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| Mema hon aha! Das ist Fanti und heisst “Guten Tag”. Fanti ist die lokale Sprache in und um Cape Coast im Sueden Ghanas. Hier werden wir, Moni und Pia, fuer ein Jahr leben. Wir haben dieses Jahr am Viti Abitur gemacht und leisten nun einen Freiwilligendienst im Rahmen des weltwaerts-Programmes. Weltwaerts ist ein staatlich gefoerdertes Programm fuer Jugendliche zwischen 18 und 24 und bietet die Moeglichkeit, ein Jahr in einem „Entwicklungsland“ zu arbeiten, die Kultur und das dortige Leben kennenzulernen und dann das Erlebte nach Deutschland zu tragen. Ghana liegt in Westafrika, das Klima ist tropisch (hoffentlich habt ihr von Herrn Grauman oder Herrn Wedemeyer gelernt, was das bedeutet; wir erfahren es gerade praktisch). Im Norden herrscht Savanne vor, im Sueden der Regenwald! Waehrend es bei euch also grade Herbst wird, geht bei uns die Regenzeit zu Ende und die Temperaturen betragen um die 30 Grad. ![]() |
| Wir sind nicht zusammen in einem Projekt, sondern in unterschiedlichen Orten. Pia wohnt in Moree, einem Dorf direkt an der Atlantikkueste, und arbeitet hier fuer das Trainings-Skills-Centre der GhanaKids Foundation, das ist so aehnlich wie eine Berufsschule. Die Schueler im Alter von 16 bis 26 koennen zwischen den drei Bereichen Secretarial (Bueroarbeiten), Visual Art (verschiedene Techniken, Stoffe herzustellen und zu faerben) und Dressmaking (Schneidern, Naehen, ...) waehlen. GhanaKids Foundation ist eine niederlaendische Nichtregierungs-Organisation, die sich fuer benachteiligte Jugendliche einsetzt. Das bedeutet: kaum ein Schueler hier hat einen Highschool- oder Junior Highschool-Abschluss, einige haben noch nicht mal die Primary School. Pias Aufgabe hier ist zusammen mit ihrer Projektpartnerin Josefine Mathe und ICT (Computergrundkenntnisse) zu unterrichten. Ausserdem sollen die Freiwilligen den Schulleiter dabei unterstuetzen, einen Shop zu eroeffnen, in dem die im Unterricht produzierten Sachen verkauft werden koennen. Moni wohnt in Breman Asikuma. Das ist ein Ort, der schon fast im Regenwald liegt. Auf jedenfall ist er eher abgeschieden. Sie arbeitet in der Happy Child Preparatory School, einer kleinen Grundschule. Eigentlich ist der Plan, dass sie und ihr Projektpartner Max Englisch und Franzoesisch unterrichten, aber im Moment machen sie Vertretungsunterricht in Klassen ohne Lehrer. Das ist nett, aber auch ziemlich anstrengend, weil sie dann von 7.30 bis 15.30 die gleiche Klasse haben. Moni wohnt in einer Gastfamilie, die aus 20 bis 30 Leuten besteht (so genau weiss sie das noch nicht). Auf jeden Fall ist es sehr spannend und nett dort zu leben! |

| Mittlerweile
sind wir schon sechs Wochen hier und fuehlen uns ganz wohl. Am Anfang
war aber vieles ungewohnt. Der christliche Glaube wird hier zum
Beispiel oeffentlicher ausgelebt: Die Schule beginnt jeden Morgen mit
einem Gebet, auf den Taxis stehen christliche Sprueche und viele Shops
haben Bibelverse als Namen (zum Beispiel gibt es eine Autowerkstatt,
die auf Bremsenreparaturen spezialisiert ist, mit dem Namen „Trust in
God“). Das traditionelle Essen hier unterscheidet sich von unserem. Zum Beispiel werden viel Yams und Kochbananen gegessen. Meistens sind die Gerichte scharf und oelig. Allerdings gibt es auch ueberall Spaghetti, Eis, Maggi und Cola zu kaufen. In unseren Schulen wird viel frontal unterrichtet. Das heisst, die Lehrer sprechen etwas vor und die Schueler sprechen es nach. Es gibt keinen Klippertkasten! Morgens in der Assembly singen alle Schueler die Nationalhymne und marschieren danach in ihre Klassen. Die Lehrer werden mit Mister oder Sir und die Lehrerinnen mit Madam angesprochen. Liebe Gruesse, Eure Madam Pia und Madam Monika! Wenn ihr noch mehr wissen wollt, dann guckt einfach auf unsere Blogs oder schreibt uns. Wir wuerden uns freuen! pia-in-ghana.ghanakids.nl moni-in-ghana.blog.de
pia.viebrock@ghanakids.nl moni.nack@web.de P.S.: Am meisten vermissen wir Schokolade und Kaese! |