Das
St.-Viti-Gymnasium
in der Zeitung
2008
Inhalt 2008
(Aus
der Zevener
Zeitung (ZZ) oder dem Sonntagsjournal der
Zevener Zeitung (SJ)
- wenn nicht anders angegeben.)
Die
Fotoqualität ist sehr unterschiedlich. (Zeitungsscan oder Originalfoto)
Fleißig
auf den Spuren der Helden (ZZ
19.12.2008)
Alle hoffen auf weiße Weihnachten (ZZ
17.12.2008)
Weihnachtskonzert im St.-Viti-Gymnasium
(SJ
14.12.2008)
Eine-Welt-AG unterstützt Slum-Kinder in Ecuador
(ZZ
12.12.2008)
Amelie Strunk siegt bei Wettbewerb
(ZZ
12.12.2008)
Klingendes
St.-Viti-Gymnasium Zeven (ZZ
05.12.2008)
Aus dem Klassenraum geht es für die Schüler
ins Büro (ZZ
04.12.2008)
Alles für guten Zweck (ZZ
10.10.2008)
Zweideutigkeiten nicht ausgewichen (ZZ
10.10.2008)
Ein
Schauspiel für den Frieden
(ZZ
24.09.2008)
St.-Viti-Absoventen
treffen sich 20 Jahre nach der Prüfung wieder in Zeven
(ZZ
23.09.2008)
Spätabends gibt es noch
Kaffee und Kuchen (ZZ
20.09.2008)
Abitreffen: Jahrgang 1983 trifft sich nach 25 Jahren wieder
(ZZ
15.09.2008)
Thomas Kuhn ist der beste Abiturient (ZZ
21.07.2008)
Freiwillig
mehr gelernt
(ZZ
11.07.2008)
Hunger
ist mehr als eine Form der Gewichtsabnahme
(ZZ
09.07.2008)
Großer Erfolg für die Schülerfirmen
(ZZ
30.06.2008)
Lässig und cool durch das Abitur (ZZ
28.06.2008)
Auf
dem Weg ins Berufsleben nur wenig Zeit verlieren
(ZZ
27.06.2008)
Was macht eigentlich so ein Fluglotse? (ZZ
26.06.2008)
DELF-Prüfungen motivieren Schüler
(ZZ
??.??.2008)
Von
Klassik über Jazz bis Rock (ZZ
20.06.2008)
Chemie
stimmt auch nach 40 Jahren noch (ZZ
17.06.2008)
Sommerliche Serenade im "Viti"
(ZZ 14.06.2008)
Hübsche
Männer gesichtet (ZZ
07.06.2008)
Ernste
und heitere Momente (ZZ
22.05.2008)
Lehrer dürfen ihre Überstunden abfeiern
(ZZ
21.05.2008)
Fünfte Bläserklasse ...(ZZ
20.05.2008)
Republik steht im Zevener Gymnasium vor Gericht
(ZZ 15.05.2008)
Neue
Räume für Zevener Gymnasiasten (ZZ 09.05.2008)
Lehrer
fordern ein Ende der Schlampereien
(ZZ 07.05.2008)
Bei Lehrern kocht die Wut
(ZZ 07.05.2008)
Warme
Worte und ein Empfehlungsschreiben des Bürgermeisters für Buslotsen
(ZZ
06.05.2008)
Wenn Mozart auf das 21. Jahrhundert trifft
(ZZ 24.04.2008)
Viel Applaus für beängstigend aktuelles Stück
der Theater-AG (ZZ
28.02.2008)
Turbo-Abitur
bremst die Schüler aus
- mehrere Artikel (ZZ 23.02.2008)
Musik als Beitrag zur inneren Sicherheit (ZZ
15.02.2008)
Ernstes Stück soll Publikum fesseln / Schauspielerei
als Rausch (ZZ
29.01.2008)
Moritat
von Max Frisch ... Spielplan ... Theater-AG (ZZ
22.01.2008)
Smarte "Jungmanager" im Härtetest
(ZZ 19.01.2008)
"Gomora" will Deutschlands beste Schülerband
werden (ZZ 03.01.2008)
19.12.2008
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Samuel
Strunck interessiert sich
für die Wahrnehmung von Gefal-
lenen. |
Jelena
Meichler hat Bürgermeis-
ter Johann Schröder zu ihrem
Thema gemacht. |
Nils
Schlesselmann muss sich auch
mit theologischen Fragen im Zeit-
zusammenhang beschäftigen. |
Fleißig
auf den Spuren der Helden
Schüler
des St.-Viti-Gymnasiums stellen Pastoren, Soldaten und Widerstandskämpfer
vor
Zeven
(zi). Vor einem Vierteljahr berichtete die Zevener Zeitung über
den von der Körber-Stiftung organisierten Geschichtswettbewerb
des Bundespräsidenten, der in diesem Jahr verehrte, vergessene
und verkannte Helden als Thema hat. Dafür forschen auch Jugendliche
des St.-Viti-Gymnasiums, die in der vergangenen Woche einige Zwischenergebnisse
ihrer historischen Projektarbeiten vorstellten.
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| Svenja
Hüning und Sina Böhling (rechts) erforschen gemeinsam
die Taten von fünf Menschen im Wider stand gegen den
Nationalsozialismus. Fotos: zi |
Noch
bis zum 28. Februar läuft der Geschichtswettbewerb, an dem
am St.-Viti-Gymnasium eine Gruppe von über 20 Schülerinnen
und Schülern des 12. Jahrgangs teilnimmt. Betreut werden
sie von ihrem Lehrer Stephan Hall, der
auch eine Arbeitsgemeinschaft aus den jüngeren Jahrgängen
zu diesem Thema leitet. Denn für den Geschichtswettbewerb
wird vor Ort geforscht. Und so machte sich die Schülerschaft
auf die schwierige Suche nach Heldinnen und Helden aus der Region.
So
stellte Jelena Meichler mit Johann Schröder ihren „Helden“
vor. Der Bundesverdienstkreuzträger war von 1945 bis 1976
Bürgermeister von Wilstedt und „ein Mann von besonderem
Format“. Denn neben der Beseitigung der Nachkriegsprobleme,
der Integration und Unterbringung der Flüchtlinge, waren
beispielsweise Projekte wie die Schaffung der Kanalisation oder
die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner
werden“ Herausforderungen an diesen „Bürgermeister
zwischen Pflicht und Heldentum“.
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Für
Seija Palmer ist Adolf Kottmeier als engagierter Mensch
ihr „Held“. |
Samuel
Strunck hingegen beschäftigt sich mit der Wahrnehmung von
Kriegsgefallenen im Verlauf des zurückliegenden 140 Jahre.
Sind die Teilnehmer der beiden Weltkriege (1914-1918 und 1939-1945)
und des Krieges gegen Frankreich (1870/71) hierbei Opfer, Täter
oder Helden? Dafür untersucht er die zeitgenössische
Betrachtungsweise, vergleicht sie mit der heutigen Sichtweise
und nimmt eine persönliche Bewertung vor. Seine bisherige
These lautet, dass für die Wahrnehmung von Kriegsgefallenen
die Bewertung des Konflikts, in dem sie fielen, durch die Gesellschaft
wichtiger ist, als die Taten und Opfer der Soldaten.
Ein auch theologisch sehr anspruchsvolles Thema hat sich Nils
Schlesselmann gewählt. Er beschäftigt sich mit Ludwig
Otto Ehlers (1805-1877). Der Pastor in Sittensen war in den Kirchenstreit
seiner immer rationalistischer werdenden Zeit involviert, als
es darum ging, welchen Wert und welches Wesen das Kirchenregiment
haben sollte.
Ebenfalls
einen Mann der Kirche wählte sich auch Seija Palmer als ihren
„Helden“. Denn Adolf Kottmeier (1822-1905), der 1862
das Pfarramt in Zeven übernahm und 1874 Superintendent in
Rotenburg wurde, gründete dort 1878 den „Verein zur
Pflege Epileptischer“. Daraus entwickelten sich die Rotenburger
Anstalten, wobei sich Seija auch mit der Frage beschäftigt,
ob er nun ein Held oder nur ein engagierter Mensch war, der Opfer
brachte, selber verzichtete und anderen Menschen half. Sina Böhling
und Svenja Hüning beschäftigen sich gleich mit fünf
Personen aus der Zeit des Nationalsozialismus, die alle auf ihre
Art gegen das Regime tätig waren. Drei dieser Personen –
ein Arzt, ein Wachmann und ein Kriegsgefangener – sind ihre
ausgewählten Helden im Lager Sandbostel. Außerdem beschäftigen
sich die Forscherinnen mit einem Handwerker aus Bremervörde
und einer jungen Frau, die auch am Widerstand der Gruppe „Rote
Kapelle“ mitwirkte.
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17.12.2008
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| Die
Bläserklasse der 6 B brachte mit „Final Countdown“
so manchen Fuß im Publikum zum Wippen. |
Katharina
Witte mimte die Santa Lucia mit brennenden Kerzen auf dem Kopf.
Fotos: fh |
Alle
hoffen auf weiße Weihnachten
Traditionelles Weihnachtskonzert findet aus logistischen
Gründen wieder in der Pausenhalle des St.-Viti-Gymnasiums
statt
Zeven
(fh). Nachdem das Weihnachtskonzert im vergangenen Jahr zum ersten
Mal nach mehr als 25 Jahren wieder in der Zevener St.-Viti-Kirche
stattfand, wurde es aus logistischen Gründen in diesem Jahr
wieder zurück ins Gymnasium verlegt. Auch wenn die Pausenhalle
nicht einen so schönen Rahmen für das abwechslungsreiche
musikalische Programm bildete, so war sie dennoch komplett gefüllt.
„Wir
sind wieder in die Schule zurückgekommen, obwohl es in der
Kirche sehr schön war. Aber mit so vielen Schülerinnen
und Schülern und den Instrumenten ist es für uns hier
einfacher“, erklärte Musiklehrer Friedemann Michalek
den Rückzug ins St.-Viti-Gymnasium. In diesem Jahr gab es
auch zum ersten Mal eine Pause, in der die Zuhörer Gelegenheit
hatten, Luft zu holen, und sich mit den von der Schweden-AG vorbereiteten
original schwedischen Köstlichkeiten zu stärken Den
Auftakt zu dem unterhaltsamen und kurzweiligen Konzert machte
die Bläserklasse der 5B.
Mit ihren
blankgeputzten und goldgelb glänzenden Posaunen, Hörnern,
Klarinetten, Querflöten und Trompeten erfreuten sie das Publikum
mit „Frère Jaques“, „Jingle Bells“
oder „Morgen kommt der Weihnachtsmann“. Die Musikklasse
begeisterte mit traditioneller ebenso wie instrumenteller Musik
und schönem Geang. Auch die Bläserklasse 6B brachte
mit „Mack the Knife“ oder „Final Countdown“
so manchen Fuß im Publikum zum Wippen. Und auch wenn hier
und da
kleine Malheurs passierten, so gab es vom Publikum dennoch einen
kräftigen Applaus. Gemeinsam mit dem Unterstufenchor wurde
es bei „Santa Claus is comingto town“ dann wieder
weihnachtlich. Und was die hellen Kinderstimmen noch alles so
drauf haben, bewiesen sie mit dem traditionellen Lied „S'Rachermannel“,
mit „Happy X-Mas“ von John Lennon und „Freiheit“
von Marius Müller-Westernhagen. Kurz vor der Pause gab es
neben den akustischen Schmankerln auch noch ein optisches. Mit
der Schweden-AG, die auf schwedisch gemeinsam mit dem Unterstufenchor
das traditionelle Lucialied vortrug, „schwebte“ eine
ganz in weiß gehüllte Santa Lucia mit brennenden Kerzen
auf dem Kopf durch den Mittelgang. Ihre Begleiterinnen, ebenfalls
ganz in weiß gekleidet, führten vor der Bühne
ein Rollenspiel auf, das die Herkunft und die Bedeutung des Lucia-Festes,
das in Schweden am 13. Dezember gefeiert wird, erklärte.
Anschließend wurde es sogar noch kulinarisch, denn die Schweden-AG
hatte sich mächtig ins Zeug gelegt und für die Pause
jede Menge Lussekatter, das traditionelle Safrangebäck, gebacken.
Nach dieser kurzen Unterbrechung näherte sich das Konzert
mit der Musikklasse des neunten Jahrgangs sowie dem Mittel- und
Oberstufenchor dann auch langam seinem Höhepunkt –
dem Auftritt der Big Band. Mit dem traditionellen englischen „Winter
Wonderland“ machten die Schüler und Schülerinnen
Hoffnung auf weiße Weihnachten und schickten
ihr Publikum in die nahenden Weihnachtsfeiertage.
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Das Publikum in der voll besetzten Pausenhalle zollte den
180 Musikerinnen und Musikern mit langem Applaus Respekt.
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SJ
14.12.2008
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Weihnachtskonzert
im St.-Viti-Gymnasium
Ein
Weihnachtskonzert veranstaltet die Kreismusikschule Rotenburg
am Dienstag, 16. Dezember, um 16 Uhr in die Pausenhalle des St.-Viti-Gymnasiums.
Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule singen
und spielen Weihnachtslieder und vieles mehr. Präsentiert
wird ein abwechslungsreiches Programm auf verschiedenen Instrumenten
wie Gitarre, Klavier, Blockflöte, Saxofon, Klarinette, Flöte,
Trompete und Keyboard. Insbesondere wird ein großes Gitarrenensemble
unter der Leitung von Heike Dieckheuer und Andreas Gülzau
auftreten. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei. Text/Foto:
Privat
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12.12.2008
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| Jennifer
Rehren und Gisela Kopka (vorne) freuen sich über den Spendenscheck,
der ihnen von Julian Brandt, Clemens Willenbrock, Sinja Pergande,
Anna Sophie Brinkmann, Ankatrin Dohrmann und Florian Präger
(von links) überreicht wurde. Foto: tk |
Eine-Welt-AG
unterstützt
Slum-Kinder in Ecuador
5000
Euro für Hamburger Verein Ojalá gespendet –
Geld fließt in Erhalt einer Grundschule
Zeven
(tk). Um einen Scheck in Höhe von 5000 Euro entgegen zu nehmen,
hatten sich am Donnerstag Gisela Kopka und Jennifer Rehren aus
Hamburg auf den Weg zum St.-Viti-Gymnasium nach Zeven gemacht.
Der Besuch am Donnerstag war der zweite innerhalb kürzester
Zeit. Denn am Freitag, 28. November, waren sie schon einmal in
Zeven gewesen. Gisela Kopka und Jennifer Rehren, die beiden Emissäre
des Vereins Ojalá, hatten auf Einladung der Eine-Welt-AG
einen Infostand auf dem Eine-Welt-Basar des Zevener Gymnasiums
betrieben.
In der Organisation Ojalá e.V., die 1996 gegründet
wurde, arbeiten Jugendliche und Erwachsene, die sich mit den sozialen
und politischen Problemen in Lateinamerika auseinandersetzen und
helfen wollen. Vor allem unterstützt Oja-lá die Schule
„Caminito de Jesús“ in Ecuador. Die Grundschule
liegt in einem Slum-Gebiet am Stadtrand der Drei-Millionen-Einwohner-Stadt
Guayaquil. Die Kinder dort hätten ohne die Hilfe von Ojalá
keine Möglichkeit,
eine Schule zu besuchen, denn die Eltern
können nicht einmal das Geld für den täglichen
Lebensunterhalt aufbringen und staatliche Unterstützung gibt
es nicht. Mit 240 Euro kann einem Kind der Schulbesuch für
ein Jahr ermöglicht werden.
Der von den Mitgliedern der Eine-Welt-AG unter Leitung von Florian
Präger organisierte und von den fünften bis zehnten
Klassen des Gymnasiums vorbereitete Basar war zwar gut besucht,
die Besucherzahlen blieben indes hinter denen des vorangegangenen
Basars 2006 zurück. Als Grund dafür nennt Lehrer Präger
die stark gekürzte Vorbereitungszeit und die Tatsache, dass
der Basar nur noch am Freitagnachmittag und nicht mehr wie früher
auch noch am Sonnabend stattfand. Gleichwohl ist er und sind mit
ihm die Schüler der Eine- Welt-AG stolz und dankbar für
die Spenden in Höhe von 6400 Euro. Einen Scheck über
5000 Euro händigten die Schüler der Eine-Welt-AG
jetzt den beiden Vereinsvertreterinnen aus, die sich riesig freuten
und ankündigten, dass das Geld in die dringend erforderliche
Renovierung der Grundschule „Caminito de Jesús“
gesteckt werde. Zwischen Florian Präger und den beiden Damen
aus Hamburg kam es im Anschluss zu der losen Übereinkunft,
den Kontakt zueinander nicht abreißen zu lassen und womöglich
gemeinsam ein Sommerfest zu organisieren – vielleicht mit
ecuadorianischem Tanz und Essen ...
www.ojala-ev.de
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12.12.2008
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Keine leichte
Aufgabe für die Jury (im Hintergrund), die Gewinner
in den einzelnen Vorlesedisziplinen zu
ermitteln.
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Amelie
Strunk siegt bei Wettbewerb
Gewinnerin
des Vorlesewettstreites am St. Viti-Gymnasium hat eigenen Fanclub
mitgebracht – 180 Mitbewerber ausgestochen
Zeven
(zi). Internationale Vergleichstests über das Wissen und
Können von Schülerinnen und Schülern prägen
zurzeit die Schlagzeilen. Wie gut es um die (Vor-)Lesefähigkeiten
der rund 180 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen
des St. Viti-Gymnasiums bestellt ist, erfuhr die Zuhörerschaft
in der gut gefüllten Aula der Schule.
Denn dort fand die schulinterne Endausscheidung zum 50. Vorlesewettbewerb
unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten statt. „Vorlesen
muss man können“ stellte Bundespräsident Horst
Köhler in seinem Grußwortzum diesjährigen Jubiläumswettbewerb
fest.
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Fanclub von Amelie mit Durchhalteparole auf einem Plakat.
Fotos: zi
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Und wie aufregend das Vorlesen vor einem großen Publikum
sein kann, erfuhren Bennet Becker (Klasse 6L1), Jonas Bollmeier
(Klasse 6B), Mirko Brandtjen (Klasse 6F2), Sarah Hinrichs (Klasse
6SF), Josie Oetjen (Klasse 6F1) und Amelie Strunk (Klasse 6L2),
die sich zuvor in ihren jeweiligen Klassen als die besten Vorleserinnen
und Vorleser für die schulinterne Endausscheidung qualifiziert
hatten.
Dabei ließen sie nach Auskunft der für die Organisation
des Wettewerbs zuständigen Lehrerin Sandra Giörtz rund
180 Mitbewerberinnen und Mitbewerber hinter sich und zeigten ihre
Fähigkeiten nun der zum Teil begeistert mit fiebernden Schul-Öffentlichkeit
und einer Jury. Diese bestand aus fünf Schülerinnen
und Schülern der 12B1, die den Deutschkurs mit erhöhtem
Niveau besuchen und nun vor die schwierige Aufgabe gestellt waren,
unter den Teilnehmenden aus den sechsten Klassen die Siegerin
oder den Sieger zu ermitteln.
Die Bandbreite der von den Vortragenden selbst ausgewählten
Bücher reichte vom Krimi über die Fantasy-Geschichte
bis zum klassischen Kinderbuch und die Zuhörerschaft aus
den sechs 6. Klassen mit einigen Lehrern, den Mitgliedern der
Technik-AG – die für Beleuchtung und Ton sorgte –
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Die Gewinnerin Amelie Strunk beim Vorlesen.
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und
anderen Interessierten lauschte gespannt. Denn neben Textgestaltung
und Textverständnis ging es auch um die Lesetechnik. Und
da fiel jede Pause und jedes Problem mit dem Inhalt sofort auf.
Außerdem mussten die handelnden Charaktere herausgearbeitet
werden, denn gutes Vorlesen ist eben, wenn sich keiner langweilt.
Und
das geschah während der einzelnen Lesungen auch nicht. Denn
Lesen ist Kino im Kopf und auch beim Zuhören eine Reise in
fremde Welten. Und so hatte die Jury nach einer Pause, die mit
musikalischen Einlagen wie dem gemeinsamen Singen von Weihnachtsliedern
und einem Chorvortrag überbrückt wurde, das Ergebnis
einer schwierigen Beratung zu verkünden. Der erste Preis
ging an Amelie Strunk, die aus dem Krimi „Selbst Augenzeugen
können irren“ gelesen hatte. Sie erhielt einen Buchgutschein,
den sie nun beim Landkreis Rotenburg einlösen kann. Und auch
für die andern Teilnehmenden der Endausscheidung gab es Präsente.
Der
Vorlesewettbewerb wird seit 1959 jedes Jahr vom Börsenverein
des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen,
Bibliotheken, Schulen und sonstigen kulturellen Einrichtungen
veranstaltet. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten
und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben.
Fast 700.000 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich
jedes Jahr an dem Lesewettstreit. Mitmachen können alle Schülerinnen
und Schüler der 6. Schulklassen. Wer gerne liest und Spaß
an Büchern hat, ist dabei eingeladen sein Lieblingsbuch vorzustellen
und eine kurze Passage daraus vorzulesen. Und die Chance auf einen
Gewinn besteht auch noch. (zi)
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05.12.2008

Die Blechbläser der Big Band haben sich in einer intensiven
Probenphase auf das Konzert im St.-Viti-Gymnasium vorbereitet.
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Klingendes
St.-Viti-Gymnasium Zeven
Weihnachtskonzert
am 15. Dezember – 175 Schüler musizieren gemeinsam
in der Pausenhalle
Zeven
(js). Mit der Anzahl der Teilnehmer von etwa 175 Schülerinnen
und Schüler übertrifft das diesjährige Weihnachtskonzert
am Montag, 15. Dezember, ab 18 Uhr im St.-Viti-Gymnasium alle
bisherigen Schulkonzerte der jüngeren Vergangenheit.
Daher findet es auch entgegen anders lautenden Ankündigungen
wieder in der Pausenhalle des Gymnasiums und nicht wie im vergangenen
Jahr in der Kirche statt.
„Der umfangreiche logistische Aufwand bei dieser großen
Teilnehmerzahl hat uns zu diesem Schritt zurück in unsere
Schule bewogen“, erläutern die ausrichtenden Musiklehrer
Friedemann Michalek, Dirk Seidel und Mandy Kraatz.
Dennoch soll der bisherige Zeitrahmen des Weihnachtsvorspiels
von etwa 100 Minuten nicht überschritten werden und eine
straffe Programmfolge für Kurzweil sorgen. Alle Schülerinnen
und Schüler, die sich momentan in zwei Bläserklassen,
zwei Musikklassen, zwei Chören und der Big Band musikalisch
verwirklichen, werden nach Auffassung der Musiklehrer angemessen
zu ihrem Recht kommen und genügend Gelegenheit haben, die
musikalischen Ergebnisse der intensiven Probenarbeit der vergangenen
Wochen zu präsentieren.
Dazu gehörte auch eine zweitägige Musikfreizeit im November
in der Jugendherberge Müden, wobei jedoch keine Freizeit
genossen, sondern über viele Stunden gesungen und mit den
Instrumenten musiziert wurde. Vor dem Konzert und während
einer kurzen Pause mittendrin besteht Gelegenheit, schwedisches
Weihnachtsgebäck und alkoholfreien Weihnachtspunsch zu kaufen,
wofür die Schweden-AG unter Lehrerin Friederike Matzen verantwortlich
zeichnet. Der Eintritt zu dieser Weihnachtsmusik ist frei.
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04.12.2008

Tim Kleefeld lobt seine netten Kollegen bei der Mapa. |

Carolin Mahnken (17) erarbeitet Baupläne am Computer. Fotos:
pr |
Aus
dem Klassenraum geht es für die Schüler ins Büro
Elftklässler
des St.-Viti-Gymnasiums schnuppern ins Berufsleben hinein –
Viele neue Eindrücke
Zeven
(pr). Die Zevener Zeitung hat Schüler der Klasse 11a des
St.-Viti-Gymnasiums Zeven, die ein zweiwöchiges Betriebspraktikum
machen, an ihren Arbeitsplätzen besucht und sie über
ihre Eindrücke befragt.
Dabei kam
heraus, dass alle befragten Schüler ohne Ausnahme sehr zufrieden
mit ihrem gewählen Beruf waren. Janis Gabers (17) machte
ein Praktikum bei der Nordmilch und es gefiel ihm dort sehr gut,
weil die Nordmilch ein großer Betrieb ist, wo immer „viel
los“ ist, wie Janis sagte. Er hat zwar nicht richtig gearbeitet,
aber viel gelernt und geguckt, wie die Firma und der Arbeitsablauf
funkionieren. Seine Arbeitszeit war von 6 Uhr morgens bis 14 Uhr.
Das hieß für ihn sehr früh aufzustehen, schon
um kurz nach Fünf und mit dem Fahrrad jeden Morgen von Heeslingen
bis nach Aspe zu fahren. Janis hatte Gelegenheit, zwei Tage in
jede Abteilung hineinzuschnuppern und er hat schon eine Ahnung
davon, dass er später einen Beruf machen möchte, der
in Richtung Verwaltung geht, vielleicht auch bei der Nordmilch,
wenn sie ihn denn nehmen.
Tim Kleefeld (18), der bei der Mapa ein Praktikum macht, teilte
der ZZ mit, dass er jetzt genau das macht, was er später
auch einmal beruflich machen möchte. Tim arbeitet in der
EDV-Abteilung und ist dort sehr zufrieden. Er sagte, dass die
Kollegen sehr nett seien und es ihm dort viel Spaß gemacht
habe. Dort beschäftigte er sich in erster Linie mit dem Computer.
So richtete er Computer ein und kümmerte sich um die Lösung
von Soft- und Hardware-Problemen. Seine Arbeitszeit war von 8
bis 15.30 Uhr mit einer halben Stunde Mittagspause. Schon vor
dem Praktikum bei der Mapa hatte er etwas Ahnung von Computern,
aber dort hat er noch viel mehr gelernt. Ebenfalls bei der Mapa
war die Praktikantin Anna-Lena Recht, aber nicht in der EDV-,
sondern in der Marketing-Abteilung. Da bearbeitete sie Reklamationen
über Produkte, die die Mapa eingekauft hat und mit denen
es irgendwelche Probleme gibt. Außerdem machte sie Büroarbeiten,
wie Rechnungen abheften, Ordnerrücken drucken und so weiter.
Die Arbeit gefällt ihr, und sie denkt darüber nach,
etwas Derartiges auch später als Beruf zu machen.
Die Schüler-Praktikanten sind aber nicht nur in großen,
sondern auch in kleinen Firmen tätig, wie beispielsweise
Carolin Mahnken, die bei dem Architekturbüro „Norddeutsche
Bauernsiedlung“ in Zeven ein Praktikum absolviert. Dort
erstellt sie Baupläne für Häuser und andere Gebäude.
Ihre Arbeitszeit ist von 7.30 bis 17 Uhr, freitags bis 14 Uhr,
mit einer Mittagspause von einer halben Stunde. Carolin möchte
auch gerne einen Beruf ausüben, der in Richtung Architektur
geht. Wir besuchten auch Friederike Bauer, die in der Grundschule
Klostergang ihr Praktikum machte. Dort arbeitete sie wie eine
Betreuerin, half den Lehrern und Lehrerinnen und gab selber Unterricht.
Sie arbeitete von 7.50 bis 12.50 Uhr und machte Pause von 9.50
bis 10.10 Uhr und von 11.50 bis 12.05 Uhr. Später möchte
sie als Grundschullehrerin arbeiten.
Ich selber, Pedro Quintero, der Verfasser dieses Berichtes, machte
zwei Wochen lang ein Praktikum bei der Zevener Zeitung. Ich arbeitete
in der Lokalredaktion und fand es dort ganz gut und interessant.
Meistens musste ich Artikel, so wie diesen hier, schreiben und
auch Fotos und Interviews machen für die Artikel. Ich arbeitete
von 9 Uhr morgens bis ungefähr 16 Uhr und hatte Mittagspause
von 12.30 bis 14 Uhr. Später, nach meinem Schulabschluss,
möchte ich vielleicht einmal etwas in Richtung Unternehmens-Kommunikation
machen.
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30.11.2008
SJ

Auch der Verkauf
von Keksen diente dem guten Zweck. Foto: zi
Alles
für guten Zweck
„Eine-Welt-Basar" zu Gunsten eines Projektes
in Ecuador
Zeven
(zi). „Ojala" ist das spanische Wort für „hoffentlich".
Und „Ojala e.V." lautet der Name des 1996 in Hamburg
gegründeten Vereins, der das Schulprojekt „Caminito
de Jesus" in einem Armenviertel der ecuadorianischen Stadt
Guayaquil unterstützt und nun am Freitagnachmittag Partner
des diesjährigen „Eine-Welt-Basar" des St.-Viti-Gymnasiums
war.
Hunderte von Gästen, Schülerinnen und Schülern
sowie Mitglieder des Kollegiums füllten am Freitagnachmittag
das St. Viti-Gymnasi-Um, als der traditionelle „Eine-Welt-Basar"
stattfand. Gleich im Eingangsbereich informierten zwei Vertreterinnen
des diesjährigen Partnerprojektes - zu dessen Gunsten die
erzielten Einnahmen Verwendung finden sollen - über die unterstützte
Schule und den daran angeschlossenen Kindergarten. Leider war
das Interesse an ihren interessanten Auskünften nicht so
groß, wie der Zulauf in den gleich drei Casinos und Spiele-Cafes.
Zudem wetteiferten ein internationales Büfett, eine Vielzahl
von Cafes und mehrere Stände mit Kuchen oder Crepes um das
Geld des Publikums. Und sogar eine sogenannte „Fressbude"
fand sich im Angebot, was einen erwachsenen Besucher und ehemaligen
Schüler zu der kritischen Anmerkung „Essen gegen den
Hunger und Glücksspiel gegen die Armut" veranlasste.
Negativ fielen ihm ebenfalls die gleich drei Karaoke-Angebote
auf, in denen - ähnlich wie im Fernsehen - zum Beispiel der
„Waffelstar" gesucht wurde und man seine Sangeskünste
beweisen konnte.
Aber es gab in der Mehrzahl auch besonders gelobte Offerten wie
zum Beispiel einen Fußpfad, lateinamerikanische Musik, akrobatische
Vorführungen in der Gymnastikhalle, Torwandschießen
auf dem Pausenhof, ein Glücksrad mit attraktiven Preisen,
hörenswerte Musikeinlagen in den Nebengängen oder eine
Parodie auf Lehrer im Kunstraum.
Im „Schloss Dracula" erschreckten
zudem gruselige Gestalten die Besucher, selbstgebastelte Papierprodukte
wie Postkarten, Lesezeichen und Schachteln suchten in der Pausenhalle
ihre Abnehmer und überall wurde um großzügige
Spenden gebeten.
Ob bei der Tombola oder im „Momo-Projekt", in dem sich
zwei 5. Klassen mit Fragen zum Thema „Zeit" beschäftigt
hatten: Überall wurden engagiert Zuwendungen für die
365 Kinder, die zur Zeit die Schule und den Kindergarten im „Caminito
de Jesus" besuchen, gesammelt. Und hoffentlich ist am Freitagnachmittag
davon einen beachtliche Summe zusammen gekommen. Denn der Sinn
der Veranstaltung war sicherlich die Unterstützung des „Ojala
e.V.", auch wenn so mancher Kenner der alten „Dritte-Welt-Basare"
den damals deutlicher sichtbaren Zusammenhang mit dem unterstützten
Projekt und Land vermisste und sich zum Teil eher auf einem „Jahrmarkt
für einen guten Zweck" glaubte.
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10.10.2008

Die Männer
versuchen es in ihrer Verzweiflung mit Gewalt, doch die Frauen
bleiben am Ende Sieger.

Die Plastikeimer
dienen zum Löschen und als Schlagzeuge. Fotos: fh
Zweideutigkeiten
nicht ausgewichen
Seminarfächer Darstellendes Spiel und Musik bringen
"Lysistrata" auf die Bühne - Premiere ausgesprochen
gelungen
Zeven
(fh). Auch wenn es dieses Mal nicht die Theater-AG war, die die
Bühne im St.-Viti-Gymnasium zum Leben erweckte, so war das
Schauspiel der beiden Seminarfächer Darstellendes Spiel und
Musik dennoch ähnlich beeindruckend. Die Anti-Kriegs-Komödie
um Liebe, Lust und Krieg des griechischen Dichters Aristophanes
lässt die Zuschauer trotz des Humors nachdenklich zurück.
Athen, in
der Nähe und auf der Akropolis, um 410 v.Chr. Die Frauen
haben den seit 20 Jahren nahezu ohne Unterbrechung wütenden
Bruderkrieg zwischen Athen und den Städten des Peloponnes
gründlich satt - aber was tun? Lysistrata (Katharina Door
und Lena Wagner) beschließt mit den Frauen aus ganz Hellas,
den kriegssüchtigen Männern so lange den Beischlaf zu
verweigern, bis wieder Frieden herrscht. Die Frauen schwören
schweren Herzens Enthaltsamkeit und verbarrikadieren sich auf
der Akropolis, die ganz passend durch aufgetürmte Schuhkartons
symbolisiert wird. Empörte Männer versuchen die Streikenden
auszuräuchern, doch die "Feuerlöschbrigade"
löscht im Takt trommelnd auf ihren Wassereimern, die kurzerhand
zu Percussion-Instrumenten abgewandelt wurden, das Feuer.
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| Kinesias legt
einen gekonnten Strip hin, um seine Herzallerliebste zu beeindrucken
- vergeblich. |
Die
Frauen auf der Burg hatten Spaß daran, die Männer in
Hitze zu bringen, um sie dann genauso wenig an sich heranzulassen
wie den Ratsherrn an die Kriegskasse. Dabei konnte es natürlich
nicht zimperlich zugehen und so zeigte sich die aristophanische
Derbheit voller sexueller Anspielungen und Zweideutigkeiten, denen
das Ensemble nicht auswich.
Die Männer in ihrer Not versuchen es mit Gewalt, überfallen
die Frauen und kämpfen zur Musik von "Mission Impossible".
Und genau das ist dieser Akt für die verzweifelten Männer
auch - eine unmögliche Mission.
Lächerliche
Kampfhähne
Sie unterliegen den Frauen und wirken wie lächerliche Kampfhähne,
die ihre Kriege als folgerichtige Umsetzung der naturgegebenen
männlichen Aggressivität legitimieren und sich selbst
auf ihr herausragendes Merkmal reduzieren: den Phallus. Doch auch
die Frauen kreisen um ihren Körpermittelpunkt, das lebensspendende
und lebenserhaltende Zentrum, um das sich alles dreht. Einige
Frauen versuchen mit den abstrusesten Ausreden von der Burg zu
ihren Männern oder Liebhabern zu flüchten. Kinesias
(Ewald Kohls) setzt auf eine andere Strategie: Zu dem sinnlich
vom Band gehauchten "Voulez-vous coucher avec moi ce soir"
legt er mit flottem Hüftschwung einen angedeuteter Strip
hin, der seine Frau Myrrhine (Wiebke Schubert) schwach machen
soll.
Doch die konnte der Versuchung widerstehen und bald können
die triebgeplagten Männer ihre Situation nicht mehr ertragen
und kapitulieren. Der Sieg der Liebe und der Vernunft wird mit
einem Festmahl und Dank an die Götter gebührend zu flotter
Musik gefeiert.
Stimmige Untermalung
Insgesamt eine gelungene Premiere des kurzweiligen Stückes,
das nicht nur durch die guten Leistungen der Darsteller überzeugte,
sondern auch durch die stimmige Untermalung mit Live-Musik der
Schüler aus dem Seminarfach Musik. Die vielfältigen
Regieeinfälle zeigten sich als stimmungsförderndes Glanzlicht
am Rande, das gemeinsam mit der sprachlich sehr griffigen und
modernen und dennoch lyrischen Übersetzung von Erich Fried
aus der Triebverhinderung einen beträchtlichen komödiantischen
Lustgewinn für das Publikum machte.
Zeitlos aktuell
Auch wenn "Lysistrata" bereits vor rund 2400 Jahren
aufgeführt wurde, so entbehrt es doch nicht einer gewissen
Aktualität. Mit Sexentzug können zwar keine Kriege verhindert
werden, doch soll das Stück die allgegenwärtige Notwendigkeit
betonen, gegen Kriege zu kämpfen.
Aristophanes
(* um 448 v. Chr. in Athen; † um 385 v. Chr. ebenda) war
ein griechischer Komödiendichter. Er gilt als einer der
bedeutendsten Vertreter der griechischen Komödie, insbesondere
der Alten Komödie, und des griechischen Theaters überhaupt.
Über sein Leben ist wenig bekannt. Er schrieb 44 Stücke.
|
24.09.2008

Die Frauen
schwören Lysistrata (rechts), sich ihren Männern zu
entziehen, bis endlich wieder Frieden herrscht. Fotos:
fh
Ein Schauspiel für den Frieden
Seminarkurse des St.-Viti-Gymnasiums bringen „Lysistrata"
auf die Bühne - Frech, anzüglich und nachdenklich
Zeven
(fh). Obwohl das Theaterstück des griechischen Dichters Aristophanes
schon gute 2500 Jahre auf dem Buckel hat, ist es doch heute noch
ebenso so aktuell wie damals. Die 35 Schüler der Seminarfächer
„Darstellendes Spiel" und „Musik" haben
sich zusammengetan und bringen das Schauspiel in moderner Adaption
am 8. und 9. Oktober jeweils um 20 Uhr auf die Bühne.
Die Komödie
„Lysistrata" muss als Protest gegen den Krieg verstanden
werden. Das dahinter verborgene Motiv des geltenden Frauen- und
Männerbildes in der Gesellschaft, die Emanzipation ebenso
wie die Unterdrückung, aber auch der alte und neue Feminismus
wurde immer wieder in Operetten, Filmen, Hörspielen oder
auch Comics aufgegriffen. Und sogar ein 1918 entdeckter Asteroid
wurde nach der Titelfigur „Lysistrata" benannt.
„Dabei ist es natürlich utopisch zu glauben, dass sich
Kriege durch sexuelle Enthaltsamkeit verhindern lassen",
sagt Gabi Reetz. Dennoch sei der Stoff von Aristophanes ein sehr
starkes Frauenstück, humorvoll, ebenso modern wie zeitlos
und voller sexueller Anzüglichkeiten, aber keinesfalls vulgär.
Sei Mai bearbeiten die Schüler des 13. Jahrgangs dieses Bühnenwerk
trotz Klausuren und Vorabiturstress. Die zwei Wochenstunden reichen
für ein solch umfangreiches Projekt allerdings keinesfalls
aus, schließlich muss geprobt und immer wieder geprobt werden,
damit bei der Premiere am 8. Oktober auch alles wie am Schnürchen
klappt. „Jetzt haben aber alle den Anspruch, nichts Halbes
auf die Bühne zu bringen", betont Gabi Reetz, die auch
dieses Mal wieder als Regisseurin dabei ist und den Jungschauspielern
viele Anregungen und Tipps mit auf den Weg gibt.
|

Gabi
Reetz (links) und Iris Hörtzsch gaben viele Tipps und
Anregungen.
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Für
ein paar Tage hat sie sich dafür zudem noch tatkräftige
Unterstützung von der freiberuflichen Theaterpädagogin
Iris Hörtzsch aus Hannover geholt, die sich die Proben als
Außenstehende an sieht. Die Theaterpädagogin griff
gezielt ein, korrigierte Position, Lautstärke, aber auch
Gestik der Schauspieler, um das Stück so lebensecht und realistisch
wie möglich wirken zu lassen. Und das nicht etwa über
den Kopf der jungen Leute hinweg, sondern gemeinsam mit ihnen
in einer kreativen Diskussion. Und gar nicht so selten war sie
von den Leistungen der Schüler über aus begeistert.
„Sehr schön die Szene, wunderbar." Das Zusammenspiel
aus Gabi Reetz und Iris Hörtzsch war dabei sicherlich für
alle Teilnehmenden befruchtend, ob für die Darsteller oder
die Musiker der Seminargruppe „Musik", die das Bühnenwerk
unter der Leitung von Friedemann Michalek mit Schlagzeug, E-Bass,
einer Cajon, einem aus Kuba stammenden Musikinstrument, Keyboard,
Gesang und einfachen Plastikeimern, die kurzerhand zu Percussion-Instrumenten
umfunktioniert werden, szenengerecht vertonen. Und das kann mal
laut sein, wie die Kampfszene, die mit der Titelmusik des Films
„Mission Impossible" untermalt wird, aber auch mit
ganz sanften Tönen, die die Szene leise im Hintergrund begleiten.
Und schon die Proben ließen erahnen, dass am 8. und 9. Oktober
um 20 Uhr zwei rasante und humorvolle, aber gleichzeitig auch
tiefsinnige Aufführungen auf das Publikum warten, die zum
Lachen genauso wie zum Nachdenken anregen.
Die
Anti-Kriegs-Komödie „Lysistrata" von Aristophanes
thematisiert den Kampf der Frauen gegen die Männer als
Verursacher von Krieg und dem damit verbundenem Leid. Lysistrata
ist entschlossen, dem kriegerischen Treiben der Männer
im inzwischen 20 Jahre andauernden peloponnesischen Krieg ein
Ende zu setzen. Sie ruft die Frauen aus ganz Hellas zusammen
und schlägt ihnen vor, ihren kriegssüchtigen Männer
den Beischlaf strikt zu verweigern, bis wieder Frieden herrscht.
Die Frauen schwören Enthaltsamkeit und verbarrikadieren
sich auf der Akropolis. Doch sie lassen ihre Männer auch
mit der Arbeit um Haus und Hof, dem Putzen, Waschen und der
Sorge um das Essen und die Kinder allein - darüber hinaus
beschlagnahmen sie auch noch die Kriegskasse. Die Männer
sind erschüttert und sehen die Grundlagen der heiligen
Ordnung bedroht. Nach einigen Verwicklungen und Rückschritten
- mehrfach versuchen liebestolle Frauen, die Burg in Richtung
der Männer zu verlassen, oder die erbosten Herren, selbige
zu erstürmen - führt der Liebesentzug tatsächlich
zum Erfolg und es kommt zu Friedensverhandlungen, zur Versöhnung
der Gegner und schlussendlich zu einem großen Friedensfest.
(fh)
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23.09.2008

St.-Viti-Absoventen
treffen sich 20 Jahre
nach der Prüfung wieder in Zeven
Zeven
(zi). Fast 70 ehemalige Abturientinnen und Abiturienten des
ursprünglich über 110 Absolventinnen und Absolventen
umfassenden Jahrgangs 1988 des St. Viti-Gymnasiums trafen sich
am Samstagabend im Ringhotel Paulsen zum Wiedersehen nach zwanzig
Jahren. Knapp vier Wochen vorher hatten sich nach Auskunft des
Organisationsteams - das bereits vor rund einem Jahr mit den
ersten Vorbereitungen zu diesem Treffen begonnen hatte –
allerdings noch keine 30 Personen für die Veranstaltung
angemeldet. Doch in den letzten Tagen entschloss sich der Großteil
der ehemaligen „Vitianer“ des Abschlussjahrganges
1988 dann doch noch zu einer Teilnahme an dem Treffen. Auf dem
gelungenen Abend trafen sie auch einige ihrer damaligen Lehrer,
die es sich nicht nehmen ließen, die Veranstaltung mit
den Ehemaligen zu verbringen und gemeinsam mit ihnen bis in
den frühen Morgen zu feiern.
Foto: zi
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20.09.2008

Spätabends
gibt es noch Kaffee und Kuchen
Elf Schülerinnen
des Zevener St.-Viti-Gymnasiums gehen mit ihrer Lehrerin im schwedischen
Skara auf die Suche nach Kulturunterschieden
Zeven/Skara
(ZZ/ak). Elf Schülerinnen des elften Jahrgangs und ihre verantwortliche
Lehrerin machten sich in diesem Herbst auf den Weg in die schwedische
Partnerstadt Skara. Schon die Fahrt mit dem Zug, mit etlichen
Umstiegen war für alle aufregend. Auf der letzen Teilstrecke zwischen
dem schwedischen Nässjö und Skövde, dem Ausstiegsbahnhof, wurden
die Teilnehmerinnen zunehmend aufgeregter.
Eine
ganze Woche würden sie alleine in einer fremden Familie in einem
für die meisten völlig fremden Land leben. Viele Schülerinnen
hatten bereits vorher einen e-mail-Kontakt aufgebaut, doch ein
wenig Restspannung war immer noch vorhanden.
Elf
junge schwedische Schüler und Schülerinnen standen am Bahnhof
und fieberten der Ankunft der deutschen Austauschschüler entgegen.
„Welche Sprache werden wir sprechen? Reichen die Deutschkenntnisse
aus oder kann man sich auf Englisch unterhalten?" Zwei Minuten
nach Ankunft wurde es bereits deutlich: es sollte ein Gemisch
mit dem Schwerpunkt auf dem Englischen geben.
Nach
einem Kennenlerntag in den Familien startete am Sonntag bereits
das offizielle Programm mit einer Fahrt in die drittgrößte Stadt
Schwedens. Die Stadt Göteborg wurde zu Fuß bei strömendem Regen
erkundet und fand dann einen trockenen Abschluss im Universeum,
einem naturwissenschaftlichen Museum, in dem unter anderem die
verschiedenen Landschaftsformen Schwedens, mit den entsprechenden
Tieren und Pflanzen, aufgebaut waren.
Ab
Montag ging es dann in die Schule. Einige der schwedischen Schülerinnen
und Schüler hatten ausschließlich englischsprachigen Unterricht,
da sie an dem internationalen Baccaulerate-Programm teilnahmen.
Für die deutschen Schülerinnen war das interessant, da sie dem
Unterricht gut folgen konnten. Besonders begeistert waren sie
vom Psychologieunterricht, aber auch die praktischen Unterrichtsfächer
wie Tanz und Clown-Schule wurden begeistert mitverfolgt.
Der
Höhepunkt des Schulalltags war jedoch der Besuch der „musikfaktory".
In einem sehr modern ausgestatteten Extragebäude wurden die
Schüler unterrichtet, die das beliebte Musik- und Produktionsprofil
gewählt hatten. Nachdem alle Lehrer, Schüler und Besucher
die Schuhe im Eingang abgestellt hatten, das Gebäude ist nämlich
„schuhfrei", konnten die Gastschülerinnen die zahlreichen
lärmgeschützen Ensemble-Räume, Studios, und mit Computern
ausgestatteten Kompositionsräume bewundern und wurden schließlich
mit Hilfe von Keyboard, E-Gitarre, Gesang und Schlagzeug in
die Grundzüge des Blues eingeführt.
Nach
zahlreichen Programmpunkten, wie dem Stadtrundgang mit dem
Aufstieg auf die Türme des Doms, dem Empfang bei der Bürgermeisterin
Charlotte Nordström und der Kanufahrt auf einem nahe gelegenen
Fluss, ging es mit vielen Eindrücken wieder nach Hause.
Was
ist anders in Schweden? Das war die Frage, die immer im Raum
stand.
„Die
Schule ist viel entspannter, viel kleinere Klassen, eine
modernere Ausstattung, alle duzen sich, viel mehr Platz,
die Schüler bekommen Bücher, Stifte und Hefte gestellt,
eine tolle Schulmensa und -Cafeteria und die Schüler
sprechen besser Englisch, wir sind aber besser in Mathematik",
so das Fazit.
„Viele Schüler haben jedoch eine weite Anfahrt, der Fernseher
und die Lampen sind in den Familien den ganzen Tag an. Außerdem
gibt es spätabends noch Kaffee und Kuchen", so die
Schülerinnen über die auffälligen Unterschiede,
die am Ende der Woche mit nach Hause genommen werden.
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15.09.2008

Abitreffen:
Jahrgang 1983 trifft sich nach 25 Jahren wieder
| Zeven (zi). Über 90 der ehemals
rund 130 Absolventen des Abiturjahrgangs 1983 des St.-Viti-Gym-nasiums
trafen sich am Sonnabend zum ersten Mal nach 25 Jahren wieder
und hatten viel Spaß dabei. Am Nachmittag gab es die Möglichkeit
zur Besichtigung der alten Schule, in der sich einige durch
An- und Umbauten kaum noch auskannten. Doch das Organisationskomitee
hatte Führungen organisiert, die neben |
Schulleiter Elmar Wagener auch
von Mitgliedern des damaligen Kollegiums durchgeführt wurden.
Oder die ehemaligen „Vitianer" ließen sich die Gebäude von
ihrem ehemaligen Mitschüler Michael Reuter zeigen, der inzwischen
selber Lehrer am St.-Viti-Gymnasium ist. Am Abend trafen sich
die ehemaligen Schüler in Brauel zum gemütlichen Beisammensein.
Dort gab es neben einem gemeinsamen Essen auch |
Preise und Erinnerungsgeschenke.
Voraussetzung für einen Gewinn war beispielsweise die schnellste
Anmeldung oder die weiteste Anreise. Während die Organisatoren
hierbei noch einen ehemaligen Mitschüler, der nun in der Nähe
von Bordeaux beheimatet ist, als Favoriten gesehen hatten,
erlebten sie eine Überraschung: Gegen Canberra in Australien
konnte auch der französische Wohnort nicht mithalten. Foto:
zi |
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21.07.2008
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| Für
das landesweit beste Abitur bekam Thomas Kühn am Freitag
von Direktor Elmar Wagener ein Buch über den römischen
Dichter Ovid geschenkt. „Der wird bestimmt noch mal
berühmt", mag der Schulleiter über seinen
Musterschüler gedacht haben. Wir behalten den weiteren
Werdegang des St.-Viti-Absolventen jedenfalls im Blick.
Foto: tk |
Thomas
Kuhn ist der beste Abiturient
Kultusministerin
zeichnet St.-Viti-Absolventen aus
Zeven (tk). Thomas Kuhn
hat das landesweit beste Abitur hingelegt. Mit 827 von 840 möglichen
Punkten steht er an der Spitze derer, die vor drei Wochen die
Gymnasien mit dem Abschlusszeugnis verlassen haben. Am Mittwoch
zeichnet Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann den Zevener
aus.
Thomas Kuhn hat in sämtlichen Abiturprüfungen die Höchstpunktzahl
15 erreicht. Er ist für ein Stipendium vorgeschlagen. Er
hat während seiner Schulzeit bereits Unterricht in Latein
erteilt. Und jetzt ist die Ministerin auf ihn aufmerksam geworden.
Am vergangenen Mittwoch hat Thomas Kuhn einen Brief von ihr erhalten.
Elisabeth Heister-Neumann lädt ihn zu sich nach Hannover
ein, um ihm einen Bildungsgutschein in Höhe von 1000 Euro
zu überreichen - als Anerkennung dafür, dass er der
beste niedersächsische Abiturient ist.
Thomas Kuhn ist in der Situation, Komplimente weiterzugeben: Er
ist am Freitag noch einmal an die ehemalige Wirkungsstätte
zurückgekehrt, um vom Direktor des St.Viti-Gymnasiums Elmar
Wagener ein Buchgeschenk in Empfang zu nehmen und um zu loben.
Anteil an seinem Erfolg habe die Schule, haben die Lehrer. Er
sei stets gefördert und gefordert worden. Lange Weile sei
nicht aufgekommen, sagt er. Einig sind sich Wagener und Kuhn in
der Einschätzung, dass herausragende Leistungen auch an einem
„Provinz-Gymnasium" möglich sind.
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11.07.2008
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| 46
Schülerinnen und Schüler des St.-Viti-Gymnasiums
erhalten Diplome des französischen Kultusministeriums. |
Freiwillig
mehr gelernt
46
Schüler des St.-Viti-Gymnasiums erhalten Diplome des französischen
Kultusministeriums
Zeven
(zi). 46 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen
8 bis 11 des St.-Viti Gymnasiums haben jetzt besondere Auszeichnungen
erhalten. Sie gehören zum ersten Prüfungsdurchgang an
der Schule, dessen Teilnehmer nun die vom französischen Kultusministerium
übersandten DELF-Diplome erhielten.
DELF-Prüfungen
(Diplome cTEtudes en Langue Francaise) sind nach Auskunft der
Lehrerin Kathrin Wedemeyer, die am Gymnasium für die Fachgruppe
Französisch die Organisation der Examen übernommen hat,
standardisierte Prüfungen, mit denen der Gebrauch des Französischen
in realistischen Situationen des täglichen Lebens überprüft
wird.
| Diese
jungen Damen sorgten für die musikalischen Einlagen
im Rahmen der kleinen Zeremonie.
Fotos: zi
|
Diese
Sprachdiplome, die weltweit anerkannt und lebenslang gültig
sind, gibt es seit dem Jahr 1985. Die Bescheinigungen gibt es
in unterschiedlichen Niveaustufen von A bis C, wobei zwischen
allgemeiner, selbstständiger und kompetenter Sprachverwendung
unterschieden wird. Bei jeder DELF-Prüfung kann ein unabhängiges
Diplom erworben werden, für das zuvor die Fertigkeiten im
Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben überprüft
werden. Die Bescheinigungen ersetzen an vielen Universitäten
die Spracheignungsprüfungen, und die Schülerinnen und
Schüler haben mit ihrem erfolgreichen Abschneiden bei den
Tests außerdem bewiesen, dass sie die Fähigkeit besitzen,
die französische Sprache im beruflichen Umfeld angemessen
zu verwenden.
Positiv ist nach Informationen von Kathrin Wedemeyer auch der
Umstand, dass durch die Teilnahme an den DELF-Prüfungen insgesamt
gesehen die Sprachsicherheit und die schriftliche und mündliche
Flexibilität im Umgang mit der Sprache gefördert wird.
Organisiert werden die Prüfungen zentral von den Volkshochschulen
und zertifiziert vom französischen Kultusministerium. Die
Vorbereitung auf die Prüfungen erfolgte am St.-Viti-Gymnasium
von den Lehrkräften des Fachbereiches Französisch, wobei
sowohl die Schülerinnen und Schüler, als auch die Lehrkräfte
diese Vorbereitungen freiwillig und zusätzlich zum üblichen
Arbeitspensum leisteten. Alle der insgesamt 46 Teilnehmenden (17
Jungen und 19 Mädchen) bestanden ihre Tests mit zum Großteil
sehr guten Ergebnissen in allen Teilprüfungen.
Auf Seiten der Volkshochschule organisierte deren Mitarbeiterin
Marina Feldmann die Prüfungen und so überreichten sie,
Kathrin Wedemeyer und Schulleiter Elmar Wagener die Diplome. Während
der von vier Schülerinnen musikalisch untermalten Zeremonie
übergab Elmar Wagener auch zwei Blumensträuße
an die Organisatorinnen und freute sich in seiner kurzen Ansprache
über die Erfolge „in der ungeliebten Fremdsprache."
An die erfolgreichen Teilnehmenden an den DELF-Prüfungen
richtete er die aufmunternden Worte: „Ihr seid die Vorboten
derer, die hoffentlich noch in großen Scharen nachfolgen
werden!" Denn auch in Zukunft soll dieses attraktive und
empfehlenswerte Angebot den interessierten Schülerinnen und
Schülern offeriert werden.
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09.07.2008
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Die
Schüler der eine-Welt-AG legen unter den Augen von
Florian Präger (hinten) letzte Hand an ihren Text zum
thema Weltnahrungskrise. Foto: tk |
Hunger
ist mehr als eine Form der Gewichtsabnahme
Eine-Welt-AG
des St.-Viti-Gymnasiums beschäftigt sich mit der Weltnahrungskrise
Zeven
(ZZ/tk). In den zurückliegenden Wochen ist in den Medien
viel über das Thema Weltnahrungskrise geschrieben und gesprochen
worden, ohne dass dabei die Zusammenhänge schlüssig
erläutert wurden. Diesen Versuch unternehmen jetzt die Schüler
der Eine-Welt-AG des St.-Viti-Gymnasiums unter Leitung ihres Lehrers
Florian Präger.
Anna
Sophie Brinkmann, Merlin Barkowsky, Annkatrin Dohrmann, Wieland
Kümmel, Mareike Brunkhorst, Kyra Hülsebusch, Jana Müller,
Anna Manken, Friederike Otten, Julian Brandt und Clemens Willenbrock,
die meisten von ihnen sind Mittelstufenschüler, bilden die
Eine-Welt-AG. Sie haben sich das Frühjahr hindurch dem Hunger
in der Welt zugewandt.
Im Unterricht wird das Thema erst in höheren Klassenstufen
aufgegriffen. Daher haben sie sich zunächst auf das Internet
gestürzt, in der Hoffnung, dort auf Informationen zu stoßen,
die ihre Fragen beantworten werden. Im Verlauf ihrer Recherchen
am Bildschirm stellten sie jedoch fest, dass das Thema Hunger
vor allem mit Übergewicht und Diät in Verbindung steht
und auf entsprechende Seiten führt.
Erst auf den Internetseiten der Hilfsorganisationen wie der Welthungerhilfe
wurden sie schließlich fündig und waren überrascht,
wie viele Menschen auf der Erde Hungers leiden. Im Anschluss schwärmten
sie aus, um Mitschüler aus allen Klassenstufen zu befragen,
was sie über die Welthungerkrise wissen und wie sie darüber
denken. Auf den folgenden Zeilen versuchen die Schüler, das
Thema umfassend zu behandeln. Sie schreiben: „Vorab haben
wir einige wichtige Informationen zu diesem Thema zusammengestellt.
Was
ist Hunger überhaupt?
Hunger ist eine unangenehme körperliche Empfindung,
die Men-schen und Tiere dazu veranlasst, etwas zu essen.
Der tägliche Energiebedarf eines fylenschen liegt bei durchschnitt-h'ch
2200 Kilokalorien. Zur Veran-sjchaulichung: 100 Gramm Kartof-fjelchips
haben bereits 582 Kilokalorien. (Wer sich also abends vor cjem
Fernseher eine 250-Gramm-Tüte einverleibt, der hat 1475 Kalorien
aufgenommen und damit iwei Drittel seines täglichen Bedarfs
gedeckt - allerdings nur den an Kalorien. Mit gesunder Ernährung
hat das nichts zu tun.)
Alle Nahrungsmittel, die es weltweit gibt, würden reichen,
um jeden Erdenbürger täglich mit 2700 Kilokalorien zu
versorgen. Das ist mehr, als man braucht. Trotzdem leiden heute
rund 800 Millionen Menschen (das sind etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung)
an Unterernährung.
Während wir in Deutschland jeden Tag pro Person etwa 3500
Kilokalorien zu uns nehmen, herrschen in 88 Ländern auf der
Erde Hunger und Unterernährung.
Die Zahl der Hungernden ist seit 1970 insgesamt zurückgegangen,
das gilt jedoch nicht für Schwarzafrika. Dort steigt die
Zahl der unterernährten Menschen stark an. Heute sind bereits
175 Millionen Menschen davon betroffen. 2010 werden es Prognosen
zufolge rund 300 Millionen Menschen sein.
Eine weitere Frage lautete: Warum gibt es Hungersnöte?
Eine Ursache ist die schnell wachsende Weltbevölkerung. Auch
die steigenden Preise für Grundnahrungsmittel wie beispielsweise
Reis (um 70 Prozent gestiegen), Mais (um 100 Prozent gestiegen)
und Getreide (um 120 Prozent gestiegen) tragen zur Nahrungsmittelknappheit
gerade der armen Bevölkerung bei.
Darüber hinaus treiben Börsenspekulationen auf Nahrungsmittel
die Preise noch weiter in die Höhe. Viel diskutiert wird
auch über den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zur Energieerzeugung.
Gerade in Entwicklungsländern gehen durch deren Anbau wichtige
Flächen für die Nahrungsmittelerzeugung verloren.
Des Weiteren tragen auch Naturkatastrophen, wie Dürren und
Hochwasser in wichtigen Anbaugebieten zur Nahrungsmittelknappheit
bei.
Was unsere Mitschüler zu diesem Thema sagen: Eine Frage bezog
sich auf die Zahl der täglich an Hunger sterbenden Menschen.
Die Schüler schätzten diese Zahl meist mit 10 bis 100
Menschen pro Tag als viel zu gering ein. Des Weiteren haben wir
nach den Ursachen für Unterernährung gefragt. Als häufigste
Ursache wurde Armut genannt. Manche Schüler wiesen aber auch
auf die soziale und wirtschaftliche Benachteiligung der Entwicklungsländer
als Folge des Kolonialismus hin.
Spenden
reichen nicht
Zum Schluss fragten wir, was man aus Sicht der
Schüler gegen die Hungerkrise tun sollte? Dabei schlugen
fast alle Schüler Spenden als geeignetes Mittel vor.
Wir sind jedoch der Auffassung, dass Spenden alleine nicht der
richtige Weg sind. Gerade wir in den Industrieländern müssen
unser Ernährungsverhalten überdenken, wenn die Nahrungsmittel
für alle Menschen reichen sollen."
Nachdem sich die Schüler mit dem Thema befasst haben, ziehen
sie für sich das persönliche Fazit: Fortan werden sie
bewusster mit Nahrungsmitteln umgehen und Verschwendung vermeiden.
Die Eine-Welt-AG unterstützt als nächstes Projekt den
Bau von Schulen in Ecuador. Dazu findet im November der Eine-Welt-Basar
statt, den die AG-Angehörigen gemeinsam mit Florian Präger
vorbereiten werden.
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30.06.2008

Der erste Preis über Euro 250 ging an die Schülerfirma
der Carl-Friedrich-Gauß-Hauptschule aus Zeven. Die Vielseitigkeit,
das Engagement, der geschäftliche Erfolg und die große
Zahl der aktiv mitarbeitenden Schüler hatten die Entscheidung
beeinflusst. Fotos: ak |
Großer
Erfolg für die Schülerfirmen
Dritter,
zweiter und erster Platz gehen an Kivinan-Bildungszentrum, St.-Viti-Gymnasium
und Gauß-Hauptschule
Zeven/Rotenburg
(ZZ/ak). Gibt es eine bessere und sinnvollere Maßnahme zur
Berufsvorbereitung als die Arbeit in Schülerfirmen? Diese
Frage wurde auf der Abschluss-Veranstaltung der Initiative „Schülerfirmen.com"
in Rotenburg mit einem klaren Nein beantwortetet. Die vorderen
Plätzen gingen dabei an Zevener Schulen.
Claus Richter,
Projektbetreuer und Initiator des Projektes, hatte die von ihm
betreuten Schülerfirmen zum Ende des Schuljahres zu einer
Abschlussveranstaltung eingeladen. Die Stadtwerke Rotenburg, vertreten
durch Geschäftsführer Peter Möhl, erwiesen sich
als hervorragender Gastgeber für die 107 Teilnehmerinnen
und Teilnehmer.
Nach einem interessanten Einführungsvortrag von Möhl
über die Stadtwerke und die Hintergründe der Energieversorgung
gab Richter einen Überblick über die Arbeit und Erfolge
des abgelaufenen Schuljahres. In elf Schulen im Landkreis wurden
insgesamt 36 Schülerfirmen betreut. Die erfreuliche Entwicklung
der steigenden Zahl von Neugründungen von Schülerfirmen
hält schulübergreifend weiter an.
So präsentierten sich auf der Veranstaltung drei Hauptschulen,
eine Realschule, drei Gymnasien und zwei Berufsbildende Schulen
mit insgesamt 33 Schülerfirmen. Voller Spannung und Interesse
wurden die vielseitigen Darbietungen verfolgt und mit viel Applaus
bedacht. Bevor es dann letztlich zur Preisverleihung kam, machte
| 
Der zweite Preis über 200 Euro wurde den Schülerfirmen
Viticciono, Vitisano und Grips für deren Engagement
und Erfolg von Christoph Reuther überreicht.
|
Richter
deutlich, wie schwer eine gerechte
Beurteilung bei der Bewertung zu erreichen ist. Zu einen ist eine
möglichst große Teilnehmerzahl
von Schülern die in das Projekt eingebunden werden ebenso
hoch zu bewerten wie das Interesse und Engagement der Schüler.
Auch der direkte Nutzen für die Schule durch handwerkliche
Arbeiten als Haustechnik, wie soziales Engagement in
der Altenbetreuung, eine gesunde Pausenversorgung und Nachhilfe
für die Schüler sind wichtige Aspekte. Natürlich
spielen auch wirtschaftlicher Erfolg und Gewinn eine wichtige
Rolle. Daneben dürfen in einem einheitlichen Wettbewerb die
schulischen und altersbedingten Unterschiede nicht unberücksichtigt
bleiben.
So wurde die Entscheidung der Jury über die Preisverleihung
von allen Beteiligten als gerecht und zufriedenstellend betrachtet.
Einen Sonderpreis über 50 Euro, gesponsert von der RWF gewann
CoMoServ vom Gymnasium Bre-mervörde, wie auch die Fintau-Schule
Lauenbrück für ihr großes Engagement.
Der dritte Preis über 100 Euro wurde dreimal verliehen. Einmal
an das Ratsgymnasium Rotenburg mit der langjährig erfolgreichen
Firma in vierter Generation You-Com , sowie an die Schülerfirma
der Theodor-Heuß-Schule Rotenburg und an die Firma Wechselstoff
des Kivinan-Bildungszentrums in Zeven.
Der zweite Preis über 200 Euro, gesponsert von der Stadt
Zeven, ging an das St.-Viti-Gymnasium Zeven mit den Schülerfirmen
Viticciono, Vitisano und Grips für deren Engagement und Erfolg.
Christoph Reuter, Wirtschaftförderer der Samtgemeinde Zeven,
überreichte den Preis.
Der ersten Preis, gestiftet vom Bürgermeister der Stadt Rotenburg
über Euro 250, wurde von Detlef Eichinger persönlich
überreicht an die Carl-Friedrich-Gauß-Hauptschule aus
Zeven. Die Vielseitigkeit, das Engagement, der Erfolg und die
große Zahl der aktiv mitarbeitenden Schüler hatten
die Entscheidung beeinflusst.
Besonderer Dank ging an die Sparkassen Rotenburg-Bremervörde
und Scheeßel, die neben ihrem Engagement als Hauptsponsor
mit einen kleinen Überraschungsgeschenk den Schülern
viel Freude bereiteten. Auch die Mapa GmbH Zeven hatte durch ein
Sponsoring zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.
Gäste aus Güstrow, der Partnerkreisstadt des Landkreises,
zeigten sich von den dargebotenen Leistungen ebenso beeindruckt
wie die anwesenden Sponsoren, und sprachen ihre Hoffnung auf eine
Fortsetzung des Projektes aus.
|
28.06.2008
|
| 48 Schülerinnen und
Schüler waren zu den Prüfungen angetreten, und alle kamen
durch. So präsentiert sich der Jahrgang vollzählig. Fotos:
tk |
Lässig
und cool durch das Abitur
48
Schüler verlassen das St.-Viti-Gymnasium mit dem Abschlusszeugnis
- Keiner strauchelt beim Prüfungsmarathon
Zeven
(tk). Einer der kleinsten Abiturjahrgänge hat gestern das
St.-Viti-Gymnasium verlassen. 48 gut gelaunte junge Frauen und
Männer nahmen ihre Abschlusszeugnisse entgegen. Mit auf den
Weg bekamen sie wohl gemeinte Ratschläge, gute Wünsche
und je eine Rose.
| 
E. Wagener
|
Dass
Kritik an ihnen geübt wird, dass sie auf die Schippe genommen
werden, dass man sie nicht sonderlich ernst nimmt - diese unschönen
Erlebnisse brauchen Lehrer, die Gymnasiasten zum Abitur führen,
heute nicht mehr zu fürchten. Dieser Tage sind die Abiturienten
dankbar - das brachten am gestrigen Vormittag die drei Jahrgangssprecher
Anna Quell, Rarsten Müller und Kerstin Eckhoff mehrmals zum
Ausdruck.
Töne,
die weniger harmonisch klangen, hatte zuvor Schulleiter Elmar
Wagener angeschlagen und an die Adresse der Politik gerichtet.
Er wandte er sich im Verlauf seiner Begrüßung der Hauptaufgabe
zu, die Schule zu erledigen hat: Wissensvermittlung.
Um diesen E. Wagener Auftrag erfüllen zu können, müssten
jedoch gewisse Voraussetzungen geschaffen sein - als da wären:
Qualifiziertes Personal in ausreichender Zahl, weniger Schüler
pro Klasse, keine Außenstellen, um nur einige zu nennen.
Auch das Zentralabitur nahm er zum Anlass für einen kurzen
Exkurs: Es biete den Vorteil der Vergleichbarkeit zwischen den
Leistungen, die an den niedersächsischen Gymnasien gezeigt
werden. Und das
|

Für musikalischen Schwung sorgte die Big Band des Gymnasiums.
|
wiederum
mache es erforderlich, dass sich Schulleitungen und Kollegien
regelmäßig fragen, ob die bislang eingeschlagenen Lehr-
und Lernwege etwas taugen, „oder, ob wir Zeit vertändelt
haben"?
Bevor sich die Sprecherin des Schulelternrats, Manuela Martens,
an die Abiturienten wandte, war Direktor Wagener darauf eingegangen,
dass auf den seit Jahrzehnten kleinsten Abiturjahrgang mit 48
Schülern Jahrgänge mit dreimal so vielen Schülern
folgen werden.
Die Schulabsolventen 2008 dürften nach dieser „ersten
Lebensleistung" ruhig Stolz sein, meinte die Elternsprecherin,
um anschließend daran zu erinnern, dass „Erfolg nur
im Duden vor Fleiß" steht. Die Schule sei bislang deren
Lebensinhalt gewesen. Doch auch, wenn nun ein neuer Lebensabschnitt
beginne: das unablässige Lernen bleibe ihnen erhalten, gab
sie den Abiturienten ebenso mit auf den Weg wie die besten Wünsche.
Nachdem der Mittel- und Oberstufenchor unter Leitung von Dirk
Seidel das Lied „Irish Blessing" gesungen hatte,

Kerstin Eckhoff |

M. Martens
|
zeichneten
die drei Jahrgangssprecher ein Profil jeder der drei Profilklassen.
Rarsten Müller kokettierte damit, dass Mädchen angeblich
den Jungs an Kreativität überlegen und mit mehr Talent
für Sprachen gesegnet seien. Gleichwohl bekannte er, dass
er all diese und verwandte Klischees bestätigen könne.
Die vergangenen beiden Jahre in der „Profilklasse A"
seien eine „wunderbare Zeit" gewesen, schloss Müller.
Ähnlich selbstironisch blickte Anna Quell auf sich und ihre
Kameraden in der gesellschaftswissenschaftlichen Profilklasse.
Wer meine, dieses Profil wählten nur Unentschlossene, die
kein Faible für Sprachen und eine Abneigung gegenüber
Mathematik erkennen lassen, der liege zwar nicht ganz falsch,
müsse aber zur Kenntnis nehmen, dass die Schüler aus
dem „Profil B" ihr Halbwissen zu einer profunden
Allgemeinbildung zusammengefügt haben.
Eltern, Lehrer und Mitschüler amüsierten sich auch bei
der an eine mathematische Funktionsuntersuchung angelehnte Charakterisierung,
die Kerstin Eckhoff für das mathematisch/naturwissenschaftliche
„Profil C" vornahm. Sowohl sie als auch ihre beiden
Vorredner schwärmten von den Kursfahrten nach London und
in die Toskana.
Zu der harmonischen Stimmung in der Aula des Gymnasiums passte
die musikalische Einlage der Schul-Big-Band, die unter Leitung
von Friedemann Michalek auch schon die Entlassungsfeier eingeleitet
hatte.
Gänzlich ohne Ironie und Süffisanz dafür um so
wahrhaftiger trat der Schulleiter vor die Abiturienten. Mit den
Worten Ken Cardigans riet er: „Erkenne, wo du stehst, wo
du hin willst. Mache deinen Plan und dann geh." Das sei zwar
einfacher gesagt als getan und könne doch als Lebensmotto
dienen, meinte Wagener.

Karsten Müller |

Anna Quell
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Bislang
sei es den Abiturienten darum gegangen, Grenzen auszuloten und
sich Freiheiten zu nehmen. Sie seien stets lässig und cool
damit beschäftigt gewesen, nichts zu verpassen. Er gehe davon
aus, dass sie noch mehr mit sich vorhaben im Leben, mutmaßte
Wagener und mahnte: Jetzt gehe es darum zu merken, woher der Wind
weht. Er wünschte den Schulabsolventen ein selbstbestimmtes
Leben mit Mühen und Erfolg, damit es nicht im Sande sich
vorhaben im Leben, mutmaßte Wagener und mahnte: Jetzt gehe
es darum zu merken, woher der Wind weht. Er wünschte den
Schulabsolventen ein selbstbestimmtes Leben mit Mühen und
Erfolg, damit es nicht im Sande verläuft.
Die Überreichung der Abiturzeugnisse garnierten Annette Moitje
und Stephanie Gerlach vom Förderverein, indem sie Rosen verteilen.
Die Big Band beendete die Entlassungsfeier, der noch weitere Feten
folgen.
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27.06.2008
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Die
Schulzeit am Zevener St.-Viti-Gymnasium haben sie genossen,
und jetzt blicken diese Abiturientinnen und Abiturienten
selbstbewusst und durchaus optimistisch in ihre berufliche
Zukunft. Hinten von links: Jannis Wiegers, Hendrik Kapahnke,
Bastian Bauer und Thomas Kühn. Vorne von links: Kerstin
Eckhoff, Constanze Böttcher und Anna Quell. Foto: ak |
Auf
dem Weg ins Berufsleben nur wenig Zeit verlieren
Abiturienten
wollen sofort mit dem Studium anfangen - oder vorher den Zivildienst
absolvieren
Zeven
(ak). Selbstbewusst und optimistisch kommen sie daher, die Absolventen
des Zevener St.-Viti-Gymnasiums. Zwei aus jedem Profil und der
Jahrgangsbeste führten am Tag vor der heutigen Entlassungsfeier
ein Gespräch mit der Zevener Zeitung, schilderten ihre genauen
Pläne für den Einstieg in das Berufsleben. Und dabei
wollen sie alle so wenig Zeit wie möglich verlieren.
Thomas
Kuhn
hat ein glattes Abitur hingelegt. Eine schlichte l steht bei der
Durchschnittsnote, ohne irgendeine Ziffer hinter dem Komma. Dessen
ist er sich auch durchaus bewusst. Er kommt aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen
Profil und wird bereits im August seinen Zivildienst bei der Kreisarchäologie
in Rotenburg antreten. Im Selbststudium wird er sich während
dieses Dienstes auf das Graecum vorbereiten, das er im Februar
2009 ablegen will.
Zum Wintersemester 2009 will Thomas Kuhn mit dem Lehramtsstudium
beginnen, vorzugsweise an der Universität in Göttingen,
der er einen guten Ruf bescheinigt. Seine Fächer Latein und
Physik sind an den Schulen Mangelfächer. Dennoch will er
nach dem Abschluss des Studiums prüfen, ob er auch andere
Optionen neben dem Lehrerberuf hat. „Bei der Kombination
und meinem Notendurchschnitt dürfte das kein Problem sein",
sagte er selbstbewusst.
Bastian Bauer hat das gesellschaftswissenschaftliche
Profil absolviert. Er wird im Juli mit seinem Freund Hendrik Kapahnke
nach New York fahren, um dort gemeinsam das Business-Englisch
aufzufrischen. Im August folgt ein vierwöchiges Praktikum
bei der Bremer Landesbank. An den folgenden Zivildienst in Gyhum
soll sich ab Wintersemester 2009 das BWL-Studium anschließen.
Hendrik Kapahnke kommt aus dem Sprachen-Profil.
Nach dem Aufenthalt in New York wird er ein Praktikum bei einer
Hamburger Event- und Marketing-Agentur absolvieren, um ab September
ebenfalls Zivildienst in Gyhum zu leisten. Zum Wintersemester
2009 wird er sein wirtschaftswissenschaftliches Studium beginnen,
mit dem Schwerpunkt Marketing und Management.
Jannis Wiegers hat das mathematisch-naturwissenschaftliche
Profil absolviert, damit aber nach eigener Einschätzung nicht
zu 100 Prozent seine idealen Fächer getroffen. Am 1. August,
also ohne Zeitverlust, wird er in Kiel ein Studium im Wirtschaftsingenieurwe-sen
beginnen. Parallel dazu wird er in der Firma Fricke in Heeslin-gen
ausgebildet.
Anna Quell war mit ihrer Wahl des gesellschaftswissenschaftlichen
Profils vollkommen zufrieden, denn es entsprach auch ihren beruflichen
Neigungen. Sie wird in Kiel oder Göttingen mit dem Studium
der Geschichte und Kulturanthropologie - volkstümlich als
Völkerkunde bezeichnet - beginnen. Seit ihrem Praktikum im
Bre-mervörder Bachmann-Museum hat sie den Wunsch, später
selbst in einem Museum zu arbeiten, um durch diese Tätigkeit
das Interesse der Gesellschaft an Geschichte und Völkerkunde
zu wecken und zu stärken.
Constanze Böttcher hat das Sprachen-Profil
als jüngste Schülerin des Jahrgangs absolviert. Sie
wird ebenfalls Berufsausbildung und Studium prallel absolvieren.
Am 1. August wird sie bei der Hamburger Sparkasse anfangen und
gleichzeitig auf einer Berufsakademie studieren. Ihr Schwerpunkt
im BWL-Studium soll Bankwesen und Finanzen sein; danach will sie
- eventuell im Ausland - auch noch ihren Master machen.
Kerstin Eckhoff hat das Lernen im mathematisch-naturwissenschaftlichen
Profil entspannt erlebt. Sie war eines von vier Mädchen,
bei insgesamt nur 13 Schülern in diesem Bereich. Dadurch
habe man in komfortablen Lerngruppen arbeiten können, berichtete
sie im ZZ-Gespräeh. Sie wird am 1. Oktober eine Ausbildung
als medizinisch-technische Assistentin (MTA) beginnen.
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26.06.2008
Günter Fischer (links) versorgte die Schüler
mit Informationen zum Studium. Foto: tk |
Was
macht eigentlich so ein Fluglotse?
Gymnasiasten informieren
sich über Berufe
Zeven
(tk). Der Weg zum Traumberuf führt zuweilen über
verschlungene Pfade. Davon bekamen am Dienstag und am gestrigen
Mittwoch rund 200 Schüler des 11. und 12. Jahrgangs des St.-Viti-Gymnasiums
einen Eindruck. Im Verlauf der beiden Berufsinformationstage konnten
sich die angehenden Abiturienten über nahezu 60 verschiedene
Berufsfelder informieren.
Die
Premiere ist gelungen. Erstmals hatten Elternvertreter die
Berufsinformationstage am St.-Viti-Gymnasium organisiert - mit
Erfolg. Mit Unterstützung von Dirk Röver, dem als Lehrkraft
des Gymnasiums während der zurückliegenden Jahre die
Vorbereitung der Berufsinformationstage anvertraut gewesen war,
hatten drei Mütter und ein Vater - Annette Strunk, Stephanie
Gerlach, Martina Flicke und Nico Eijsink - diese Aufgabe übernommen.
Mit dem Ziel, den Schülern des 11. und 12. Jahrgangs möglichst
viele Berufe vorstellen zu können, hatten sie 60 Referenten
eingeladen, die am Dienstag- und Mittwochvormittag aus ihrer täglichen
Arbeit erzählten, ihren eigenen Werdegang schilderten und
eine theoretische Einführung in das Berufsbild gaben.
Die Außenstelle des Gymnasiums an der Godenstedter Straße
war dafür an beiden Tagen reserviert. In den acht Klassenzimmern
der ehemaligen niederländischen Prins-Willem-Alexander-School
traten acht Referenten zeitgleich ans Pult, um die interessierten
Schüler mit Informationen zu versorgen, ihnen auf Fragen
zu antworten und ihnen Anregungen für die Berufswahl zu geben.
Und den Schülern wurde fürwahr ein breites Spektrum
geboten: Es ging das ABC rauf und wieder runter. Die Gymnasiasten
gewannen Einblicke in den Beruf des Agrarwissenschaftlers (Anno
von Lenthe), des Bankkaufmanns (Andreas Kröger), der Diätassistentin
(Claudia Brandt), des Forstwirts (Siegfried Rakowitz), des Mediengestalters
(Thomas Flachsbarth), des Theologen (Thomas Rothe), des Softwareentwicklers
(Malte Eschner) oder des Zahnarztes (Märten Jan Lindemann).
Lehrer und Personalmanager, Archäologe und Fluglotse, Journalist
und Versicherungskaufmann, Psychologe und Hebamme, Rechtsanwalt
und Politiker, Schauspieler und Architekt, Schiffbauingenieur
und Polizist Controller und Soldat waren weitere Berufe, die im
Rahmen der Informationstage präsentiert wurden. Und die Schüler
nutzten das Angebot - wann hat man in Zeven auch schon die Gelegenheit,
mit einem Fluglotsen oder einem Archäologen ins Gespräch
zu kommen?
Sozusagen gewürzt wurden die Berufsinformationstage mit der
Anwesenheit von Günter Fischer, dem Berater für akademische
Berufe bei der Agentur für Arbeit in Stade. Er versorgte
die Oberstufenschüler mit Wissenswertem über Ausbildungsund
Studienmöglichkeiten nach dem Abitur, über Bachelor-
und Masterstudiengänge, über duale Studiengänge,
Kosten, Voraussetzungen und Studienfächer. Parallel dazu
führte Fischers Kollegin Petra Klose-Garte ein zweitägiges
Seminar zur Berufsfindung durch.
Und - quasi als Sahnehäubchen - hatten die Schüler des
12. Jahrgangs am Dienstag- und Mittwochmittag die Gelegenheit,
sich mit Gerd Hachmöller, dem Wirtschaftsförderer des
Kreises über selbständiges Unternehmertum zu unterhalten.
Jetzt gilt es, die geballte Information zu filtern, um eine Vorauswahl
für den künftigen Weg zu treffen.
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??.??.2008
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Diese
19 Schülerinnen und Schüler legten die weltweit
anerkannte Prüfung auf dem Niveau A1 ab. Fotos: ak |
DELF-Prüfungen
motivieren Schüler
Neue
Kooperation zwischen St.-Viti-Gymnasium und Volkshochschule
Zeven
(ZZ/ak). Erstmalig haben Schülerinnen und Schüler des
St.-Viti-Gymnasiums so genannte DELF-Prüfungen abgelegt.
DELF bedeutet Diplome d'Etudes en Langue francaise. Das sind standardisierte
Französischprüfungen, die den Gebrauch des Französischen
in vielfältigen realistischen Situationen des alltäglichen
Lebens überprüfen.
Im
ersten Durchgang nahmen 44 Schülerinnen und Schüler
teil, von denen 19 die weltweit anerkannte Prüfung auf dem
Niveau AI und 27 auf dem Niveau A2 ablegten. Im Vorfeld war viel
Organisation notwendig. Im Gymnasium kümmert sich Kathrin
Wedemeyer um das Ausfüllen der Anmeldungen, das Einsammeln
der Prüfungsgebühr und um die fachliche Vorbereitung
auf die schriftliche und mündliche Prüfung.
Die Prüfungsorganisation selbst obliegt einem Prüfungszentrum,
in diesem Fall der Volkshochschule Zeven mit Marina Feldmann.
Auch hier gab es viel zu tun. Von dem Versand der Anmeldungen
über Hannover nach Paris,
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Diese
Gruppe absolvierte die A2-Prüfung.
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die Einladungen der einzelnen
Schülerinnen und Schüler zu den mündlichen und
schriftlichen Prüfungen, der Erstellung des Prüfungsplans
für die mündlichen Prüfungen, die Organisation
von Prüfern, die Kontrolle der Prüfungsunterlagen, die
Durchführung der Prüfungen und letztlich der Versand
der Prüfungsprotokolle
und der Prüfungsunterlagen. Am Ende wird dann der erfreulichste
Teil stehen: die Verteilung der Sprachdiplome aus Paris an die
Schülerinnen und Schüler.
Inhaltlich haben die Gymnasiasten praxisnahe Aufgaben zu
bewältigen. In den schriftlichen Prüfungen müssen
sie sich französische Dialoge anhören und Fragen dazu
beantworten. Dann liegen ihnen verschiedene kurze Texte vor, zu
denen ebenfalls Fragen gestellt werden. Am Ende müssen die
Prüflinge selber noch kreativ werden und einen kurzen Text
zu einem vorgegebenen Thema verfassen. In der mündlichen
Prüfung geht es vornehmlich um das freie Sprechen. Es geht
darum, sich selbst vorzustellen, Themen zu diskutieren oder Rollenspiele
zu bestehen.
Die Aufregung vor den Prüfungen war bei allen Beteiligten
groß, wusste doch keiner genau, was auf ihn zukommt. Am
Ende atmeten alle erleichtert auf: Es war gar nicht so schwierig.
Positive Nebeneffekte sind, dass die Schülerinnen
und Schüler ein ganz neues Interesse an der französischen
Sprache entdeckt haben.
Von der Prüfungsvorbereitung und der Prüfung selbst
gehen auf jeden Fall motivationale Effekte aus, konnten auch die
anderen Französich-Lehrer am Zevener Gymnasium bestätigen.
Außerdem sei gerade die Situation in der mündlichen
Prüfung eine hervorragende Übung für die mündliche
Prüfung im Abitur.
Auf jeden Fall besteht Einigkeit darüber, dass die erfolgreiche
Kooperation zwischen dem St.-Viti-Gymnasium und der Volkshochschule
Zeven fortgesetzt werden soll. Der nächste Prüfungstermin
ist im Juni 2008.
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20.06.2008
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Der
Unterstufenchor forderte das Publikum auch auf, "die
Badehose einzupacken" Fotos: zi
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Von
Klassik über Jazz bis Rock
Sommerserenade
des St.-Viti-Gymnasiums begeistert Publikum mit toller Musik -
Repertoire außerordentlich vielfältig
Zeven
(zi). Die traditionelle Sommerserenade im St.-Viti-Gymnasium begeisterte
gegen Ende des Schuljahres das Publikum in der vollbesetzten Pausenhalle.
Die
jungen Vortragenden spielten und sangen die unterschiedlichsten
Musikrichtungen von Klassik über Jazz bis Rock und ernteten
dafür nicht nur viel Applaus, sondern regten mit ihrem Können
zugleich auch die Spendenfreudigkeit der mehreren hundert Zuhörer
aus allen Altersgruppen an.
Die sechs Formationen hatten sich viel vorgenommen am frühen
Abend: Wollten sie doch in rund 90 Minuten Auszüge aus ihrem
jeweiligen Repertoire bringen. Und es gelang. Bereits der Auftritt
der vierten Bläserklasse (Klasse 5B), die durch eine Erkrankung
ihres Musiklehrers Dirk Seidel von dessen Kollegen Friedemann
Michalek geleitet wurde, war hörenswert. Friedemann Michalek,
der zuvor auch die Begrüßungsansprache gehalten hatte
und durch das Konzert moderierte, dirigierte die vier Stücke
„America the beautiful“, „Sakura, Sakura“,
„La Cucaracha“ und „School Spirit“ und
die jungen Musiker bewiesen dabei, was sie in einem
halben Jahr in diversen Proben gelernt hatten. Beim letzten Stück
klatschte das Publikum teilweise bereits begeistert mit.
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Neue Musiklehrerin: Mandy Kraatz
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Der
unter Leitung der Musiklehrerin Mandy Kraatz folgende Unterstufenchor
eröffnete seinen schwungvollen Beitrag mit dem Zeichentrickfilm-Musikstück
„Probier´s mal mit Gemütlichkeit!“, sorgte
mit „Mamma mia“ für rhythmische Bewegungen nicht
nur bei den Abba-Freunden, und als er zum Abschluss das Publikum
musikalisch aufforderte „Pack die Badehose ein“, war
der Applaus verdientermaßen lang.
Die dritte Bläserklasse (Klasse 6B), die von Friedemann Michalek
betreut wurde, da sich ihre Musiklehrerin Sonja Beuke zur Zeit
im Mutterschutz befindet, begann sehr modern mit „Lady Marmelade“
und kam über die klassische Peer Gynt Suite von Grieg bis
zu „The Phantom of the Opera“. Ein Stück, bei
dem die Vortragenden für ihre Instrumente wirklich einen
langen Atem brauchten.
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Beeindruckte durch ihr außergewöhnliches Gesangstalent:
Sarah Fröhlich
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„Forrest Gump“, „Imagine“
und „Herr der Ringe“ waren die Stücke der Profilklasse
Musik (8. Jahrgang), deren Musikern man positiv anmerkte, dass
sie schon seit einiger Zeit auf ihren Instrumenten proben. Danach
folgte der Mittel- und Oberstufenchor („Only you“,
„Irish Blessing“, „Caresse sur l‘océan“),
der genau wie zuvor die Profilklasse und die folgende Big Band
wieder von Friedemann Michalek geleitet wurde. Nach der Eröffnung
der Big Band mit dem Swing-Klassiker „Sing, sing, sing“
und sehr hörenswerten Soloeinlagen bewies die 18 Jahre alte
Sarah Fröhlich aus dem 12. Jahrgang des Gymnasiums ihr Gesangtalent.
Die Schülerin, die ja bereits
durch ihre Tanzauftritte in der Region einen gewissen Bekanntheitsgrad
hat und auch privaten Gesangsunterricht nimmt, überzeugte
mit „Can you feel the love tonight“. Nach dem Stück
„It´s still Rock and Roll“ musste die Big Band
als Zugabe noch „September“ spielen, bevor das begeisterte
Publikum bereit war, das Ende eines tollen und abwechslungsreichen
Konzerts zu akzeptieren.
Deshalb ist es eigentlich kein Wunder, dass nach den Schluss-
und Dankesworten die jungen Spendensammlerinnen am Ausgang ihre
Geigenkästen bald mit Spenden zu Gunsten der Fachgruppe Musik
am St.-Viti-Gymnasium gefüllt hatten. Das Geld ist sicher
gut angelegt.
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17.06.2008
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Wiedersehen
nach 40 Jahren: Der Zevener Abi-Jahrgang von 1968 feierte
am Wochenende ein großes fröhliches Klassentreffen,
sogar aus Kanada und Spanien reisten zwei ehemalige Schüler
an. Foto: mey |
Chemie
stimmt auch nach 40 Jahren noch
Abiturienten
von 1968 feiern Klassentreffen in Zeven
Zeven
(mey). „Auf den Tag genau vor 40 Jahren hatten wir Prüfungen,
das war am 14. Juni 1968 -nur vormittags." Die Erinnerungen
sprudelten, als sich am Sonntagnachmittag ehemalige Zevener St.-Viti-Gymnasiasten
wieder trafen.
„Berühmt sind wir natürlich alle
geworden - na, bis auf einige Ausnahmen", meinte der eine.
„Ach was, berühmt, nicht aber berüchtigt",
meinte ein anderer. Gelacht haben alle. Es war unübersehbar:
Die Stimmung war bestens beim Klassentreffen der hochschulreifen
68er, die Chemie zwischen ihnen stimmte auch nach 40 Jahren beim
Wiedersehen im Hotel Paulsen.
Von einst 42 Abiturienten gelang es, 32 zurück nach Zeven
zu locken - zwei von ihnen reisten gar aus Vancouver in Kanada
und aus Spanien an.
„Der Indonesier hat auf den letzten Metern dann doch noch
schlapp gemacht, schade", findet die bunte Truppe, was der
guten Laune aber keinen Abbruch tat. Unter Direktor Dr. Kühnel
hatten sie die Schulbank gedrückt, das
schweißt
zusammen. Wie der gute Mann mit Vornamen hieß? „Das
weiß keiner, so etwas war bei Lehrern damals reine Privatsache",
eine einleuchtende Erklärung.
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Die
Abiturienten des Abschlussjahres 1968 ganz züchtig
statt "jung und wild" - jedenfalls auf diesem
Bild... Foto: Viti-Archiv; dem ZZ-Foto ähnlich
|
Apropos Lehrer, aus den „Wilden" von damals, von denen
einer bereits vor dem Abitur Vaterfreuden genießen durfte,
sind jede Menge Pädagogen mit einem halben Dutzend Doktortitel
erwachsen. „Fast die Hälfte von uns ist Lehrer geworden",
rechnen die einstigen Mitschüler aus, und lüften noch
ein „Geheimnis": „Zwei von uns haben sich zu
Schulzeiten verliebt - und sind bis heute ein glücklich verheiratetes
Paar."
Nach einer mit Foto-Erinnerungen gespickten Kaffeerunde freuten
sich besonders diejenigen, die seit Jahrzehnten nicht mehr in
der Region waren, über einen aufschlussreichen Stadtrundgang
mit Gästeführerin Heidi Guericke. „Endlich konnten
wir als einstige Busfahrschüler, die eigentlich immer nur
Haltestellen sahen, auch mal was von Zeven sehen", so das
Resümee, Dann wurde es italienisch lecker am Büfett
und vermutlich noch viel aufschlussreicher - allerdings unter
Ausschluss der Öffentlichkeit, versteht sich.
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14.06.2008
| Verschiedene
Musikgruppen des St.-Viti-Gymnasiums werden ihr Können
bei der Serenade zeigen Fotos: Archiv
|
Sommerliche
Serenade im "Viti"
Bläser,
Chöre, Band und Profilklasse konzertieren
Zeven
(ZZ/js). Mit der Sommerserenade im Zevener St.-Viti-Gymnasium
wird inzwischen schon traditionell die Endphase des Schuljahres
eingeleitet: Bevor die Abiturienten entlassen werden und die Zeugnisnoten
geschrieben sind, wollen die Musikensembles der Schule ihre Arbeit
des vergangenen
Halbjahres präsentieren. Dazu laden sie für Mittwoch,
18. Juni, um 18 Uhr in die Pausenhalle des Gymnasiums ein.
| Auch
der Chor wird auftreten.
|
Zu
hören und zu sehen sein werden die beiden Bläserklassen
(5. und 6. Jahrgangsstufe), die Big Band, der Unterstufenchor,
der Mittel- und Oberstufenchor sowie die Musik-Profilklasse des
8. Jahrgangs. Der Eintritt zu dieser etwa 90 Minuten dauernden
Sommermusik ist frei. Die Schüler freuen sich aber über
reichlich Beifall während der Veranstaltung.
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07.06.2008

Die Zeit ist vergangen wie im Flug: Eine Woche lang verbrachten
deutsche Schüler vom St.-Viti-Gymnasium Zeven und polnische
Schüler aus Lodygowice einmal mehr gemeinsam. Gestern Abend
traten die Gäste ihre sechszehnstündige Heimreise an. |
Hübsche
Männer gesichtet
Polnische
Schülergruppe aus Lodygowice war eine Woche auf Stippvisite
am St.-Viti-Gymnasium
Zeven (mey). Und schon sind sie wieder weg, und der elfte
Jahrgang des Zevener St.-Viti-Gymna-siums ist seine fünfzehn
polnischen Gastschüler los. Nach der eigenen Reise nach Lodygowice
im September 2007, folgten jetzt der Rückbesuch, eine große
Wiedersehensfreude und interessante Tage in Zeven.
Marta, Ilona,
Gabriela, Zaneta, Ewelina, Natalia, Katrzyna, Malgorzata, Klaudia,
nochmal Klaudia, Patrycia, Damian, Patryk, Krzysztof und Robert
nebst denLehrerinnen Maria Grin und Patrycia Baron. Heute genau
vor einer Woche waren sie in Lodygowice aufgebrochen, jetzt sitzen
die jungen Polen schon wieder im Bus. Seit gestern Abend. In einem
normalen Linienbus. Sechzehn Stunden dauert ihre Reise gen 950
Kilometer entfernte Heimat.
Ländliche
Gemeinde
Die ländliche polnische Gemeinde mit rund 13 000 Einwohnern
kennen ihre 14 jungen Gastgeber vom St.-Viti-Gymnasium gut. Im
September waren sie als insgesamt vierte Zevener Delegation zum
gegenseitigen Austausch - begleitet von den Lehrkräften Ute
Backhaus und Norbert Bitzer - dorthin aufgebrochen. Jetzt folgte
der willkommene Gegenbesuch,und im Gespräch mit der Zevener
Zeitung ließen die Gäste ihre vergangenen Tage Revue
passieren. Sie erinnerten sich an den Moorhof in Augustendorf,
das Freilichtmuseum am Kiekeberg, den Ausflug an die Nordsee ins
Wattenmeer (Ebbe und Flut) nebst Volleyballspiel am Strand von
Cuxhaven, den Tag in Bremen mit Stadtführung und Besuch des
Universums.
Gepflegte Gärten
Außerdem spannend: Wie war ihr erster Eindruck von Zeven?
„Tolle Architektur, rote Häuser mit weißen Fenstern
und wunderschön gepflegten Gärten", das kam von
vielen gleichzeitig. Genossen haben die Polen neben einer „sehr
großen Freundlichkeit" in den Geschäften die Wannherzigkeit
innerhalb „ihrer" deutschen Familien. „Gemeinsame
Mahlzeiten haben wir zu Hause fast nie, das war toll, und wir
mögen euren super Humor", erklären
| 
"Czece" heißt "Hallo" auf polnisch
und wird "Tschäch" ausgesprochen - "Hey"
ist international.
|
die
Besucher und waren vom freundlichen Gruß auf der Straße
erst überrascht: „Bei uns grüßen sich nur
Leute, die sich kennen, das war lustig und sehr nett."
Ist ihnen sonst etwas aufgefallen? „Überall coole deutsche
Autos - BMW, Mercedes, Audi - und keine Löcher in den Straßen",
da schwärmten sogar die Mädchen, die allerdings hinsichtlich
Kleidungspreisen („viel teurer") wenig beglückt
waren. Bilaterale Einigkeit dafür in Sachen Styling, Haarschnitt
und Musik. „Da sind wir jungen Leute ähnlich, egal
ob in Lodygowice oder in Zeven", finden die Polen, bei denen
das Verschicken einer SMS übrigens nur mit 0,3 Cent zu Buche
schlägt.
„Dafür habt ihr in Deutschland sehr hübsche Männer",
beschwichtigen die charmanten Polinnen augenzwinkernd und sind
auch in Sachen Fußball-EM-Be-gegnung (Polen versus Deutschland)
am Sonntag großzügig. „Wir gönnen euch den
Sieg, ihr gewinnt 2:1", sagen sie. Zugegeben, die männlichen
Polen sind anderer Meinung, dafür aber vom „Fahnenkult"
an deutschen Autos ganz begeistert. Die Idee samt Flagge nehmen
sie mit - allerdings eine polnische in Rot-Weiß.
|
21.05.2008
Ernste
und heitere Momente
Der Autor und
Rechtsanwalt Heinrich Hannover liest im Zevener Gymnasium aus
seinen Werken
Zeven
(zi). Die vom Freundeskreis Asyl Zeven-Selsingen organisierte
Veranstaltung hatte ihre ernsten aber auch heitere Momente: Am
Dienstagabend las der bekannte Rechtsanwalt und Autor Heinrich
Hannover im St.-Viti-Gymnasium aus seinen Werken. Ebenfalls wirkten
an dieser rund zweistün digen Veranstaltung, die allerdings
mehr Publikum verdient hätte, die Theater AG und die Bigband
des Zevener Gymnasiums mit.
|
Der
Rechtsanwalt und Autor Heinrich Hannover las aus seinen
Werken. Fotos: zi
|
Nachdem
die Bigband unter Leitung von Friedemann Michalek bereits zu Beginn
des Abends ein Stück gespielt hatte, begrüßte
Rotraud Kohler, die Vorsitzende des Freundeskreis Asyl Zeven-Selsin-gen,
die rund 80 Gäste. Besonders bedankte sie sich bei dem in
Worpswede lebenden Juristen Heinrich Hannover, da er an diesem
Abend auch einen Fall vortrug, der das Thema Abschiebung behandelte.
Dieses Unrecht geschah zwar schon im Jahr 1967 im Zusammenhang
mit einer Demonstration gegen den Vietnamkrieg, hat aber an Aktualität
nicht verloren. Und auch die Theater AG des Gymnasiums trug nach
Ansicht von Rotraud Kohler Auszüge aus einem Werk eines „68er“
vor.
Denn
im Laufe des Abends zeigte die sehenswerte Gruppe Szenen aus ihrer
letzten Produktion „Graf Öderland“ von Max Frisch,
die sie unter der Regie der Lehrerin Gaby Reetz einstudiert hatte.
Mit „Auflehnung. Ausbrechen. Irrationales Fühlen“
beschrieb Rotraud Kohler die Inhalte in manchen Werken von Max
Frisch. Die Musikbeiträge der Bigband sah sie daher voller
Erwartung als „die Erfrischung zwischen den Wortbeiträgen“.
Und damit behielt sie Recht.
Denn
mit dem 1925 geborenen Heinrich Hannover konnten die Organisatoren
einen Zeitzeugen gewinnen, der über 40 Jahre lang einer der
bedeutendsten politischen Verteidiger in der Bundesrepublik Deutschland
war und für seine zeitgeschichtlichen Publikationen, aber
auch als erfolgreicher Kinderbuchautor bekannt ist. So trug Heinrich
Hannover zwei Fälle aus seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt
vor, bei denen dem Publikum verdeutlicht wurde, das Recht und
Gerechtigkeit nur bedingt miteinander zu tun haben.
Aber
auch bei der beruflichen Beschäftigung mit solch ernsten
Themen hatte sich Heinrich Hannover in den zurückliegenden
Jahren sein „kleines Reservat privaten Glücks geschaffen“.
Als ebenfalls erfolgreicher Kinderbuchautor brachte er mit „Die
vertauschten Beine“, „Die untreue Maulwürfin“
und der Geschichte des fernsehversessenen Herrn Glotzmann das
Publikum zum Lachen. Die ernstere Geschichte „Das Karussell“
war dann der Beitrag, mit dem Heinrich Hannover seine Lesung beendete,
bevor er am Ende eines sehr abwechslungsreichen und interessanten
Abends von Vertretern des Freundeskreis Asyl einige Geschenke
überreicht bekam.
| Die
Theater AG zeigte eindrucksvoll zum Thema passende Auszüge
aus
ihrer Produktion „Graf Öderland“.
|
|
21.05.2008

21.05.2008

20.05.2008

Foto: homepage/jb
Fünfte
Bläserklasse am St.-Viti-Gymnasium geplant: Infos für
Eltern und Schüler
Zeven (ZZ/tk). Auch im nächsten Schuljahr
soll im St.-Viti-Gymnasium Zeven unter den neuen fünften
Klassen wieder eine Bläserklasse eingerichtet werden. Im
Hinblick darauf lädt das Gymnasi um zu einer Informationsveran
staltung am Dienstag, 27. Mai, ein. Eingeladen sind alle Eltern
samt ihrem Kind, das im Sommer zum Gymnasium wechseln wird und
zur Zeit noch die vierte Klasse besucht. Ergänzend zur mündlichen
Einführung wird die IV. Bläserklasse (die jetzige 5B)
einige Stücke zum Besten geben, da mit sich Eltern und Kinder
ein Bild von der Arbeit in solch einer speziellen Musikklasse
machen können. Die Schülerinnen und Schüler einer
Bläserklasse lernen für die Dauer von zwei Jahren im
zweistündigen regulären Musikunterricht und in einer
zusätzlichen wöchentlichen Unterrichtstunde von Instrumentallehrern
der Kreismusikschule ein Blasinstrument zu spielen. Die Fachgruppe
Musik am St.-Viti-Gymnasium will mit dieser fünften Bläserklasse
den erfolgreich eingeschlagenen Weg dieses besonderen Musikunterrichts
fortsetzen.
Die Informationsveranstaltung findet im Gymnasium statt und beginnt
um 18.30 Uhr.
|
15.05.2008
Republik
steht im Zevener Gymnasium vor Gericht
Autor und Rechtsanwalt
Heinrich Hannover liest am Dienstag, 20. Mai, aus seinen Werken
Zeven
(zi). Der Rechtsanwalt und Autor Heinrich Hannover liest am Dienstag,
20. Mai, ab 20 Uhr im St.-Viti-Gymnasium aus seinen Werken. Veranstalter
und Mitwirkende des Abends, für den der Vorverkauf angelaufen
ist, sind der Freundeskreis Asyl Zeven-Selsingen, die Theater
AG und die Big Band des Zevener Gymnasiums.
Mit
dem in Worpswede lebenden Juristen Heinrich Hannover haben die
Organisatoren einen Zeitzeugen gewonnen, der über 40 Jahre
lang einer der namhaftesten politischen Verteidiger in der Bundesrepublik
Deutschland war und auch für seine zeitgeschichtlichen Publikationen
wie „Die Republik vor Gericht 1954-1995. Erinnerungen eines
unbequemen Rechtsanwalts“ und als erfolgreicher Kinderbuchautor
bekannt ist.

Friedemann
Michalek, Gaby Reetz und Rotraud Kohler (v.l.) bei den Vorbereitungen
für die Lesung mit Heinrich Hannover. Foto: zi |
Wie
von Rotraud Kohler, der Vorsitzenden des Freundeskreis Asyl Zeven-Selsingen,
zu erfahren war, werden neben dem Autor auch die Theater-AG und
die Big-band an der Gestaltung des Abends mitwirken. So zeigt
die Theater-AG nach Auskunft von Lehrerin Gaby Reetz einige Szenen
aus ihrer letzten Produktion „Graf Öderland“
von Max Frisch.
Graf
Öderland das ist die Moritat von einem Staatsanwalt, der
sich am Vorabend eines Mordprozesses entschließt, aus der
fragwürdigen Mechanik des gewohnten Lebens auszubrechen.
Als
Graf Öderland zieht er dann mit seiner Axt durchs Land, Revolutionär
und Ankläger zugleich Eine Person die zum Schuldigen wird
und doch im höheren Sinn Ankläger einer verrückten
Welt bleibt. Für den musikalischen Beitrag des Abends sorgt
die Bigband des St.-Viti-Gymnasiums unter Leitung von Friedemann
Michalek, die mehrere Stücke aus ihrem Repertoire spielen
wird.
Der
Vorverkauf für diese Veranstaltung hat in der Zevener Buchhandlung
Lesezeichen bereits begonnen, die am Abend der Lesung auch mit
einem Büchertisch im St.-Viti-Gymnasium vertreten sein wird.
Die Eintrittskarten werden an der Abendkasse für 5 Euro (Schüler
3 Euro) erhältlich sein, und politisch und zeitgeschichtlich
Interessierte sollten sich den 20. Mai bereits jetzt im Kalender
notieren.
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http://www.heinrich-hannover.de/
http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Hannover
09.05.2008
Neue
Räume für Zevener Gymnasiasten
Erweiterung soll noch in diesem Jahr beginnen
Bremervörde/Zeven
(oer). Am Zevener St-Viti-Gymnasium sollen noch in diesem Jahr
erneut Bauarbeiter anrücken. Vorgesehen ist eine Erweiterung
des Gebäudes um zwei Unterrichtsräume und womöglich
auch noch der Umbau des Naturwissenschaftstrakts. 2009 soll ein
weiteres Gebäude im Umfeld des Gymnasiums entstehen.
Entsprechende
Pläne segnete der Schulausschuss des Landkreises Dienstagnachmittag
in Bremervörde einstimmig ab. Die Maßnahmen sollen
dazu beitragen, die Raumnot an dem Gymnasium zu beheben und das
Provisorium mit den beiden Außenstellen in der ehemals holländischen
Schule und in Sittensen zu beenden.
Dass es den Zevenern überhaupt gelungen ist, eine Übergangslösung
für das aus allen Nähten platzende Gymnasium zu finden,
stieß im Ausschuss angesichtsder nach wie vor ungeklärten
Raumproblematik am Gymnasium Bremervörde (die Zevener Zeitung
berichtete) auf Anerkennung. Die Lösung mit zwei Außenstellen
sei gleichwohl äußerst problematisch. So kommen Lehrer
oft zu spät in den Unterricht, weil sie den drei beziehungsweise
18 Kilometer langen Weg in die Außenstandorte während
der Pausen nicht schaffen, schilderte Lehrervertreterin Gabi Reetz.
Auch die Schulbehörde räumt ein, dass die organisatorische
und pädagogische Arbeit der Schule erheblich erschwert werde.
Ein gleichwertiges Unterrichtsangebot etwa gebe es nicht. Beispiel:
Die Schüler in Sittensen können anders als in Zeven
kein Latein wählen, weil es dafür nicht genug Lehrer
gibt. Unter dem Strich spricht die Kreisbehörde vor diesem
Hintergrund von einer Extremsituation.
Und die möchte auch die Landesschulbehörde möglichst
schnell beheben. Sie habe erst kürzlich deutlich gemacht,
dass die Außenstelle Sittensen, in der derzeit drei Klassen
unterrichtet werden, im Sommer 2009 schließen soll. Es besteht
also dringender Handlungsbedarf. Denn bis dahin muss es am Sitz
des St-Viti-Gymnasiums an der Bahnhofstraße entsprechend
mehr Räume geben.
Der erste Schritt dazu soll in diesem Jahr erfolgen. Durch eine
Fassadenbegradigung an einem bestehenden Gebäudeteil können
zwei neue Klassenzimmer entstehen, teilte Schulamtsleiter Horst
Wilshusen im Ausschuss mit. Die erforderlichen 190 000 Euro seien
im Haushalt eingeplant. Wilshusen hofft, dass der Etat darüber
hinaus noch Mittel hergibt, dass mit dem zweiten Abschnitt dieses
Jahr zumindest begonnen werden kann. Dieser sieht eine Umgestaltung
und zum Teil Vergrößerung der Naturwissenschaftsräume
vor. Kosten: rund 1,5 Millionen Euro.
Option
auf Aufstockung
Ebenso teuer dürfte nach Schätzung der
Kreisbehörde der für 2009 geplante Neubau sein, in dem
dann vier allgemeine Unterrichtsräume und der Fachbereich
Musik Platz finden. Wo genau das Gebäude im Umfeld des Gymnasiums
entstehen wird, ist noch offen. Die Stadt muss dafür zunächst
den Bebauungsplan ändern. Vorstellbar sei aber, so Wilshusen,
dass der Neubau so konzipiert wird, dass er bei Bedarf aufgestockt
werden kann. Planungen für eine Ganztagsschule, unterstrich
er, würden durch die Planungen nicht behindert.
Ob die Raumnot am St-Viti damit auch langfristig behoben ist,
wird sich zeigen. Denn bis 2011 geht das Gymnasium von weiter
steigenden Schülerzahlen aus. Darüber hinaus soll auch
die zweite Außenstelle möglichst bald geschlossen werden.
Dort werden jetzt neun Unterrichts- und drei Fachräume genutzt.
Der Pachtvertrag läuft bis 2012.
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09.05.2008
Lehrer
fordern ein Ende der Schlampereien
11
000 Pädagogen protestieren in Hannover
Von
unserer Korrespondentin Christina Sticht
Hannover.
Mit dem Streit um Überstunden-Abbau fing es an, jetzt geht
es um mehr Lehrer-Stellen, kleinere Klassen und Nachwuchsförderung.
Rekordverdächtige 11000 Pädagogen aus dem ganzen Land
sind gestern in Hannover für eine bessere Bildungspolitik
auf die Straße gegangen.
In historisch einmaliger Geschlossenheit
machten die Lehrerverbände - vom konservativen Philologenverband
bis zur eher SPD-nahen Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
- ihrer Wut über die niedersächsische Landesregierung
Luft. Die Demonstranten hielten bei ihrem Zug durch die Innenstadt
Plakate mit der Aufschrift „Dreist, Dreister, Dreister-Neumann"
oder „Politik auf Kosten der Schüler" in die Höhe.
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| Niedersachsens
Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) wagte sich
zu den Lehrern auf die Straße und warb um Verständnis
für die Schulpolitik der Landesregierung. Foto: ddp |
Der
Protest gegenüber dem Landtag gestaltete sich eher fröhlich
als gehässig, inklusive Liedermacher und Lehrer-Chor. Schließlich
hatte Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann (CDU) vor zwei
Tagen eingelenkt und einen neuen Vorschlag im Streit um die Mehrarbeit
präsentiert - ein Etappensieg für die Lehrerschaft.
In Gesprächen am Rande der Demonstration warb sie um Verständnis
für die „schwierige Situation". „Wir haben
ein Problem mit der Unterrichtsversorgung. Wir haben ein Problem
mit den Mangelfächern", sagte die Ministerin, während
vereinzelt „Absetzen! Absetzen!"-Rufe ertönten.
„Ich finde es schon sehr
mutig, dass sie sich hier zeigt", sagte die Realschullehrerin
Birgit Kötters aus Osnabrück. „Ihr erster Vorschlag,
die Mehrarbeit erst kurz vor der Pensionierung auszugleichen,
war ein Schlag ins Gesicht aller Lehrer." Die Situation an
den Schulen werde ohnehin immer schwieriger, erklärte die
Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Gitta Franke-Zöllmer.
Die Beschäftigten zahlten die Zeche für unterfinanzierte
Schulreformen wie die Einführung des Turbo-Abiturs und der
Eigenverantwortlichen Schule. Die beamteten Lehrer hätten
Einkommens-Einbußen von bis zu 15 Prozent hinnehmen müssen,
klagte Franke-Zöllmer.
Die Verbände forderten zwar
nicht die Absetzung der Ministerin, die das Schulressort nach
der Wahl im Januar von Bernd Buse-mann (CDU) übernommen hatte.
Der Vorsitzende des Philologenverbandes, Guillermo Spreckels,
erklärte jedoch, einen solchen Vertrauensverlust und ein
solches Planungsdesaster wie jetzt dürfe es nicht noch einmal
geben. Es müsse endlich Schluss sein mit den personalpolitischen
Schlampereien im Kultusministerium.
In
Lüneburg demonstrierten rund 2500 Schüler ebenfalls
gegen die Schulpolitik des Landes. „Wir kritisieren eine
Vielzahl von Entscheidungen des niedersächsischen Kultusministeriums",
sagte der Stadtschülersprecher Friedemann Ewert. Ein Kritikpunkt
sei dabei die Verkürzung der Gymnasialzeit von neun auf acht
Jahre.
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07.05.2008
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Bei
Lehrern kocht die Wut
Protest
auch in Zeven gegen die Landesregierung
Zeven
(tk). Vielen Lehrern ist in den vergangenen Wochen der sprichwörtliche
Kragen geplatzt. Sie werfen der Landesregierung Wortbruch vor
und wollen am morgigen Donnerstag in Hannover gegen die Politik
der Bildungsministerin protestieren.
Worum geht es? Von
1998 an haben Lehrer, die jünger als 50 Jahre sind, an niedersächsischen
Schulen pro Woche zwei Stunden zusätzlich unterrichtet. Diese
Mehrarbeit sollte ab 2008 bis 2018 wieder „abgebummelt"
werden. Diese Vereinbarung war von der Kultusministerin im April
aufgekündigt worden. Die Lehrer sollten ihre Überstunden
erst unmittelbar vor der Pensionierung zurückbekommen. Das
rief einen Proteststurm unter den Lehrkräften hervor. Daraufhin
ruderte die Ministerin wieder zurück. Doch die Wut der Lehrer
blieb.
In einem offenen Brief wendet sich das Kollegium des St.-Viti-Gymnasiums
an die Kultusministerin Heister-Neumann. Darin heißt es:
„Das Kollegium des St.-Viti-Gymnasiums in Zeven zeigt sich
empört über den Wortbruch der Landesregierung im Zusammenhang
mit der Änderung der Arbeitszeitverordnung! Wir empfinden
Ihre Vorgehensweise als Betrug! Trotz Mehrfachbelastung wurden
über Jahre unentgeltlich Stunden abgeleistet und auf den
versprochenen Ausgleich vertraut. Sie haben dieses Vertrauen missbraucht!
Die Behauptung, man hätte die Personalsituation nicht vorhersehen
können, ist eine Bankrotterklärung der Personalpolitik
einer ganzen Landesregierung.
Die Beschäftigten in niedersächsischen Schulen mussten
in den letzten Jahren Reallohnverluste von
rund 15 Prozent hinnehmen, die steuerliche Absetzbarkeit von Arbeitszimmern
wurde gestrichen und von den Lehrkräften wird stillschweigend
erwartet, Unterrichtsmaterial, Schulbücher sowie Klassen-
und Studienfahrten weitgehend aus eigener Tasche zu zahlen.
Damit treibt man engagierte Lehrkräfte in die ,innere Emigration'
und gewinnt keine neuen Kolleginnen und Kollegen. Vertrauensbruch,
Stress und autokratischer Führungsstil sind derzeit die Anreize,
die Sie jungen Menschen bieten, die darüber nachdenken, den
Beruf einer Lehrerin oder eines Lehrers zu ergreifen! Für
ein sinnvolles, qualitativ gutes Bildungssystem brauchen wir hoch
motivierte, gut ausgebildete und angemessen bezahlte Lehrkräfte!
Dem wirken Sie entgegen!"
Binnen zwei Tagen haben rund 85 Prozent der Lehrkräfte an
den drei Schulstandorten des Gymnasiums ihre Unterschrift unter
das Protestschreiben gesetzt.
Die Schulleiter schließen sich dem landesweiten Protest
der Lehrkräfte an. Der Schulleitungsverband sieht die Stimmung
in den Kollegien auf dem Nullpunkt. Die Direktoren sehen sich
dreifach gebeutelt. Sie haben ebenfalls unbezahlte Mehrarbeit
geleistet, sie haben keine Planungssicherheit für die Personalentwicklung,
sie fürchten, weniger Projekttage, Kurs- und Klassenfahrten
oder andere Unternehmungen anbieten zu könne.
Auch Elmar Wagener, Direktor des St.-Viti-Gymnasiums, fragt sich,
was jetzt kommt, denn am morgigen Donnerstag findet im Landtag
eine Anhörung zur geplanten Arbeitszeitverordnung der Regierung
statt - und eine zentrale Protestveranstaltung der Lehrer.
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06.05.2008
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Warme
Worte und ein Empfehlungsschreiben des Bürgermeisters für
Buslotsen
Zeven
(tk). Sie haben freiwillig Aufgaben übernommen, sie haben
sich für die Allgemeinheit eingesetzt, sie haben sich engagiert,
ohne Geld dafür zu erhalten, und sie haben sich bereit erklärt,
Verantwortung zu übernehmen. 22 Schüler des St.-Viti-Gym-nasiums,
der Gauß-Hauptschule und der Gauß-Realschule haben
im Schuljahr 2007/08 als Buslotsen für Ordnung vor und in
den Schulbussen gesorgt. Mit ihrem Wirken haben sie für mehr
Sicher- heit beim Schülertransport gesorgt. Als Dank und
Anerkennung gab es dafür jetzt mehr als nur einen Handschlag
und warme Worte von den Initiatoren. Die EVB als Busunternehmen
zeigte sich erkenntlich und der Samtgemein- debürgermeister
händigte jedem ehemaligen Buslotsen ein Empfehlungsschreiben
aus. Das dürfte sich bei der Bewerbung nach Ende der Schulzeit
gut machen und einen positiven Eindruck nicht verfehlen. |
24.04.2008
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| Die
Musikprofilklasse des St.-Viti-Gymnasiums hat aus der Zauberflöte
eine moderne, mitreißende Adaption gemacht, die Lust auf mehr
macht. Fotos: fh |
Wenn
Mozart auf das
21. Jahrhundert trifft
Musik-Profilklasse
des St-Viti-Gymnasiums zeigt die Zauberflöte
Zeven
(fh). Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart zählt
zu den bekanntesten und am häufigsten inszenierten Opern
weltweit. Grund genug, um sie in einer modernen Fassung auf die
Bühne des St.-Viti-Gymnasiums zu bringen. Doch auch in dieser
Inszenierung bleibt das Hauptthema Liebe, Streit, Macht und Intrigen
- ein Spiegel des wahren Lebens.
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| Kirsten
Gerhardt als Wolfgang Amadeus Mozart und Larissa Effenberger
alias Nannerl führten durch die Oper. |
In
der abgedunkelten Pausenhalle werden die Besucher von einem auf
eine Leinwand projizierten Bild des großen Komponisten begrüßt.
Der Vorhang geht auf. In spartanischer Kulisse bewegen sich die
Figuren in flotten Röhrenjeans, Miniröcken und modernen
Pumps über die Bühne. Darunter sind Helden und Versager,
Königinnen, gefangene Prinzessinnen, böse Bewacher,
wilde Tiere (die in Form eines Plüschhundes daherkommen)
und ein ganzer Reigen allegorischer Figuren, die letztlich natürlich
zu einem Happy End führen.
Doch
nicht nur die Kostüme, auch die Geschichte wurde an die Moderne
angepasst: Aus dem schönen Prinzen Tamino (Lea von Rottkey)
wurde kurzerhand ein Fahrradkurier, Papageno (Jasper Troost) ist
nicht mehr Vogelfänger, sondern cooler Straßenmusikant
und auch Sarastro (Imke Otten) herrscht nicht länger über
den Sonnentempel, sondern ist Inhaber einer Bank in Zevens Fußgängerzone.
Dabei
dreht sich aber immer noch alles um Liebe, Schmerz, Hass, Intrigen
und Erpressung - jetzt sind es die Sorgen und Wünsche der
Menschen im Jahr 2008. Doch auch Wolfgang Amadeus Mozart (Kirsten
Gerhardt) mischt sich in das Spiel. Noch im 18. Jahrhundert verhaftet,
staunt er über den Jargon der Jugend, die Mode und Trends
des 21. Jahrhunderts, und er betrachtet irritiert Handys, moderne
Landkarten und Zeitschriften - 217 Jahre nach der Uraufführung
seiner Oper haben sich die Welt und seine Oper verändert.
Seine Schwester Nannerl, gespielt von Larissa Effenberger, die
schon in der Zukunft angekommen ist, nimmt ihren Bruder an die
Hand und leitet ihn durch "Mozarts Zauberukulele ... 217
Jahre später".
 |
| Flotte Songs
mit frechem Inhalt: Die Sängerinnen Jolanda Hotting und
Daria Tesch sorgten gemeinsam mit der Band bestehend aus Lynda
Weisgerber, Denise Brauer, Francisca Bouma, Vanessa Habenicht,
Imke Klindworth für Unterhaltung. |
Die
Musikprofilklasse mit ihrem Lehrer Friedemann Michalek machten
aus der großen Oper ein kurzweiliges, abwechslungsreiches
Theaterstück, das aktuelle Probleme und Herausforderungen
ebenso humorvoll wie ernsthaft thematisierte. Dabei setzten die
Mitwirkenden in den eingebauten Szenen und Texten ganz auf moderne
Sprache, die durchaus auch mal frech sein durfte, um damit die
Aussagen der Arien zu erklären.
In
den eingebauten Szenen und Texten, in denen die Schülerinnen
Gedanken von Johann Wolfgang von Goethe und Simone de Beauvoir
vortrugen, kleinere Szenen über Liebeskummer spielten und
live gesungene Lieder präsentierten, schufen zudem eine Verbindung
zwischen der vertrackten und nicht ganz einfach zu durchschauenden
Zauberflöte und dem Heute.
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28.02.2008
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| Graf
Öderland (Johannes droste) zieht mordend durch das Land, sein
erstes Opfer ist der Waldbauer (Malte Brandt), seine Tochter Inge
(Feli Scharfenberger) wird die Geliebte des Mörders. Fotos: fh |
Viel
Applaus für beängstigend aktuelles Stück der Theater-AG
Gelungene
Premiere von Max Frischs "Graf Öderland" im Zevener
St-Viti-Gymnasium
Zeven
(fh). Zeven (fh). „Graf Öderland mit der Axt in der
Hand“: So beginnt ein Kindermärchen im gleichnamigen
Stück von Max Frisch, das die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums
zur Zeit unter der Leitung von Gaby Reetz auf die Bühne bringt.
Obwohl „Graf Öder land“ schon in den 1950er Jahren
entstand, so ist die ungeheure Aktualität doch schon fast
beängstigend.
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| Jochen
Viebrock überzeugt in der Rolle des Mörders. |
Das
Stück beginnt mit einer Videoprojektion. Kurze Sequenzen
werden gezeigt, ein Schlafzimmer, ein Badezimmer, später
eine Disko, unterlegt von einer aggressiv anschwellenden Musik,
die fast in den Ohren schmerzt, und unterlegt von den klagenden
Tönen einer Geige (Mareike Petermann).
Schnell wird klar, dass noch etwas Schreckliches geschehen wird.
Die Bühne steht dieses Mal mitten im Publikum, einfache Getränkekisten
stellen das Bühnenbild dar und lassen sich mal in ein Bett,
dann wieder zu einem Regal, Tisch oder auch in eine Hotelrezeption
verwandeln. Und darum geht es in diesem Stück. Verwandlung.
Der fleißige und brave Staatsanwalt, der von dem wieder
einmal überragenden Johannes Droste gespielt wird, klagt
einen Axt-Mörder an. Der kleine Bankangestellte, abgestumpft
und tief verzweifelt angesichts der Tristesse und Leere um ihn
herum, nahm eine Axt und erschlug einen Menschen ohne einen triftigen
Grund. Einfach so.
Der Staatsanwalt beginnt diese Tat zu verstehen, ja nachvollziehen
zu können, denn auch er ist von der Sinnlosigkeit des bürgerlichen
Lebens geplagt. In einer Metamorphose, verdeckt durch ein scharlachrotes
Tuch, das von brutal flackernden Scheinwerfern in ein unheimliches
Licht getaucht wird, verwandelt er sich in Graf Öderland,
der mit seiner Axt mordend eine Blutspur durch das Land zieht.
Er stößt damit eine Tür auf und lässt eine
Persönlichkeit frei, die keinerlei Grenzen anerkennt und
sich nur mit einer Axt bewaffnet in Verhandlungen begibt.
Das System lenkt seine Bürger, überwacht sie angesichts
der Terrorgefahr von der Wiege bis zur Bahre und gewährt
ihnen nur ein kleines Stückchen persönliche Freiheit.
Und dieses System verfolgt Öderland, doch er widersetzt sich
und ruft schließlich zur Rebellion gegen den Staatsapparat
auf.
Der reagiert und bietet dem Rebellen, dem Mörder, die Regierungsführung
an, nur um die Ordnung mit allen Mitteln aufrecht zu erhalten,
und setzt damit doch die gesamte Demokratie aufs Spiel.
Irgendwann stellt sich dann die Frage, war alles nur ein Traum?Nur
ein Spuk? Wer das herausfinden möchte, der hat noch am 29.
Februar sowie am 1. März jeweils ab 20 Uhr die Gelegenheit
dazu. Und ein Besuch lohnt sich, das sahen auch die Zuschauer
am Premieren-Abend so und bekundeten ihre Begeisterung mit donnerndem
Applaus.
Und das völlig zu Recht, denn auch in diesem Jahr überzeugten
die Schauspieler mit einer beeindruckenden Leistung. Jochen Viebrock
als Mörder, Lena Wagner als Ehefrau des Staatsanwaltes, Simon
Wehber als Rechtsanwalt Doktor Hahn oder Feli Scharfenberger als
Inge, Tochter des von Öderland erschlagenen Waldbauern und
seine spätere Geliebte, sowie die vielen anderen Darsteller
stellten die Figuren realistisch und überzeugend dar, ja
lebten sie förmlich.
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23.02.2008

15.02.2008
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| Brachten
die Saiten zum wohligen Klingen: Sarah Martin, Anna Mahnken, Mareike
Petermann und Sophie Tille (Kontrabass). Fotos: fh |
Musik
als Beitrag zur inneren Sicherheit
Schüler
des St-Viti-Gymnasiums veranstalten Kammermusikkonzert
Zeven
(fh). Auf dem jüngsten Kammermusik-Abend im St.-Viti-Gymnasium
versprach Musiklehrer Friedemann Michalek dem Publikum musikalische
Delikatessen. Und dieses Versprechen lösten die Schüler
auch ein. Es war schon erstaunlich, was die Jungmusiker so alles
aus ihren Instrumenten oder ihren Kehlen herauszuholen vermochten.
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| Daniela
Krüger brillierte mit ihrer Stimme und ihrer Gitarre. |
Da das Konzert im vergangenen
Jahr so gut angekommen ist, haben sich die Musiklehrer des Gymnasiums
dazu entschlossen, auch dieses Jahr wieder ein kleines Kammermusikkonzert
zu veranstalten. „Damit wollen wir einen Kontrapunkt zur
aktuelles Diskussion um das Thema Gewalt von Jugendlichen setzen.
Schon Wolfgang Schäuble hat gesagt, dass der Musikunterricht
ein Beitrag zur inneren Sicherheit sei“, so Michalek. „Und
unsere Schüler zeigen ein gutes Beispiel, dass Musik einen
positiven Beitrag zur Entwicklung von Jugendlichen leistet.“
Wie
bei jedem Konzert bat er auch dieses Mal um eine kleine Spende
am Ende der Veranstaltung; Musik koste nun einmal Geld. Eine weitere
Bitte war dann noch Applaus als Motivationsschub für die
jungen Künstler. Den aber hatte Marvin Büssau kaum nötig,
ganz selbstbewusst trat der Fünftklässler ans Klavier
und ließ seine kleinen Finger schwungvoll im Takt von Boogie
und Blues über die Tastatur des Flügels fliegen. Doch
nicht nur am Klavier war er in seinem Element, auch das Schlagzeug
hat es ihm angetan. So improvisierte er an Trommel, Tom Tom, Hi-Hat,
Becken und Perkussion ein peppiges Stück. Bei seiner Schwester
Sarah ging es da bedeutend ruhiger zu. Ihre Finger schwebten bei
der „Ballade pour Adeline“ förmlich über
die Klaviatur.
Ein
abwechslungsreiches Konzert, bei dem die Schüler ihren Trompeten
und Posaunen, Geigen, Kontrabass, Gitarren und Stimmbändern
zum Teil wunderschöne Töne entlocken konnten, die sich
zu besinnlichen, aber auch peppigen oder traditionellen Melodien
zusammenfügten. Und auch wenn vielleicht nicht bei allen
Teilnehmern jeder einzelne Ton saß und hier und da doch
ein mehr oder weniger großer Patzer passierte, fiel das
insgesamt kaum ins Gewicht.
Ein
Höhepunkt war der Kanon mit drei Geigen, begleitet von Kontrabass
und Klavier, gespielt von Sarah Martin, Anna Mahnken, Mareike
Petermann, Merle Vespermann und Sophie Tille. Die drei Zehntklässlerinnen
verstanden es, ihre Instrumente einträchtig und harmonisch
zum Klingen zu bringen.
Und
auch der fast schon professionell wirkende Auftritt von Daniela
Krüger konnte sich durchaus sehen lassen. Sie sang mit ihrer
ausdrucksvollen Stimme eine poppige Ballade und begleitete sich
selbst auf der Gitarre. Besonders beeindruckend dabei aber war,
dass sie das Stück selbst komponiert und auch den Text selbst
geschrieben hat.
Und
so betonte auch Friedeman Michalek am Ende des Konzerts, dass
die Schüler einen Qualitätssprung nach vorne gemacht
hätten und jeder Einzelne musikalisch etwas zu sagen habe.
„Eines müssen aber alle noch lernen, und zwar den verdienten
Applaus zu genießen.“ Den gab es dann zum Abschluss
noch mal gemeinsam und dazu eine Rose als kleines Dankeschön.
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29.01.2008
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Sorgen
für den reibungslosen Ablauf (von links): Techniker Eike Möller,
Thees Martens und Jürgen Fitschen. |
Bald
wird es ernst: Die Premiere von „Graf Öderland"
steigt bereits in vier Wochen. Bis dahin wird geprobt und geprobt
und geprobt. Fotos: fh
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Ernstes
Stück soll Publikum fesseln
Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums probt öffentlich
- Aufführung von „Graf Öderland" feiert am
26. Februar Premiere
Zeven
(fh). Die Pausenhalle des St.-Viti-Gymnasiums ist dunkel, die
Fenster sind mit Vorhängen verhüllt, das Licht gedämmt.
Mitten drin steht ein schlichtes Holzpodest als Bühne, auf
der die Jungschauspieler der Theater-AG hochkonzentriert Szenen
aus Max Frischs "Graf Öderland" spielen.
Einfache
Cola-Kisten werden gestapelt und verwandeln sich in Stühle,
Tische oder Regale. Spartanisch geht es zu, aber weniger ist ja
manchmal mehr, und letztendlich soll möglichst nichts von
den Schauspielern und der Geschichte, die sie erzählen, ablenken.
Die Theater-AG hat sich in diesem Jahr für die Moritat von
Max Frisch entschieden, weil die Jungschauspieler von der Aktualität
des Stücks und den Parallelen zur heutigen Zeit, egal ob
diese gesellschaftlicher, beruflicher oder politischer Natur sind,
begeistert waren. "Graf Öderland" ist der Titel,
der Autor klingt zunächst nach schwerer Kost.
Doch auch wenn's nach dem humorvollen Stück vom vergangenen
Jahr, jetzt ernster weitergeht, wird es noch lange nicht uninteressanter.
Max Frisch hat mit "Graf Öderland" die Gesellschaft
mit der Aussage "In dieser Gesellschaft kann die Vitalität
nur kriminell werden" verklagt. Und die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums
setzt, wie in jedem Jahr, auch dieses Mal wieder alles daran,
das Stück professionell und wirkungsvoll auf die Bühne
zu bringen.
Und damit die Vorstellungen auch wirklich zu einem vollen Erfolg
werden, arbeiten alle gemeinsam an der Abstimmung von Technik,
Musik und Rollenarbeit. Die Probe erschien zwar etwas chaotisch
und unfertig, aber dafür sind Proben ja schließlich
auch da.
Fels in der Brandung
Gaby
Reetz war erneut der Fels in der Brandung. Mit verschränkten
Armen stand sie am Rand, beobachtete aufmerksam, verfolgte jede
Szene genau und griff, wenn nötig, ein. Sie gab Tipps und
Anregungen, mochten sie auch noch so klein und winzig wirken,
stellte sich mit auf die Bühne, machte vor, verbesserte,
half und behielt das große Ganze im Auge.
Das Stück aber ist eine echte Gemeinschaftsproduktion und
so diskutierten Schauspieler, Techniker und Bühnenbildner
mit viel elan über die optimale Ausleuchtung, den wirkungsvollsten
Einsatz der Musik, des Nebels und die angemessene Lautstärke
der Schauspieler. So kommt von der einen Seite ein klares "lauter",
aus der anderen Ecke ein "Steh doch mal auf" oder auch
ein "Das muss schneller gehen". Jeder der 35 Aktiven
kann und soll sich einbringen und zum Gelingen des Stücks
beitragen. Schließlich ziehen alle an einem Strang.
Zwischen den Schauspielern, die sich auf ihre Szene konzentrieren,
wuseln Techniker umher, klettern auf Leitern, diskutieren über
die korrekte Beleuchtung, stimmen Musik und Videoprojektion auf
die jeweiligen Szenen ab und verschanzen sich ansonsten hinter
ihrem großen Podest aus Computer, Reglern und Verschaltungen.
Auch wenn der Text noch lange nicht immer sitzt, die Souffleuse
häufig einspringen muss und auch noch längst nicht alle
Requisiten so sind, wie sie eigentlich sein sollten. "Da
die Osterferien in diesem Jahr schon so früh sind, stehen
wir ziemlich unter Zeitdruck. Wir müssen hier noch einiges
tun", sagt Gaby Reetz.
Doch von Hektik war trotzdem kaum eine Spur. Und so machte schon
die öffentliche Probe Lust auf mehr. Man darf auf die Premiere
am 26. Februar und die Aufführungen am 27., 29., sowie am
1. März jeweils um 20 Uhr in der Pausenhalle des Gymnasiums
gespannt sein. Theaterfans in Zeven und Umgebung sollten sich
die Termine vormerken.
Schauspielerei
als Rausch
Menschenkenntnis
und Hang zur "Rampensau" wichtige Voraussetzungen
Zeven
(fh). Die Schauspielerei steht bei vielen jungen Menschen sicherlich
ganz oben auf der Liste der Traumberufe. Doch welche Voraussetzungen
muss man mitbringen, um Rollen authentisch und realistisch rüber
zu bringen? Und wie verändert man sich, nachdem man vor vielen
hundert Menschen auf der Bühne stand?
Die Theater-AG
ist weit über die Grenzen Zevens für ihre professionelle
Theater-Arbeit bekannt und auch in diesem Jahr sind wieder einige
„alte Hasen" dabei, die man schon aus vorhergehenden
Stücken kennt. Beispielsweise Johannes Droste, der als Dienstältester
nun schon zum sechsten Mal mitspielt und den Grafen Öderland
verkörpert. Und auch seine Kollegen wie Jochen Viebrock,
Lena Wagner und Simon Weber standen schon häufiger auf der
Bühne. Mareike Petermann hingegen ist zum ersten Mal dabei.
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Gehen
im Theaterspiel auf (von links): Mareike Petermann, Lena
Wagner, Jochen Viebrock und Simon Weber. Foto: fh |
Doch was benötigt man, um ein guter Schauspieler zu sein?
Vor allem Talent - und vielleicht noch der Hang zur „Rampensau".
„Man braucht eine gewisse Art von Selbstvertrauen, wenn
es ums Schauspielern geht", betont Johannes Droste. Auf der
Bühne müsse man aus sich rausgehen können, dazu
eine gewisse Menschenkenntnis mitbringen, um sich in andere Menschen
hineindenken zu können, und die notwendige Vorstellungskraft
mitbringen, um sich in die verschiedenen Rollen einfühlen
zu können.
„Spannend an der Schauspielerei ist vor allem, dass man
sich auf der Bühne in vielen verschiedenen Richtungen zeigen
kann, eben jemand anders ist und nicht man selbst", sagt
Jochen Viebrock. Es sei eben gerade interessant, verschiedene
Persönlichkeiten zu verkörpern: Mal spiele man einen
psychisch Gestörten, dann wiederum einen eher unbeholfenen
Typ und im nächsten Stück dann einen seriösen Anwalt.
Dabei könnten auch durchaus schüchterne und schweigsame
Menschen eine tolle Leistung bringen, weiß Gaby Reetz aus
ihrer langjährigen Erfahrung zu berichten.
Und was bringt einem die Schauspielerei? „Es macht eben
nicht nur Spaß, sondern unterstützt auch die persönliche
Entwicklung und hilft mir im Unterricht weiter", findet Lena
Wagner. „Man ist offener und verliert die Scheu vor Menschen
zu sprechen", fügt Jochen Viebrock hinzu.
Das tollste Erlebnis für jeden Schauspieler ist es aber wohl,
wenn das Publikum die erwünschten Rückmeldungen gibt
und an der richtigen Stelle klatscht oder lacht. "Dann ist
das Schauspielern fast wie ein Rausch", sagt Mareike Petermann
abschließend.
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22.01.2008
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Auch
in diesem Jahr will die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums ihren
vielen Fans wieder Unterhaltung, aber auch Stoff zum Nachdenken
anbieten.
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Moritat
von Max Frisch steht auf Spielplan der Theater-AG
„Graf
Öderland" feiert am 26. Februar Premiere am St.-Viti-Gymnasium
- Samstag öffentliche Probe
Zeven
(js). Die Theater-AG des St-Viti-Gymnasiums in Zeven studiert
zurzeit eine Moritat von Max Frisch ein: „Graf Öderland".
Premiere des Stückes ist am Dienstag, 26. Februar.
Weitere Aufführungen
folgen am 27. und 29. Februar sowie am 1. März, jeweils um
20 Uhr in der Pausenhalle des Gymnasiums. Eine öffentliche
Probe findet am kommenden Sonnabend, 26. Januar, ab 11 Uhr im
Gymnasium statt.
„Graf Öderland" heißt das Stück von
Max Frisch, das sich die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums in
diesem Jahr auf die Fahnen geschrieben hat beziehungsweise auf
die Podeste der Pausenhalle bringen will.
Da wie in jedem Jahr noch vor den Osterferien gespielt wird, istder
Zeitdruck groß, ebenso aber auch die Motivation der 35 Aktiven,
die sich mal wieder mit viel Lust, aber auch großer Intensität
ihrem Vorhaben widmen.
Nachdem sich die Gruppe im vergangenen Jahr mit „Scherz,
Satire, (und) Ironie" eines witzigen Stoffes angenommen hatte,
geht es diesmal ernster zur Sache. Und die Theater-AG wäre
nicht die Theater-AG, wenn sie sich nicht auch in diesem Jahr
wieder einer inhaltlichen und spielerischen Herausforderung
stellen würde.
Der Reiz dieses Stoffs, der schon 1946 in Frischs Tagebüchern
entworfen und 1951 zum ersten Mal aufgeführt wurde, liegt
für sie vor allem in der Aktualität beziehungsweise
Zeitlosigkeit des Themas. Ein braver Staatsanwalt steigt aus.
Sowohl der Mörder, den er eigentlich anklagen soll, als auch
er selbst halten den Überdruss einer Spaßgesellschaft
und die Sinnlosigkeit des bürgerlichen Lebens nicht mehr
aus. Das Leben im „Öden Land" wird ihm bewusst.
Und so zieht er mit der Axt durch das Land, „traumleicht
für ihn, blutig nur für die Welt" (Frisch). Er
ist Revolutionär und Ankläger zugleich, der zum Schuldigen
wird und doch im höheren Sinn Ankläger einer verrückten
Welt bleibt. Da gibt es Reden eines Innenministers, die denen
eines Schäuble beim G-8-Gipfel 2007 täuschend ähnlich
sind. Da gibt es Sätze eines Mörders, die eine Tat nachvollziehbar
machen, obwohl sie so sinnlos ist, wie ihm das Leben plötzlich
erscheint.
Da wird Kritik an einer Gesellschaft und ihrem Umgang mit Arbeit,
Geld und Freizeit laut, der man sich auch heute nicht entziehen
kann. Und da wird eine Macht in Frage gestellt, die der Freiheit
wegen ergriffen wird und doch nur den alten Machtstrukturen gleicht.
Frischs Drama wurde nicht sehr oft auf die Bühne gebracht,
aber es war eines seiner Lieblingsstücke. Zwei Gründe,
die die Theater-AG mit ihrer Leiterin Gaby Reetz erst recht darin
beflügeln, sich an seine Thematik heranzuwagen.
Wer Interesse hat, sich anzuschauen, wie die Gruppe sich mit diesem
Stoff auseinandersetzt, der sollte die öffentliche Probe
besuchen. Aufführungen nicht verpassen. Wer Zeit und Lust
hat, auch unfertige und chaotische Momente auszuhalten, der sollte
die öffentliche Probe am 26. Januar besuchen.
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19.01.2008
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Die siegreiche Gruppe
"Migos AG" bei der Präsentation ihres elektronischen
Lesegerätes "Sinoco". Fotos: js
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Smarte
"Jungmanager" im Härtetest
Sparkasse Rotenburg-Bremervörde lädt
zum Unternehmensplanspiel "Management-Information-Game"
ein
Zeven
(js). Smarte, adrett gekleidete "Jungmanager" und "-managerinnen"
waren die Hauptpersonen beim diesjährigen "Management-Information-Game"
(MIG) am Donnerstagabend in der Sparkasse Rotenburg-Bremervörde
in Zeven.
Zwar
machten alle drei Gruppen, bestehend aus Zwölftklässlern
des St.-Viti-Gymnasiums, ihre Sache, die Präsentation einer
neu entwickelten - fiktiven - Vorlesemaschine für die ebenfalls
fiktive Kaffeekette Botchi, wirklich ausgezeichnet, aber es kann,
wie so oft im wirklichen Leben, nur einen Sieger geben: In diesem
Falle war es die "Migos AG", bestehend aus Stefanie
Römer, Tina Bäuerle, Annika Meyer, Fee Kayser, Frederik
Lohof, Ingmar Fröhlich und Simon Wehber, die 197 Punkte einfuhr
und damit haushoch gewann.
Kennzeichnend
für die Siegergruppe war neben ihrer souveränen Art
der Präsentation auch die Tatsache, dass sie in der anschließenden
Fragerunde, in der sie von Experten und Praktikern auf Herz und
Nieren "gelöchert" wurden, wirklich keine Antwort
schuldig blieb. Auf Platz 2 kam die Gruppe "Carrotech",
die 132 Punkte einheimste, Platz 3 gab es für die Formation
"Eread" mit 121 Punkten. Als Juroren fungierten wie
in jedem Jahr Lehrer, Eltern sowie Vertreter zahlreicher Zevener
Unternehmen.
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| Die
Drittplatzierten "Eread" bei ihrer Präsentation. |
Über
die gute Resonanz, die das MIG in jedem Jahr findet, freute sich
Bernhard Fitschen als Vertreter des Gastgebers Sparkasse Rotenburg-Bremervörde.
In Bremervörde werde das MIG bereits zum zehnten Mal durchgeführt,
in Zeven zum vierten und in Rotenburg zum ersten Mal, erklärte
Fitschen den zahlreichen Zuhörern, wobei er scherzhaft von
einem "Nord-Süd-Gefälle" sprach. Er verrate
"keine Bankgeheimnisse", ließ Fitschen das Publikum
wissen, wenn er den Umsatz der Wirtschaft vor Ort mit 2,5 Milliarden
Euro beziffere. Er begrüßte den Leiter des St.-Viti-Gymnasiums,
Elmar Wagener, sowie den Betreuer der Schüler, Dirk Röver,
und den Koordinator des MIG, Andreas Mätzold vom Bildungswerk
der Niedersächsischen Wirtschaft, von Fitschen als "Mr.
MIG" bezeichnet. Dieser führte in die Zielrichtung von
MIG ein, dessen Absicht es sei, wesentlich der Berufsorientierung
der Schüler zu dienen. Die Hauptintention des in der Schweiz
entwickelten MIG bestehe darin, Schülerinnen und Schülern
der Sekundarstufe, die Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen
bekunden, mit den vielfältigen und komplexen Wechselwirkungen
zwischen Einzelunternehmen und Gesamtwirtschaft vertraut zu machen.
Unter
anderem soll untersucht werden, wie sich einzelne Unternehmen
unterschiedlichen gesamtwirtschaftlichen Situationen anpassen,
wie Marktpartner und Konkurrenten auf bestimmte Unternehmensentscheidungen
reagieren und welche gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen bestimmte
Unternehmensentscheidungen überhaupt erst haben. Zur Vermittlung
des betriebswirtschaftlichen Grundlagenwissens in dem einwöchigen
Seminar hatten sich auch Führungskräfte der heimischen
Wirtschaft zur Verfügung gestellt, allesamt ausgewiesene
Praktiker.
Die Unterstützer und Sponsoren des MIG stellten sich und
ihre verschiedenen Berufsfelder, in denen sie ausbilden, kurz
vor. Beim anschließenden Imbiss bestand Gelegenheit, miteinander
näher ins Gespräch zu kommen.
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03.01.2008


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