Seit Beginn des Schuljahres hatten wir, 14 weltoffene Schülerinnen und Schüler, Frau Behnke und Herr Steinrücken, uns anhand von Referaten, virtueller Kontaktaufnahme zu unseren Gastgebern und einigen Grundübungen in Polnisch auf Land und Leute vorbereitet.

Am Samstag den 24. September begaben wir uns dann mit einiger Verspätung im Bus schließlich auf die schier endlos lange Reise von 16 Stunden über Nacht nach Südpolen.

Vor Ort wurden wir von unseren Gastgebern sehr herzlich empfangen. Bereits am Sonntagabend ging es mit einer Grillparty bei einer Gastfamilie und einigen Kennenlernspielen los. Erste Tanzübungen im Garten stimmten uns auf das Projekt ein. Neben der überaus reichhaltigen polnischen Gastfreundschaft lernten wir auf durchaus vergnügliche Weise den Krakauer Tanz kennen, welcher am Tag der Fremdsprachen im dortigen Gymnasium – trotz eher knapp bemessener Vorbereitungszeit – in farbenfrohen Trachten sehr erfolgreich aufgeführt wurde. Außerdem hatten wir ein traditionelles Lied aus der Region auf Polnisch sowie auf Deutsch eingeübt, welches manche so inspirierte, dass sie es auch nach der Aufführung immer wieder sangen.

Weiterhin führten uns Ausflüge bei herrlichem frühherbstlichen Wetter in die ehemalige polnische Königsstadt Krakau, an den Geburtsort des Papstes Johannes Paul II. nach Wadowice und zu dem für die deutsch-polnische Geschichte bedeutsamen Erinnerungsort Auschwitz, wo wir auch eine Kunstausstellung eines KZ-Überlebenden besichtigten. Trotz der vielen Programmpunkte gab es auch genügend Zeit für Unternehmungen mit den Familien und zur Erkundung des näheren Umlandes.

Gerade als wir in unseren Gastfamilien heimisch wurden und uns schon fast eingelebt hatten, mussten wir auch schon wieder Abschied nehmen, was den ein oder anderen sogar zu Tränen rührte. Doch es half nichts… eine weitere schier endlose Busfahrt später kamen wir am Morgen des 2. Oktober erschöpft, aber mit vielen neuen Eindrücken belohnt wieder in Zeven an. Jetzt gilt es erst einmal eine Weile abzuwarten, bis wir die polnischen Gäste im Mai bei uns empfangen dürfen. Genug Zeit, um ein ebenso spaßiges, spannendes und nicht zuletzt auch informatives Programm auf die Beine zu stellen. Wir freuen uns schon auf unsere Gäste!

Der Austausch wird wie in jedem Jahr durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk ermöglicht.

Text/Bilder: Teilnehmer Polen-AG/Ste