An dieser Stelle einige Impressionen der Vorführungen vom Mittwoch und Freitag vor ausverkauftem Haus. 

Fotos: Sal, Sei

Zevener Zeitung vom 29.02.2018: 

Zevener Zeitung vom 24.02.2018:

Zevener Zeitung vom 17.02.2018:

Die zwei Jungs sind die Freunde Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Während die Erzählung von Mark Twain landläufig als Lausbubengeschichte betrachtet wird, wollen wir es nicht als Kinderstück inszenieren, sondern eher die Jugend- und Erwachsenen-Problematik herausarbeiten.

Mark Twain webt mehrere Geschichten ineinander, die zum Teil auf eigenen Kindheitserlebnissen basieren sollen. So lässt Tom, der auf Geheiß seiner Tante den Gartenzaun streichen soll, diese Aufgabe durch die Nachbarskinder übernehmen, indem er es ihnen als einen künstlerisch-ästhetischen Auftrag verkauft und sie dabei ganz schön an der Nase herumführt. Hier ist er lustig, mutig, frech. Auch mit der Liebe wird er heftig konfrontiert, erst liebt er Amy (oder eher sie ihn?), dann lernt er Becky kennen, die Tochter der neu in die Gemeinde gezogenen „America-first“ - Richterin Mrs. Thatcher. In Becky verliebt er sich heftig!!! Und sie sich in ihn!

Aber als er gemeinsam mit dem freiheitsliebenden Huck, der nicht in die Schule geht und eher wie ein Landstreicher lebt, einen Mord auf dem Friedhof beobachtet und sozusagen zum Augenzeugen wird, wird es lebensgefährlich für die beiden. Gleichzeitig stellt sich die moralische Frage, ob man – aus Angst vor dem Mörder – tatsächlich dicht halten kann, wenn man dabei den fälschlich bezichtigten Muff Potter opfern müsste. Diesen Druck des Schweigens halten die beiden kaum aus. Sie bauen sich ein Floß, hauen ab auf eine Insel, werden vermisst und für tot gehalten und beobachten ihre eigene Beerdigungsfeier.

Die Bevölkerung will gar nicht wirklich wissen, wer der reale Mörder ist, sie reagiert aufgebracht und sensationslüstern und ist lediglich daran interessiert, jemanden hinter Schloss und Riegel, ja sogar an den Galgen zu bringen, egal, ob es der richtige Mörder ist oder nicht. Sie werden zur regelrechten Meute. Hier kommen Tom und Huck ins Spiel. Sie können nicht weiter schweigen, outen sich mit allen Konsequenzen im Gerichtsprozess als Augenzeugen und treten somit für Muff Potter und gegen Indianer Joe ein. Ihre Angst vor dem tatsächlichen Mörder wird verstärkt, als Tom und Becky sich in einer Höhle verlaufen und feststellen, dass sich auch Indianer Joe hier versteckt. Nachdem sie den Ausgang gefunden haben, wird die Höhle durch die Richterin verschlossen, ohne zu wissen, dass sie den Mörder damit eingesperrt hat. Am Ende hat die Gerechtigkeit gesiegt und Tom und Huck bleiben sich und ihrem Freiheitsgedanken treu.

Mark Twain heißt eigentlich Samuel Langhorne Clemens und ist ein amerikanischer Schriftsteller, der 1835 im Ort Florida im Staat Missouri geboren wurde. Von 1857 bis 1860 arbeitet er als Lotse auf einem Mississippidampfer. Diese Erfahrung prägt seine Literatur. Ebenso seine Zeit als Freiwilliger im amerikanischen Bürgerkrieg auf der Seite der Südstaaten. Er arbeitet als Reporter, schreibt Reiseberichte und natürlich Romane. „Tom Sawyers Abenteuer“ entsteht 1876, „Huckleberry Finns Abenteuer“ 1884. Mark Twain stirbt 1910 in Redding, Connecticut.

Nach den Intensivproben in Worpswede gehen die Schauspielerinnen und Schauspieler der Theater-AG sowie die Musikerinnen und Musiker der Big Band in die nächste heiße Phase. Bereits seit einer Woche proben sie auf der Hauptbühne und diversen Nebenbühnen. Und auch die nächste Woche wird noch einmal für den Feinschliff des diesjährigen Theaterstückes benötigt bis es dann am 27.02. endlich heißt - "Premiere".  Und auch die Techniker sind wie immer mit von der Sache. 

An dieser Stelle wünschen wir weiterhin viel Erfolg beim Proben. Hier findet Ihr vorab schon einmal ein paar Eindrücke der Probenphase des diesjährigen Stückes. 

Text: Ree, Sal

Fotos: Sal

Theaterintensivproben in Worpswede