfekt, Vokabeln, Euklid. Im Sommer dann Schülerschweiß über letzen Klausuren, erdrückender Klassenzimmermuff, nicht zuletzt natürlich Hitzefrei und Ferien! So reihen sich die Erinnerungen aneinander. Und vielleicht hören nicht wenige, weit aus dem Dunkel der Vergangenheit, sogar noch das Herabzischen des Rohrstocks. Anbetracht mancher Ereignisse mag man fast behaupten, dass sich im Jahre 2006 das Verhältnis von Schlägern und Geschlagenen umgekehrt hat - seit der Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Preußen 1717 hat sich also einiges getan. Wahrscheinlich wüsste Ihre Großmutter erstaunlich Anmutendes aus ihrer Schulzeit zu erzählen und Ihre Kinder haben gewiss nicht dasselbe Bild von Schule wie Sie oder ich. Aber was ist es eigentlich, das sie uns so wertvoll macht? Wenn Schule von Generation zu Generation, von Mensch zu Mensch, so unterschiedlich erfahren wird, lohnt sich die Frage: Was soll Schule denn eigentlich erreichen? Gibt es für sie überhaupt ein dauerhaft gültiges und erstrebenswertes Ziel?

Man möchte es sich einfach machen und nennt ein Schlagwort: Bildung. Als frischgebackenem Abiturienten wäre es mir selbstverständlich ein leichtes, die Bildungsdebatte streng logisch-argumentativ fortzusetzen. Und zwar ebenso problemlos, wie ich die neuesten PISA-Aufgaben lösen oder in Text und Rede das Stilmittel der Ironie entdecken würde. Jawohl, wenn ich wollte, könnte ich sogar im Konjunktiv schreiben. Den hohen Stellenwert von Bildung dieser Art kann und will im Deutschland dieser Tage kaum jemand bezweifeln. Aber die Ansichten, wie sie zu erlangen sei, wechseln schneller als neue Kultusminister gewählt werden können. Vor langen Jahren hieß es: Schule soll erziehen. Später dann: Schule soll lehren. Heute soll Schule Schüler anregen. Und inzwischen werden schon wieder Forderungen nach Erziehung laut. Abermals taucht also die Frage auf: Was bleibt, wenn sich mit den Zeiten Lehrinhalte und -Methoden ändern? Vielleicht hilft, abseits von Diskussion um Individualförderung und Elite-Uni, ein Blick zurück. Wahrscheinlich liegt ihre eigene Schulzeit schon länger zurück als die meine. Und wahrscheinlich ist mehr davon geblieben, als die Fähigkeit, diesen Kommentar zu lesen. Aber Hand aufs Herz: Klingen Ihnen Sätze wie „1812 marschierte Napoleon in Russland ein" eher in den Ohren nach als der Tumult vor Eintritt des Lehrers ins Klassenzimmer? Ist das wohlbekannte a2+b2= (na, was?) wirklich ähnlich einprägsam wie die erste Fünf in Mathe? Und hinter der Erinnerung an beißende Spottverse auf die Lehrerschaft bleibt wohl selbst das geschmeidige „3-3-3 - bei Issos Keilerei" zurück. So hat uns inmitten von Identitätsfindung, erster Liebe und versuchsweisen Unabhängigkeitsbestrebungen der Schulalltag über Jahre hinweg womöglich noch mehr geprägt und geformt - warum nicht sagen, gebildet? - als es reine Wissensübertragung jemals könnte.

Das immerwährende Mit - Neben - und bisweilen auch Gegeneinander der Schüler und Lehrkräfte, das Aufeinandertreffen verschiedenster Temperamente und Weltanschauungen kann den Charakter formen, ohne ihn zu verbiegen. In die richtigen Bahnen geleitet, setzt Konfliktpotenzial Energie frei, die in Offenheit und Verständnis umgewandelt werden kann. Ob es nun die Erste-Hilfe-Leistung der Freunde bei den ersten Schreckbegegnungen mit der Leistungsgesellschaft oder ein rechtzeitiges „Bleib auf dem Teppich!" an den Klassenprimus ist, fest steht: So manche Lektion wird von Mitschülern erteilt, nicht von Lehrbüchern. Bildung ist also viel mehr als die (Heran-)Bildung bzw. das Wissen zukünftiger Wissenschaftler. Bildung in der Schule meint auch - ganz wörtlich genommen - die Bildung von Charakteren. Das ist wichtig, denn die Öffentlichkeit wird der ehemalige Schüler in den meisten Fällen so prägen, wie ihn zuvor die Öffentlichkeit geprägt hat. Wenn von Bildung gesprochen wird, geht es also nicht primär um das Heranziehen neuer Professorengenerationen, sondern vor allem darum, ein eigenständiges Individuum und selbstbewusstes Mitglied für unsere Gesellschaft zu schaffen. Alles andere kann, nein, soll folgen. Und diese Reihenfolge muss beibehalten werden, denn ein ehrgeiziger, aber unmoralischer Wissenschaftler ist weitaus gefährlicher als ein tumber Menschenfreund.

Hat Schulbildung nun also Bestand? Ich glaube ja. Und zwar weit über Klassiker wie Geometrie und Perserkriege hinaus.

Ich bin froh darüber, dass die Schule mir zwischen Vokabeln und Algebra den Raum gelassen hat, mich auszuprobieren. Später, womöglich in verantwortungsvoller Position, hätten ich und andere vielleicht bitteres Lehrgeld für dieses Ausprobieren zahlen müssen. Jetzt, nach dem Abitur, glaube ich, der Gesellschaft, die mich erwartet nicht ganz schutz- und nutzlos gegenüber zu stehen. Denn gelernt habe ich in 13 Jahren Schule vor allem eines: Anerkennung und Leistungsfähigkeit sind im Leben nur dann feste Größen und Werte, wenn sie durch Freundschaft Größe und Wert erhalten. Mein Ziel soll nicht Erfolg heißen, sondern Glück. Vielleicht ist dies das größte und wertvollste Stück Bildung, dass ich bis zur Erlangung des Abiturs gewonnen habe. Und vielleicht ist es gerade dieses Stück Bildung, welches mich nicht nur mit den Abiturienten meines Jahrgangs, sondern mit vielen Schülergenerationen vor und nach mir - eventuell sogar mit Ihnen? - verbindet. Denken Sie doch einmal darüber nach!

Till Holsten,
Abiturient 2006,
St.-Viti-Gymnasium


01.07.2006

Sie werden - mit dem Abitur in der Tasche - dem St.-Viti-Gymnasium den Rücken kehren und in die große Welt hinaus gehen: die Abiturientinnen und Abiturienten. Foto: as

Wildnis wartet auf die Abiturienten
Abitur 2006: 76 junge Frauen und Männer verlassen das St.-Viti-Gymnasium mit allgemeiner Hochschulreife


Zeven (as). Die Schulzeit ist beendet, ein Lebensabschnitt vorbei - aber gleichzeitig beginnt ein neuer: Gestern erhielten die Abiturientinnen und Abiturienten des St.-Viti-Gymnasiums im Rahmen der Entlassungsfeier ihre Zeugnisse.

In der Aula ging nichts mehr, viele Eltern und Ehemalige waren gekommen, unter den Gästen war auch Bürgermeister Hans-Joachim Jaap, es mussten Stühle herangeschafft werden. So gab es auch Stehplätze. Das vom Verein der "Freunde, Förderer und Ehemaligen des St.-Viti-Gymnasiums Zeven" gesponserte Büffet blieb zunächst unberührt.

Schulleiter Elmar Wagener ging in seiner Ansprache besonders auf das zwölf Merkmale umfassende spirituelle Denken von Danah Zohar ein, in dem die innovative Kraft des Menschen liegen soll. "Die Fähigkeit, Situationen und Probleme mit Abstand und in einem anderen Kontext zu betrachten", lautete ein Punkt.

"Ich wünsche mir, dass wir Sie neugierig gemacht haben", und dass die Abiturientinnen und Ab-tiurienten bei dem Satz "Träumer haben vielleicht keinen Plan, aber Realisten haben keine Visionen" nicht voreilig Partei ergreifen. "Erhalten Sie sich das Gespanntsein auf unsere Welt und die Aufgaben, die sie bereithält", sagte Wagener. "Es lohnt sich."

Schulelternratsmitglied Manuela Martens sprach in ihrer Rede nicht nur von einem Abschied der Abiturienten, sondern gleichzeitig von einem Aufbruch für die Absolventen. Der Weg werde allerdings nicht immer gerade und glatt sein, manchmal müssen Steine aus dem Weg geräumt werden. "Dafür wünsche ich euch Kraft."

"Diesen Moment haben wir herbeigesehnt", sagte Abiturient Paul Gummert in seiner Laudatio. Dennoch: "Die Lehrer sind uns ans Herz gewachsen." Nun warte auf die Absolventen aber ,,die Wildnis da draußen". Angst müsse man aber nicht davor haben: "Heute kommen wir. Denn wir sind Deutschland." Abiturientin Silvia Pape dankte im Namen aller Absolventen den Familien und Freunden, den Lehrern und der Schulleitung. Aus einem ursprünglich zusammengewürfelten Haufen sei eine richtige Einheit geworden.

Für musikalische Einlagen sorgte die Big Band unter der Leitung von Friedemann Michalek und der Mittel- und Oberstufenchor unter der Leitung von Sonja Beuke. Sie erhielten viel Applaus. Anschließend bekamen die Absolventen ihre Zeugnisse, danach wurde das Büffet eröffnet. [...]

 


30.06.2006

Erfolgreiche Abiturienten (von links): Till Holsten, Niclas Moneke, Hanna Bergelt, Lea Ziesing und Leon Zabel. Foto: as

„Ich bin neugierig auf die Welt geworden"
Abiturienten des St.-Viti-Gymnasiums blicken auf ihre Schulzeit zurück


Zeven (as). Zeven (as). Am St.-Viti-Gymnasium hat Till Holsten vor allem zwei Dinge genossen: die Schulbildung und, fast wichtiger, die Charakterbildung im Schulalltag. Gestern blickten die Jahrgangsbesten auf die Schulzeit zurück.

Entscheidend für die Entwicklung des Charakters sei der Schulalltag gewesen, wo die Mädchen und Jungen in einem sozialen Gefüge zurecht kommen müssen, sagte Till Holsten. Für die Zeit nach der Schule habe sich der Abiturient unterschiedliche Perspektiven zurechtgelegt, durch die Zeit am Gymnasium habe er mehr und mehr Interesse an vielen Dingen ge­funden. „Ich bin neugierig auf die Welt geworden."

„Wir haben nicht nur Wissen vermittelt bekommen", sagte Mitschüler Niclas Moneke, „sondern auch, wie man sich selber Wissen vermittelt." Ihm hat nur der Philosophieunterricht gefehlt. Als interessant empfand Jahrgangssprecherin Hanna Bergelt die Entwicklung der Mitschüler über die Jahre gesehen.

Auch die vielen Ausflüge, ob während der Schulzeit oder am Wochenende, hätten zum Gemeinschaftsgefühl beigetragen. Für Lea Ziesing war das Schulleben eigentlich immer ganz schön - und auch immer ganz schön geregelt. „Ich habe nie etwas als negativ empfunden", sagte sie. Im Gegenteil: „Die Lehrer haben Einsatz gezeigt, um uns den Unterricht zu attraktiv wie möglich zu machen." Leon Zabel befürchtete, dass man - nach der strukturierten Schulzeit - den „Gesamtüberblick" verliert.

Lob gab es für die hohe Gewich-tung der Facharbeiten, woran die Lernenden über einen längeren Zeitraum an einem selbst gestellten Thema gearbeitet hatten. Holsten: „Das war dem Aufwand angemessen" und habe motiviert.

Tutorin Sylvia Jütte sprach von einem „leistungsstarken Jahrgang", der auch bereit gewesen sei, Eigen­initiative zu zeigen. Ihr Kollege Christian Köhler hob den „sehr netten Umgang mit den Schülern" hervor. „Wir haben gemeinsam eine familiäre Atmosphäre geschaffen", sagte Peter Baumann.

„Ab sofort werden Sie dümmer", sagte Schulleiter Elmar Wagener und schmunzelte. Er unterstrich den Faktor Menschlichkeit am St.-Viti-Gymnasium und die Atmosphäre, die trotz der Vergrößerung der Schüleranzahl weiter bestand habe. „Ich hoffe", sagte er zum Schluss, „dass wir sie guten Gewissens in die Welt entlassen können." Die Schüler nickten.

 


26.06.2006

 

Den Mädchen von Vitivox liegt das Singen offenbar im Blut. Jungs trauen sich nicht so richtig. Fotos: fh

Rock, Pop, Klassik und Schnittchen
Schweden AG und Fachgruppe Musik organisieren Sommerserenade im St.-Viti-Gymnasium - Leckere Häppchen serviert


Zeven (fh). „Mitsommer zu feiern ist eine Tradition in den nordischen Ländern. Dieses Fest findet immer zur Sommersonnenwende statt. Im nördlichsten Norden von Schweden bleibt es die ganze Nacht hell und dann kann ordentlich gefeiert werden.", sagt die Schweden AG. „Und das wollen wir heute auch tun."

Junger Tenorhornspieler

Mehr als 100 Kinder und Jugendliche aus der Unter-, Mittel- und Oberstufe haben mit ihren Instrumenten oder ihrer Stimme für Unterhaltung in der Päusenhalle im St.-Viti-Gymnasium gesorgt.

„Wir mussten die Veranstaltung auf Grund des Wetters nach drinnen verlegen, aber das hat auch einige Vorteile. Wir werden nicht nass und wir können mit Mikrofonen arbeiten. Vor allem aber können wir nach dem Konzert eine Kollekte einsammeln - die Musik braucht immer Geld", erklärte Musiklehrer Friedemann Michalek. Die Bläserklassen I und II spielten mit ihren Klarinetten, Saxophonen, Querflöten und der Blech-Section kurze Ausschnitte aus Melodien aus verschiedenen Musikrichtungen von Klassik bis Rock und Pop.

Leckereien von der Schweden-AG

Mit bekannten Liedern wie „The Loco-Motion" von Kylie Minogue und dem zum Mitsingen einladenden „Probier's mal mit Gemütlichkeit" aus dem Dschungelbuch brachte der Unterstufenchor Vitivoxis das Publikum zum Mitschunkeln. Chorleiterin Sonja Beuke zeigte sich mit der Leistung ihrer Schüler aus der fünften und sechsten Klasse sehr zufrieden. „Sie haben Freude am Singen und das war zu spüren. So soll es sein." Es war erst der zweite Auftritt von Vitivoxis, denn er existiert erst seit dem vergangenem Herbst.

Im Anschluss gab Vitivox, ein reiner Mädchenchor, noch „The Girl from Ipanema", „Stand by me" und gemeinsam mit Vitivoxis zwei schwedische Volkslieder zum besten. Den fulminanten Abschluss bildete „We have a dream", gesungen von beiden Chören und unterstützt von der Bläserklasse I. Das Publikum war begeistert und spendete entsprechend Applaus.

Und auch Friedemann Michalek war mit seinen Schülern mehr als zufrieden. Auffällig war, dass sowohl die Chöre als auch die Bläsergruppen überwiegend aus Mädchen bestanden. „Die Jungs trauen sich oftmals nicht zu singen oder ein Instrument zu spielen, weil es vor allem bei den älteren uncool ist. Daher bestehen zum Beispiel die Bläserklassen zu zwei Dritteln aus Mädchen und nur zu einem Drittel aus Jungs. Wir versuchen aber gerade, das zu ändern", sagt Michalek.

Die Schweden-AG hingegen braucht sich um die Jungs in ihrer Mitte keine Sorgen zu machen. Sie haben sich aktiv mit eingebracht und gemeinsam mit ihren Mitschülerinnen kräftig Midsommerbowle mit Erdbeeren und Schwedensnacks (Pumpernickel mit Frischkäse oder Fischhäppchen) und Käsespieße unter die Leute gebracht. Immerhin soll der Erlös für den Schweden-Austausch verwendet werden und da ist jeder Euro willkommen. Sie haben das Fest zum ersten Mal organisiert, hoffen aber, dass es zu einer Tradition in spe wird.


20.06.2006

 

Die Teilnehmer der Freizeit haben sich in einer Jugendherberge intensiv auf das Konzert am kommenden Donnerstag vorbereitet. Foto: St.-Viti-Gymnasium/SG

Serenade im St.-Viti-Gymnasium
Über 100 Musikschüler zeigen ihr Können - Intensive Probenarbeit soll Früchte tragen - Konzert beginnt um 18 Uhr


Zeven (ZZ/js). Über hundert Schülerinnen und Schüler werden sich am sommerlichen Konzert beteiligen, zu dem die Musiklehrer des St.-Viti-Gymnasiums Zeven für Donnerstag, 22. Juni, um 18 Uhr in die Schule einladen. Bei schönem Wetter soll auf dem anlässlich des Schuljubiläums im vorigen Jahr heu gestalteten Schulhof, so etwa unter dem offenen Pavillon, musiziert werden; bei Regen findet das Konzert im Pausenfoyer statt.

„Bei regem Interesse und angemessener Akzeptanz soll dieser Veranstaltungstermin zukünftig regelmäßig zum Ausklang des Schuljahres stattfinden, um den Musikarbeitsgemeinschaften die Möglichkeit zu geben, ihre im zweiten Halbjahr erarbeiteten Ergebnisse einer kleinen Öffentlichkeit vorzutragen", erläutern die Musiklehrer Friedemann Michalek und Sonja Beuke. Für das jetzt anstehende Vorspiel weilten die beiden Chöre und die Erste Bläserklasse des Gymnasiums extra für eineinhalb Tage in der Jugendherberge Müden (Örtze), um intensiv und viele Stunden am Stück zu proben. Neben diesen Ensembles wird die zweite Bläserklasse zu hören sein. Außerdem wird die Schweden-AG mitwirken und an die Tradition der in Skandinavien zu feiernden Mittsommernacht erinnern. Die Fachgruppe Musik hofft auf gutes Wetter.

 


10. 06.2006

Darija Weisser liest aus „Der große Bagarozy“ von Helmut Krausser.

Andreas Fierka singt „In meinem Herzen“, begleitet von Anna Betsch und Stephanie Schmidt (von links).

Eine Frau schreibt den Männerdialog
Abwechslungsreicher, unterhaltsamer und witziger Abend mit Jazz und moderner Literatur im Zevener Gymnasium

Zeven (sk). Zahlreiche Freunde moderner Literatur und des Jazz fanden sich in der Aula des St.-Viti-Gymnasiums ein. Eingeladen hatten der Deutsch-Leistungskurs unter der Leitung von Gaby Reetz und die Jazz-Combo „Woshlova-Oktett“, ehemals „Jazzyria“.

Nach sechswöchiger Beschäftigung mit Werken zeitgenössischer Autoren im Rahmen der Facharbeit wollten die Schülerinnen und Schüler ausgesuchte Romane ihren Zuhörern vorstellen. Dazu holten sie sich die Jazz-Combo von Sebastian Zafirakis mit ins Boot. Gemeinsam boten sie einen abwechslungsreichen, unterhaltsamen und witzigen Abend.

Den Anfang machte eine musikalische Begrüßung des Publikums. Verbal wurden die Zuschauer von Antonia Hartwich und Christoph Grube begrüßt, die auf ihre Art und Weise mit kleinen Szenen durch den Abend führten. Bevor Milena Grauman mit Passagen aus Zoe Jennys „Blütenstaubzimmer“ die erste Lesung auf der Bühne bestritt, spielte das Woshlova-Oktett eine Musical-Nummer. Sandra Hubrich, Antoine Laval, Thomas Kuhn, Sebastian Zafirakis, Benjamin Ruscher, Fabian Dierks, Andreas Fierka, Stefanie Schmidt und Anna Betsch spielten „All the things you are“ von Jerome Kern aus dem Musical „Beat Boat“.

Judith Decreßin stellte mit „Haus, Frauen, Sex“ von Margit Schreiner einen von einer Frau geschriebenen Männerdialog vor. Hier lernten die Zuhörer, dass Frauen nur Träume im Kopf haben, wirklich wichtige Dinge wie den Start einer Raumfährew nicht verstehen, und Männer mithilfe von Kindern nur erpressen wollen.

Nach diesem Einblick in die männliche Gedankenwelt spielte das Jazz Oktett den von Zafirakis selbst geschriebenen und auch gesungenen Song „Fixed around six“. „Die Idee kam mir, als mein Klavier neu gestimmt wurde. Dabei gingen mir immer wieder diese Akkorde durch den Kopf“, erklärte der Komponist vor dem Stück. Dann ging es literarisch weiter. Signe Kaiser stellte ZsuZsa Bánks „Der Schwimmer“ vor.

Das wohl provokanteste Buch des Abends präsentierte Antonia Hartwich. Sie trug Passagen aus Sibylle Bergs „Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot“ vor. Auf polnisch stellte Andreas Fierka sein selbst geschriebenes Lied „In meinem Herzen“ vor, das den Verlust einer lieb gewonnenen Person beschreibt, von der man jedoch hofft, dass sie bald wieder kommen wird.

Um das Publikum mit den von den Schülern behandelten Werken vertraut zu machen, versetzen sich die beiden Moderatoren vor Beginn einer jeden Lesung in die Rollen der Hauptpersonen des Werkes. Besonders eindrucksvoll gelang das vor der Lesung von Darija Weisser, die aus „Der große Bagarozy“ von Helmut Krausser vorlas.

Das Publikum war von der Musik und den vorgestellten Romanen begeistert. Fotos: sk

In der Pause versorgten sich die Besucher mit Getränken, blätterten an einem Büchertisch durch die vorgestellten Romane und die dazugehörigen Facharbeiten. Nach der Unterbrechung spielte die Jazz-Combo das Stück „Autumn leaves“ von Jonny Mercer und Lena Prüß stellte „Adler und Engel“ von Juli Zeh vor, das den Balkankonflikt zum Thema hat. Auch der von Nicola Haller vorgestellte Roman „Die Schattenboxerin“ von Inka Parei greift politische Themen auf. Er spielt in Berlin zur Zeit des Mauerfalls. Der komplexe Roman „Spieltrieb“ von Juli Zeh wurde während der Facharbeitszeit von Sarah von der Lieth bearbeitet und an dem Abend auch vorgestellt. Der Roman, in dem die junge Ada mit einem Freund einen Lehrer erpresst, wurde auch als Bühnenstück inszeniert.

Die letzte Lesung des Abends führte Christoph Grube durch. Die vorgetragenen Gedankengänge, die in Christian Krachts „Faserland“ zum Ausdruck kommen, sorgten für viel Gelächter im Publikum. Den runden Abschluss des Abends bildete eine Interpretation von „Besame mucho (Kiss me much)“ von Carlos Velazquez.

„Mir gefiel der Zynismus in „Faserland“ sehr“, sagte Natalia Palka aus Zeven nach der Veranstaltung im Gespräch mit unserer Zeitung.


01. + 02. 06.2006

 

Drei Aktivitäten, an denen St.-Viti-Schüler beteiligt sind:

 

01. 06.2006

 

 

02.06.2006



30.05.2006

Der Deutsch-Leistungskurs des Zevener Gymnasiums unter Leitung von Gaby Reetz will mit seiner Lesung die Zuhörer vor allem für zeitgenössische Literatur begeistern. Foto: sk

Für Literatur und Musik begeistern
Moderne Schriftsteller und Jazz werden von Schülern in der Aula des Zevener Gymnasiums präsentiert

Zeven (sk). Die Leistungskurse des St.-Viti-Gymnasiums haben die Phase der Facharbeiten vor einiger Zeit hinter sich gebracht. Der Deutsch-Leistungskurs unter der Leitung von Gabi Reetz hat nun beschlossen, in der Aula der Lehranstalt in einer Lesung einige der Bücher vorzustellen, die von den Schülerinnen und Schülern des Kurses bearbeitet worden sind.

Am morgigen Mittwoch, 31. Mai, werden ab 19 Uhr neun Werke zeitgenössischer Literatur der Jahre 1990 bis 2000 vorgestellt werden. Vorgetragen werden jeweils ausgesuchte Passagen aus „Adler und Engel" und „Spieltrieb", beide von Julie Zeh, „Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot" von Sibylle Berg, Inka Pareis „Die Schattenboxerin", Christian Krachts Roman „Faserland", „Der große Bagarozy" von Helmut Krausser, „Das Blütenstaubzimmer" von Zoe Jenny, Zsusa Banks „Der Schwimmer" und „Haus, Frauen, Sex" von Margit Schreiner Haus.
Nicht nur literarisch, auch musikalisch wird der Abend einiges zu bieten haben. Abwechselnd mit den Lesungen wird Sebastian Zafirakis mit seiner Jazz-Combo, „Jazzyria", lateinamerikanisches Flair in der Aula des St.-Viti-Gymnasiums verbreiten.
Die zehnköpfige Combo wird neben Interpretationen von Stücken wie „Don't speak" auch Eigenkompositionen vom Leiter Sebastian Zafirakis und Perkussionisten Andreas M. Fierka im Programm haben. Wer zwischendurch Durst bekommt, der kann sich in der Pause an der von den Schülern organisierten und bedienten Bar erfrischen.
Des Weiteren wird die Möglichkeit bestehen, in einigen Facharbeiten der Leistungskursler zu blättern, an einem Büchertisch in die behandelten Bücher rein zu lesen und sich für diese mittels einer Liste für einen Kauf vorzumerken. „Ich habe mich während der Facharbeit mit Juli Zehs „Spieltrieb" beschäftigt und werde daraus auch vorlesen.", sagte Sarah von der Lieth aus Zeven gegenüber der ZZ. "Durch die intensive Lektüre des Romans habe ich wirklich Gefallen an der Schreibweise Zehs gefunden. Die Geschichten und die Schreibstile sind bei jedem der Bücher einzigartig und vielleicht können wir durch unsere Lesung noch andere Menschen für diese Art der Literatur begeistern."

 


23.05.2006

Eine dritte Bläserklasse soll im kommenden Schuljahr am St.-Viti-Gymnasium eingerichtet werden. . Foto: ZZ (Internet-AG)

Dritte Bläserklasse kommt
St.-Viti-Gymnasium informiert die Eltern der Viertklässler am Donnerstag, den 8. Juni

Eine der neuen fünften Klassen am Zevener St.-Viti-Gymnasium soll im kommenden Schuljahr wieder als Bläserklasse eingerichtet werden.

In der Fachgruppe Musik haben dafür die Planungen und Vorbereitungen begonnen.
„Die beiden ersten Bläserklassen sind so gut eingeschlagen, dass eine Fortführung dieser Idee der besonderen musikalischen Erziehung nur folgerichtig erscheint“, erläutern die beiden Musiklehrer Friedemann Michalek und Sonja Beuke.

Für Viertklässler

Für Donnerstag, den 8. Juni, ist um 18:30 Uhr im Pausenfoyer des Gymnasiums eine Informationsveranstaltung für die Eltern und Kinder der vierten Grundschulklassen vorgesehen, bei der sich die jetzige zweite Bläserklasse (Foto) mit einigen musikalischen Beiträgen präsentieren möchte und das Konzept der Bläserklasse vorgestellt wird.

Im Sommer endet dagegen die über zwei Schuljahre gelaufene Phase für die Schülerinnen und Schüler, die im ersten Durchgang als erste Bläserklasse im Rahmen des regulären Musikunterrichtes ein Instrument erlernt haben. Beinahe die Hälfte der Kinder dieser ersten Bläserklasse hat dabei so viel Gefallen an der Musik gefunden, dass sie im kommenden Schuljahr in der siebten Klasse das Musikprofil ausgewählt hat, um auch weiterhin aktiv Musik zu machen. Für die jungen Bläser bieten sich später vielfältige Betätigungsmöglichkeiten.

 


01.05.2006

Kunst vor dem Schulzentrum in Sittensen als Symbol für Lernen unter einem Dach. Künftig sollen die Gymnasiasten an Arbeitsgemeinschaften der Haupt- und Realschüler teilnehmen. Fotos: kv

Luxus pur für Gymnasiasten
Gut besuchter Info-Abend zum gymnasialen Zweig in Sittensen

Sittensen (kv). Seit 2004 existiert die Außenstelle des Zevener St.­Viti-Gymnasiums in Sittensen. Seitdem werden die Schüler der Klassen fünf und sechs in Sittensen beschult. Jetzt berichteten die Elternvertreterinnen Dorothee Schwanholt und Steffi Kempf von ihren durchweg positiven Erfahrungen mit dem neuen Schulangebot.

Das Anliegen der Mütter bestand darin, mit den vielen kursierenden Gerüchten aufzuräumen. Es würden massenhaft unsinnige Dinge erzählt, stellte Steffi Kempf klar. Ihr Sohn besucht die sechste Klasse und ist vollkommen zufrieden. Die Oberschüler haben ihre Räume im gleichen Flur mit Haupt- und Realschülern, und sie sind voll integriert. „Die Kinder haben kein G` auf der Stirn, das sie ausgrenzt", so Kempf.
Die Gymnasiasten spielen auf demselben Schulhof, nutzen dieselben Fachräume, dieselbe Pausenhalle und derselbe Gong schickt sie in die Unterrichtsstunden. Und von Übergriffen habe sie noch nie etwas gehört.
Derzeit besuchten 20 Kinder die sechste, 26 die fünfte Klasse. Diese werden in großen Räumen von denselben Lehrern unterrichtet wie die Zevener. Dort liege die Klassenstärke durchschnittlich bei 30 Kindern in weit kleineren Räumen. Und auch Latein, was einst ein Problem darstellte, werde angeboten. „Wir haben in Sittensen Luxus pur!"

Dem kann Dorothee Schwanholt nur zustimmen. Gewiss habe es zu Beginn „Kinderkrankheiten" gegeben, aber das sei bei jedem Anfang so. „Wir müssen das, was wir hier und heute haben, unbedingt erhalten", meint die Elternvertreterin. Sicher seien die Zevener damals nicht überglücklich über die Entscheidung gewesen, Klassen in Sittensen zu unterhalten. Aber das liege in der schwierigen Organisation begründet, in knapp 20 Kilometer Entfernung eine Unterrichtsversorgung zu gewährleisten.

Wenn die Außenstelle Sittensen nicht erhalten bleibe, stünde den zehn- oder elfjährigen Schülern ein langer Schulweg mit dem Bus bevor, den nicht nur die Kinder scheuten, prophezeiten die Sprecherinnen. Auch den Eltern behagte das nicht und sie schickten ihren Nachwuchs erst gar nicht auf das Gymnasium.
Die Tendenz, wohin die jetzigen Viertklässler kommen, sei bereits erkennbar, informierte Schulleiter Gerd Panning. 44 Kinder haben eine Empfehlung für die Oberschule - insgesamt liegen 50 Wünsche dafür vor, 16 sind bereits für die Eichenschule gemeldet, 25 für das St.-Viti und damit für die Sittenser Außenstelle. Der Rest sei noch in der Schwebe. Sollten sich 32 Kinder im St.-Viti anmelden, bedeute das, dass der Zweig bereits 2006 zweizügig werde, erläuterte der Leiter der Haupt- und Realschule die Zahlen.

Werben für Sittensen: Dorothee Schwanholt (rechts) und Steffi Kempf.

Eine simple Aufgabe, meinte Schwanholt: 32 durch zwei macht eine Klassenstärke von 16. Kein schlechtes Argument für Sittensen.
Auch das Projekt „Schule in Schule" soll künftig mehr gefördert werden. Aufgrund der unterschiedlichen Trägerschaft war es den Gymnasiasten bisher nicht möglich, bei AGs und Veranstaltungen der Haupt- und Realschule mitzumachen. Das soll nun anders werden, so Steffi Kempf. Die Elternvertreter haben Gespräche mit dem Direktor des St.-Viti-Gymnasiums geführt und grünes Licht bekommen.
Sicherlich wolle dieser wissen, was „seine" Schüler in Sittensen so alles „treiben". Einer Teilnahme aber stehe generell nichts mehr im Wege.
Rund 25 Eltern nahmen am Informationsabend teil, stellten Fragen, waren an einem detaillierten Austausch interessiert und suchten auch die Klassenräume auf. Die durchweg positiven Berichte hatten einen guten Eindruck hinterlassen und ließen Zweifel schwinden. Im kommenden Jahr werde eine entsprechende Veranstaltung früher stattfinden, um noch mehr Eltern die Entscheidung für Sittensen zu erleichtern, versprachen die Initiatoren.

 


26.04.2006

 

Luise Del Testa (links) führte die Schweden durch Zeven. Rechts steht Lehrerin Friederike Matzen vom St.-Viti-Gymnasium und in der Mitte Elisabeth Hörnlund (mit Sonnenbrille) und dahinter Johan Hjertén. Fotos: fh

Das ist doch mal was anderes
Schülerinnen und Schüler aus dem schwedischen Skara zu Gast in Zeven - Ausflüge nach Hamburg, Bremerhaven ...

Zeven (as). „Zeven ist eine nette, kleine Stadt", sagt Anna Lergård. „Ähnlich wie Skara", fügt die Austauschschülerin der Katedralskolan aus Schweden hinzu und lacht. Dennoch hat sie auch minimale Unterschiede zwischen den Kulturen ausgemacht.

So werde an schwedischen Schulen das „Sie" gar nicht benutzt, sondern nur geduzt, erzählt Anna Lergård. Hier dürfe man mit Schuhen durchs Haus laufen, das werde in der Heimat nicht so gern gesehen. Auch an den Frühstückstischen sieht es etwas anders aus: „Hier hat jeder Messer und Gabel. Bei uns in Schweden gibt es nur ein Messer für alle", berichtet die 18-Jährige, die in Deutschland wohnen und arbeiten möchte.

Anna Lergård (links) und Ida-Maria Svensson genießen die Zeit in Zeven.

Sie lebt, wie ihre Mitschüler, seit einigen Tagen in Gastfamilien. Die Anreise am vergangenen Freitag hat rund zwölf Stunden gedauert. Ida-Maria Svensson war während der Zugfahrt noch ein bisschen nervös - sie nimmt zum ersten Mal an diesem traditionellen Austausch teil. Aber die gegenüber den Schweden „etwas offenere Art" der Deutschen habe der 18-Jährigen den Aufenthalt erleichtert. „Alle sind nett", sagt sie.
Bisher haben sich die neun Pennäler, die alle Deutsch sprechen, gemeinsam mit Lehrerin Elisabeth Hörnlund und ihrem Nachfolger Johan Hjertén Hamburg angesehen, dort statteten sie dem Panoptikum, dem größten Wachsfigurenkabinett Deutschlands, einen Besuch ab. Eine Hafenrundfahrt stand ebenfalls auf dem Programm. Heute geht es nach Bremerhaven zum Deutschen Auswandererhaus, und eine Wattwanderung hat sich die schwedische Gruppe auch vorgenommen.
Die Schüler des St.-Viti-Gymnasiums waren bereits im September zu Gast in Skandinavien.
Eine andere Schulklasse [... Besuch einer zweiten Schulklasse an der Realschule]

 


23.03.2006

McMurphy veranstaltet in der Anstalt eine wilde Party mit Alkohol und jungen Mädchen von "draußen". Fotos: fh

Gewaltausbruch in der Psychiatrie
Große Schauspielkunst am Zevener Gymnasium: Akteure der Theater-AG brillieren in „Einer flog über das Kuckucksnest“

Zeven (fh). Die Theater-AG des St: Viti-Gymnasiums hat sich in diesem Jahr ein hohes Ziel mit der Aufführung von Dale Wassermanns „Einer flog über das Kuckucksnest" gesetzt. Und sie hat sich mal wieder selbst übertroffen. Daher der Tipp: Hingehen, anschauen und sich mitreißen lassen.

Die Pausenhalle des Gymnasiums war bis auf den letzten Platz besetzt. „Wir mussten sogar einige wieder nach Hause schicken, was sonst nur am Freitag und Samstag der Fall ist", erklärt Gaby Reetz. Ein frühzeitiges Erscheinen lohnt sich, denn die 28 Schauspieler haben das Stück mit viel Einfühlungsvermögen und Überzeugungskraft in Szene gesetzt. Leonard Spreckels brilliert als lebenslustiger Kleingauner Randle Pa trick

McMurphy wird für sein Verhalten mit der Elektroschock-Therapie gemaßregelt.

McMurphy, der mit seiner Lebhaftigkeit und Risikobereitschaft den Mitpatientenimponiert. Er versucht seine Ziele mit aller Macht durchzusetzen, ist aber gleichzeitig emotional und mitfühlend. Als Systemfeind bekämpft er die gesellschaftlichen Normen mit aller Kraft und landet erst in einer Strafanstalt, später in der Psychiatrie. Hier trifft er auf die kaltherzige und autoritäre Oberschwester Miss Ratched, gespielt von Antonia Hartwich, die dort den Ton angibt. Ihr Wille ist Gesetz, ihre Autorität wird nicht angezweifelt. So kommt es zwischen den beiden gegensätzlichen Charakteren zum Showdown, der für einen tragisch endet.

McMurphy nimmt „den lahmen Haufen", „die Muttersöhnchen und Hosenscheißer" auf der Station mit seiner selbstbewussten und lässigen Art schnell für sich ein. Der schizophrene Häuptling Bromden wird durch den Neuankömmling aus seiner Lethargie gerissen und auch die anderen Mitpatienten finden langsam wieder Mut und Selbstbewusstsein. Doch McMurphy weiß die Tragweite seiner Taten kaum abzuschätzen und übertritt immer wieder die Vorschriften. Die Spannungen zwischen ihm und der Schwester enden in einem Gewaltausbruch, der umgehend mit der berüchtigten Elektroschock-Therapie bestraft wird. Davon lässt er sich aber nur wenig beeindrucken und verstößt munter weiter gegen die Regeln. Als seine Mitpatienten verspottet, beleidigt und erniedrigt, steigt in ihm eine blinde Wut auf, die nicht mehr zu kontrollieren ist. Seine Hände schließen sich um den Hals der Oberschwester und drücken zu ...

Die spannende Frage ist: „Was ist passiert?" und fast noch wichtiger „Wo ist McMurphy?". Dieser wird nur wenige Minuten später zusammengekauert, mit ausdrucklosem, starren Gesicht und einem leerem Blick in einem Rollstuhl auf die Bühne geschoben. Miss Ratched hat eine Lobotomie bei ihm durchführen lassen und ihm damit jegliche Selbstbestimmung und Emotion genommen - sie hat den Kampf gewonnen.

 


20.03.2006

30 JAHRE THEATER-AG AM ST.-VITI-GYMNASIUM
Lässt zwar Theater-Demokratie walten, hat aber - wenn es sein muss - das letzte Wort: Regisseurin Gaby Reetz (links). Das Foto zeigt sie während einer öffentlichen Probe zum aktuellen Stück „Einer flog über das Kuckucksnest". Die Deutsch- und Politiklehrerin hat viele Schüler kommen und gehen sehen. Denn: Sie übernimmt zum 21. Mal die Theaterleitung. Fotos: hö

Von Irrenhaus zu Irrenhaus
Theater-AG feiert 30 Jahre Bühnenkunst: Mit Dürrenmatts "Die Physiker" fing alles an

Zeven (hö). In einem Irrenhaus fing alles an. In einem Irrenhaus setzt sich die Geschichte der Theater-AG des Zevener St.-VitiGymnasiums fort. 1976 war es, als Jürgen Behn mit einer zwölften Klasse zunächst „Die Physiker" von Friedrich Dürrenmatt im Unterricht besprach - und später auf die Bühne brachte.

Jetzt, 30 Jahre später, steht wieder eine Anstalt im Mittelpunkt. Die von Dale Wassermanns Bühnenfassung von „Einer flog über das Kuckucksnest".

Bis 1984 - mit zweijähriger Spielunterbrechung - leitete Jürgen Behn die Theater-AG. Neben Kurt Goetz` „Dr. med. Hiob Prätorius" (aufgeführt 1980) brachte der Viti-Lehrer Stücke wie „Romulus der Große" (1981) - ebenfalls von Dürrenmatt - „Die Schneekönigin" (1983) von Jewgenij Schwarz und Michael Endes „Die Spielverderber" (1984) auf die Theaterbühne. Danach sollte Schluss sein. Zumindest für Jürgen Behn.

Der Theaterleiter sprach nach seiner letzten Inszenierung, der noch drei Stücke ohne „hauptamtlicher" Aufsicht folgen sollten, Gaby Reetz an und fragte sie, ob sie nicht Lust habe, künftig als Regisseurin zu fungieren. „Lust schon. Nur keine Ahnung", habe sie damals gesagt und muss heute ob ihrer Skepsis lachen.

1988 schließlich wurde mit Woody Allens „Vorsicht Trinkwasser" das erste Stück unter ReetzRegie auf die Bühne gebracht. „Seitdem", gesteht die Deutsch und Politik-Lehrerin heute, „bin ich wohl irgendwie süchtig."

In 30 Jahren Theatergeschichte hat sich viel getan. Mit Werner Wölbern (spielt heute am Hamburger Thalia Theater) und Kristoffer Keudel (Nationaltheater Weimar), haben zwei „Ehemalige" die Laien- gegen die Profibühne eingetauscht. Und auch wer Gaby Reetz bei ihrer Arbeit beobachtet, stellt rasch fest, dass längst kein Anfänger mehr am Werk ist. Fortgebildet hat sie sich, Seminare zum Thema besucht und sich selbst als Zuschauer immer wieder in die Sitzreihen zahlreicher Theater begeben - um zu lernen.

Die Stücke, die Gaby Reetz mit ihren Schülern auf die Bühne bringt, werden selten „eins zu eins" - also nach Vorlage - umgesetzt. In den meisten Viti-Darbietungen wird experimentiert, werden eigene Szenen zugefügt und andere weggelassen. Zuweilen müssen ganze Titel weichen, weil die eigentliche Überschrift laut Theater-AG keine Auskunft über den Inhalt des Stücks gibt. So wurde aus Dario Fos Politclownerie „Isabella, drei Karavellen und ein Scharlatan" kurzerhand „Columbus` neue Welt". 2004 glänzte die Theater-AG mit dem skurrilen Stück des

WORTWÖRTLICH
"Seitdem bin ich wohl irgendwie süchtig."
Gaby Reetz, nachdem sie das erste Stück mit der Zevener Theater-AG inszeniert hat.

italienischen Dramatikers, Schauspielers, Regisseurs und Theaterleiters Dario Fo, der 1997 den Nobelpreis für Literatur erhielt.

Sprache, Gesang, Gestik

„Was wir nicht verstehen und für uns nicht geklärt und akzeptiert haben, das können wir auch nicht zum Zuschauer transportieren, das lebt einfach nicht", erklärt sie während einer Theaterprobe.
Gearbeitet wird stets mit Sprache, Gesang, Gestik und Mimik. Figuren, Räume, Bilder und Zeiten variieren oder verschwimmen zum Teil. Immer dann, wenn Beleuchter, Tonleute und andere Techniker ins Spiel kommen. Mit ihnen entstehen Standbilder, die die Zeit anzuhalten scheinen, oder „Blackouts" andeuten, die kurzerhand Realitäten in die Fiktion bringen. Verbunden wird, und der Zuspruch jugendlicher Theaterbegeisterter gibt ihr Jahr für Jahr Recht, „Lust am Spiel und Freude an der Literatur und deren Interpretation".

Spiel entwickelt sich

Dabei ist das, was am Ende als fertiges Stück auf der Bühne zu sehen ist, längst nicht immer vorab ersichtlich. „Viele Dinge, viele Situationen und Szenen entwickeln sich erst während des Spiels " Und so werden auch kurz vor der Premiere zum Wassermann-Bühnenstück „Einer flog über das Kuckucksnest" noch szenische Änderungen vorgenommen.
Proben, so scheint es zuweilen bei der Theater-AG, beginnen immer bei Null. Weil viele Schauspieler und Techniker, Maskenbildner und Bühnenbauer viele verschiedene Meinungen haben. Und weil bei Gaby Reetz Theaterdemokratie herrscht, wird jede Neuerung - aber auch jeder Rausschmiss - gründlich diskutiert.


„Miss Ratched" sieht ihre Zukunft auf der Bühne

Antonia Hartwich steht Rede und Antwort

Zeven (hö). Einstimmig fiel die Wahl aus: Die 18-jährige Antonia Hartwich spielt im aktuellen Stück der St.-Viti-Theater-Produktion „Einer flog über das Kuckucksnest" die Hauptrolle der kaltherzigen Oberschwester Miss Ratched. Eine Rolle, wie die Zwölftklässlerin in einem kurzen Interview erklärt, die ihr nicht gerade auf den Leib geschrieben ist - sie aber überaus fasziniere.

ZZ: Sind Sie wegen der bevorstehenden Premiere nervös?
Antonia Hartwich: Ach, das geht noch. Ich glaube an mich.
ZZ: Haben Sie - bevor Sie zum Zevener St.-Viti-Gymnasium gekommen sind - schon Theatererfahrung gesammelt?
Antonia Hartwich: Ich habe schon in der Grundschule angefangen. Bei einem Musical habe ich damals mitgemacht. Das weiß ich noch genau. Für mich war aber klar, wenn ich ans Viti gehen, will ich auch bei der Theater-AG mitmachen.
ZZ: Wie oft haben Sie bereits Rollen in der Theater-AG übernommen?
Antonia Hartwich: Ich bin erst zum zweiten Mal dabei. Beim letzten Stück habe ich allerdings nur kleinere Rollen übernommen.
ZZ: Was fasziniert Sie an der Rolle der kalten Oberschwester Miss Ratched?

Eiskalt und unberechenbar: Oberschwester Rached alias Antonia Hartwich (rechts). Auf dem Bild ist sie gemeinsam mit Catharina Wilkens zu sehen, die die Ärztin Dr. Dr. Spivey mimt.

Antonia Hartwich: Ich bin selber ganz anders als die Oberschwester. Eigentlich eher freundlich, herzlich und ich lache gerne. Die Rolle der Oberschwester ist somit eine große Herausforderung. Besonders, weil ich sie eiskalt spiele, völlig rational, ohne Schnickschnack. Und ehrlich gesagt, macht es auch mal Spaß Schwein zu sein (lacht) und mit den Menschen so umzugehen, wie man es sonst nie machen würde.
ZZ: Wie ist das, mit einer Perfektionistin Gaby Reetz zusammen zu arbeiten?

Antonia Hartwich: Mit Gaby macht das richtig Spaß. Sie weiß was sie will und ist dabei auch oft streng. Aber ich würde ihre Strenge als liebevolle Strenge bezeichnen. Anders funktionieren solche Projekte wohl auch nicht.
ZZ: Sehen Sie in der Schauspielerei Ihre berufliche Zukunft?
Antonia Hartwich: Ich bin ja erst in der 12. Klasse. Habe also noch Zeit zum überlegen. Aber ich kann mir gut vorstellen, Schauspiel zu studieren. Auch Dramatherapie finde ich spannend. Das wird allerdings nicht in Deutschland angeboten. Dafür müsste ich zum Beispiel nach Holland oder England gehen.

 

Theater als Zwischenstation
Sechs Fragen an Randle Patrick McMurphy alias Leonard Spreckels

Zeven (hö). Eigentlich hat sich Leonard Spreckels weniger für die Rolle des McMurphy qualifiziert, als viel mehr für die, die der amerikanische Schauspieler Joaquin Phoenix in dem Spielfilm „Walk The Line" verkörpert. Denn: Auch der 18-Jährige hat sich der Musik von lonny Cash angenommen - wenngleich auch nur für eine Szene im neuen Viti-Spiel von Dale Wassermann „Einer flog über das Kuckucksnest".

ZZ: Wie viele Textseiten musstest Sie für die Hauptrolle des Randle Patrick McMurphy auswendig lernen?
Leonard Spreckels: (Lacht erst und guckt dann etwas gequält.) Puh, das weiß ich nicht. Wirklich nicht, ich habe sie nicht gezählt. Ziemlich viele zumindest.
ZZ: Hat Sie nie gestört, dass Sie eigentlich nur die zweite oder gar dritte Wahl für die Hauptrolle des McMurphy sind?
Leonard Spreckels: Nein gar nicht. Ich habe mir das ja auch zuerst nicht zugetraut. Erst als die, die vor mir vorgeschlagen wurden, abgelehnt haben, habe ich gedacht, `warum eigentlich nicht` und zugesagt.
ZZ: Was begeistert Sie an der Figur Randle Patrick McMurphy, der ja vorgibt ein anderer zu sein, als er eigentlich ist?

Leonard Spreckels: Am meisten begeistert mich sein Aufbegehren gegen das System. McMurphy nimmt nichts einfach so hin. Er versucht immer erst das durchzusetzen, was seinen Vorstellungen eher entspricht, als etwa das,

Sorgt für Unruhe in der Anstalt: Randle Patrick McMurphy alias Leonard Spreckels (Mitte).

was die Oberschwester sagt. Dabei hat er sehr viel Humor, Witz, mit dem er ja auch zuweilen weiterkommt. Und natürlich macht es auch Spaß, eine Rolle zu übernehmen, in der man einmal alles an sich reißen kann, auch Schwein sein kann. McMurphy hat viele Seiten.
ZZ: Allein wer den Titel „Einer flog über das Kuckucksnest" hört, denkt automatisch an Jack Nicholsen, der mit der Verfilmung des Stücks den Durchbruch ins Charakterfach erlangte. Haben Sie sich den Film schon angesehen?
Leonard Spreckels: Nein. Das mache ich auch erst, wenn ich selber nicht mehr als McMurphy auf der Bühne stehe (lacht).
ZZ: Wessen Idee war das, den Jonny-Cash-Klassiker „Ring of Fire" ins Spiel zu bringen?
Leonard Spreckels: Ich dachte einfach das passt. Es galt zwei Szenen miteinander zu verbinden und da gerade der Film „Walk The Line" über das Leben von Jonny Cash in den Kinos läuft, habe ich gedacht, das passt doch eigentlich auch bei uns ganz gut.
ZZ: Haben Sie Ambitionen, nach der Schule, Sie sind jetzt in der zwölften Klasse, ins Schauspielfach zu wechseln?
Leonard Spreckels: Nein. Diese Ambitionen habe ich überhaupt nicht. Dass ich jetzt eine Hauptrolle spiele, sehe ich eher als Zwischenstation in meinem Leben an.


Kinderreim und Horrorszenario
Theater-AG probt den Aufstand im Gymnasium

Zeven (hö). Die Plakate sind gedruckt. Einfach muten diese an, wie so oft, wenn die Theater-AG des Zevener St.-Viti-Theaters auf ihre Inszenierungen aufmerksam macht. Der weiße Schriftzug „Einer flog ueber das Kuckucksnest" hebt sich in großen weißen Lettern vom schwarzen Untergrund ab. Dabei wurde der Umlaut ersetzt. Alles ganz einfach eben. Der Rest zeigt an, wann gespielt wird, ab Dienstag, 21. März, 20 Uhr.

So schlicht das Plakat zur 21. Inszenierung unter der Leitung von Gaby Reetz auch sein mag, so inhaltsgeladen und zeitweise schwer verdaulich ist das Stück, das in diesem Jahr 28 Schüler des Zevener Gymnasiums auf die Beine gestellt haben - beziehungsweise noch immer stellen. Noch nämlich sitzt nicht jede Szene.
Damit bis zur Premiere am Dienstag, 21. März, auch die letzten Unsicherheiten beiseite geräumt sind, wird regelmäßig geprobt. Täglich finden sich die Akteure in der Aula des Zevener Viti-Gymnasiums ein, sprechen Dialoge, üben Bewegungen, testen das Licht und spielen mit anderen Effekten. „Ich werde zum Ende hin immer nervös", gesteht Gaby Reetz am Rande der Probe. Dabei weiß sie ganz genau, dass ihre Truppe sie nicht hängen lässt.
„Einer flog über das Kuckucksnest", die Theaterfassung stammt von Dale Wassermann, der Roman von Ken Kesey, ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Spielen sie doch zum Teil psychisch kranke Menschen und müssen diese Rollen für gut zweieinhalb Stunden auf der Bühne verinnerlichen. So lange, schätzt Gaby Reetz, wird das Stück dauern.
Fragen über Fragen gilt es dabei nicht nur im Spiel zu klären, sondern auch davor. Wie nämlich stellt ein Schauspieler einen psychisch Kranken dar, der vielleicht unentwegt mit dem Bein zittert oder andere sonderbare Anwandlungen aufweist, ohne ihn dabei lächerlich wirken zu lassen? Wie hart kann eine Oberschwester sein, ohne am Ende die Kündigung in Händen zu halten? Wie weit darf ein offensichtlich nicht Verrückter, der nur fälschlicherweise in der Anstalt landet, das Alltagsklima vergiften, ohne dass ihm jemand auf die Schliche kommt? Fragen über Fragen, die mit jeder weiteren Probe ein Stück an Klarheit gewinnen.
Interessant ist, dass der Titel des Stücks „Einer flog über das Kuckucksnest", einem englischen Kinderreim entstammt. Die letzten Zeilen darin beschreiben die Freiheit einer Gans, die es einfach wagt, über ein Kuckucksnest zu fliegen, während die anderen sich das nicht trauen. Mit der Anklage gegen die Bevormundung von Menschen, die Kesey in seinem bereits 1962 erschienenen Roman beschreibt, hat der Titel auf den ersten Blick wenig zu tun. Dabei ist es genau die Freiheit, die in dem Kindergedicht beschrieben wird, die den Insassen der Anstalt genommen wird. Sie verkommen schlicht zu gefügigen Marionetten.

 


10.03.2006

Bei der Fernsehaufzeichnung ihres Bühnauftritts wurde die Zevenerin von den Cheerleadern der "Freiburg Nuggets" unterstützt. Fotos: privat

ZZ-Playbackshow als
Karriere-Start

Zevenerin Katharina Door singt das Titellied einer Fernsehsendung


Zeven (zi). In Zeven ist Katharina Door Schülerin in der 10L1 am St.-Viti-Gymnasium, Mitglied der Tanzgruppe „Delicious", unterrichtet selber zwei Tanzgruppen und ist in der musikalischen Früherziehung tätig. Für ihre Fangemeinde unter den Lesern der Jugendzeitschrift „Bravo" und die Fernsehzuschauer des Privatsenders Super RTL ist sie „KäDu".

Der Künstlername stammt noch aus Grundschultagen. Katharina Doors Weg zur Sängerin des TVTitelliedes begann im Sommer 2005. Die Jugendzeitschrift „Bravo" hatte für den Sponsor „TRi Top" einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem talentierte Nachwuchssänger aufgefordert wurden, ein Demo-Band und Fotos einzusenden. Eine Jury entschied, wer im Internetauftritt der Zeitschrift der Öffentlichkeit für die Endauswahl präsentiert wurde.
Die Besucher der Internetplattform wählten dann „KäDu" zu ihrer Favoritin. So durfte sie für die neue Kinderfernsehsendung „TRi Top Fun Cup" auf Super RTL das Titellied singen. Diese Sendung wurde für Kinder gestaltet und im „Silver Dome" des Europa-Parks in Rust aufgezeichnet, weshalb sich Katharina in Begleitung ihrer Mutter mit dem Flugzeug für ein Wochenende dorthin aufmachte, nachdem zuvor in einem Tonstudio in Hamburg das Lied „Ich komme nicht mehr von dir los" aufgenommen worden war.
In der Sendung selber kämpften mehrere Gruppen um einen großen Pokal und einen attraktiven Geldpreis, indem sie sportliche Spiele bestritten. Angefeuert wurden sie nicht nur vom Publikum und mitgereisten Fans, sondern auch von den Mädchen der „Freiburg Nuggets Cheerleader", die deshalb auch den Auftritt von „KäDu" untermalten.

Für die junge Zevenerin war der Auftritt nach eigener Aussage eine Gelegenheit weiterzukommen, Neues zu erleben und daraus zu lernen. Und nach einer erneuten Aufnahme des Liedes in einem Münchener Studio wartet sie zusammen mit ihren Fans auf die baldige Veröffentlichung der CD. Begonnen hat ihre Karriere im Alter von sechs Jahren. Da begann Katharina in einem Chor zu singen, bis sich dieser nach vier Jahren auflöste. Zu ihrem 14. Geburtstag erfüllten ihre Eltern, die sie in ihren Vorhaben unterstützen, den Wunsch nach eigenem Gesangsunterricht. Den erhält sie an einer Musikschule, wo sie in zwischen auch selber musikalische Früherziehung unterrichtet.

Katharina Door bei der Aufnahme im Tonstudio.

Mit sechs Jahren begann auch ihr Interesse am Tanzen. Es fing mit Jazzdance im Verein an, dann Ballett und Spitzentanz an einer Tanzschule und nun besucht sie an manchen Wochenenden Tanzkurse von Choreographen in Hamburg, wobei die Musikrichtungen Hip Hop und Streetdance den Schwerpunkt bilden. Mit ihren tänzerischen Fähigkeiten hatte sie vor rund zwei Jahren zudem ihren ersten Erfolg im Fernsehen. Da durfte sie mit der Gruppe „Hot Banditz" zum Stück „Veo Veo" bei „The Dome 31" vor laufenden Kameras ihr Können zeigen.

Aber ihren ersten Soloauftritt im Fernsehen verdankt sie ihrem Gesang. Hierbei bereitete es ihr Schwierigkeiten, Playback zu singen, da sie es von ihren sonstigen Auftritten her gewohnt ist, wirklich zu singen und nicht nur die Lippen zur abgespielten Aufnahme zu bewegen. Die Grundlagen zu ihrem Erfolg wurden auf dem Zevener Stadtfest gelegt.

Denn ebenfalls mit sechs Jahren stand sie hier das erste Mal auf der Bühne. Das war bei einer MiniPlaybackshow der Zevener Zeitung, als sie zusammen mit einer Freundin als „Die Schlümpfe" auftrat. In den folgenden Jahren nahm sie erfolgreich an diesen Wettbewerben teil, die Schritte in der Entwicklung zur Sängerin „KäDu" waren. Der „TRi Top Fun Cup" kommt übrigens erneut ins Fernsehen. Die sechs Folgen werden vom 23. April bis 28. Mai jeweils sonntags um 9.55 Uhr wiederholt. Und am 28. Mai kann man Katharina Door erneut sehen.

 


05.03.2006


Leon Zabel (links) und Niklas Brandt präsentieren ihre Anerkennungspreise. Foto: privat

Schüler aus Zeven schaffen den Sprung aufs Treppchen

Leon Zabel und Niklas Brandt bei Mathematik-Olympiade erfolgreich

 

Zeven (sj/hr). Leon Zabel und Niklas Brandt, beide vom St.-Viti-Gymnasium in der Stadt am Walde, erreichten bei der - niedersächsischen Landesrunde der Mathematik-Olympiade einen Platz auf dem Treppchen.

Die Schüler lösten in einem sportlichen Wettstreit im Mathematischen Institut der Universität Göttingen knifflige Aufgaben in zwei jeweils vierstündigen Klausuren. Für die Nachwuchsmathematiker stand neben dem guten sportlichen Abschneiden auch das „Olympische Motto" im Vordergrund. „Es herrschte an den beiden Wettkampftagen eine unglaublich tolle Atmosphäre", berichtete Leon Zabel.
Insgesamt 180 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 13 hatten sich am vergangenen Wochenende, 25.und 26. Februar, zur Landesentscheidung in Göttingen getroffen.

Wettbewerbsleiter Klaus Fritze zog ein außerordentlich positives Fazit: „Die Teilnehmer haben selbst abends noch über die Aufgaben diskutiert." Die finanzielle Unterstützung des Wettbewerbs sicherte die Stiftung NiedersachsenMetall. „Wir wollen helfen, bei jungen Leuten Lust auf Mathematik und Naturwissenschaften zu wecken", so Stiftungsgeschäftsführer Olaf Brandes.

 


02.03.2006

Flirtet mit dem weiblichen Anstaltspersonal: McMurphy,
gespielt von Leonard Spreckels.
Foto: hö

Gedanken im Keim ersticken
Theater-AG bringt Ken-Kesey-Stück „Einer flog übers Kuckucksnest" auf die Bühne des Gymnasiums

Zeven (hö). Endlich einmal hat es geklappt. Endlich einmal haben sich „ausreichend wenige" Schauspieler und Techniker, Bühnenbildner und weitere Helfer gemeldet, um einen Klassiker der Filmgeschichte auf die TheaterBühne des Zevener St.-Viti-Gymnasiums zu bringen.

„Wir hatten schon lange vor, 'Einer flog übers Kuckucksnest' zu spielen", erklärt Gaby Reetz, die bereits zum 21. Mal Regie führt. „Aber bislang brauchten wir immer Stücke mit Massenszenen." Des großen Andrangs an Schauspielern wegen.

„Spielt einfach weiter", lautet der Befehl von Gaby Reetz, wenn einer der Akteure im Text hängen bleibt. „Die Textsicherheit kommt noch", hängt sie ihrer Anweisung hinten heran und schenkt sich dann erst einmal etwas zu trinken ein. Vor der Premiere ist Dauerpräsenz angesagt.

Probten die insgesamt 28 Aktiven (darunter auch Techniker, Bühnenbilder und die Helfer aus der Maske) anfänglich zwei Mal in der Woche, werden sie künftig wohl ihr Bett in der Viti-Aula aufstellen. Denn: Für Dienstag, 21. März, 20 Uhr, ist die Premiere von „Einer flog übers Kuckucksnest" vorgesehen - und noch sitzen längst nicht alle Szenen.

„L-A-U-T-E-R" ist aus dem Zuschauerraum zu hören. Dort nämlich halten sich die auf, die gerade nicht auf der Bühne stehen müssen. Zwar lernen zahlreiche Schüler während der Proben Biologie oder Französisch, aber so ganz vom Stück trennen können sie sich nicht. Kein Wunder: „Einer flog übers Kuckucksnest" ist eine große Herausforderung. Besonders für Leonard Spreckels, der in die Rolle des Randel Patrick McMurphy schlüpft und sich somit gefallen lassen muss, stets an sein großes Rollenvorbild Jack Nicholsen erinnert zu werden. Für Nicholsen war der Film, der 1975 Premiere feierte und gleich fünf Oskars erhielt, das Sprungbrett ins Charakterfach. Laut Gaby Reetz braucht Leonärd Spreckels sich in der Rolle des Kleinkriminellen, der mit Hilfe einer List in der Psychiatrie landet, nur wenig zu verstellen. „Der ist so cool", sagt sie lachend. „Der spielt einfach sich selbst und das passt."

Stimmt. Egal ob McMurphy mit dem weiblichen Personal der Anstalt flirtet, sich der kaltherzigen Oberschwester widersetzt, den Jonny-Cash-Klassiker „Ring of Fire" singt oder sich mit Seifenpulver die Zähne putzt: McMurphy ist gelassen, immer in Bewegung, gewitzt geradezu, scheint über den Dingen zu stehen und bei aller Clownerie doch das System der Anstaltsleitung zu durchschauen. Die nämlich ist auf Ruhe bedacht, auf Manipulation und setzt - ob nötig oder nicht - Elektroschocks und Medikamente ein, um die freien Gedanken der Insassen gleich im Keim zu ersticken. Das Bühnenstück nach dem gleichnamigen Roman von Ken Kesey, dessen Titel übrigens einem englischen Kinderreim entstammt, fordert den Schauspielern viel ab, unterstreicht auch Gaby Reetz voller Respekt. Müssen die meisten von ihnen doch in die Rolle psychisch Kranker schlüpfen, die entweder kaum einen Satz, ohne zu stottern, formulieren können, ständig mit seltsam verzerrter Miene lachen oder ihre Beine in zappeliger Bewegung halten. Wahlweise auch den ganzen Oberkörper.

Wann wirkt eine Rolle überzogen? Diese Frage stellt sich dem, Betrachter. Und wie weit können die Schauspieler gehen, um die aufkeimende Kritik an der Gesellschaft und ihrem Umgang mit Kranken nicht ins Lächerliche zu ziehen. Lächerlich zu wirken und wirklich grotesk-komische Szenen zu spielen, ist ein himmelweiter Unterschied, dem sich vor allem McMurphy stellen muss. An ihm ist es, mit dem Personal zu jonglieren und sich dennoch in unnachahmlicher Weise kämpferisch auf die Seite der Insassen zu schlagen - wohlwissend, dass er eigentlich fehl am Platze ist.

Die Inszenierung des KeseyStücks fordert auch der Technik einiges ab. Gespielt wird zwar mit nur einem Bühnenbild, aber dafür gilt es, dieses gekonnt mit Leben zu füllen. So wurde schon bei der ersten öffentlichen Probe am Sonnabend das Spiel mit warmen und kalten Farben deutlich. Erfolgt etwa ein „Blackout", erleuchtet ein kalter bläulicher Spot die ansonsten weiß verhängte Bühne und Stimmen vom Band erklingen.

Premiere von „Einer flog übers Kuckucksnest" ist am Dienstag, 21. März, ab 20 Uhr. Weitere Aufführungen werden am Mittwoch, 22. März, sowie am Freitag und Sonnabend, 24. und 25. März, geboten. Gespielt wird in der Aula des Zevener St.-Viti-Gymnasiums, und zwar jeweils ab 20 Uhr.

 


18.02.2006

Knapp einen Monat vor der Premiere lädt die Theater-AG zur öffentlichen Probe des Stücks ;Einer flog übers Kuckucksnest". Foto: Privat
Rollen werfen viele Fragen auf
Theater-AG des Viti-Gymnasiums inszeniert „Einer flog übers Kuckucksnest"
Öffentliche Probe am 25. Februar

Zeven (ZZ/bal). Die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums wagt sich erneut an einen schwierigen Stoff. Gespielt werden soll die Bühnenfassung von „Einer flog übers Kuckucksnest", dem Roman von Ken Kesey, der 1975 mit Jack Nicholson in der Hauptrolle verfilmt wurde.

Um dem Knast zu entgehen, lässt sich der hart gesottene Draufgänger Mc Murphy als unzurechnungsfähig einschätzen und in eine psychiatrische Klinik einweisen. Dort bricht er wie ein Sturm in den mausgrauen Alltag der Patienten und mischt alles auf, was aufzumischen ist. Vordergründig cool, durchblickt er bald, in welcher Weise das subtil enschenverachtende System der Oberschwester Ratched funktioniert, dem sich die Patienten bedingungslos anpassen.
Doch Mc Murphy findet sich nicht mit den Regeln der Klinik ab. Mit Witz rebelliert er gegen das Kliniksystem, verschafft sich den Respekt der übrigen Patienten und die Feindschaft der Oberschwester. Gemeinsam mit den anderen Patienten sucht er die Konfrontation. Die Folgen kann er allerdings nur schwer kalkulieren.

Insgesamt 28 Schülerinnen und Schüler der Theater-AG arbeiten an diesem Stoff. Seit Jahren schon will die Gruppe dieses Stück aufführen, das eine echte Herausforderung darstellt. Es gibt zwar nur ein Bühnenbild und von daher kaum Umbauten. Dafür muss dieses Bild aber stimmig sein und es sind musikalische und technische Effekte gefragt.
Vor allem aber fordert die Arbeit an der Rolle heraus, müssen doch fast alle Schauspieler psychisch Kranke darstellen und ständig auf der Bühne und damit in der Rolle bleiben.

Wie bleibt man ständig im Spiel? Wie wirkt man psychisch krank? Welche Verhaltensmuster eignet man der Rolle an? Wie schafft man den Spagat zwischen gelungener Darstellung und Überzeichnung? Dies sind nur einige der spieltechnischen Fragen. Wer definiert überhaupt, was verrückt ist? Wie geht ein (Gesellschafts)-System mit Menschen um, die nicht bereit sind, sich anzupassen? Wie funktioniert das Verhältnis zwischen Macht und Ohnmacht? Das sind einige der spannenden Fragen inhaltlicher Art, mit der sich die Gruppe beschäftigt. Wer sich die Arbeit der Theater-AG unter der Leitung von Gaby Reetz einmal vor den Aufführungen ansehen will und Chaos nicht scheut, der ist zur öffentlichen Probe am Sonnabend, 25. Februar, 11 Uhr eingeladen, die in der Pausenhalle des Gymnasiums stattfindet. Aufgeführt wird das Stück dann am 21., 22., 24. und 25. März, jeweils ab 20 Uhr.

Knapp einen Monat vor der Premiere lädt die Theater-AG zur öffentlichen Probe des Stücks ,;Einer flog übers Kuckucksnest".

 


15.02.2006


Schnee satt und jede Menge Spaß gab es für die Schülerinnen und Schüler im schönen Zillertal in den Tiroler Alpen. Foto: privat

Zevener Gymnasiasten testen Skimaterial in Österreich
27 Schülerinnen und Schüler mit neuen Snowblades im verschneiten Zillertal unterwegs

Zeven (ZZ/Ih). Während gleichaltrige Mitschüler zu Managern ausgebildet wurden, „vergnügte" sich der Skikurs des St.-Viti-Gymnasiums auf den Pisten der Hochzillertalarena.

Der Sportkurs „Ski alpin" beinhaltet eine Vorlaufphase mit konditioneller Vorbereitung und allen wichtigen zum Skilauf gehörenden Themen, etwa Schnee- und Lawinenkunde, sowie einer Kompaktphase mit sechs Tagen Skilauf im Hochzillertal.
Bis auf einige wenige Schülerinnen bestand der Kurs aus Anfängern. Am ersten Tag probierten die Gymnasiasten ausschließlich die neuen Kurzski mit 95 Zentimeter (Snowblades) aus. Das St.-Viti-Gymnasium profitiert auch hier zum wiederholten Mal von großzügigen Spenden der Zevener Volksbank und dem Förderverein des Gymnasiums, sodass jeder Schüler mit einem Paar ausgestattet werden konnte.
Durch das Fahren mit Kurzskiern lässt sich die Technik des Carvens schneller vermitteln und die Angst vor steileren Strecken wird reduziert. Das spätere Umsteigen auf längere Carvingski gelang nahezu problemlos.
Wer von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern allerdings geglaubt hatte, dass es sich hier nun um eine Freizeitveranstaltung handelte, musste sich eines Besseren belehren lassen. Es folgten lange Tage mit über fünf Stunden Ski-Unterricht.
„Es ist sicherlich ungewöhnlich, dass junge Erwachsene zum Teil schon um 22 Uhr im Bett liegen und fest schlafen. Gleiches trifft übrigens auch auf die begleitenden Lehrkräfte Broszeit, Klupsch und Aufdemkamp zu, die sich als Skilehrer betätigten", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Tage vergingen mit idealen Schneeverhältnissen, herrlichem Sonnenschein und einem Schneetag mit 30 Zentimeter Neuschnee wie im Flug. Auch auf Apres-Ski musste nicht verzichtet werden. Zum Schluss musste das Können jedes Einzelnen wie bei jedem anderen Sportkurs benotet werden.
Das tat der fröhlichen Stimmung, die die ganze Woche über herrschte, keinen Abbruch. Da sich zudem niemand verletzt hatte, war es wieder eine gelungene Veranstaltung, die sicherlich 2007 wiederholt wird.

 


13.02.2006

Neue Pädagogin am St.-Viti-Gymnasium

Zeven (ZZ/ak). Seit dem Halbjahreswechsel unterricht Miriam Schmidt-Wolff am St.-Viti-Gymnasium die Fächer Evangelische Religion und Geschichte. Nach ihrer Schulzeit in Kiel ging sie zum Studium an die Georg-August-Universität in Göttingen. Als Referendarin setzte sie in Celle ihre Ausbildung fort. "Wenn ich nicht in der Schule bin oder den Unterricht vorbereite, lese ich gerne und spiele Trompete im Posaunenchor. Über die neue Stelle am St.-Viti habe ich mich besonders gefreut, da mein Mann und ich einige Freunde in dieser Gegend haben und es schon immer mein Wunsch war, wieder etwas weiter in den Norden zurückzukehren", sagte sie gegenüber unserer Zeitung. Foto: internet-ag/jb

 


12.02.2006

Starke Bühnenpräsenz: Die vier Musiker von „maybebop" begeisterten ihr Publikum.
Auffällig viele weibliche Fans folgten dem Konzert.Fotos: zi

A cappella-Gesang vom Feinsten
Beifallsstürme im Rathaussaal - „maybebop" und Bigband liefern großartiges Konzert

Zeven (zi). A cappella-Gesang der Spitzenklasse boten am Freitagabend vier junge Berufsmusiker der Gruppe „maybebop" ihrem Publikum im ausverkauften Rathaussaal. Auch die als ,.Vorgruppe" fungierende Bigband des St.-Viti-Gymnasiums unter Leitung von Musiklehrer Friedemann Michalek enttäuschte ihre Fans nicht.

Ursprünglich war als Veranstaltungsort das St.-Viti-Gymnasium vorgesehen. Nachdem die Karten für das Konzert ungewöhnlich schnell ausverkauft waren, wechselten die Gastgeber - der Freundeskreis Asyl Zeven-Selsingen und das St.-Viti-Gymnasium - in den Rathaussaal, um auch Zevener Kartenkäufern eine Chance einzuräumen. Bis dahin war der Großteil der Karten an Zuhörer aus Rotenburg und Bremervörde verkauft worden, wo das Ensemble „maybebop" bereits erfolgreiche Konzerte gab. Begeisterung kam auch schnell in Zeven auf, wo die Gruppe am Vormittag bereits einen Musikworkshop für 400 Schüler im
St.-Viti-Gymnasium veranstaltete.

Rotraud Kohler, Vorsitzende des Freundeskreis Asyl Zeven-Selsingen, zu dessen Gunsten der Überschuss des Konzertabends und die Spenden der Sponsoren verwendet werden, zeigte sich hoch erfreut über den bis zum letzten Platz belegten Saal. Das Publikum aus dem gesamten Kreisgebiet reichte vom Kleinkind mit Teddybär bis zu Senioren, wobei allerdings die weiblichen jugendlichen auffällig stark vertreten waren. Nachdem die Bigband des St.-Viti-Gymnasiums mit Stücken wie „Smooth Operator", „Smoke On The Water", „Copacabana" oder dem Thema aus den James Bond Filmen ihren verdienten Beifall erhalten hatte, folgte die Gruppe „maybebop". Jan Bürger (Countertenor), Oliver Gies (Bariton), Sebastian Schröder (Bass) und Lukas Teske (Tenor) wurden von ihrem Publikum stürmisch begrüßt. Gekonnt, witzig und mit einer unglaublichen Bühnenpräsenz trugen die jungen Sänger aus dem norddeutschen Raum insgesamt 90 Minuten lang eigene Stücke vor. Diese tragen Titel wie „Der Butt", „Der Morgen danach", „Der Ventilator" oder „Du zweite Wahl", in denen „maybebop" witzig das Skurrile im Alltäglichen aufdeckt. Aber auch ein 70er-JahreMedley und Cover-Versionen wie „Suburbia" von den Pet Shop Boys oder „Smells like teen spirit" von Nirvana wurden vom Publikum begeistert gefeiert. Denn die einhellige Meinung: Die Stimmen der Jungs sind gnadenlos gut, ihr Charme ist unwiderstehlich und ihr Stil und die Moderation kurzweilig. Auch der Ton- und Lichttechnik der Gruppe gelang es professionell, dem Rathaussaal eine bis dahin unbekannte Atmosphäre zu geben. Kein Wunder, dass bereits in der Pause nur positive Stimmen aus dem Publikum zu hören waren. Nach den letzten drei Zugaben gab es lange anhaltenden Applaus, bevor der Sturm auf den Stand mit Tonträgern und Fanartikeln im Rathausfoyer begann.

Wie am Rande der Veranstaltung zu erfahren war, wurde „maybebop" vor einigen Tagen für den internationalen „Contemporary A cappella Recording Award" (CARA) 2006 nominiert. Diese Benennung reiht sie in eine Liste ein, in der internationalen a-cappella Größen wie „Ladysmith Black Mambazo", die „House Jacks" oder die „Real Group" aufgeführt sind, die nun alle der Verleihung des „a-cappella-Oscars" entgegenfiebern.

Auch die neugewonnenen Fans in Zeven würden den jungen Musikern von „maybebop" die Auszeichnung gönnen. Sie hätten es verdient.

Als Vorgruppe spielte die Bigband des St.-Viti-Gymnasiums.

 


11.02.2006

400 Schüler singen mit „maybebop"

 

Zeven (zi). Die Gruppe „maybebop" zeigte bei einem MusikWorkshop im Zevener St.-Viti-Gymnasium, wie A-cappella-Musik gemacht wird. Rund 400 Schüler bekamen am Freitag in zwei Einheiten die Entstehung und Umsetzung von Gesangseinlagen erklärt. So animierten die vier Berufsmusiker das begeisterte Publikum nicht nur zu Tanzschritten, sondern auch zu einem eigenen Lied über ein imaginäres Haus im Süden. Schnell wurde deutlich, dass sowohl die vier Herren auf der Bühne als auch die Mitwirkenden in der gut gefüllten Aula offensichtlich viel Spaß an dieser Art der Musikvermittlung hatten.

Foto: zi


10.02.2006

Informationen aus erster Hand
Referenten gewähren Einblick in Berufsalltag

Zeven (ak). Zwei Tage lang stand für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des ZevenerGymnasiums nicht der tägliche Lehrstoff im Vordergrund. Sie hatten vielmehr die Möglichkeit, sich über ausgewählte Berufsfelder aus erster Hand zu informieren. Und davon wurde auch intensiv Gebrauch gemacht.

Diese Schülerinnen und Schüler informierten sich über das Berufsbild des Journalisten.
Foto: ak

Die Berufsinformationstage am St.-Viti-Gymnasium sind mit erheblichem organisatorischen Aufwand verbunden. Referenten aus Zeven und der weiteren Umgebung müssen dafür gewonnen werden, den Schülerinnen und Schüler einen Einblick in ihren beruflichen Alltag zu gewähren. Zeitpläne werden erstellt, und die Jugendlichen können sich einen individuellen Belegungsplan erarbeiten. Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern eine breite Palette von Berufen geboten, über die sie sich informieren konnten. Siegfried Rakowitz aus Zeven stellte beispielsweise die Forstwirtschaft vor. Thomas Rothe und Stephanie Kammin aus Heeslingen sprachen gemeinsam mit Norbert Wolf aus Zeven über Theologie und Diakonie. Uwe Schradick stellte den Beruf des Bankkaufmanns vor. ZZ-Redakteur Andreas Kurth informierte über die Tätigkeit des Journalisten.

Tanzpädagogen, Fluglotsen, Archäologen - die Bandbreite begeisterte die Schüler, die viele Fragen stellten. Organisator Dirk Röver und seine Kollegen waren vom Erfolg der zweitägigen Veranstaltung begeistert. Vielen Jugendlichen haben die Referate demnach eine wichtige Entscheidungshilfe geboten.

 


31.01.2006


Schon der Kartenvorverkauf für den Abend mit den vier Herren von „maybebop" bringt die eigentliche Konzert-Planung durcheinander. Foto: maybebop
Rotraud Kohler vom Freundeskreis Asyl besitzt bereits mehrere Tonträger der Gruppe. Foto: zi

"maybebop" verlangt nach Ortswechsel
Große Nachfrage: Verlegung in den Rathaussaal

Zeven (zi). Damit hatte Rotraud Kohler, Vorsitzende des Freundeskreis Asyl Zeven-Selsingen, nicht gerechnet: Über 220 Karten für das Zevener Konzert mit dem A-cappella-Quartett „maybebop" wurden bereits verkauft. Und das zum Großteil an Interessierte aus Rotenburg und Bremervörde.

Nachdem die Künstler vor wenigen Wochen sehr erfolgreiche Konzerte in Rotenburg und Bremervörde gegeben hatten, wird die Gruppe am Freitag, 10. Februar, ab 19.30 Uhr in Zeven einen Konzertabend gestalten. Der Kartenvorverkauf läuft bereits.

Temperament und Witz

Da die Nachfrage derart groß ist, musste jetzt ein neuer Veranstaltungsort gefunden werden. „Die Verlegung ist eine Verbeugung vor den Zevenern, die auch in den Genuss kommen sollen, das Konzert zu hören", betonte Rotraud Kohler gegenüber der Zevener Zeitung.

Bisher war als Veranstaltungsort die Aula des St.-Viti-Gymnasiums vorgesehen, wo die jungen Berufsmusiker von „maybebop" - vor dem Auftritt am Abend - für die Schülerschaft einen „Musik-Workshop" anbieten werden. Allerdings hatten die Veranstalter, der Freundeskreis Asyl Zeven-Selsingen in Kooperation mit dem St.-VitiGymnasium, nicht mit der großen Fangemeinde der Gruppe aus dem restlichen Kreisgebiet gerechnet.

Und so treten „maybebop" und ihre „Vorgruppe", die Bigband des St.-Viti-Gymnasiums, nun im Rathaussaal auf, damit auch noch Zuhörer aus der Samtgemeinde Zeven in den musikalischen Genuss kommen können.

Am Auftritt selbst wird der Ortswechsel nichts ändern. Denn: Auch im Rathaussaal werden die vier Herren ihre temperamentvolle Bühnenpräsenz, ihren unverbrauchten Witz und ihre Publikumsnähe ausleben, die die Konzertabende mit ihnen zu einem einzigartigen und unvergleichlichen Erlebnis werden lassen.

Karten für das A-cappella-Konzert gibt es in der Buchhandlung Lesezeichen in Zeven, bei den Musiklehrern des St.-Viti-Gymnasiums und bei Rotraud Kohler. Der finanzielle „Überschuss" des Abends wird zugunsten des Freundeskreis Asyl Zeven-Selsingen verwendet.

 


21.01.2006



Haben den Auftrag für die Lieferung von 300000 Lokalisatoren bekommen:
Die Vorstandsmitglieder der Firma InnoGenius mit Sitz in Wiebaden.
Fotos: tk

Schüler verkaufen 300000 Locofinder
Management Information Game: Gymnasiasten führen virtuelle Firmen

Zeven (tk). Für die Dauer von vier Tagen schlüpften 20 Schüler des Zevener Gymnasiums in die Rolle von Firmenvorständen. Im Rahmen des zweiten Management Information Games (MIG) lenkten sie drei weltweit operierende Unternehmen und versuchten am Donnerstagabend von rund 30 geladenen Einkäufern Aufträge zu erhalten.

Während sich etliche Mitschüler auf Skifreizeit befanden, sammelten die 20 Oberstufenschüler, die am MIG teilnahmen, prägende Erfahrungen, wie Schulleiter Elmar Wagener am Donnerstagabend im Schulungsraum der Sparkasse mutmaßte. Im Verlauf von 14-Stunden-Arbeitstagen absolvierten die Gymnasiasten Maren Bredehöft, Vivian Fersch, Winnie Fuchs, Rouven Geisbauer, Imke Gerken, Christoph Grube, Anna-Lena Kriete, Henrike Meyer, Christian-Thomas Nitschke, Maike Nulpa, Christian Oerding, Frederike Schröder, Darija Weiser, Gesche Marie Wilhelm, Torben, Markus Dörrie, Hanfried Leisterer, Willi Ottens und Sebastian Zafirakis einen Crash-Kurs Unternehmensführung.

Freiwillig legten sie sich einen ungewohnten Habitus zu und ließen sich von Reinhard Krüger, Andreas Kröger, Manfred Bösch und Andreas Kierath von der Sparkasse, von Steuerberater Wolfgang Saul, von AOK-Mitarbeiter Klaus-Uwe Koppe sowie den beiden Mapa-Angestellten Marco Gehlken und Eckhard Itzek in die Wechselwirkungen von einzelunternehmerischen Entscheidungen und gesamtwirtschaftlichen Verläufen einweisen.

Unter Leitung von Andreas Mätzold vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft und mit Betreuung ihrer Lehrkräfte Dirk Röver und Stephan Hall lenkten die MIG-Teilnehmer drei virtuelle Aktiengesellschaften durch die Untiefen des Wirtschaftslebens und erzielten rund 13 Prozent Umsatzrendite.

Am Donnerstagabend hatten sich nun rund 30 Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft im Obergeschoss der Sparkasse eingefunden, um als Einkäufer einer französischen Firma zu fungieren, die einem der drei MIG-Unternehmen den Auftrag über die Lieferung von 300 000 Lokalisatoren geben will.

Im Gegensatz zu „richtigen" Managern erinnerten sich die als Unternehmensführer verkleideten St.-Viti-Schüler am Donnerstagabend ihrer Muttersprache. Ihre Produkt-Präsentationen trugen sie den MIG-Juroren in verständlicher Sprache vor. Die Firmenkapitäne von G1obalTronic priesen ihren Viseur NL 06 mit allerlei technischen Details. Die TFL-Chefs ließen zunächst Häppchen reichen und dann keine bohrende Frage zu den Funktionen ihres Troufix unbeantwortet. Die professionellste Vorstellung und den höchsten Mengenrabatt gaben die Vorstände von InnoGenius. Ihr Produkt erhielt schließlich den Vorzug vor dem des Konkurrenten G1obalTronic.

Im Anschluss atmeten die Schüler tief durch und „feierten" mit ihren Geschäftspartnern den Vertragsabschluss. Bei Häppchen und Rotwein gab es regen Austausch zwischen Ver- und Einkäufern.

Das Team von GlobalTronic preist die Vorzüge vom Viseur NL 06.

 


16.01.2006



Die Gruppe maybebop ist am 10. Februar in Zeven zu Gast Foto: maybebop

Schüler machen mit
Die Gruppe maybebop ist am 10. Februar in Zeven zu Gast
Zeven (zi). Auf Initiative des Freundeskreis Asyl Zeven-Selsingen wird die Gruppe „maybebop" am Freitag, 10. Februar, ab 19.30 Uhr im St:-Viti-Gymnasium einen Konzertabend geben, an dem auch Schüler der Schule beteiligt sein werden. Der Vorverkauf ist nun angelaufen.

Nachdem sie vor wenigen Wochen in Rotenburg und Bremervörde mit ihrem „Weihnachtsprogramm" erfolgreiche Konzerte gegeben hatten, präsentieren die vier Herren nun ihr Können in der Stadt am Walde. Hier werden andere Lieder aus dem umfangreichen Repertoire zum Vortrag kommen.

Man kann davon ausgehen, dass auch in Zeven ihre temperamentvolle Bühnenpräsenz, ihr unverbrauchter Witz und ihre Publikumsnähe den Konzertabend zu einem unvergleichlichen Erlebnis werden lassen. In den deutschsprachigen Eigenkompositionen bietet „maybebop" Themen, die alle angehen und helfen, mit dem Leben besser klar zu kommen. Vervollständigt wird das Programm durch Rock-Klassiker. Und ihr Können ist preisgekrönt. So zählten die Jungs bereits zu den Finalisten aller wichtigen deutschen Musikwettbewerbe.

Ergänzt wird ihr Auftritt in Zeven durch das Vorprogramm der St.-Viti-Bigband. Außerdem bietet die Gruppe „maybebop" im Laufe des Tages der Schülerschaft des Gymnasiums einen Musik-Workshop an. Hieran werden nach Auskunft der Musiklehrer Sonja Beuke und Friedemann Michalek nicht nur die Chöre der Schule teilnehmen können, sondern insgesamt rund 400 Schüler.

Karten für das Konzert gibt es in der Buchhandlung Lesezeichen, bei den Musiklehrern des Gymnasiums und bei Rotraud Kohler, der Vorsitzenden des Freundeskreis Asyl Zeven-Selsingen. Der Überschuss des Abends wird für den Freundeskreis verwendet.

Sonja Beuke, Rotraud Kohler und Friedemann Michalek (von links) freuen sich bereits auf das Konzert im Februar. Foto: zi

 


16.01.2006