Das
St.-Viti-Gymnasium
in der Zeitung
2009

 


Inhalt 2009

(Aus der Zevener Zeitung (ZZ) oder dem Sonntagsjournal der Zevener Zeitung (SJ)
- wenn nicht anders angegeben.)
Die Fotoqualität ist sehr unterschiedlich. (Zeitungsscan oder Originalfoto)


Top-Konzert in der Sporthalle
(ZZ 11.12.2009)
Mit Drachenreiter zum Sieg
(ZZ 11.12.2009)
Zevener Gymnasiasten jubeln
(ZZ 19.11.2009)
Ausgezeichnete Präsentation
(ZZ 19.11.2009)
Schüler steigen in den Ring (ZZ 13.11.2009)
Erste Laborluft in der Uni geschnuppert
(ZZ 22.10.2009)
Nächtlicher Streifzug
(ZZ 01.10.2009)
Fiesta mit heißen Rhythmen
(ZZ 28.06.2009)
Ein unheimlicher Streifzug
(ZZ 19.09.2009)
Collage dreht sich um das Thema "Nacht"
(ZZ 15.09.2009)
Held der Moorkolonisation (ZZ 29.08.2009)
Helden, die ihrem Gewissen folgten (ZZ 27.08.2009)
Legende vom heiligen Vitus
(ZZ 26.08.2009)
Schicksal von Gefallenen (ZZ 25.08.2009)
Stehe deinem Freund bei
(ZZ 24.06.2009)
Stimmungsvoller Abend mit viel Herz und und Stimme
(ZZ 18.06.2009)
Schüler sehnen Serenade herbei
(ZZ 11.06.2009)
Zevener Schüler müssen bald nicht mehr wandern
(ZZ 10.06.2009)
Preise für siegreiche Zevener Kängurus (ZZ 09.06.2009)
Tolle Spende an die Bläserklasse
(SJ 24.05.2009)
Junge Musiker swingen und rocken in Zevens Stadtpark
(ZZ 19.05.2009)
Kulturaustausch am St.-Viti-Gymnasium in Zeven (ZZ 22.04.2009)
Schüler prangern Missstände an (ZZ 28.03.2009)
Abipunktur – jeder Punkt kostet Nerven
(ZZ 28.03.2009)
Gerechtigkeit (ZZ 27.03.2009)
Auf der Insel der Unglückseligen
(ZZ 19.03.2009)
Geografieschüler strebt Sieg auf Landesebene an (ZZ 13.03.2009)
Standpunkt: Unfähig zur Kurskorrektur
(ZZ 12.03.2009)
Wo "Ossis" auf "Wessis" treffen
(ZZ 06.03.2009)
Note 5- für die Regierung
(ZZ 27.02.2009)
Gerüstet für die berufliche Zukunft
(ZZ 10.02.2009)
Musik, die Vorstellungen sprengt (ZZ 10.02.2009)
Künstler zu Gast am „Viti“ (ZZ 08.01.2009)

 


17.12.2009


11.12.2009


19.11.2009


19.11.2009


13.11.2009

Die drei Jungs sind stolz auf ihre selbstgebauten Roboter. Foto: fh

Schüler steigen in den Ring
Roboter-AG des St.-Viti-Gymnasiums nimmt am internationalem Wettbewerb teil


ZEVEN. Seit den Osterferien tüfteln 12 Schüler vom siebten bis zum 13. Jahrgang jeden Dienstag zwei Stunden lang an ihren Lego-Robotern.

Sie programmieren, suchen Bauteile zusammen und optimieren ihr Gerät so lange bis es genau das tut, was die Schüler von ihm erwarten. Die Zeit drängt, denn am morgigen Sonnabend findet der Roboterwettbewerb der First Lego League in Burgwedel statt – und hier wollen sie mindestens im Mittelfeld landen.

Cord Gerken, Leiter der Roboter- AG, ist zuversichtlich, dass seine Jungs ordentlich abschneiden werden. „Wir

haben ziemlich lange und viel an den Robotern und der Programmierung gearbeitet. Gerade jetzt so kurz vor dem Wettbewerb waren wir den ganzen letzten Sonnabend dabei.“

Die muntere Truppe ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei und erhofft sich 300 von 400 erreichbaren Punkten – und vielleicht eine Chance, den Pokal für den besten Newcomer abzuräumen. Immerhin treten 4800 Teilnehmer in 668 Teams aus sieben verschiedenen Ländern gegeneinander an. „Wir gehen die ganze Sache aber olympisch an, denn es hängt ja immer stark davon ab, wie gut die anderen sind“, sagen sie. Und so legen sich Felix, Björn, Jan-ord und Pascal mit ihren Kollegen aus der AG mächtig ins Zeug, um ihre vier Roboter, die vom Förderverein des Gymnasiums gesponsert wurden, dazu zu bringen, eigenständig einen festgelegten Parcours zu absolvieren und dabei auch noch bestimmte Aufgaben zu erledigen – und das allein aufgrund ihrer Programmierung. Die Schüler müssen dazu Befehle wie „Anfahren“, „Drehen“, „Stoppen“ oder auch „Kurven“ so miteinander verknüpfen, dass ihre Roboter keine Begrenzungspfähle umfahren, Hindernisse überwinden und dabei so genannte Schlaufen einsammeln, ohne die aufgestellten Wände über den Haufen zu fahren, um dann am Ende dann punktgenau auf einer zuvor festgelegten Markierung stehen zu bleiben.

Keine leichte Aufgabe, doch die Roboter machen ihre Sache schon recht gut, bis auf einige Kleinigkeiten, die noch justiert werden müssen. Und so setzt sich Felix erneut an seinen Computer und überdenkt die Feinabstimmung in der Programmierung, während Jan-Cord und Pascal einen anderen Roboter so umgestalten, dass mit einem Greifarm nach einem Objekt greifen kann. Doch das Ganze hat einen weitaus ernsteren Hintergrund als nur den Lego-Wettbewerb. Vielmehr geht es darum, das technische Verständnis der Schüler zu schulen, ihnen den Spaß an der Technik näher zu bringen, die Arbeit im Team zu unterstützen, aber auch Interesse an Programmierung und Entwicklung zu wecken und problemorientiertes Handeln zu fördern. (fh)

 


22.10.2009

Rabea Meyer, Hanna Vagts, Jarsa Holsten, Sophie Fritz, Melanie Eutin, Eleonore Postels (hinten von links) und Nadine Aldag, Jenani Jegatheeswaran, Rika Kosmata, Mareike Schuster, Paulina Scholze, Megan Duddek, Kamila Bronkalla, Karen, Möller, Xenia Gieseler, Kristin Fandrei (vorne von links) schnupperten Laborluft in Göttingen.

Erste Laborluft in der Uni geschnuppert
Schülerinnen des St.-Viti-Gymnasiums nutzen Ferien


Zeven. 16 Schülerinnen des St.-Viti-Gymnasiums nutzten ihre freie Zeit in den Herbstferien auf ganz besondere Weise. Sie folgten der Einladung der chemischen Fakultät der Universität Göttingen, an einem dreitägigen Schnupperstudium teilzunehmen.

Die Veranstaltung, die nur für Schülerinnen der 10. Klassen angeboten wurde, verfolgte das Ziel, Mädchen über chemische Berufe von der Chemielaborantin bis zur Chemikerin mit Masterabschluss zu informieren. Gleichzeitig sollten sie ein Labor kennenlernen und praktisch aktiv werden. So standen Workshops mit Experimenten auf der Tagesordnung.

Unter den 60 Teilnehmerinnen stellten die St.-Viti-Schülerinnen die größte Gruppe. Das große Interesse ist auch als Erfolg für das naturwissenschaftliche Profil zu werten, an dem fast alle Teilnehmerinnen von der 7. bis zur 9. Klasse teilgenommen haben. Die Schülerinnen zeigten sich angetan von der Veranstaltung: „Es war sehr informativ, abwechslungsreich, gut organisiert und hat viel Spaß gemacht,“ äußerte sich eine Schülerin im Anschluss an die Veranstaltung.

Ein besonderes Dankeschön der Gymnasiastinnen ging in diesem Zusammenhang an den Verein „Freunde, Förderer und Ehemalige des St.-Viti-Gymnasiums“, der die Schülerinnen bei dem Projekt finanziell großzügig unterstützt hat. (ZZ/js)

 


01.10.2009

Nächtlicher Streifzug
Kurs "Darstelllendes Spiel" führt die Collage "Nachtschattengewächse" auf

 


28.09.2009

FIESTA mit heißen Rhythmen
Grundschule in Ecuador wird von den Zevener Schülern finanziell unterstützt

 


19.09.2009

 

Ein unheimlicher Streifzug
Schüler des St.-Viti-Gymnasiums führen Stationentheater auf – Stück verströmt Atmosphäre

Zeven (fh). Die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums Zeven ist weithin bekannt, doch seit kurzem bekommt sie vom Seminarfach „Darstellendes Spiel“ Konkurrenz aus dem eigenen Hause. Die Teilnehmer schreiben nicht nur eine theoretische Arbeit, sondern arbeiten auch ein Theaterstück aus. Ihr Werk „Nachtschattengewächse“ wird am 29. und 30. September aufgeführt.
Die 18 Schülerinnen und Schüler des 13. Jahrgangs hatten die Idee, die Nacht in den Mittelpunkt zu rücken. Sie fügten Texte von Elfriede Jelinek, Robert Walsers „Der Kuss“ oder auch „Die Blumen des Bösen“ von Charles Baudelaire sowie Lieder von den Ärzten, den Toten Hosen, Kings of Leon oder Calvin Harris zu einer Collage mit dem Titel „Nachtschattengewächse“ zusammen.

Spielleiterin Gaby Reetz

„Dabei geht es um die Aktivitäten in der Nacht, um den Schlaf, um Küsse im Traum und nach hundert Jahren Schlaf, um Schmerz, Verbrechen, Dämonen, Prostitution und natürlich auch um die Liebe. Ein Gang durch die Nacht, der mit einer Definition der Nacht beginnt und im Morgengrauen endet. Ein sehr atmosphärisches Stück“, verspricht Seminarleiterin Gabi Reetz. Und diese Atmosphäre entsteht nicht nur durch den Inhalt, sondern auch durch eine neue Spielform.

Da die Bühne des Gymnasiums wegen Baumaßnahmen derzeit nicht nutzbar ist, musste ein anderer Spielort her. Und der war schnell gefunden: Die Pausenhalle der derzeitigen Außenstelle des Gymnasiums in der ehemaligen holländischen Schule an der Godenstedter Straße.
Da dort aber weder Bühne noch Bestuhlung vorhanden sind, wird die Collage kurzerhand in Form eines Stationentheaters aufgeführt, bei dem die Zuschauer von Szene zu Szene mitgehen. Aus der Not wird damit eine
Tugend, denn so ergibt sich eine neue, extrem spannende Sehgewohnheit, die die Zuschauer sicherlich ebenso mitreißen wird wie die Akteure selbst.
Theater einmal anders – und so erwarten das Publikum in dem abgedunkelten Raum, der nur von Bauleuchten, manchmal nur von einzelnen Taschenlampen erhellt wird, in unheilvolles Schwarz gekleidete Akteure. Eine dämonische, bedrohliche, ja manchmal sogar furchterregende Stimmung, die aber gleichzeitig eine enorme Faszination ausstrahlt.
Doch bis die Jungschauspieler ihr Publikum in die Tiefen der Nacht entführen, heißt es für alle Beteiligten erste einmal: üben, üben, üben. Und da machen alle begeistert mit. Um wichtige Details der einzelnen Szenen noch besonders herauszuarbeiten, war auch bei den jüngsten Proben wieder die Theaterpädagogin Iris Hörtzsch aus Hannover mit von der Partie. Sie unterstützt die Entwicklung des Stücks.
Die beiden erfahrenen Theaterprofis gaben an wichtigen Stellen Hinweise, Tipps und Ratschläge, diskutierten mit den Akteuren, um die Darstellung möglichst realistisch wirken zu lassen. Viele winzige Details, die Außenstehenden vielleicht unwichtig erscheinen mögen, die aber am Ende doch bedeutend für den Erfolg des Stücks sind.
Und dass es genau das werden wird, nämlich ein Erfolg, wurde schon bei der Probe am vergangenen Sonnabend klar. Die Atmosphäre stimmt, die äußere Form des Stationentheaters passt perfekt zur Collage und den Darstellern macht es sichtlich Freude, das Böse einmal so richtig ausleben zu dürfen. Man darf also durchaus gespannt auf die Zevener „Nachtschattengewächse“ sein, aber eins ist sicher: langweilig werden sie bestimmt nicht sein.

ZUM THEMA

Die Collage „Nachtschattengewächse“ dauert knapp 50 Minuten. Es können pro Vorstellung nur etwa 70 bis 80 Zuschauer eingelassen werden, so dass um 18 Uhr und um 20 Uhr Vorstellungen stattfinden. Für Getränke vor Vorstellungsbeginn ist gesorgt und die Darsteller versprechen, dass es nicht langweilig werden wird. Die Vorstellungen finden am Dienstag, 29. September, und am Mittwoch, 30. September, jeweils um 18 und 20 Uhr statt. Den Zuschauern wird geraten, auch den 18 Uhr-Termin zu nutzen. (js)

 


15.09.2009

Collage dreht sich um das Thema "Nacht"

Zeven (ZZ/js). Die Schüler des Seminarfachs Darstellendes Spiel (13. Jahrgang / St.-Viti-Gymnasium) haben nach Beendigung der Facharbeiten eine Collage zum Thema "Nacht" erarbeitet. Ausgangspunkt war die Suche nach Texten und Musik, zu .denen der Kurs in Form eines Stationentheaters atmosphärische Szenen entwickelt hat, die dann collagenartig aneinander montiert wurden.
Inhaltlich geht es um die Aktivitäten in der Nacht, um den Schlaf, um Küsse im Traum und nach 100 Jahren Schlaf, um Verbrechen, Dämonen, Prostitution und um die Liebe. "Wir durchstreifen die Nacht, bis uns Peter Fox im Morgengrauen von ,Schwarz zu Blau' nach Hause begleitet", heißt es in einer Pressemitteilung.
Da die Bühne im Haupthaus derzeit nicht nutzbar ist, mussten sich die Schüler auf die Suche nach einem alternativen Spielort machen.
"Wir entschieden uns für die Pausenhalle in unserer Zweigstelle, der ehemaligen holländischen Schule PWA. Da es dort keine Bühne und keine Bestuhlung gibt, haben wir uns für ein Stationentheater entschieden, bei dem die Zuschauer von Szene zu Szene mitgehen. Eine neue Sehgewohnheit, an die wir uns zunächst heran getastet haben und die wir inzwischen sehr spannend finden, so dass wir gar keine Lust mehr auf die normale Bühne haben", heißt es weiter in der Vorankündigung.
Die Collage am Dienstag und Mittwoch, 29. und 30. September, dauert jeweils knapp 50 Minuten. Es können pro Vorstellung nur etwa 70 bis 80 Zuschauer hineingelassen werden, so dass Vorstellungen um 18 Uhr und um 20 Uhr stattfinden. Für Getränke vor Vorstellungsbeginn ist gesorgt und die Schüler versprechen: "Es wird nicht langweilig."

 


29.08.2009

 


27.08.2009

Helden, die ihrem Gewissen folgten
Zevener Gymnasiastinnen für Beitrag zu Wettbewerb geehrt – Thema: „Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus“

 

 


26.08.2009

 

 


25.08.2009

 


24.06.2009

Um das Thema "Stopp! Nein zur Gewalt in Paarbeziehungen" drehte sich eine Ausstellung von Werken, die vor kurzem im Zevener Rathaus gezeigt wurden. Jetzt erhielten Schüler Preise für ihre Plakate. Auf einem stand dieser Satz: "Gewalt ist die Waffe der Schwachen". Fotos: as

"Stehe deinem Freund bei"
Schüler werden für Plakate zum Thema "Stopp! Nein zur Gewalt in Paarbeziehungen" geehrt

Von unserem Redakteur Alexander Schmidt

Zeven. Die Aussage ist unmiss-verständlich: "Stehe deinem Freund bei - erkenne und verhindere Gewalt". Geschrieben steht dieser Satz auf einem Plakat, das Schüler des St.-Viti-Gymnasiums angertigt haben. Und zwar im Zuge der Ausstellung "Stopp! Nein zur Gewalt in Paarbeziehungen", die vor kurzem im Zevener Rathaus zu sehen war (die Zevener Zeitung berichtete). Jetzt erhielten sowohl die Zwölftklässler des Religionskurses am "Viti" einen Preis als auch ein Realschüler, der sich ebenfalls beteiligt hat.

Die Schüler haben sich ausgiebig mit dem Thema „Gewalt in Paarbeziehungen" beschäftigt-jetzt gab es für diesen Einsatz Preise.

Im Foyer des Rathauses nahm Pia Tanita Sievers gestern stellvertretend für die Gymnasiasten den Preis entgegen: 100 Euro für die Klassenkasse. Sie hatten in Gruppenarbeit insgesamt fünf Plakate angefertigt, die das Thema "Gewalt in Paarbeziehungen" zur Sprache brachten.
Die 18-Jährige aus Farven hob besonders den vorbeugenden Charakter der Ausstellung und der Werke hervor. Prävention sei wichtig, um auch erste Anzeichen von Gewalt - ob in jugendlichen Beziehungen oder im Elternhaus -zu erkennen und dann zu handeln. Wer Antworten sucht auf Fragen wie „Wirkt deine Freundin eingeschüchtert?" oder „Verschließt sich deine Freundin vor dir?", für .den gibt es viele Kontaktmöglichkeiten, haben die Gymnasiasten recherchiert. Wenden können sich Betroffene beispielsweise an die Erziehungsund Familienberatungsstelle im Landkreis, die Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt oder an die „Nummer gegen Kummer".
Auf den Plakaten waren auch Tipps zu lesen, wie man auf Gewalt in Paarbeziehungen reagieren kann. Ein Beispiel: „Es ist gut, mit Menschen, denen du vertraust, über das Geschehene zu reden." Yannic Holzer brachte es mit einem in schwarzer Schrift auf weißem Papier niedergeschriebenen Satz auf den Punkt: „Gewalt ist die Waffe der Schwachen." Dafür erhielt der 16-jährige Realschüler aus Zeven einen Gutschein für ein Eis. Im Rahmen der Ausstellung haben in Zeven rund 340 Schüler teilgenommen, in Bremervörde (125) und Rotenburg (270) waren es etwas weniger, sagte Erhard Wichern, Polizeihauptkommissar vom Polizeikommissariat Zeven und Mitglied im Präventionsrat. Er freute sich über den Einsatz der Schüler. Das Themenspektrum auf den Plakaten sei super getroffen worden. „Wir wollen die Zivilcourage fördern, Lösungsmöglichkeiten anbieten, das Thema enttabui-sieren." Ziel sei es auch gewesen, vor allem die Zehnt- bis Zwölftklässler zu erreichen, sagte Wichern. „Und das haben wir geschafft." Schließlich seien die Schüler in dieser Altersspanne potentielle Opfer - und Täter.
Mit dem Ende der Ausstellung und der gestrigen Preisübergabe soll das Thema „Gewalt in Paarbeziehungen" jedoch nicht in der Schublade verschwinden. Darüber waren sich sowohl Wichern einig als auch die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Zeven, Gwendolyn Stort, der Zevener Kontaktbeamte Rolf Meyer, Marlis Schaklewski vom Frauenhaus und Angela van Beek vom Präventionsrat.
Zusammengestellt wurde die Ausstellung vom Landeskriminal-amt Niedersachsen. Federführend für die Organisation der Schau in Zeven war der Präventionsrat der Samtgemeinde Zeven.


www.lka.niedersachsen.de www.polizei-beratung.de www.hotline-kinderschutz.de www.gewaltschutz.info www.kids-hotline.de www.gewalt-ist-nie-ok.de

 


18.06.2009



Die Schülerinnen und Schüler der sechsten Bläserklasse des St.-Viti-Gymnasiums zeigten vollen Einsatz. Foto:
he

Stimmungsvoller Abend mit viel Herz und Stimme
Engagierte Schülerinnen und Schüler zeigen die volle Bandbreite ihres musikalischen Könnens


Zeven (he). Auch in diesem Jahr hatte das St.Viti-Gymnasium zum Abschluss des Schuljahres wieder zu seinem traditionellen Serenadenkonzert in die Pausenhalle der Schule eingeladen. Zum Auftakt des Konzertes spielten die Fünftklässler aus der V. Bläserklasse die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven.

Lena Neuhaus und Sarah Wülpern aus der Musikklasse 7Mu singen "Stairway to Heaven".

Rund 150 Kinder musizierten am Montagabend auf der Bühne der Schule und das freiwillig, wie Musiklehrer Friedemann Michalek betonte. Nach einem weiteren Ausflug in die Klassik, dem Thema aus der 9. Sinfonie von Antonin Dvorak, spielten die Nachwuchsmusiker anschließend das japanische
Volkslied „Sakura, Sakura“. Mit „School Spirit“ von W.T. Purdy endete dann der Auftritt der jüngsten Bläserklasse.

Zwei Filmmusiken standen auf dem Programm der VI. Bläserklasse mit Lehrer Dirk Seidel, die mit dem Thema aus dem Kinoerfolg „Forrest Gump“ von Alan Silvestri ihren Auftritt eröffneten und danach „Mission: Impossible“ spielten. Das letzte Stück der Klasse „Lady Marmelade“ wurde, nach dem Hit der Gruppe „Labelle“ in den 70er Jahren, gerade in jüngster Zeit durch Christina Aguilera wieder bekannt. Mindestens genauso bekannt war den Zuhörern das Stück „Sweet about me“, das der Unterstufenchor unter der Leitung von Mandy Kraatz zum Beginn seines Auftritts sang. Ein echter Dauerbrenner und seit dem Ende der 60er Jahre weltberühmt, ist der Gospelsong „Oh Happy Day“ von Edwin Hawkins, und ebenfalls ein Klassiker ist das Lied für die Freundschaft „That´s what friends are for."

DREI FRAGEN AN ...

... Carina Bösch (13 Jahre)

Carina Bösch

ZZ: Wie heißt das Instrument, das Du spielst?
Carina Bösch: Das ist eine Bass- Blockflöte.
ZZ: Wie lange spielst Du die Bassflöte schon?
Carina Bösch: Mit der Bassflöte habe ich erst vor wenigen Monaten angefangen.
ZZ: Hast Du vorher schon ein anderes Instrument gespielt?
Carina Bösch: Ich bekomme seit drei Jahren Flötenunterricht auf der Alt- und Sopran-Blockflöte.
Meine Flötenlehrerin gab mir dann den Tipp, auch mit der Bassflöte anzufangen.

Der Musikklasse der siebten Jahrgangsstufe, die danach das Podium betrat, bescheinigte ihr Lehrer Friedemann Michalek eine ausgeprägte Singfreudigkeit. So stand bei ihrem Beitrag „Stairway to Heaven“ auch der Gesang im Vordergrund, der von Lena Neuhaus und Sarah Wülpern an den Mikrofonen souverän übernommen wurde.

Für die Musikklasse des 9 Jahrgangs war das Serenadenkonzert der letzte gemeinsame Auftritt mit ihrem Musiklehrer Friedemann Michalek. Zum Abschied und als Dankeschön für die letzten Jahre hatte die Klasse noch einmal die Highlights des Unterrichts zusammengetragen. „Ihr wart eine Superklasse“,
dankte ihnen ihr Musiklehrer dafür.

Nach den Musik- und Bläserklassen, der Big Band und den Chören, hat das Gymnasium seit kurzer Zeit auch eine Instrumental- AG, die sich jedoch, so die Hoffnung der Leiterin Sonja Schraplau, zu einem Schulorchester mausern soll. Am Montag spielte die AG bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt die „Te Deum Prélude“ von Marc-Antoine Carpentier, anschließend „Alla turca“ von Mozart und zum Schluss ein Menuett und Allegro von Georg Friedrich Händel. Der Chor der Oberstufe eröffnete seinen Auftritt mit dem Stück „Top of the world“ von Richard Carpenter, es folgte „All about the blues“ und „I will survive“. Mit sattem Big-Band-Sound klang der Konzertabend dann langsam aus. „St.Thomas“ von Sonny Rollins, „A nightingale sang in Berkeley“ von Manning Sherwin und „Eli´s comin“ von Laura Nyro spielte die Band mit ihrem Leiter Friedemann Michalek und der begeisterte Applaus der vielen Eltern und Geschwister beendete dann nach zwei Stunden den musikalischen Abend.



11.06.2009


Die jungen Musiker des St.-Viti-Gymnasiums sind schon ganz gespannt auf ihren großen Auftritt. Foto: viti-gym/jb

Schüler sehnen Serenade herbei
Jahresabschlusskonzert findet am Montag in der Pausenhalle des St.-Viti-Gymnasiums statt

Zeven (ZZ/js). Mit zwei Bläserklassen, zwei Chören, zwei Musikprofilklassen, einer Big Band und einem neu gegründeten Schulorchester wird die Sommerserenade im Zevener St.-Viti-Gymnasium gestaltet.

Dazu laden die vier Musiklehrer und ihre etwa 150 beteiligten Schüler für den kommenden Montag ab 18 Uhr in die Pausenhalle der Schule ein. Damit beteiligt sich das St.-Viti-Gymnasium am Tag der Musik, der beinahe zeitgleich (12. bis 14. Juni) bundesweit - vorn Deutschen Musikrat initiiert - veranstaltet wird und die „Bedeutung der Musik für den Einzelnen wie für unsere Gesellschaft stärker in die öffentliche Wahrnehmung rücken" soll.

„Das zweite Schulhalbjahr war kurz und die Sommerferien beginnen in diesem Jahr sehr früh, deshalb gab es diesmal deutlich weniger Zeit zum Proben", berichten die Musikpädagogen. So werde aus der Not eine Tugend gemacht: Jedes Ensemble konzentriere sich auf die Darbietung weniger Stücke, so bewege sich das Konzert trotz der hohen Anzahl der Teilnehmer im normalen zeitlichen Rahmen von 90 Minuten.

Gespannt auf ihren Auftritt ist die fünfte Bläserklasse des Gymnasiums mit ihren bunten, von der Firma Hans löst (Planungsbüro/Bautischlerei) gespendeten T-Shirts. Ebenso geht's dem seit Februar existierenden Schulorchester (bestehend aus Streichern, Flöten, Saxophonen, Klarinetten, Trompeten und einer Tuba) das seinem ersten öffentlichen Auftritt gespannt entgegenfiebert.



10.06.2009


Der Trakt mit den naturwissenschaftlichen Fachräumen wird in zwei Stockwerken völlig entkernt und neu geordnet. Außerdem wird es einen Anbau geben, der sich über den Eingangsbereich des Gymnasiums erstrecken und für viel zusätzlichen Platz sorgen wird. Foto: ak

Zevener Schüler müssen bald nicht mehr wandern
Ende der Raumnot am St.-Viti-Gymnasium naht – Klassen sollen ab 2010 ein festes Domizil erhalten


Zeven (ak). Die Raumnot im Zevener St.-Viti-Gymnasium ist seit Jahren ein leidiges Thema für Lehrer, Eltern und Schüler. „Jetzt wird endlich Abhilfe geschaffen. Dann sind wir fit für das nächste Jahrzehnt“, sagte Direktor Elmar Wagener im Gespräch mit der Zevener Zeitung.


Dieser Querschnitt zeigt, was im zweiten Obergeschoss (und ähnlich im ersten Obergeschoss) passieren soll. Die schwarzen Linien zeigen vorhandene Wände, die erhalten bleiben. Rot sind neue Wände, alles was gelb eingezeichnet ist, wird abgebrochen.
Noch in diesem Monat soll im naturwissenschaftlichen Trakt mit den umfangreichen Umbauarbeiten begonnen werden. Sowohl im ersten Obergeschoss, wo sich die Fachräume für Physik befinden, als auch im zweiten Obergeschoss, wo die Chemie beheimatet ist, wird alles umgekrempelt. Die nebenstehende Skizze zeigt, welche Wände stehen bleiben, was abgerissen, und wie die Räume durch neue Mauern anders zugeschnitten werden. Hinzu kommt, dass es einen Anbau geben wird, der sich über den Eingangsbereich des Gymnasiums erstrecken wird. Dadurch wird Fläche hinzugewonnen, es wird für beide Fachbereiche weitere Räume geben. Derzeit müssen nahezu alle Klassen – mit Ausnahme des Jahrgangs 5 – ständig umziehen, haben keine festen Räume.
WORTWÖRTLICH

„Wir hoffen, das Jahr irgendwie zu überstehen.“
Direktor Elmar Wagener über die bevorstehende Bauphase am Zevener Gymnasium.

Denn für 48 Lerngruppen stehen nach Aussage von Elmar Wagener nur 33 Klassenräume zur Verfügung. Das soll sich vor allem durch ein neue Gebäude zwischen Gymnasium und Lerchenweg ändern. Im September wird mit dem Bau dieses zweistöckigen Pavillon begonnen. Dort werden ausreichend neue Kapazitäten geschaffen, dann sollen alle Klassen ein festes Domizil bekommen. Zwischen den Sommerferien 2009 und Ostern 2010 wird außerdem das Lehrerzimmer erweitert und umgebaut. Auch hier soll genügend Platz geschaffen werden, um allen Lehrkräften ein vernünftiges Arbeiten zu ermöglichen.

 


09.06.2009


Sigrid Jablonski mit ihren begabten Kängurus, die beim Mathe-Wettbewerb erste Plätze errangen. Foto: tk

Preise für siegreiche Zevener Kängurus
Neun St.-Viti-Schüler erringen erste Plätze beim Mathematik-Wettbewerb

Zeven (tk). Manch einer bekommt schon schlechte Laune, wenn er nuran Mathedenkt,andere reiben sich die Hände und freuen sich, knifflige Aufgaben lösen zu können. Zu denen, die Spaß am Rechnen haben, gehören Hunderte von St.-Viti-Schülern. Neun von ihnen haben jetzt erste Plätze beim Känguru-Wettbewerberrungen.

Zum Aufwärmen eine kleine Aufgabe, die Siebt- und Achtklässler zu lösen haben, wenn sie am jährlich und international ausgetragenen Känguru-Wettbewerb teilnehmen: „Treppenhausen ist ein seltsames Dorf. In jeder Straße ist eine Seite unbebaut, und auf der anderen Seite stehen 10 Häuser genau nebeneinander. Die Häuser haben 1, 2 oder 3 Stockwerke. Benachbarte Häuser unterscheiden sich immer um genau ein Stockwerk. Wie viele Straßen
gibtes in Treppenhausen höchstens, wenn die Anordnung der Häuser in jeder Straße verschieden ist?“ Wer die Lösung errechnen möchte, der muss jetzt weggucken. Es sind 64 Straßen.

Ziel des Känguru-Wettbewerbs ist es - vergleichbar mit dem des Breitensports - den Spaß an Mathematik zu fördern. In diesem Jahr haben knapp 600 St.-Viti-Schüler der Jahrgänge 5 bis 12 daran teilgenommen - bundesweit waren es rund 800 000 Schüler. Für diese beachtliche Zahl hat das Zevener Gymnasium eine Auszeichnung erhalten. Sämtliche Wettbewerbs-Teilnehmer haben als Belohnung eine Urkunde, eine Lösungsbroschüre und ein Knobelspiel erhalten.

Beim Knobeln und strategischen Denken haben sich die 9 Zevener Gymnasiasten hervorgetan: Die Fünftklässler Simone Albers, Bastian Silies, Jörn Steffens, Timo Kist und Svea Wallbaum, die Sechstklässler Jonas Eckhoff und Felix Lem sowie Timon Miesner aus der siebten und Jost Viebrock aus der achten Klasse belegen erste Plätze.

Für diese Spitzenleistung erhielten sie jetzt als Preise aufwändige Experimentierkästen, ebenfalls Lösungshefte und Knobelspiele, die ihnen die Wettbewerbsorganisatorin des St.-Viti-Gymnasiums und Mathe-Fachbereichsleiterin Sigrid Jablonski im Beisein von Schulleiter Elmar Wagener überreichte. Zwei Schüler durften sich zudem über Känguru-T-Shirts freuen.

Mit Medaillen sind darüber hinaus Jost Viebrock und Timo Kist ausgezeichnet worden. Die beiden Mathe-Genies hatten es bis zum Landesentscheid bei der Mathe-Olympiade geschafft. Timo Kist schmückt sich mit einer Silbermedaille. Jost Viebrocks Brust ziert eine Bronzemedaille.

STICHWORT

Der Känguru-Wettbewerb wird zentral durch den verein Mathemattikwettbewerb Känguru mit Sitz an der Humboldt-Universität zu Berlin vorbereitet uind ausgewertet. Durchgeführt wird der Wettbewerb jedoch dezentral an den Schulen. Die Teilnahme am Wettbewerb ist für alle Schüler er Klassen 3 bis 13 möglich. Jede Klassenstufe erhält altersgerechte Aufgaben, die am Kängurutag in 75 Minuten zu bearbeiten sind. Der Wettbewerb finanziert sich selbst. Zur Deckung der Kosten entrichtet jeder Teilnehmer ein Startgeld von 2 Euro.

 


24.05.2009

Tolle Spende an die Bläserklasse

Anlässlich des 50. Jubiläums der Firma Wilhelm Fahjen Kleidung hatte die Bläserklasse 6b des St.-Viti-Gymnasiums einen Auftritt. Dafür bedankte sich im Namen der Firma Cornelia Fahjen mit einem Präsent und einer Aufbesserung für die Klassenkasse. Die bei der Feier gesammelten Spenden kommen der Stiftung "Elterninitiative für krebskranke Kinder Augsburg" zugute. Text/Foto: Privat

 


19.05.2009


Die Bigband des St.-Viti-Gymnasiums legte ein fulminantes Konzert zum Auftakt der Stadtparksaison 2009 hin. Fotos: fh

Junge Musiker swingen und
rocken in Zevens Stadtpark

Bigband des Gymnasiums bringt Publikum so richtig in Stimmung – Furioser Auftakt der Saison

Zeven (fh). Die Stadtparkkonzert-Saison 2009 ist am vergangenen Sonntag eröffnet worden. In diesem Jahr machte die Bigband des St.-Viti-Gymnasiums mit einem furiosen Auftritt den Anfang. Sie unterhielt das Publikum mit flotten Stücken, die gleich ins Blut und in die Beine gingen – kaum ein Fuß, der nicht im Takt mittippte.

Das Wetter hielt sich bravurös und ab und an lugte sogar der eine oder andere Sonnenstrahl durch die ansonsten dichte Wolkendecke. Doch die Himmelsschleusen blieben geschlossen und die mehr als 200 Musikfreunde im Stadtpark konnten das außergewöhnliche und sehr abwechslungsreiche Programm der Schülerband vom ersten bis zum letzten Ton im Freien genießen.


Aikje Geisbauer am Tenor-
Saxophon

Und nachdem dann auch die Kirchenglocken ihr endlos scheinendes Geläut eingestellt hatten, konnte das Konzert mit einer viertelstündigen Verspätung endlich beginnen. Noch vor dem letzten Glockenschlag setzte dann die mit Spannung erwartete Musik ein. Mit „Smooth Operator“, einem Mix aus Latin und Soul gewürzt mit einigen afrikanischen Rhythmen, haben die 22 Schülerinnen und Schüler das Publikum in ihren Bann gezogen.

Angela van Beek, erste stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Zeven, begrüßte die Bigband, wünschte dem Konzert einen guten Verlauf und drückte beide Daumen für das Wetter. Dazu gab es für den Leiter der Bigband,
Friedemann Michalek, noch das traditionell zu diesem Anlass überreichte Buch der Stadt Zeven.

Und dann ging es im Programm auch gleich flott weiter. Neben Jazzstücken wie „Route 66“, eher rockigen Werken wie „Thriller“ oder „Inside Out“ spielte die Big-and auch eher ruhige Swingnummern wie das einst von Frank Sinatra gesungene „Fly Me to The Moon“.

Und so präsentierte die Bigband einen bunten Mix aus ganz unterschiedlichen Musikrichtungen, was Friedemann Michalek so erklärte: „Sie haben eine Schülerband vor sich, und die mögen eben Rock. Und da sie auch beim Swing immer so gut mitmachen, haben sie es verdient, auch mal eine flotte Rocknummer zu spielen.“

Und damit war wohl für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Natürlich durfte dabei Benny Goodman, als Godfather der Bigband-Musik, nicht fehlen. Er habe als erster Musiker den Jazz der Farbigen auch bei der weißen Bevölkerung hoffähig gemacht, erklärte
Michalek.

Die Bigband zeigte auch bei Nummern wie „Birdland“, einem weiteren bekannten Klassiker des Bigband-Jazz, oder „In the Mood“ von Glen Miller ein harmonisches Zusammenspiel aus Rhythmusgruppe, also Klavier, Gitarre, Bass
und Schlagzeug mit den drei Bläsersätzen aus Saxophon, Posaune, Trompete.

Besonders die spektakulären Soli auf der Gitarre, am Saxophon, der Posaune oder am Schlagzeug sorgten für Furore und jede Menge Applaus. Die Bigband hat mit ihrem ersten Open-Air-Auftritt bewiesen, dass die Stadtparkkonzerte nicht nur etwas für die Älteren sind, sondern bei der richtigen Musikauswahl auch viele jüngere Zuhörer in den Stadtpark locken können.

DREI FRAGEN AN ...

... Imke Otten

ZZ: Wie lange haben Sie für diesen Auftritt geprobt?
Otten: Wir hatten am Mittwoch vor dem Konzert eine ziemlich anstrengende Sonderprobe von der fünften bis zur zehnten Stunde Ansonsten üben wir jeden Montag für zwei Stunden. Wir haben uns also für unseren ersten Open-Air-Auftritt gut vorbereitet.
ZZ: Warum spielen Sie gerade als Posaunistin in einer Bigband?
Otten: Mir gefällt daran vor allem das gemeinschaftliche Musizieren, darum spiele ich parallel auch noch in der


Imke Otten

Heeslinger Big-band. Da ich vorher schon in der Bläserklasse am St.-Viti-Gymnasium gespielt habe, lag es für mich nahe, später in die Bigband zu wechseln.
ZZ: Entspricht die Musik, die die Band spielt, denn auch Ihrem eigenen Musikgeschmack oder was hören Sie so privat?
Otten: Also ich finde unsere Musik richtig cool. Ansonsten höre ich Zuhause eigentlich überwiegend Radio. Aber Nummern wie „September“ und manchmal auch „Birdland“ hört man ja auch im Radio – also mir gefallen die Stücke, die wir spielen, richtig gut.



22.04.2009



Die schwedischen Austauschschüler mit ihren deutschen Gastgebern und den Lehrerinnen Friederike Matzen, Karin Cronholt und Helena Runelid. Foto: ha

Kulturaustausch am St.-Viti-Gymnasium in Zeven
Schwedische Schüler aus Skara sind zu Gast und lernen den deutschen Alltag kennen - Jugendliche von der Stadt beeindruckt

Zeven (ha). Auch in diesem Jahr findet wieder ein Austausch zwischen den Schülern des St.-Viti-Gymnasiums und den Schülern ihrer Partnerschule in Skara statt.
Die schwedische Stadt Skara befindet sich etwa 150 Kilometer nordöstlich von Göteborg. Sie ist die mittlerweile einzige Partnerstadt Zevens.
Der Austausch kam durch die Schweden-Arbeitsgemeinschaft (AG) des Gymnasiums zu Stande, wie die deutsche Lehrerin Friede-rike Matzen berichtete. Jedes Jahr haben die Schüler des 11. Jahrgangs die Möglichkeit, an der AG teilzunehmen. Im Herbst fährt eine deutsche Gruppe nach Skara. Der Gegenbesuch der Schweden findet dann im April des darauffolgenden Jahres statt.
In diesem Jahr sind es elf Schüler und zwei Lehrerinnen, die sich auf den Weg nach Zeven gemacht haben. Sie verbringen fünf Tage in Deutschland und sind in dieser Zeit in Gastfamilien untergebracht. Die Schüler sind, wie auch ihre deutschen Gastgeber, 16 bis 17 Jahre alt und lernen an ihrer Schule in Schweden die deutsche Spracht-. Dies v^i auch die Gruncl-voraussct/nnj', Im die Teilnahme an dem Austausch gewesen. Während ihres Aufenthalts nehmen die Schweden an einigen Tagen am Unterricht ihrer Gastgeschwister teil und erhalten so einen Einblick in den Schulalltag der Deutschen. Für die verbleibenden Tage sind unter anderem ein Besuch in Hamburg und eine Erkundung der Umgebung mit dem Fahrrad geplant. Da die schwedischen Besucher an ihrer Schule in Skara Deutsch lernen, bietet der Austausch mit den Deiilsehen für sie die ideale Möglichkeit, ihre sprachlichen Fähigkeiten zu verbessern, und sie treffen ihre neu gewonnenen Freunde wieder. Bei der Frage, ob ihnen bereits Unterschiede zwischen den beiden Ländern aufgefallen seien, kamen sie auf das Essen zu sprechen. In Schweden gäbe es keinen süßen Aufstrich wie Marmelade zum Frühstück. Des Weiteren sei Zeven für schwedische Verhältnisse eine recht große Stadt und es gebe viel mehr Leute auf den Straßen.



28.03.2009


Durch die Innenstadt ging der Protestzug der Schülerinnen und Schüler über den Wochenmarkt
bis zum St.-Viti-Gymnasium.

Schüler prangern Missstände an
11. Jahrgang zieht demonstrierend durch Zeven – „Wäre unsere Schule eine Bank, hättet ihr sie schon gerettet!“

Zeven (zi). Mit einem Demonstrationszug am Freitagmorgen wiesen Schüler des St.-Viti-Gymnasiums auf die Bedingungen in der von ihnen genutzten Außenstelle der Schule hin. Allerdings hatten sie bei ihrem frühen Zug durch die Zevener Innenstadt kaum Publikum.

Mit Trillerpfeifen, Megafonen und Plakaten ausgestattet bewegte sich am Freitagmorgen ab kurz vor 8 Uhr in Polizeibegleitung ein lautstarker Demonstrationszug von Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs des St.-Viti-
Gymnasiums vom Gelände der Prins-Willem-Alexander-Schule (PWA) – der ehemaligen niederländischen Schule am Godenstedter Berg – durch die Innenstadt in Richtung St.-Viti-Gymnasium. Die rund 100 Gymnasiasten, die sich
in einem in der Zevener Zeitung veröffentlichten Leserbrief an die Öffentlichkeit gewandt hatten, wollten damit auf die von ihnen als Missstände empfundenen Bedingungen in der Außenstelle der Schule hinweisen.

Thees Martens
Fotos: zi

Am Haupthaus des Gymnasiums an der Bahnhofstraße wiederholte dann Jahrgangsvertreter
Thees Martens noch einmal die Forderungen nach besserer Ausstattung und Betreuung, mehr Busverbindungen und gegen den immensen Unterrichtsausfall.
Zur Zeit sind nach seiner Auskunft rund 100 Schülerinnen und Schüler im 11. Jahrgang. Im kommenden Jahr werden es wohl 180 Personen sein, die dann in der Außenstelle des Gymnasiums in der PWA-Schule unterrichtet werden.

Deshalb wiesen die jungen Demonstranten in einem Informationszettel auf die existierenden
Probleme hin, formulierten ihre Wunschziele und wiesen auch Lösungswege auf. Auf besonders viel Zustimmung bei den wenigen Zuschauern stieß das mitgeführte Plakat mit der Aufschrift: „Wäre unsere Schule eine Bank, hättet ihr sie schon gerettet!“
Elmar Wagener, Direktor des Gymnasiums, räumte auf ZZ-Nachfrage ein, dass es in der Außenstelle durchaus Probleme gebe. Aber der Zeitpunkt der Demo habe ihn verwundert. Am Tag zuvor habe es noch ein Gespräch der Elternvertreter mit dem Koordinator gegeben, am ersten Schultag nach Ostern sei eine Jahrgangkonferenz in der PWA geplant. „All das wissen die Schüler, aber sie reden nicht mit uns, sondern schreiben lieber einen Leserbrief. Die Unterbringung in der Außenstelle auch im neuen Schuljahr ist aus unserer Sicht die einzige Lösung, um diese Jahrgänge aus dem Baulärm heraus zu halten. Wir bauen immerhin an vier Stellen“, sagte Wagener.„Wir können keine anderen Jahrgänge auslagern, die Mittelstufenklassen sind zu groß dafür.“

 


28.03.2009

„Abipunktur – jeder Punkt kostet Nerven“

Zeven (he). Am letzten Tag vor den Osterferien beendete gestern das „Klinikpersonal“ im Zevener St.-Viti-ymnasium seine siebentägige Aktion, mit der traditionell der Abschluss der Schulzeit eingeläutet wird. Das diesjährige Motto hieß „Abipunktur – jeder Punkt kostet Nerven“. Nach den Osterferien geht sie dann los, die Jagd nach Punkten: Dann beginnen die schriftlichen Abiturprüfungen für die 70 Mädchen und Jungen der 13. Klassen. Foto: he



27.03.2009

Zu den Zuständen in der ehemaligen Prins-Willem-Alexander-Schule schreiben die Klassensprecher des 11. Jahrgangs des St.-Viti-Gymnasiums.
Gerechtigkeit
Wir, der 11. Jahrgang, sind jetzt ein Jahr ausgelagert. Wir können uns nicht vorstellen, wie wir ohne Bibliothek, ohne dauerhaft funktionierende Internetverbindung, ohne die Möglichkeit, Fachlehrer um Rat zu fragen, eine Facharbeit in Jahrgang 12, in dem wir weiter die Außenstelle besuchen werden, schreiben sollen.

Wir können uns nicht vorstellen, wie wir in den Naturwissenschaften, in Musik und Kunst, aber auch in den anderen Fächern, das Abitur genauso gut bestehen sollen, wie es an anderen Schulen möglich ist. Wir wünschen uns ein bisschen mehr Gerechtigkeit, ein bisschen mehr Beachtung. Wir möchten, dass die Möglichkeiten, die das St.-Viti-Gymnasium seinen Schülerinnen und Schülern bietet, auch uns offen stehen.

 

Nanu, wo sind wir hier gelandet? Ist die „Keksschachtel“ ein Gymnasium? Kaum vorstellbar. Unsere Schritte hallen durch den langen Gang, zerstören die anfangs so idyllisch wirkende Ruhe. Es ist Punkt 8 Uhr, 10 Minuten nach Unterrichtsbeginn, die letzten Schüler trudeln nach langen Wegen von den Bushaltestellen in der Prins-Willem-Alexander-Schule (PWA), der ehemaligen niederländischen Schule, ein. Die auf dem Godenstedter Berg liegende Außenstelle des St.-Viti-Gymnasiums ist seit zwei Jahren Aufbewahrungsort für den 11. und zum Teil auch 13. Jahrgang. Hier soll auf die Kursstufe beziehungsweise das Abitur vorbereitet werden. Doch wie sieht der Schulalltag aus?
Folgen wir einem der Schüler unauffällig durch seinen Schulvormittag. Wohin führt sein Weg um kurz nach 8 Uhr? Es könnte der Kunstraum sein, in dem er seinen Platz einnimmt. Zumindest hängt an der Tafel ein Bild, über das diskutiert wird. Den Tischen sieht man an, dass hier seit vielen Jahren gearbeitet wurde. Im Raum ist ein Rumoren im Gange. Die Schüler kramen Farben, Pinsel, Stifte und Teller als Palette, die eben noch zu Hause in der Vitrine standen, heraus. Dann kann es ja losgehen. Ach so, oh. Zeitungen zum Unterlegen gibt es auch keine, gut, dass der Nachbar welche mit hat. Auf einmal stürmt ein Großteil der Schüler hinaus, mit Broten und Äpfeln unter dem Arm. Es wird wohl Pause sein. Das haben wir durch die nicht vorhandene Pausenglocke gar nicht mitbekommen. Wie peinlich. Machen wir uns dann auch mal wieder auf den Weg. Im nächsten Klassenraum herrscht Verzweiflung, eine Schülerin will ein Referat halten. Es muss verschoben werden, da einer der beiden Beamer kaputt ist, der andere in einer anderen Klasse gebraucht wird.
Schnell gehen wir weiter. Wie schön: Experimente im Chemieunterricht. Doch bei näherem Hinsehen ist der Lehrer dabei, Petroleum zu verbrennen, um so den Raum zu erwärmen, da die Heizung nicht funktioniert. Für Oberstufen-gerechtes Experimentieren ist die Schule auch gar nicht ausgestattet.
Wir gehen weiter. Auf Zehenspitzen nähern wir uns einem weiteren Klassenzimmer. Musikunterricht, Schüler und Lehrer scharren sich um das eine Keyboard und die Flöte. Einen speziellen Musik-Fachraum gibt es hier nicht. Im nächsten Raum herrscht Stille, hier wird eine Klausur geschrieben. Wir wollen nicht stören.
Knaaaarrzzzz. Was war das? Knaaarzzz, ertönt es wieder. Nervenaufreibende Laute der zum Teil noch aus niederländischen Zeiten stammenden Stühle, die eher an kleinere Menschen angepasst sind und bei der kleinsten Bewegung Rückenschmerzen verursachen. Da wollen wir bloß nicht noch zu sätzlich Lärm erzeugen und schleichen davon.
Angezogen von lauten Tönen schleichen wir zwei Räume weiter „Freistunde“ kommt als kurze Antwort. Allein diese Klasse hat neben etlichen Lehrerwechseln seit Schuljahresbeginn über 120 (!!!) Freistunden zu verkraften geabt. Das entspricht drei vollen Wochen zusätzlicher Ferien. Ferien, in denen Unterrichtsstoff verpasst wurde.

In Zeiten von Zentralabitur und dem Kampf um Studien- beziehungsweise Ausbildungsplätze der 2011 auf die Schülerinnen und Schüler des Doppeljahrgangs zu kommt, machen wir uns bei den herrschenden Bedingungen an de
PWA Sorgen.


Stellvertretend für den 11. Jahrgang die Klassensprecher der fünf Klassen

 


19.03.2009

Auf der Insel der Unglückseligen
Theater-AG brilliert mit Stück über Leben zehn Jahre nach der Wende



13.03.2009

Geografieschüler strebt Sieg auf Landesebene an

Zeven (ZZ/as). Jetzt geht’s um den Landessieg: Seit Januar wetteifern Schüler aus ganz Deutschland bereits zum neunten Mal beim Wettbewerb „National Geographic Wissen“ um den Titel des bundesweit besten Geografieschülers.

Timon Miesner (links, neben Erdkundelehrer Oskar Grauman) strebt den Landessieg beim Wettbewerb "National Geographic Wissen" an. Foto: internet-ag/jb

Der 12-jährige Timon Miesner, der die Klasse 7 SP besucht, hat die ersten zwei Hürden geschafft und sich als Schulsieger des St.-Viti-Gymnasiums Zeven für den Landesentscheid Niedersachsen qualifiziert.

Nun wird sich zeigen, ob Timon Miesner den anderen Schulsiegern des Bundeslandes überlegen ist und damit zum Landessieger aufsteigt. Dann hätte er am 15. Mai beim Finale des Wettbewerbs in Hamburg die Chance auf den Titel des besten Geografieschülers Deutschlands.

Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 249 000 Mädchen und Jungen am bundesweit größten Schülerwettbewerb für 12- bis 16-Jährige. Organisiert wird der Wettbewerb von „National Geographic Deutschland“ gemeinsam mit dem Verband Deutscher Schulgeografen (VDSG) und dem Westermann-Verlag mit dem Diercke-Weltatlas, der im zurückliegenden Jahr sein 125-jähriges Jubiläum feierte.

„Wer als Weltbürger auftreten will, der muss nicht zuletzt auch wissen, wo welche Staaten, welche Städte liegen und was unsere so genannte globale Welt in ihrem Inneren zusammenhält“, so VDSG-Vorsitzender Dr. Frank Czapek.

Thomas Michael, der Geschäftsführer des Westermann-Verlags, ergänzt in diesem Zusammenhang: „Für alle Entdecker bieten wir einen passenden Atlas an: vom Diercke-Grundschulatlas bis zum großen Diercke-Weltatlas. Das Besondere: Alle Atlanten sind mit einem umfassenden Trainingsangebot im Internet vernetzt. Über den eigenen Zugangscode können sich Schüler so schon frühzeitig für den Wettbewerb fit machen.“

Neben der Möglichkeit auf den Bundessieg hat der St.-Viti-Gymnasiast Timon Miesner im Falle einer sehr guten Platzierung auf Bundesebene auch die Chance, an der in diesem Jahr auf internationaler Ebene in Mexiko-Stadt veranstalteten Geografie-Olympiade teilzunehmen.

Weitere Informationen zum Wettbewerb, der seit dem Jahr 2000 ausgetragen wird, gibt‘s im Internet:

www.nationalgeographic.de

 


12.03.2009

STANDPUNKT

Stephan Oertel

Unfähig zur Kurskorrektur

Die Schulpolitik des Landes erweist sich zunehmend als Murks. Nach dem Motto „Wir diskutieren nicht lang, wir handeln.“ wollten sich CDU und FDP gleich nach der Wahl als besonders pragmatisch und unideologisch profilieren. Die Orientierungsstufe wurde abge schafft, das dreigliedrige Schulsystem zum Non plus ultra erhoben. Millionen flossen in eiligst auf den Weg gebrachte Um- und Neubauten, bei denen sich jetzt zeigt, dass sie teilweise völlig am Bedarf vorbei geplant worden sind. Tatsächlich platzen Gymnasien aus allen Nähten, während in manch einer Hauptschulklasse nicht ein mal mehr zehn Schüler unterrichtet werden. Dass dieselbe Landesregierung, die sich in so kurzer Zeit dermaßen verschätzt hat, für neue Gesamtschulen nun eine sichere 14-Jahres-Prognose einfordert, sei hier nur am Rande erwähnt.
Schwerer wiegt die Unfähigkeit von CDU und FDP zur Kurskorrektur. Dabei wäre es gerade für eine ländliche Region wie den Kreis Rotenburg wichtig, Alternativen zu haben, Familien und guten Lehrern ein attraktives Schulangebot vorzuhalten. Elternbefragungen wie in Sittensen, Gnarrenburg und Bothel zeigen, wohin die Reise geht und wie groß der Bedarf an Gesamtschulen ist.
Und was macht die Landesregierung? Sie legt für solche Schulformen absurde Hürden auf und betreibt Flickschusterei. Das ist Ideologie pur. Dabei geht es längst nicht mehr um die Frage Dreigliedrigkeit oder Gesamtschule, sondern um vor Ort passende Konzepte. Der PISA-Schock bot die Chance, in diesem Sinne parteiübergreifend Lösungen zu erarbeiten. CDU und FDP aber wollten nicht diskutieren.


06.03.2009

Nicht nur bei den Straßenkindern im "Café Mitte" ging es lebendig zu. Das Theaterstück wird ab dem 17. März aufgeführt.

Wo "Ossis" auf "Wessis" treffen
"Café Mitte" in Zeven: Zu Gast bei der Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums -
Schüler proben nächstes Stück ein

Zeven (zi). Zu einer öffentlichen Probe hatte vor einigen Tagen die Theater-AG des St.-Viti-Gymnasiums eingeladen. Ein Angebot, das von der Öffentlichkeit allerdings nur wenig genutzt wurde. Die Anwesenden haben einen sehr guten Einblick in die vielfältigen und aufwändigen Arbeiten gewonnen, die lange im Vorfeld einer Premiere stattfinden.

„Ossis" und „Wessis", Straßenkinder, Senioren, illegale Einwanderer, Politiker und Wirtschaftsvertreter: Das sind nur einige der Charaktere, die im ehemaligen Ostberlin des Jahres 1999 das „Cafe Mitte" besuchen und trotz allen Witzes genauso ihre sehr ernsten Probleme haben.

Und „Cafe Mitte" ist auch der Titel des lebendigen und spaßigen Stückes, das ursprünglich im Grips-Theater in Berlin gespielt wurde und nun am Dienstag, 17. März, in Zeven Premiere im St.-Viti-Gymnasium haben soll.
Dafür arbeiten nun schon seit Monaten die 35 Mitglieder der Theater-AG der Schule unter Leitung von Gaby Reetz und neun Schüler des Leistungskurses Musik im 12. Jahrgang unter Leitung von Dirk Seidel. Denn das Stück wird durch hörenswerte Live-Musik begleitet, die Schüler selbst komponiert haben und die nach Auskunft des Musiklehrers „aus dem Kurs heraus entstanden ist".

Wirken zumeist im Hintergrund und werden vom Publikumhäufig nicht wahrgenommen: einige Mitglieder der Technik-AG bei Abstimmungsarbeiten. Fotos: zi

Und so herrschte bei der öffentlichen Probe nicht nur auf der Bühne reges Leben, wo sich insgesamt 25 Charaktere darstellten und zeitgleich testeten, ob beispielsweise der Text richtig gelernt wurde, wo man in welchem Augenblick der jeweiligen Szene zu stehen hat, was dabei die Sprech- und Blickrichtung ist oder ob die Requisiten am richtigen Platz liegen. Dazu gab es immer wieder Anregungen und Tipps von Gaby Reetz, die bereits seit 20 Jahren die Theater-AG betreut und auch diesmal den Überblick im kreativen Chaos behielt. Auf ihre Hinweise reagierten auch sofort die vielen helfenden Personen im Hintergrund. Denn die Technik-AG musste wissen, wann welches Handy klingelt oder nach welcher Szene das Licht zu verlöschen hat. Und Souffleuse, Inspizienten, Maske und Requisite erhielten an diesem Probentag auch noch Aufgaben, die bis zur Premiere unbedingt erledigt werden müssen.

Dabei laufen die Proben für „Cafe Mitte" nach Auskunft von Gaby Reetz eigentlich bereits seit September des vergangenen Jahres. Schon ab Mai wurden von allen Beteiligten rund 20 Stücke gesichtet und gelesen, damit sie sich in einer Gemeinschaftsentscheidung auf ein Bühnenwerk einigen konnten. Dem folgten neben dem Lernen der jeweiligen Texte intensive Probenwochenenden, die diesmal in Worpswede und Bademühlen stattfanden. „Wir wollen das Berliner ,Cafe Mitte' nach Ze-ven holen", formuliert Gaby Reetz die Herausforderung, die sich die Theater-AG diesmal selbst gestellt hat. Dirk Seidel ergänzt: „Außerdem ist dieses Stück ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum großen Wunsch, irgendwann ein Musical aufzuführen."

Wie erfolgreich die Proben und Arbeiten waren, davon kann sich das Publikum bei den Aufführungen ab dem 17. März im St.-Viti-Gymnasium einen Eindruck verschaffen. „Auch wenn die Proben parallel zum Abitur und den Facharbeiten anstrengend sind, macht es Spaß. Und man erhält dafür später soviel Anerkennung", sagte ein Mitwirkender. Ein anderer fügte hinzu: „Die Intensivproben in den letzten zwei Wochen vor der Aufführung werden besonders anstrengend, aber es ist auch immer witzig." Schließlich warb die Theater-AG um neue Mitspieler: „Bei uns kann jeder Schüler des St.-Viti-Gymnasiums ab Klasse 10 mitmachen, der Zeit und Lust hat, auf der Bühne zu spielen oder zu helfen. Wer bei uns mitmachen will, muss also nicht unbedingt auf der Bühne stehen wollen."

DREI FRAGEN AN ...

Gaby Reetz leitet auch in diesem Jahr die Proben der Theater-AG und gibt den Beteiligten Tipps und Anregungen.

... Gaby Reetz

ZZ: Im Jahr 2008 spielte die Theater-AG „Graf Öderland" von Max Frisch. Wie kam es nun zum Stück „Cafe Mitte" von Volker Ludwig?
Reetz: „Graf Öderland" ist ein sehr ernstes Stück, weshalb sich die Mitglieder der Theater-AG diesmal für ein fröhlicheres Werk entschieden haben, in dem ernste Themen locker umgesetzt werden. Wir wechseln im Grunde von Jahr zu Jahr immer zwischen heiteren und ernsten Stücken.
ZZ: Was sind diesmal die herausragenden Rollen?
Reetz: Eigentlich gibt es keine ganz wichtigen Hauptrollen, da alle Charaktere gemeinsam das quirlige und abwechslungsreiche Leben im „Cafe Mitte" darstellen und tragen.
ZZ: Diesmal verbinden sich im „Cafe Mitte" Theater und Musik. Wie klappt hierbei die Zusammenarbeit?
Reetz: Schon früher hatten wir Stücke, die mit Musikbegleitung gespielt wurden. Außerdem gab es gerade im vergangenen Herbst ja zum Beispiel das Musiktheaterprojekt „Lysistrata" von Aristophanes, das von den Seminarfächern Darstellendes Spiel und Musik des 13. Jahrgangs im St.-Viti-Gymnasium präsentiert wurde. Diesmal werden die leisen und starken Töne der Schauspieler durch die Live-Musik des Leistungskurses Musik im 12. Jahrgang begleitet. Eine Zusammenarbeit, die wunderbar klappt. Außerdem hat übrigens der Leistungskurs Kunst das Plakat zur Aufführung entworfen. Die Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen funktioniert also bestens.


27.02.2009

Die Klasse 6F1 versucht in Mathe nachzuvollziehen, was es mit der Mittelsenkrechten auf sich hat.

Note 5- für die Regierung
Teilzeit: Gymnasiallehrer begehren auf

Zeven (tk). Mit den Worten Stückwerk, Bankrotterklärung, Panikreaktion kommentieren die Personalratsvorsitzende des St.-Viti-Gymnasiums Gaby Reetz und ihre beiden Kollegen Sandra Giörtz und Frank Mahler den neuen Versuch der Landesregierung, die Unterrichtsversorgung an den Schulen zu verbessern.

"Ich betreibe eine privat finanzierte Qualitätssicherung des Unterrichts", sagt die Deutsch- und Kunstlehrerin Giörtz. Sie hat bei der Landesschulbehörde einen Antrag auf Stundenreduzierung gestellt. Statt der Regelunterrichtszeit von 23,5 Wochenstunden möchte sie 21 Stunden erteilen. Dafür verzichtet sie auf rund zehn Prozent ihres Gehalts. Bereits nach fünf Jahren Vollzeit sieht sich die Deutschlehrerin dazu veranlasst, um eine "Frühpensionierung zu vermeiden". Giörtz spürt ihre Kräfte schwinden, denn zu den aktuell 23,5 Wochenstunden Unterricht und zwei zusätzlichen Stunden für das Arbeitzeitkonto kommen weitere Aufgaben: Sie nennt die Hochbegabtenförderung, Bibliotheksarbeit, Veranstaltungen und Arbeitsgemeinschaften. "Ein Familienleben ist da nur schwer möglich", stellt sie fest.

Dieser Einschätzung pflichtet Frank Mahler bei. Der Mathe- und Physiklehrer hat vor drei Jahren, als er sich an der Grenze der Belastbarkeit wähnte, auf 21 Stunden reduziert. Auf eine Wochenarbeitszeit von annähernd 50 Stunden kommt er dennoch. Er amtiert als Fachobmann für Physik und ist in die Umbauplanung des Physik- und Chemietraktes involviert. Zudem sitzt er im Schulvorstand. Irgendwann fehle schlicht die Zeit für die Unterrichtsvorbereitung. Darunter leide folglich die Unterrichtsqualität, argumentiert er.

Auch Gaby Reetz ist Teilzeitkraft. Sie unterrichtet 18 Wochenstunden. Sie hat sich ihr Leben entsprechend eingerichtet und verzichtet nach eigenen Angaben auf rund 500 Euro monatlich. Reetz unterstreicht, sie sei gerne an der Schule, arbeite gerne im Schulvorstand und mit Schülern - auch am Wochenende, zum Beispiel am zurückliegenden, als die Generalprobe der Theater-AG anstand, die sie leitet.

Das Trio wendet sich gegen das Vorhaben der Landesregierung, Teilzeit-Anträge nicht mehr im bisherigen Umfang genehmigen zu wollen. Personalpolitik über Zwang zu betreiben sei kontraproduktiv, meint das Trio. Es hält dem Landesvater und der Kultusministerin vor, seit Jahren eine verlässliche Personalpolitik vermissen zu lassen.

Zweifeln am Sinn von Zwangsmaßnahmen: Sandra
Giörtz, Gaby Reetz (Mitte) und Frank Mahler. Fotos: tk

Reetz hat sich in einem von 65 Kollegen unterzeichneten Protestschreiben an Christian Wulff gewandt. Darin wird dem Ministerpräsidenten vorgeworfen, eine miserable Bildungs-, Personal- und Tarifpolitik zu betreiben. Das chaotische Agieren der Landesregierung werde auf dem Rücken der Lehrkräfte ausgetragen. Bereits im Mai 2008 sei abzulesen gewesen, dass in diesem Jahr 1500 Lehrer fehlen werden. Jetzt reagiere die Politik in Panik, resümiert Reetz und verweist darauf, dass das Sammelsurium der von Wulff jetzt angekündigten Maßnahmen lediglich rund 750 Lehrerstellen schaffen werde. Fehlen immer noch 750 Stellen.

Derweil steige bei den Lehrern an den Schulen der Frust. Egal, welcher politischen Richtung sie sich zugehörig fühlen, die St.-Viti-Lehrer seien durch die Bank sauer auf die Regierung, meint das Trio. Eine lange Reihe von Versäumnissen (nicht nur der Wulff-Regierung) habe zu der aktuellen Situation geführt. Denn es fehle nicht nur an Lehrkräften, sondern auch an Räumlichkeiten. Nicht einmal die erforderlichen Schulbücher sind vorhanden - mal ganz abgesehen davon, dass Zwölfjährige sieben Stunden Unterricht haben, ohne dass sie verpflegt werden.

Eine Verbesserung der Misere im Sinne einer von Wulff geforderten "Schule für Schüler" werde kaum mit Zwangsmaßnahmen oder dem Anwerben von Quereinsteigern herbeizuführen sein, prophezeien Mahler, Giörtz und Reetz.

Und sie erhalten Unterstützung. Der Schulleiterverband beklagt mangelnde Planungssicherheit und fragt, wem Stundenerhöhungen in Kunst, Sport oder Deutsch nützen, wenn es an Mathe, Physik oder Lateinlehrern mangele? Der Qualitätsentwicklung an den Schulen sei wenig dienlich, wenn ein Englischlehrer fortan Geschichte unterrichten soll. Im Ergebnis werde der neue Maßnahmenkatalog lediglich zu einem höheren Krankenstand und zu mehr Frustration in den Kollegien führen, versichern die Schulleiter.

STANDPUNKT

Thorsten Kratzmann

Schallendes Gelächter

Eltern schulpflichtiger Kinder lachen dieser Tage viel – lauthals. Und sie schlagen sich auf die Schenkel. Grund für dieses Amüsement ist die Prophezeiung der Landesregierung, den Lehrermangel 2011 behoben zu haben und eine 100-prozentige Unterrichtsversorgung zu gewährleisten. Wer dieser Ankündigung zu glauben vermag, der wartet auch alle Jahre wieder auf den Weihnachtsmann.

Politiker aller Couleur haben zwar die Angewohnheit, in der Öffentlichkeit darüber zu schwadronieren, dass Deutschland nur reüssieren kann, wenn es seine Schüler gut ausbildet. Dann fallen Vokabeln wie Wissensgesellschaft, Bildung ist unsere einzige Ressource, Kinder sind unsere Zukunft et cetera. Dieses hohe Lied mag so gar nicht zu dem passen, was sich täglich an den Schulen abspielt.

Betreuungskräfte erteilen Unterricht an Grundschulen, an den Gymnasien fehlen Klassen und Fachräume, nur drei Wochenstunden Englisch stehen in der Mittelstufe auf dem Stundenplan, nur ein Halbjahr Physik, drei Monate keinen Sportunterricht, Montag fällt Mathe in der dritten Stunde aus, Donnerstag ist es Deutsch in den ersten beiden Stunden.

Und alle Jahre wieder wird Flickschusterei betrieben, wird gelogen und schön gerechnet. Seit Jahren ist bekannt, dass die Zahl der zur Pensionierung anstehenden Lehrer höher ist als die Zahl derer, die mit dem bereit gestellten Haushaltsmitteln eingestellt werden können. Alle Jahre wieder wird dann dort gelöscht, wo das Feuer des Unterrichtsausfalls und der Elternempörung am heftigsten lodert.

Von Konzepten keine Spur. In Ermangelung dessen werden Nebelkerzen gezündet. Eines gewinnt jedoch immer schärfere Konturen: Die Landesregierung versucht, sich durchzuwursteln, bis die Geburten schwachen Jahrgänge in die Schulen strömen – in der Hoffnung, dass dann die verbliebenen Lehrkräfte 34 Schülern pro Klasse tatsächlich 100 Prozent Unterricht erteilen. Schallendes Gelächter.




12.02.2009

Kathrin Wedemeyer (links) betreut die Schüler vor der Prüfung, muntert auf und hilft mit Vokabeln aus. Fotos: fh

Gerüstet für die berufliche Zukunft
Schüler des St.-Viti-Gymnasiums legen international anerkannte Französischprüfung ab

Zeven (fh). Angesichts der angespannten Arbeitsmarktsituation müssen Schüler heute mehr leisten als noch vor einigen Jahren. Das haben auch 56 Schüler des St.-Viti-Gymnasiums erkannt und seit vielen Monaten einmal die Woche Französisch für die DELF-Prüfung, das Diplome d'Etudes en langue francaise, gebüffelt.

DELF-Sprachdiplome auf unterschiedlichen Niveaustufen richten sich an alle Personen, die nicht französischer Nationalität sind, und die aus beruflichen oder aus Neigungsgründen ihre Fremdsprachenkenntnisse nachweisen möchten oder müssen. Dabei wird der Gebrauch der französischen Sprache in vielfältigen realistischen Situationen des alltäglichen Lebens überprüft und bescheinigt.

Die einzelnen Prüfungsaufgaben evaluieren die kommunikativen Kompetenzen sowohl im mündlichen als auch im schriftlichen Sprachgebrauch und bieten für Schülerinnen und Schüler Jugend-orientierte Texte und Themen. Die staatlichen französischen Sprachdiplome werden vom Französischen Erziehungsministeriums vergeben und sind in der ganzen Welt anerkannt.
„Rund einmal die Woche haben die 56 Schüler am Freitagnachmittag freiwillig für l rund eineinhalb Stunden die französische Sprache gehört und gesprochen, um dann das Diplom abzulegen", betont die Pädagogin Kathrin Wedemeyer, die gemeinsam mit Christine Nothmann und Ruth Flörkemeyer die Franzö-sisch-AG leitet. Das Besondere an DELF sei eben, dass bei der Prüfung Parameter abgefragt werden, die beispielsweise späteren Arbeitgebern garantieren, dass die Schüler dieser Sprache mächtig sind und nicht zuletzt auch erkennen, dass sie sich über den allgemeinen Standard hinaus engagieren und Bereitschaft zeigen, sich einzubringen.
„Ein solches Diplom ist also empfehlenswert, denn zum einen erkennen die Schüler, dass sie etwas können und sie davon auch im normalen Schulunterricht motiviert werden. Zum anderen ist, es interessant für Arbeitgeber, und nicht zuletzt stellt ein DELF-Diplom für einige Studiengänge sogar eine Zugangsbedingung dar", betont Kathrin Wedemeyer.


Lisa Zimmermann hat die DELF-Prüfung absolviert.

Die 18-jährige Sandra Hardenfeldt aus dem 13. Jahrgang hat sich dem Prüfungsstress ausgesetzt, weil sie vielleicht später einen Beruf im Bereich Sprachen ergreifen, Betriebswirtschahslehre mit den Fremdsprachen Englisch und Französisch oder Medien und Kommunikationsdesign studieren möchte. Dafür kann sie ein DELF-Diplom gut gebrauchen. Doch auch für den Schulalltag bringen die zusätzlichen Übungsstunden eine ganze Menge.
„Dadurch, dass wir in der AG viel sprechen, traue ich mich auch im regulären Französisch-Unterricht mehr zu reden." Das kann Kathrin Wedemeyer nur unterstreichen, denn sie hat die gleichen Erfahrungen gemacht. Und auch Lisa Zimmermann ist der Auffassung, dass die Übungen in der AG zum einen sprachlich eine Menge gebracht hätten, auch wenn sie eher in die englische Richtung gehen will und plant, nach dem Abitur für ein halbes Jahr nach Neuseeland oder Australien zu gehen. „Aber Französisch zu können, ist ja auf jeden Fall ein Vorteil." Zudem werde auch das Selbstvertrauen gefördert und die Prüfungssituation sei eine tolle Übung für das Abitur.

Die 17-jährige Maike Dudeck interessiert sich seit längerem für Frankreich und sah das DELF-Diplom als gute Investition in ihre berufliche Zukunft, die sie schon im Bereich der Sprachen sieht. Die Prüfung sei allerdings schon sehr stressig gewesen, auch wenn sie diese mit 25 von 25 möglichen Punkten abgeschlossen hat. „Ich habe mich mehr verrückt gemacht, als ich eigentlich musste. Aber die Prüferin war sehr nett und hat mir etwas geholfen", sagt sie lachend. Dennoch habe sie ein tolle Leistung gezeigt, betonte Kathrin Wedemeyer, die die Prüflinge gemeinsam mit Jana Wienberg von der VHS im Vorfeld mit aufmunternden Worten, aber auch Schokolade und Gummibärchen versorgt hatte
.

 


10.02.2009

Als Dank für ihr Engagement bekamen die Dozenten, hier Mikhail Honesseau, zum Abschluss der Aufführung von den Darstellern einen Blumen strauß überreicht. Rechts Projektkoordinator und Musiklehrer Friedemann Michalek. Fotos: js

„Musik, die Vorstellungen sprengt“
Schüler der neunten Musikprofilklasse des St.-Viti-Gymnasiums nehmen an Projekt „Zeitgenössische Musik in der Schule“ teil

Zeven (js) Kratzende und jaulende Geigen und Gitarren, scheinbar völlig sinnfreie Sprechgesänge, rätselhafte pantomimische Darstellungen sowie eigenwillig vertonte Gedichte beispielsweise von Ernst Jandl, dem Nestor der experimentellen Lyrik – es war schon starker Tobak, den die Besucher der schulinternen Aufführung der Musikprofilklasse 9 am St.-Viti-Gymnasium gestern Mittag serviert bekamen.

Aber das Ganze war auch bewusst so gewollt. Denn der Obertitel des Projekts lautete ja „Zeitgenössische Musik in der Schule“. Womit Schule, Schüler und Lehrer absolutes Neuland betraten. Auch wenn der erste Eindruck stark gewöhnungsbedürftig war – die Schüler, die begeistert und sehr diszipliniert mitmachten, als Ausführende wie als Zuhörer, haben wertvolle neue Erfahrungen gewonnen und das Gymnasium insgesamt hat seinem exzellenten Ruf


Aufmerksam lauschen die jüngeren Schüler ihren älteren Mitschülern bei den experimentellen Darbietungen auf der Bühne.

als eine der heimlichen kulturellen Hochburgen des Landkreises – nicht zuletzt durch die legendären
Theateraufführungen von Gabriele Reetz – eine weitere interessante Facette hinzugefügt.
„Musik, die unsere Vorstellungen sprengt“, hatte denn auch Musiklehrer Friedemann Michalek, der das Projekt koordinierte, in seiner kurzen Begrüßung das Experiment zutreffend bezeichnet. Ziel sei es, die Musik weiter zu
entwickeln, und das mit Hilfe von Gedichten sowie Tanz und Bewegung. Unterstützt wurde das Projekt von der Sparkassenstiftung Hannover.
Die Künstler Lenka Zupkova und Mikhail Honesseau hatten die neunte Musikprofilklasse besucht und mit ihnen an vier zweistündigen Terminen zwischen November
und Februar so genannte „Musiktheater-Miniaturen“ erarbeitet. Die Aufgabenstellung erwies sich als
ebenso anspruchsvoll wie außergewöhnlich: Aus Musik, Bewegung und Text eine Komposition zu entwickeln, und zwar interdisziplinär, die sie näher an die Kunstform des Musiktheaters und der zeitgenössischen Musik heranführt.
Und wie haben die Schüler darauf reagiert? „Sie waren sehr offen“, sagte Friedemann Michalek in einem kurzen Gespräch mit unserer Zeitung im Anschluss an die Aufführung. Eine gewisse Skepsis sei zwar dagewesen, aber die sei im Verlauf des Projektes immer mehr gewichen. Das was die Schüler in den Workshops mit den bei den Künstlern erarbeitet haben, wurde im Musikunterricht vertieft – leider, so bedauerte Friedemann Michalek – reichte die zur Verfügung stehende Unterrichtszeit von vier Stunden bei weitem nicht aus. Schule, so sagte Michalek weiter,
müsse hinaus ins Leben und Leben müsse auch in die Schule geholt werden. Von einer ungeheuer spannenden Erfahrung für alle Beteiligten war am Ende des gelungenen Experimentes die Rede. Jetzt überlegen die Verantwortlichen, ob sie an der überregionalen Abschlussveranstaltung am 25. März in Syke teilnehmen wollen.

ZUM THEMA

Zum dritten Mal führt die Niedersächsische Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Kultusministerium das Projekt „Zeitgenössische Musik un der Schule“ durch. Musiker, Komponisten und Ensembles besuchen den Musikunterricht und erarbeiten mit Schülerinnen und Schülern der fünften bis 13. Klasse Themen der zeitgenössischen Musik. Dabei stehen in erster Linie die Praxis, das Musik Erfinden und Experimentieren mit
Klängen und Instrumenten im Mittelpunkt.

Direkter Zugang
Über diesen direkten Zugang sollen auch Schüler angesprochen werden, die vorher noch kein Instrument gespielt haben – was bei den Schülern der Musikprofilklasse des St.-Viti-Gymnasiums nicht der Fall ist. Sie beherrschen alle ein Instrument.
„Die Förderung der Neuen Musik als einer lebendigen, experimentellen Kunst liegt uns besonders am Herzen“, sagt Thomas Mang, Präsident der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. Das Projekt ermögliche die Begegnung mit der eigenen Kreativität, so der Sprecher abschließend.
www.nsks.de

 


08.01.2009

Künstler zu Gast am „Viti“
Musiktheater-Miniaturen werden erarbeitet

Zeven (js). Im Rahmen eines Projektes zum Thema „Zeitgenössische Musik in der Schule“ besuchen die Künstler Lena Zupková und Mikhail Honesseau eine neunte Klasse des St.-Viti-Gymnasiums.
Gemeinsam mit dem Fachlehrer Friedemann Michalek werden die Künstler im Musikunterricht Musiktheater-Miniaturen in Gestalt von Wort, Musik und Bewegung erarbeiten und diese auch in einer schulinternen Aufführung auf die Bühne bringen.
Insgesamt finden noch bis Februar vier jeweils zweistündige Treffen statt, in denen der Stoff erarbeitet wird. Interdisziplinär entwickeln die Schüler eine Komposition aus Musik, Bewegung und Text, die sie näher an die Kunstform des Musiktheaters und der zeitgenössischen Musik heranführt. Anregungen bieten Lyrik- und rosavorlagen mit ihren rhythmischen, metrischen, formalen und klanglichen Aspekten. Improvisierte Szenen, Konzepte, Instrumentalklänge und graphische Partituren führen am Ende zu Bewegungs- und Klangskizzen einer
Musiktheater-Miniatur. Das Projekt wird mit Unterstützung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung durchgeführt.